Magnum

Re: Magnum

Beitragvon cgrage » Montag 21. Oktober 2019, 19:59

Werde sie mir wohl auch in Kiel ansehen.
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Samstag 5. Dezember 2020, 20:48

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Magnum | On The 13th Day (2012)

1. All The Dreamers (07:09)
2. Blood Red Laughter (04:40)
3. Didn’t Like You Anyway (04:33)
4. On The 13th Day (05:36)
5. So Let It Rain (04:50)
6. Dance Of The Black Tattoo (05:17)
7. Shadow Town (05:57)
8. Putting Things In Place (04:41)
9. Broken Promises (04:53)
10. See How They Fall (04:57)
11. From Within (04:42)

Ich hatte mitunter beim letzten Review mich selbst gefragt, was Magnum eigentlich noch passieren kann.
In vielerlei Hinsicht ist die Antwort vielleicht so simpel zu beantworten, wie: „Nichts mehr“. Denn, auch wenn vielleicht ein Album mal weniger stark ist als das vorherige oder das folgende, der Qualitätsstandard der Band ist einfach immens hoch.
Das kann mitunter dazu führen, dass das ein oder andere Album vielleicht etwas untergeht. Mir ist das mit diesem Album lange Zeit passiert.

Das „On The 13th Day“ deswegen ein schwaches Album ist, möchte ich damit absolut nicht behaupten. In sich ist das nämlich ein sehr schlüssiges Gesamtwerk. Der warme Sound lädt zu diesem Album ein.
Allerdings gibt es nicht diesen einen Song der wirklich heraussticht. Mir fehlt etwas das Epische an diesem Album. Das ist alles auf einem gleichförmig hohen Niveau. Die rhythmischen Elemente im Aufbau sind mir sogar manchmal etwas zu ähnlich.
Ich möchte anmerken, dass das Meckern auf hohem Niveau ist. Denn mir gefällt ja trotzdem was ich da höre. Der Titelsong hat einen schönen Gitarrenpart. „Didn’t Like You Anyway“ oder vor allem auch „Putting Things In Place“ kommen dem am nächsten, was mir fehlt. Etwas mehr Tiefgang, das epische, etwas mehr Glanz. Das rockt vor allem im instrumentalen Bereich meist ganz gut vor sich hin. Manchmal etwas härter wie in „Dance Of The Black Tattoo“, manchmal schon so poppig wie in „So Let It Rain“.
Aber im Endeffekt liegt die Gewichtung halt auf „…nur so vor sich hin“.


Es „flutscht“ so durch ohne große Höhepunkte zu haben. Das wirkt vielleicht drastischer, als ich es meine. Es ist halt immer noch „Magnum“ sind und schlecht können sie nicht und sind auch mit diesem Album sehr weit weg davon. Wie gesagt: Als Gesamtwerk durchaus gefüllt mit warmen Sound und vor allem auch wieder einem starken Catley.
Es ist aber einfach nicht so spektakulär wie andere Alben der Band. Ich persönlich finde die Songs einfach nicht so zwingend oder stark wie bisher gewohnt.
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 6. Dezember 2020, 17:26

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Magnum | Escape From The Shadow Garden (2014)

1. Live ´Til You Die (06:29)
2. Unwritten Sacrifice (05:28)
3. Falling For The Big Plan (05:59)
4. Crying In The Rain (05:45)
5. Too Many Clowns (04:36)
6. Midnight Angel (07:18)
7. The Art Of Compromise (05:01)
8. Don’t Fall Asleep (05:59)
9. Wisdom’s Had Its Day (04:44)
10. Burning River (04:43)
11. The Valley Of Tears (06:39)

Wenn ich mich recht entsinne, habe ich „Magnum“ mit Veröffentlichung dieses Albums zum ersten Mal bewusst wahrgenommen. Für das Erkennen großer Glanztaten, war ich aber wohl noch nicht bereit.
In „Escape From The Shadow Garden“ macht die Band vieles richtig. Der Fokus wird wieder vermehrt auf herausstechende Melodien gelegt. Clarkin legt sich hier mächtig ins Zeug und ist damit sehr erfolgreich, Songs zu komponieren dessen Widerhaken so unglaublich groß sind, dass sie einen erwischen müssen. Vorbeikommen ausgeschlossen!

