Iron Maiden

Re: Iron Maiden

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 21. September 2021, 22:32

Ein wirklich aller, aller letztes Mal.

Scumi war sehr sachlich, ja. Habe ich etwas anderes behauptet? Darf ich um Himmels Willen trotzdem nicht verstehen, warum man das so schreibt?
Danke!

Warum wird hier nur davon ausgegangen, dass ich scumis Beitrag hier in die "Mangel" genommen habe? Habe ich nicht. Ich will da etwas verstehen und werde angeblafft. Wenn ich das mit der Länge falsch verstanden habe. Ok. Aber was soll das denn, mir reinpoltern vorzuwerfen?

Mir liegt es fern, hier irgendjemand runterzumachen. Mir liegt es fern hier irgendjemand als was auch immer abzustempeln. Im Grundatz ging es mir nur um das Verständnis, wie ich das eben oft hier versucht habe. Explizite Antworten auf meine Fragen, habe ich einmal bekommen.

Ich habe mich nicht über vieles in anderen Foren aufgeregt. Was soll ich mich bitteschön aufregen über die Dinge die in einem Forum losgetreten werden, in dem ich nicht angemeldet bin? Ich war bloß eigentlich immer froh, dass das hier so nicht stattgefunden hat. Aber in letzter Zeit mag ich einige Vergleiche hier nicht und die Unterscheidungen die hier angebracht werden. Das reinholen diesen Aspektes in Themen, durch Review und Beiträge. Ich wollte das eigentlich nicht ansprechen. Aber ich hab seit den Beiträgen hier viel Unverständnis und dadurch Fragezeichen im Kopf.


An anderer Stelle durfte man hier lesen, das Diskussionen rund um Maiden mit dem neuen Album an an derer Stelle schon sehr arg nerven und deswegen habe ich mit meiner Meinung über das neue Album zurückgehalten. Einfach weil ich keine Lust hatte, dass das hier auch noch ausartet.
Das Thema wurde Mitte/Ende Juli schon einmal aufgegriffen, was es macht wenn Fanboys andere Bands von Kritikern oder Maiden Hörer schlecht machen, weil sie die Kritik nicht abkönnen. Dann ging es um die frotzeleien, die man dann eben jenen entgegenbringt. Aber ganz besonders dann bei Maiden weil das die schlimmeren sind und die das dann ganz besonders verdient haben. Vorsicht, arg sarkastisch geschrieben!!! Aber ich finde gerade keinen anderen Ton.

Wie gesagt, ich wollte das eigentlich nicht weiter kommentieren. Aber dadurch wollte ich auch nicht viel zum Album schreiben. Aber getriggert wurde ich tatsächlich jetzt in den Beiträgen schon.
Das ist jetzt leider trotzdem so gekommen. Aber wie gesagt, ich werde mich mit weiteren Meinungen zurückhalten und hinnehmen wenn mir das nicht gefällt. In 11 Jahren Forenaufenthalt habe ich zum ersten Mal kritisch geäußert und mir wird hereinpoltern vorgeworfen. Spitze! Aber da gehe ich nicht mit...sorry!

Das wars von meiner Seite aus....
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Iron Maiden

Beitragvon scumi » Dienstag 21. September 2021, 22:48

Aber um das abzukürzen, weil ich da tatsächlich jetzt auch absolut keine Lust mehr drauf habe. Diesen Thread, werde ich meiden. Und ich werde mir ganz genau überlegen, was ich hier noch irgendwie posten werde ohne mir unterstellen zu lassen, ich würde Unterstellungen anstreben. Mein Grund für meinen Beitrag, war um das irgendwie zu verstehen warum so eine Kritik mit Vorwissen zustande kommt. Aber I don't get it. Muss ich auch nicht. Wie gesagt, ich freue mich still und heimlich über das Album und werde dazu nichts weiteres schreiben. Ich hätte es wohl eher lassen sollen und mich tatsächlich zurückziehen sollen...


Ich glaube, du verrennst dich hier in etwas.

