|
|
von Havoc » Mittwoch 12. September 2012, 20:42
frankjaeger hat geschrieben:Ich werde nie verstehen, warum man immer hundertprozentiger Fanboy sein muss und alles, was ein Musiker von sich gibt, göttlich sein muss, egal was für ein Quatsch es ist. Ich sag es mal so, selbst die beste Band der Welt hat mehrere echt totlangweilige Alben gemacht. So tief ist er doch nicht gar nicht gesunken, auch wenn er seit "Deadwing" und dem zweiten Blackfield-Album nichts wirklich Bewegendes mehr zustande gebracht hat, selbst der Blanke Planet hat den Test of time nicht überstanden. Ich glaube, er würde grad über der Kritik stehen. Als Künstler.
Klar muss man kein 100%iger Fanboy sein. Aber was will man denn dagegen tun, wenn man das einfach alles so geil findet. Ich kann Salisbury da gut verstehen. Mir geht es eher oft so, dass ich es fast schon befremdlich finde wenn manche langjährigen Fans auf einmal mit manchen Alben nicht mehr klar kommen, nur weil mal ein bischen was Neues ausprobiert wird. Wie zuletzt z.B. bei Pain Of Salvation mit den Road Salt Alben. Oh doch "Fear Of A Blank Planet" habe ich vor kurzem noch mal aufgelegt und für super empfunden. Für meine Begriffe immer noch mit das beste was Wilson je verbrochen hat.
-

Havoc
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 23750
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10
von Drumtier » Samstag 15. September 2012, 03:56
Also zuerst einmal möchte ich einfach nur Salisbury in seiner Euphorie unterstützen, ich finde das schön. Wenn man sich davon zu einer möglichst gleich leidenschaftlichen Gegendarstellung berufen fühlt, naja. Ich müsste den ganzen Tag damit verbringen Threads diverser Bands durchzustöbern um ja alle wissen zu lassen, dass ich diese oder jene Band heute/früher/live/auf CD aber sowas von überhaupt nicht mag...
Zum Thema: Ich hab jetzt eine Weile keine Zeit gehabt Dead End Kings zu hören, weil ich mit allem möglichem beschäftigt war oder bei Zeit für Musik die neue Cryptopsy rauf und runter gehört hab. Dann hab ich mir heut aber Zeit genommen, es war ein wunderschöner regnerischer Tag und ich hab sie noch einmal bewusst gehört. Sie ist aber immer noch ein mürrisches Biest. Der Opener schlägt gleich einmal voll ein, gar keine Frage und die Stimme des Herrn Renkse gehört einfach zum Besten was ich in dieser Hinsicht so gehört hab. Auch sonst fährt das Album gleich das ganze Programm auf. Ob laut polternd oder leise trauernd, die alles durchdringende Melancholie und Düsternis nimmt einen einfach gefangen. Wunderschöne Melodien, etwas mehr als am Vorgänger auch vom Keyboard unterstützt und ich meine, dass sich auch der Schlagzeuger mehr traut als am Vorgänger. Dass sie immer noch ein mürrisches Biest lässt sich aber trotzdem nicht abstreiten, bei manchen Songs fehlt mir noch ein bisschen der letzte Kick, der letzte Widerhaken im Ohr, die letzte Gewissheit, dass das das Album des Jahres ist. Aber es spielt auf jeden Fall ganz weit vorne mit! Trust the one that never trusted you...
-