Dabei geht die Band hier so vergnügt zu Werke, dass es wahrlich eine Freude ist. Man höre sich nur „Too Many Clowns“ an. Der Song strotzt nur so vor Spielfreude, ist aber vielleicht auch etwas untypisch für die Band, da hier sehr hard gerockt wird.
Die ganz großen Melodien hört man in „Unwritten Sacrifice“ oder „Crying In The Rain“.

Die große Stimme des kleinen Fronters in Songs wie „Midnight Angel“. Was mir auf dem letzten Album schlicht gefehlt hat gibt es hier zuhauf. Gerade „Midnight Angel“ punktet mit allem was die Band zu bieten hat und wofür man die Band so schätzen und lieben gelernt hat. Unglaublich schöner, pompöser Song, der sowohl den Melodien und dem Gesang den Platz geben sich auszubreiten. Und, trotz dass der Song an die 7 Minuten geht, ist der Song zudem auch noch ziemlich kompakt.

Mit „Don’t Fall Asleep“ ist dann die Ballade der Scheibe. Wunderschön.
Die dramatische Seite der Band zeigt sich im Song „Wisdom’s Had Ist Day“. Vor allem in Refrain bauscht sich der Song immer wieder auf, um von den Strophen dann wieder runtergeholt zu werden, um dann nochmal Vollgas in diesen dramatischen Part zu geben.

Ich komme also zu dem Fazit, dass „Escape From The Shadow Garden“ ein wahres Meisterwerk ist, welches die letzte Platte (tatsächlich auch jetzt noch mal beim Hören bestätigt), in den Schatten stellt. Der Band ist das Kunststück wieder gelungen, herausragende Songs zu schreiben, die sich festsetzen. Die locker und leicht klingen. Nichts ist hier auf Teufel komm raus gewollt. Es läuft einem geschmeidig in die Gehörgänge. Das Ding ist einfach mit Highlights übersät. Saustarkes Teil.
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 14. Juli 2021, 13:00

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Magnum | Sacred Blood "Divine" Lies (2016)

1. Sacred Blood, Divine Lies (06:42)
2. Crazy Old Mothers (05:48)
3. Gypsy Queen (04:30)
4. Princess In Rags (05:27)
5. Your Dreams (05:26)
6. Afraid Of The Night (04:32)
7. A Forgotten Conversation (04:56)
8. Quiet Rhapsy (05:40)
9. Twelve Men Wise (06:19)
10. Don’t Cry Baby (05:06)

Hier haben wir es mit dem ersten Album zu tun, dass ich am VÖ Tag gekauft habe. Was hatte ich mich darauf gefreut und eigentlich wurde ich auch nicht enttäuscht. Trotzdem würde ich das Album aus der Spätphase im Nachhinein nicht ganz so hoch bewerten wie andere.

Die ersten Töne des Titelsongs rocken stampfend vor sich hin, das geht schon fast in Richtung AC/DC. Das wird erst mit dem Refrain Magnum typischer. Der bauscht sich bis zum Schluss sogar noch richtig auf.

Stampfig geht es auch gleich mit „Crazy Old Mothers“ weiter. Das klingt zwar schon ganz toll und die Wade zuckt im Takt mit. Allerdings habe ich auch gleichzeitig das Gefühl, dass das Album nicht ganz aus dem Quark kommt.

Der mystisch anmutende Song „Gypsy Queen“ gibt da erstmal etwas Entwarnung, verliert sich aber auch etwas in groovenden Gitarren und der Wechselwirkung zu den Keyboards.