Ich kenne sie auch, die Kritiken, die einfach nur draufhauen und alles schlecht machen - nicht nur zu Maiden, aber da natürlich reichlich, weil großer Name und Jeder ne Meinung zu hat.

Aber hier wurde keiner beleidigt - weder ein Musiker, noch ein Fan. Es geht nur um Musik und wie Einzelne sie empfinden. Und vielleicht ein bisschen auch darum, wann und warum Bands ihren Stil verändern. Alles spekulativ natürlich, aber ohne Vorwurf und bösen Willen. Dafür ist ein Musikforum doch da.
Benutzeravatar
scumi
Rhythmusmitwipper
 
Beiträge: 223
Registriert: Dienstag 26. Oktober 2010, 16:25

Re: Iron Maiden

Beitragvon Havoc » Dienstag 21. September 2021, 22:52

Pillamyd hat geschrieben:In 11 Jahren Forenaufenthalt habe ich zum ersten Mal kritisch geäußert und mir wird hereinpoltern vorgeworfen. Spitze! Aber da gehe ich nicht mit...sorry!
Das wars von meiner Seite aus....


Ich mag das nun auch nicht mehr alles auseinandernehmen. Ich habe Deinen Eingangspost nun noch mal gelesen...und er klingt halt schon ungewohnt "harsch". Das kennt man so nicht unbedingt von Dir aus all den Jahren. Es wird nicht von ungefähr kommen, dass es mehrere Leute als etwas ungewöhnlich empfunden haben. Aber das geschriebene Wort wird oft auch gerne "stärker" oder "anders" wahrgenommen als es gemeint war. Das hat man schon zu oft erleben müssen. ;-)
Benutzeravatar
Havoc
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 23750
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10

Re: Iron Maiden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 22. September 2021, 00:55

Ich fühle mich irgendwie ein bisschen schuldig, weil mein "Mühlmann-Kohsiek-Trauma" meine Maiden-Rezeption vielleicht mehr beeinflusst, als es das sollte, aber ich bin halt auch nur ein Mensch. Habe versucht, das sowohl ein bisschen sarkastisch als auch durchaus selbstironisch in dem GT-Beitrag zu thematisieren. Wenn mir das nicht gelungen sein sollte, tut mir das leid.

Unterm Strich hat mich nie die Maiden-Euphorie der "Fanboys" gestört, denn die ist voll okay, und die habe ich bei meinen Bands schon auch, und ohne Reue, sondern nur dass es darunter ein paar sehr prominente und lautstarke gibt, die so tun, als wäre bei Iron Maiden objektiv alles besser als bei allen anderen Bands, und das eben nicht nur lobend in Bezug auf die eigenen Faves, sondern auch sehr degradierend im Bezug auf andere Bands und deren Fans (i.e. "mich"), die so doof seien, jeden Scheiß zu schlucken. Aber das habe ich ja Ende August schon mal ausführlich erklärt. Allerdings eben nur hier im Forum und nicht redaktionell, und ich wollte das tatsächlich auch mal redaktionell so aufbereiten, und ich hielt eine Gruppentherapie für den richtigen Ort dafür, da es eben dann nur eine Meinung von vielen ist.

Daher war der GT-Beitrag auch genau so intendiert, dass eben jene sich angesprochen fühlen sollten, und nicht derjenige, der einfach nur Spaß an der neuen Maiden hat (den ich selbst - mit kleinen Abstrichen - ja auch habe). Habe mich auch nach Kräften bemüht, das deutlich zu machen, wiederholt, und dabei heraus zu stellen, dass man auch als jemand, den so einiges im Maiden-Kosmos eher nervt, von "Senjutsu" halbwegs mitgenommen werden kann. Die Intention war also eher zu vermitteln, dass es sich auch lohnen kann, "Senjutsu" eine Chance zu geben, selbst wenn man von dem "Hype" genervt ist. Daher ja auch die am Ende doch positive Wertung. Dass es mir offenbar so schlecht gelungen ist, dass es sogar in diesem Forum dazu beiträgt, Missstimmungen auszulösen, finde ich tatsächlich schade und es tut mir leid.