Drumtier
- Metalhead
-
- Beiträge: 3315
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 00:43
-
von Havoc » Samstag 15. September 2012, 09:16
Drumtier hat geschrieben:...die letzte Gewissheit, dass das das Album des Jahres ist. Aber es spielt auf jeden Fall ganz weit vorne mit!
Das ist es bei mir auch noch nicht. Witzigerweise kann ich Dich genauso verstehen wie Salisbury. Also, dass du die Musik ziemlich "schwierig" findest, während Salisbury direkt die Hits im Ohr hat. Ich denke genau darin liegt die größte Stärke der Band. Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass ich damals bei meinem Erstkontakt namens "Viva Emptiness" anfangs gar nichts kapiert hab...bis ich die Songs dann irgendwann sogesehen total eingängig fand. So verhält es sich auch mit allen Nachfolgealben. Kann man vielleicht sogar ein bisjen mit Songs von RUSH vergleichen. Die haben das auch drauf "uneingängige einfache Hits" zu komponieren. Zudem ist es meiner Ansicht nach eine Stärke von Katatonia, dass die melancholisch und traurig klingen aber zugleich auch irgendwie hoffnungsvoll. Das muss man jetzt nich verstehen. Aber so sehe ich das. Und ich vermute jetzt mal, dass Salisbury das ähnlich sieht. Ich glaube fast jeder Song des Albums war bisher schon mal mein Favorit. Einen fand ich vom ersten Moment an toll und liebe ihn immer noch..."The Racing Heart"....*schmelz*
-

Havoc
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 23750
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10
von salisbury » Sonntag 16. September 2012, 22:19
Wenn man das in Ruhe unterm Kopfhörer hört: Im Hintergrund geht da mal total viel ab. Drums, Rhythmus-Git und Gesang sind laut, aber Synthies und die "anderen" Gitarren machen im Hintergund nich nur Fläche sondern liefern jede Menge kleiner versteckter Details (Effektspielreinen, Melodien, sonderbare Töne etc, manchmal x-fach übereinandergelagert...). Das irgendwie TOTAL G.E.I.L (okay, ich bin ja schon wieder ruhig...  )
Realer Name: Thomas Becker
-

salisbury
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 22802
- Registriert: Samstag 10. April 2010, 15:52
- Wohnort: München
von salisbury » Sonntag 16. September 2012, 22:20
ach, Drumtier: ist doch schön, wenn ein Album sich erst mit der Zeit entwickelt. Glaubs oder nicht, Dead End Kings ist bei mir auch noch in der Wachstumsphase. Da sind lang noch nicht alle Level durchgespielt, if you know what I mean... 
Realer Name: Thomas Becker
-

salisbury
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 22802
- Registriert: Samstag 10. April 2010, 15:52
- Wohnort: München
von enemy-of-reality » Sonntag 16. September 2012, 22:45
Wirklich gezündet hat die Scheibe zwar noch immer nicht, aber ich hab zumindest das Gefühl, dass sie langsam aber sicher wächst. Die Drums haben's mir irgendwie angetan, sowohl das Spiel an sich, als auch der Klang. Die Scheibe hat überhaupt 'nen tollen Sound.
What if there is nothing more What if there is only emptiness What if there is nothing more Beyond the code of deliveranceMeine Sammlung Ranking 2014
-

enemy-of-reality
- Kuttenträger
-
- Beiträge: 4092
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 11:57
von Drumtier » Montag 17. September 2012, 00:21
Also der Sound ist für mich eigentlich das Einzige was mich nicht ganz so fesselt, aber er passt auf jeden Fall zur Musik. Mittlerweile bin ich übrigens in der Phase, dass ich mich schon oft dabei erwische grad wieder einen Song davon vor mich hinzusummen, also so langsam gehts ins Ohr. Ein gutes Zeichen! Ahja, ob sie live was können wird sich für mich hoffentlich am Mittwoch herausstellen. Gemeinsam mit Paradise Lost und Devin Townsend. Auch nicht so schlecht... 
-

Drumtier
- Metalhead
-
- Beiträge: 3315
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 00:43
-
von Havoc » Sonntag 23. September 2012, 10:12
An alle Kata-Experten. Können "Discouraged Ones" und "Tongiht´s Decision" mit "Last Fair Deal Gone Down" mithalten?
-

Havoc
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 23750
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10
von Havoc » Sonntag 23. September 2012, 19:14
Oh. Cool. Das freut mich.
-

Havoc
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 23750
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10
Zurück zu Prog / Rock / Hard Rock
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 24 Gäste
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.deTime : 0.139s | 10 Queries | GZIP : Off
|
|