Nicht ganz gelungen finde ich den Sound des Albums. Der ist mir etwas zu unausgegoren, zu direkt, zu trocken. Das ist schon sehr Hard Rock lastig, welches auf dem Album sowieso überwiegt. Diese gewisse Härte war ja schon auf dem Vorgänger da. Hier verliert es sich aber meist und man wartet auf die großartigen Clark-Gedächtnis-Melodien. Es bleibt aber überwiegend Rifflastig, was ich etwas untypisch für die Band finde.

Was ich meine versteht man vielleicht besser, wenn man sich dann auch den darauffolgenden Titel anhört, „Princess In Rags“. Für mich viel stimmiger, ja typischer umgesetzt. So möchte ich die Band hören. Komischerweise wird das Album vor allem nach „Your Dreams“ besser. Die Band hat sich wohl die besseren Ideen für die zweite Hälfte aufgehoben. „Afraid Of The Night“ oder auch „A Forgotten Conversation“ überzeugen mich um einiges mehr. Das ist das was man von der Band gewohnt ist.

Ich will nicht so weit gehen zu sagen, dass man keine Veränderung bei der Band haben möchte. Ich will auch gar nicht behaupten, dass hier großartig etwas anders ist. Aber die Band gefällt mir vor allem dann sehr gut, wenn sie eben nach „Magnum“ klingen. Das mag jetzt sehr drastisch klingen, aber Veränderungen oder gar die harten Töne brauche ich bei der Band nicht. Dann wirkt das auf mich stimmiger und einheitlicher. Die härteren Töne gab es immer mal wieder bei Magnum, aber halt auch besser umgesetzt.

Ich merke schon, dass Album kommt in geschriebener Form hier schlechter Weg, als ich es wollte. Mir fehlt es einfach etwas an Melodien. Die richtig großen Dinger findet man auf der zweiten Hälfte der Scheibe. Es dauert aber bis die Band so richtig in die Pötte kommt.
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 14. Juli 2021, 15:43

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Magnum | Lost On The Road To Eternity (2018)

1. Peaches And Cream (04:57)
2. Show Me Your Hands (05:45)
3. Storm Baby (06:17)
4. Welcome To The Cosmic Cabaret (08:11)
5. Lost On The Rad To Eternity (06:00)
6. Without Love (05:55)
7. Tell Me What You’ve Got To Say (06:27)
8. Ya Wanna Be Someone (05:58)
9. Forbidden Masquerade (05:02)
10. Glory To Ashes (05:35)
11. King Of The World (07:04)

Kurze Anmerkung: Den Text habe ich schon 2019 geschrieben in einem anderen Thread. Damit das hier vollständig ist, habe ich das hierhergeholt.