Daher von meiner Seite auch ernsthaft ein "Sorry!" dafür, dass ich von diesem Fetisch des "bei Maiden ist es auch kein Stück besser" so schwer lassen kann. Wenn ich darüber nachdenke, kann man es in der Tat eine Obsession nennen. Werde ich dran arbeiten müssen, auch wenn es schwer fällt. Immerhin habe ich im Gegensatz zu jenen, welche meine entsprechende Haltung getriggert haben, weder die Band als scheiße bezeichnet, noch die Fans als doof. Denn beides wäre unverschämt und unsinnig. Aber ich denke, dass ich hier und jetzt dennoch das Ende dieses obsessiven Revanchismus verkünde. Nachhilfe bei der Selbstreflexion ist manchmal doch nicht verkehrt.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38
Benutzeravatar
Rüdiger Stehle
Musikredaktion
 
Beiträge: 35291
Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
Wohnort: Schwabenland

Re: Iron Maiden

Beitragvon Havoc » Mittwoch 22. September 2021, 20:15

@Rüdiger: Ich kann das alles ziemlich gut verstehen. Ich glaube das ist insgeheim bei mir sogar auch ein wenig so ein Tick, dass ich oft Dinge gar nicht abfeiern will die andere abfeiern. Es kommt wohl nicht ganz von ungefähr, dass ich bei den großen Bands eher schwach bestückt bin. Auch wenn ich bei Maiden gerade mal etwas nachrüste. Aber eigentlich stimmt das auch alles wieder nicht. Denke da gerade z.B. auch an sowas wie Atlantean Kodex. Das feiere ich ja nicht deswegen nicht ab, weil alle es abfeiern, sondern weil ich es einfach nicht für so überragend halte. Und das war (und ist teilweise) ja auch immer noch bei Maiden so. Bands wie Manowar und Judas Priest sind einfach viel mehr mein Ding.

Pillamyd hat geschrieben:Es hört sich eher danach an, dass der große Teil hier mit Maiden seit der Reunion große Probleme hat. Wenn es nur die Hörgewohnheit wären, die sich verändert hätten, oder man sich davon einfach wegentwickelt hat, hätte ich damit weniger ein Problem, als einer 46-jährig bestehenden Band vorzuwerfen, sie könnten keine Songs schreiben oder seien Betriebsblind.
Ersteres wurde nur teilweise angebrochen, aber im Endeffekt sagt das für mich genau das aus. Dass das aber einfach der bevorzugte Stil ist den Maiden fahren, daran denkt keiner. Das muss mitnichten jedem gefallen, aber warum dann nicht einfach dabei belassen?


Auf das hier möchte ich aber auch noch mal eingehen, da das glaube ich mit der wichtigste Punkt war. Und das ist auch durchaus gar nicht so einfach. "Betriebsblind" ist schon ein recht starker Begriff. Aber was genau bedeutet das? Ich sehe das selbst etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite sind Maiden einfach Maiden. Sie fahren diesen Stil ja nun tatsächlich seit über 20 Jahren. Verwundert sein darf da also wirklich keiner mehr, auch wenn die alten Fans sicher immer wieder mal auf ein Album mit eher kürzeren Hits hoffen. Aber Maiden machen halt wohl was sie wollen. Und Harris und Co. scheinen halt auf diese langen Epen zu stehen. Oder können das halt heuer am besten. Trotzdem ist es auch klar, dass ganz viele Fans es sehr begrüßen würden, wenn sie davon mal ein wenig zurückweichen würden. Ich denke ein Einfluss von außen kann da manchmal tatsächlich durchaus nützlich sein. Aber auf der anderen Seite verkauft die Band ja weiterhin Alben und Merchandise ohne Ende. Es läuft nach wie vor rund. Die Maschine rollt. Also warum sollte man was ändern? Das ist es wohl. Würde die Band durch diesen anderen Stil total nach unten abstürzen, ich denke dann hätte die Band längst wieder eine Rolle rückwärts gemacht. Aber so. Sie machen denke ich was sie wollen. Harris schreibt seine langen Epen. Es läuft rund. Also warum etwas ändern? Von daher finde ich das mit dem "Betriebsblind" zwar einerseits durchaus richtig, auf der anderen Seite muss man das aber auch nicht so sehen. Echt schwierig.
Benutzeravatar
Havoc
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 23750
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10

Re: Iron Maiden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 22. September 2021, 20:48

Punkt 1:

Möchte das Thema nicht unbedingt noch eine Runde weiter drehen, aber so ganz generell ist es nicht so, dass es mich stört, wenn viele Leute etwas "abfeiern", auch wenn ich es schon etwas skeptisch sehe, wenn da eng umfeldbezogen eine Gruppendynamik entsteht, die ich grob irrational finde (wobei da AKX natürlich ein viel besseres Beispiel ist als Iron Maiden, denn deren riesige Fanbase kommt ja nicht von ungefähr). Irritierend finde ich es nur, wenn die Wortführer solcher Zirkel dann damit anfangen, ihre Weisheiten zu objektivieren und völlig zu verabsolutieren, und das dann eben zu Lasten anderer Bands und deren Fans geht, die demonstrativ nicht ernst genommen werden. Und da ist derselbe Dunstkreis, der auch Iron Maiden so überhöht, bei mir halt schon öfters sehr negativ aufgefallen, weil man massiv verhöhnt wird, wenn man z.B. sagt, dass einem die letzte Manowar mehr gibt als die letzte Maiden, die letzte Unleashed mehr als die letzte Sulphur Aeon, die letzte Isvind mehr als die letzte Mgla, die letzte Running Wild mehr als die letzte Atlantean Kodex. Das führt bei mir einfach dazu, dass ich sowohl im Forengezwitscher als auch durchaus mal in Reviews hierzu einen Seitenhieb verteile, weil ich das nervig finde. Ich bemühe mich allerdings schon immer, die von solchen Hypetrains betroffenen Bands trotzdem fair zu besprechen, und sie nicht allzu sehr für das irritierende Verhalten eines kleinen Teils ihrer Fans zu strafen. Gelingt nicht immer, und bei Maiden bin ich da - das gebe ich zu - schon ein bisschen arg obsessiv zu Werke gegangen. Konnte mich da recht schwer bremsen. Ich mag's halt nicht, wenn Leute sich selbst und ihren Geschmack viel zu wichtig nehmen. Da macht es manchmal ein bisschen Spaß, das so zu kontern. Aber ich denke das ist geklärt und jetzt auch erledigt. Aber es war schon immer mein Fetisch, dem völligen Subjektivismus in der Kunstrezeption das Wort zu reden und Objektivierungstendenzen herauszufordern. Da hier im Forum niemand solche Objektivierungstendenzen hegt, kann ich dabei aber schon verstehen, dass ich in der Hinsicht manchmal an diesem Ort übertrieben getriggert wirke.



Punkt 2:

Was die neue Maiden angeht, da stehe ich zu meinen 7,5 Punkten aus der GT, die ich mir lange überlegt habe. Bei mir ist es übrigens nicht das Problem, dass mir die Songs per se zu lang sind, sondern dass ich manche Parts (speziell Refrains und Leadgitarrenmäander) einfach zu repetitiv finde. Nächsten Monat wird die neue Running Wild kommen, und auch die wird einen stattlichen Zehnminüter haben, und auch RW hat die eigenen 80er und 90er hinter sich gelassen, auch RW zitiert sich selbst, und auch auch RW-Zehnminüter strotzen nicht vor Innovativität. Aber "The Iron Times" funktioniert für mich blendend und den singe ich seit Tagen aus vollen Rohren mit.