Mein Einstieg war “Sacred Blood “Divine” Lies”. Wie sehr ich diese Band mag und wie sehr ich mich auf die Veröffentlichung der neuen Platte gefreut habe kann man dem Thread zur Band gut entnehmen.
Einziger Wermutstropfen ist die Verkündung, das Stanway die Band verlassen hat. Auch deshalb schade, da ich die Band im März 2018 zum ersten Mal live sehen sollte. Hätte ich gern miterlebt. Der neue hinter den Tasteninstrumenten Rick Benton macht aber auch einen tollen Job und hat einen sehr guten Start in „Peaches And Cream“. Die leichten Orgeltöne lassen starkes für die Platte vermuten.
War mir der Sound auf „Sacred Blood „Divine“ Lies“ irgendwie zu unausgegoren hat man hier eine tolle Leistung vollbracht. Schöner transparenter Sound. Die Keyboards stechen sehr gut heraus und übernehmen auch wieder gut platziert auch mal die Führung der Songs.
Gut wahrnehmbar wie frisch die Jungs klingen zeigt „Show Me Your Hands“ mit seinem überragenden Mittelpart. Ich könnte der Band Tagelang zuhören.
Viele Zweifler schrien auf als Angekündigt wurde, dass Tobias Sammet auf dem Titeltrack seinen Senf dazugeben wird. Aber auch hier muss man sagen, passt Tobias einfach zu dem Song. Der für mich auch überragend ist.
Auch die Halbballade „Storm Baby“ macht mir ordentlich spaß. Die Band zeigt einfach, dass sie den Bombast drauf haben wie kaum eine andere Band. Vor allem hätte der Song genauso auch „Vigilante“ stehen können und wäre auch dort ein absoluter Favorit gewesen.
Die Band hat nicht zu viel versprochen.
Überhaupt bekommt die Band es vorzüglich hin Bombast, Härte und Melodien so zu verzwirbeln das einem nur der Mund offen stehen kann. Für mich gehört das Album zu den besten Magnum Alben und muss sich vor Klassikern absolut nicht verstecken. Am besten kommt das im Stück „Welcome To The Cosmic Cabaret“ zum Ausdruck. In 8 Minuten zeigt die Band die ganze Bandbreite.
Ein sehr guter Einstand für den neuen in der Band. Der der Band wieder frische verleiht. Die Spielfreude ist nicht zu überhören. Und es ist auch atemberaubend wie der Band immer wieder von neuem diese tollen Melodien einfallen.
So sollen sie ruhig die nächsten 10, 20, 30 Jahre weitermachen.
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Re: Magnum

Beitragvon salisbury » Donnerstag 23. September 2021, 21:17

Pillamyd hat geschrieben:Bild
Magnum | Chase The Dragon
(1982)


1. Soldier Of The Line (04:16)
2. On The Edge Of The World (04:23)
3. The Spirit (04:18)
4. Sacred Hour (05:35)
5. Walking The Straight Line (04:53)
6. We All Play The Game (04:07)
7. The Teacher (03:21)
8. The Lights Burned Out (04:29)

Nachdem ich so viel von Magnum gelesen habe und das Album dann auch hörte, war ich tatsächlich etwas enttäuscht. Ich hatte damals wohl etwas anderes erwartet. Davor kannte ich ja bloß die Platte aus 2015. Ich kann gar nicht beschreiben von was ich enttäuscht war.

Die Melodien die aus den Boxen drangen, haben mich nach und nach erst gepackt. Vor allem bei diesem Album wurde mir mit jedem Durchlauf klar wie stark das wirklich ist. Mein Highlight der Platte ist „Sacred Hour“ dicht gefolgt von „The Spirit“. Wunderbare Platte. Die Keyboards sind noch stärker vertreten. Der Sound wirkt noch bombastischer als auf der Magnum II. Ja manchmal sogar sehr episch. Dank Mark Stanway. Die Band hat es tatsächlich geschafft qualitativ noch eine Schippe draufzulegen. Und das nicht zum letzten Mal.

„Chase The Dragon“ hat sich bei mir stark gemausert. Gehört definitiv zu meinen Lieblingsscheiben der Band.


Erstmal: diese umfassende Besprechung aller MAGNUM-Alben finde ich ungemein wertvoll, und dieser Thread immer in meinem Hinterkopf, auch wenn ich noch nichts hier hinein geschrieben habe. Nun, arg viel von früheren MAGNUM kenne ich einfach nicht. Das ändert sich aber peu a peu anlässlich unserer regelmäßigen gruppenmäßgen Jahresverköstigungen.

Für 1982 lief diese Album hier sehr oft und auch ich habe es erst nach und nach lieben gelernt. Lustig, dass auch für mich 'Sacred Hour' ganz kurz vor 'The Spirit', die Nase vorne hat. Denn es zeigt sich immer wieder, dass Pilly und ich ja ziemlich grundverschiedene Hörmuster und Vorzüge haben. Hier sind wir uns aber einig. Auf meiner CD gibt es noch zwei Bonustracks, von den vor allem 'Back To Earth' noch ein ganz großer Knaller ist. Meiner Freundin (User Metal Me) ist das der liebste Track :).

Schönes Album, dem ich wohl insgesamt ne 8,5 geben würde.
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Re: Magnum

Beitragvon salisbury » Donnerstag 23. September 2021, 21:19

Und nun ist der erste Durchgang für "The Eleventh Hour"
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 23. September 2021, 21:34

Stark sally :blumen:

Ja, zwischen uns liegen Welten, wobei das auch mal anders war. Aber ich hab mich da eher in eine andere Richtung bewegt, was meine Hörgewohnheiten anbelangt. Aber macht nichts. Wenn es beidseitige Treffer gibt, ist das doch umso schöner :)

Mit der Note würden wir beide wohl auch auf der gleichen Welle reiten. Bin gespannt, was du eventuell weiteres zu berichten hast. Freut mich sehr! Ein Album habe ich ja noch übrig. Mal schauen ob ich das vor der nächsten Veröffentlichung 2022 schaffe :grins:

Allgemein hat dieses konstante Beschäftigen mit der Band dazu geführt, dass ich heute sagen würde, Magnum gehören zu meinen absoluten Lieblingsbands.
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 5. Oktober 2021, 15:21

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Magnum | The Serpent Rings (2020)

1. Where Are You Eden? (05:36)
2. You Can’t Run Faster Than Bullets (05:37)
3. Madman Or Messiah (05:21)
4. The Archway Of Tears (06:21)
5. Not Forgiven (05:48)
6. The Serpent Rings (06:55)
7. House Of Kings (04:47)
8. The Great Unknown (05:27)
9. Man (05:26)
10. The Last One On Earth (03:32)
11. Crimson On The White Sand (04:53)

Wenn es eines gibt, dass die Band kann, dann bevor man auch nur einen Ton eines neuen Albums gehört hat Stimmung zu erzeugen. Das gelingt der Band mit diesem Albumcover mal wieder wunderbar. Man erwartet großes und ist man Fan der Band und kommt zu dem gleichen Ergebnis, dass die Band qualitativ immer abliefert, kann hier kaum enttäuscht werden.

Böse Zungen könnten behaupten, die Band würde seit Jahren in ihrer Blase stecken, nicht aus ihrer Komfortzone herauskommen. Aber seien wir doch mal ganz ehrlich. Magnum klingen eben nach Magnum und wer so unfassbar gute Melodien immer und immer wieder aus dem Hut zaubert, darf da gerne drinbleiben. Ich jedenfalls werde einen Teufel tun, der Band das zur Kritik machen. Magnum haben den klassischen Melodic Rock in ihrer DNA.

Das zeigt auch hier wieder das Eröffnungsdouble. Der Einstand mit „Where Are You Eden?“ klingt so vertraut wie eh und je. Und doch sind es wieder die Feinheiten, die ein solcher Song innehat, die immer und immer wieder begeistern können. Ein absolut grandios verspielter Song, der das Magnum Herz höherschlagen lässt. Spaß und Genussfaktor 100.

Darauf folgt der schwer groovende „You Can’t Run Faster Than Bullets“, der eben durch bratende Gitarren zu einer richtigen Wuchtbrumme verkommt. Ein Song für die Ewigkeit und vor allem für Livekonzerte.

Es wird auch bei diesem Album ein Einfaches sein, seine Favoriten auszumachen. Ich denke jeder wird hier seinen Favoriten ausmachen können und ich finde gerade die ersten beiden Songs sind wahre Türöffner für ein weiteres Kapitel im Magnum-Universum. Im dritten Song sticht Clarkin vor allem durch sein Solo hervor und beweist ein weiteres Mal, dass der Herr einfach famos ist in dem was er tut. Übrigens auch ein sehr abwechslungsreicher Song, der wie ein Hybrid aus den ersten beiden klingt.

Man kann es immer und immer wiederholen. Aber woher der Mann diese Melodien hernimmt, ist mir unbegreiflich und das krasse dabei ist, dass es zu keiner Sekunde langweilig wird oder man denkt, halt mal, das habe ich schonmal irgendwo gehört. Nein, die Gedanken kommen erst gar nicht zustande. Man genießt einfach was man da hört und das ist so wunderbar an der Band.