Ich nehme Iron Maiden auch zu 100% ab, dass die Band hinter dem steht, was sie tut, und ich erwarte auch nicht, dass sie ein 80er/90er-Retroalbum macht. Das erwarte ich ganz generell nie von Bands. Generell erwarte ich immer sehr wenig von Bands, außer halt, dass sie etwas machen, worauf sie Bock haben. Mal zündet es mehr, mal etwas weniger. "Senjutsu" mag ich wie gesagt deutlich lieber, als ich es nach den vergangenen drei Alben erwartet hatte, und es ist für mich die zweit- oder drittbeste 2000+ Maiden. Vor allem finde ich Bruces Gesang deutlich verbessert und auch die dunkle Stimmung sehr schön. Die ganz langen Songs plätschern aber wieder etwas an mir vorbei. Kann ich leider nicht ändern. Ist aber auch nicht schlimm. Immerhin habe ich "Senjutsu" schon jetzt viel öfters gehört als die "Book Of Souls" insgesamt.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38
Benutzeravatar
Rüdiger Stehle
Musikredaktion
 
Beiträge: 35291
Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
Wohnort: Schwabenland

Re: Iron Maiden

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 22. September 2021, 21:03

Ich finde es ein bisschen schade, dass es auch hier jetzt minimal entgleist. Immerhin geht es nur um Musik.Da ich weiter vorne ebenfalls davon schrieb, etwas genervt zu sein, bin ich wohl auch nicht ganz unschuldig an der Situation, auch wenn ich dachte, meinen Standpunkt erklärt zu haben. Dieses Gefühl ist bei in den letzten Wochen sogar eher schlimmer als besser geworden, wobei das überhauot nicht aus diesem Forum kommt. Hier wurde die ganze Zeit sehr umgänglich diskutiert. Wird es nach meiner Empfindung übrigens noch immer, aber Pille fühlt sich nicht gut dabei, was ich sehr bedauere. Wie gesagt: Es ist nur Musik, auch wenn man an vielen Stellen in der Heavy-Metal-Blase im Netz das Gefühl hat, es ginge um den gestreiften Heiligen und seine fünf Jünger. Die anfänglich ansteckende Euphorie ist an einigen Stellen halt ausgrenzend geworden, denn jede Kritik wird mit den Totschlage-Argumenten, man würde keine langen Songs mögen, Maiden seit 1988 eh doof finden, keine "großen" Bands mögen oder man habe sich schlichtweg nicht ausreichend mit der Platte beschäftigt, um sie zu verstehen. Nervt halt. Findet hier aber nicht statt, was ich sehr angenehm finde.

Um mal einen Versuch nach meiner Erwartungshaltung zu machen: es gibt noch immer ein minimales Fünkchen Hoffnung, die Band würde mich - wie auch immer - wieder mitreßen können. Die erste Auskopplung hatte mich mit seinen Souther-Rock-Anleihen ein bisschen angestimmt auf mehr Retrofeeling und eine leichte Neuorientierung. das ist (leider) kaum eingetroffen, ws nicht heißt, dass ich das Album jetzt gar nicht mögen würde. Für mich klingt es streckenweise erstaunlich energisch und die ganz schlimmen Wiederholungschleifen der jüngeren Vergangenheit sind auch minimiert worden. Aber mehr ist auch nicht. Das Album ist für mich halt nicht die Offenbahrung, die viele hier hören und Prog-Rock ist das eh schon nicht. Auch noch nie gewesen. Ob die Maiden-Fans, die uns Kritikern vorwerfen, keinen Prog zu mögen und daraus die Kausalkette bilden, man könne dann eben auch Maiden nicht mögen bzw "verstehen", King Crimson, Anekdoten, Watchtower und/oder Terra Odium "verstehen"? I very much doubt that.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Benutzeravatar
Holger Andrae
Musikredaktion
 