Diese Erkenntnis ist mitnichten keine Neue und so langsam kommt man sich auch etwas doof vor, sich immer und immer wieder zu wiederholen. Aber es ist einfach so eine makellose Reihe an großartigen Alben, die jegliche Kritik im Keim ersticken. Das lässt es einfach nicht zu. Dafür finde ich das viel zu stark.

Man könnte jeden Song auch hier einzeln durchgehen und abfeiern. Denn wirklich jeder Song besitzt mindestens einen Part, der die Songs zu Premiumklasse aufsteigen lässt. Es gibt kein Halt, die Band legt eine ordentliche Spielfreude an den Tag. Die Knappe Stunde, die das Album hat, vergehen wie im Flug. Was es wieder etwas anders macht als zuvor, sind die wirklich bratenden Gitarren an der ein oder anderen Stelle. Es gibt eigentlich kaum eine Pause für den Zuhörern. Das Album prescht ordentlich durchs Ziel. Das liegt vor allem daran, dass das Schlagzeug wirklich einen ordentlichen Takt vorgibt, meist eingängig, dafür sehr effektiv.

Die Mischung aus Bombast, der hier immer wieder durschimmert, ist wunderbar in dieser wuchtigen und transparenten Produktion wunderbar verflechtet. Man höre sich nur den Titelsong „The Serpent Rings“ an. Es dürften keine weiteren Wünsche offenbleiben.

Einen Song möchte ich zum Schluss noch etwas hervorbringen. Nämlich: „House Of Kings“.

Es ist eigentlich alles wie immer. Magnum kündigen ein Album an und man weiß, was kommt und doch ist man immer und immer wieder fasziniert darüber, dass dem Clarkin die Ideen einfach nicht auszugehen scheinen. Das beweist unter anderem der gesamte Song „House Of Kings“, der wahrlich etwas anders ist und aus dem Album hervorsticht. Wenn ich mich recht entsinne, war das sogar die erste Veröffentlichung aus dem Album. Eines der rifflastigsten Songs, der aber sehr soul- und jazzgetränkt vorgetragen wird. Was ein Fluss dieser Song doch hat. An manchen Stellen wird man auch an frühe Toto erinnert. Was mir unheimlich gut zusagt. Eines meiner liebsten Songs auf dem Album. Mit Sicherheit!
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 5. Oktober 2021, 15:23

Bis dahin bin ich also durch mit der Diskographie. Im Januar 2019 habe ich angefangen. Seitdem sind über 3 Jahre vergangen. Auch wenn eine ordentliche Pause dazwischen war, diese Art der Diskographie Besprechung hat für mich selbst auch einiges gebracht. Ich bin der Band noch einmal ein Stückchen nähergekommen und ich würde behaupten, dass die Band dadurch bei mir nur noch mehr gewonnen hat. Ganz famose Band.

Zum Abschluss habe ich mir noch einmal Gedanken gemacht in welche Reihenfolge ich die Alben setzen würde. Das war hier natürlich ein großer Kampf, den ich mit mir ausmachen musste. Aber im Endeffekt habe ich es geschafft und würde das ganze so Listen:

1. On A Storyteller’s Night
2. Wings Of Heaven
3. Chase The Dragon
4. Vigilante
5. The Eleventh Hour!
6. Princess Alice And The Broken Arrow
7. Brand New Morning
8. The Visitation
9. The Serpent Rings
10. Escape From The Shadow Garden
11. On The Thirteenth Day
12. Lost On The Road To Eternity
13. Magnum II
14. Sacred Blood „Divine" Lies
15. Kingdom Of Madness
16. Sleepwalking
17. Goodnight L.A.
18. Into The Valley Of The Moon King
19. Rock Art
20. Breath Of Life
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