Beiträge: 26375
Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 02:44

Re: Iron Maiden

Beitragvon scumi » Mittwoch 22. September 2021, 22:14

"Betriebsblind" ist schon ein recht starker Begriff. Aber was genau bedeutet das? Ich sehe das selbst etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite sind Maiden einfach Maiden. Sie fahren diesen Stil ja nun tatsächlich seit über 20 Jahren. Verwundert sein darf da also wirklich keiner mehr, auch wenn die alten Fans sicher immer wieder mal auf ein Album mit eher kürzeren Hits hoffen. Aber Maiden machen halt wohl was sie wollen. Und Harris und Co. scheinen halt auf diese langen Epen zu stehen. Oder können das halt heuer am besten. Trotzdem ist es auch klar, dass ganz viele Fans es sehr begrüßen würden, wenn sie davon mal ein wenig zurückweichen würden. Ich denke ein Einfluss von außen kann da manchmal tatsächlich durchaus nützlich sein. Aber auf der anderen Seite verkauft die Band ja weiterhin Alben und Merchandise ohne Ende. Es läuft nach wie vor rund. Die Maschine rollt. Also warum sollte man was ändern? Das ist es wohl. Würde die Band durch diesen anderen Stil total nach unten abstürzen, ich denke dann hätte die Band längst wieder eine Rolle rückwärts gemacht. Aber so. Sie machen denke ich was sie wollen. Harris schreibt seine langen Epen. Es läuft rund. Also warum etwas ändern? Von daher finde ich das mit dem "Betriebsblind" zwar einerseits durchaus richtig, auf der anderen Seite muss man das aber auch nicht so sehen. Echt schwierig.


Betriebsblind ist für mich erstmal kein Vorwurf, sondern eine Erkenntnis. Ob es auf Maiden zutrifft, weiß ich nicht. Es hat jedenfalls nichts damit zu tun, dass ich nicht davon ausgehen würde, dass sie einfach machen, was sie wollen und für richtig halten. Ich glaube, das tun sie zu 100 Prozent. Ich bin aber auch der Meinung - und das ist natürlich mein persönlicher Geschmack - dass es ihnen in vielen Fällen schlechter als früher gelingt, das beste aus den Songideen, die sie haben, herauszuholen.

Ich empfinde, das weder als böswilligen Vorwurf, noch als Stigma. Ich glaube, jeder Mensch (auch ich) neigt dazu, sich mit der Zeit in Dinge, Prozesse oder Ideen zu verrennen und jeder, der grundsätzlich offen ist, profitiert davon, hin und wieder auch Ideen und Hilfe von Außen zuzulassen - ganz egal, wie überzeugt er oder sie von den eigenen Ideen ist.

Wie gesagt, ist es nur eine Vermutung - eine, die ich übrigens manches mal bei Musikern habe. Ich bin zum Beispiel auch überzeugt davon, dass ein Rock'n Rolf absolut der Meinung ist, das bestmögliche zu machen und herauszuholen und dennoch glaube ich, dass Running Wild besser sein könnten, wenn hin und wieder Input und Meinung von anderen Personen gäbe. Vielleicht gibt es die und der Eindruck täuscht. Wie gesagt: Es sind nur Vermutungen, die absolut nicht böse gemeint sind.
Benutzeravatar
scumi
Rhythmusmitwipper
 
Beiträge: 223
Registriert: Dienstag 26. Oktober 2010, 16:25

Re: Iron Maiden

Beitragvon Havoc » Samstag 25. September 2021, 16:48

Pillamyd hat geschrieben:Ich hoffe "The Prophecy" und "Infinite Dreams" zünden nochmal ordentlich bei dir.


"Powerslave" und "7 th Son" laufen hier weiterhin. Bekomme die Dinger noch nicht so richtig aus dem Player. ;-)
Vor allem die "7th Son" wächst noch weiter. Mit "The Prophecy" habe ich aber immer noch zu kämpfen. Für mich wohl der schwächste Song des Albums bisher.
Auf der "Powerslave" dürfe das wohl "Back In The Village" sein.
Meine Güte...ich habe gerade echt Gefallen daran gefunden die Band zu entdecken und ich verstehe immer mehr was den Reiz dieser Band ausmacht. Habe mir auch mal ein
paar Live Videos angesehen..."Powerslave" von der Flight666 Tour. Schon geil...Bruce mit dieser Maske! :grins: 8-)
Ich denke es werden bald weitere Alben folgen, da gerade halt auch sehr günstig. Und ich schreib dann bald auch mal was zur "Senjutsu". Denke nächstes Wochenende. Ein paar Mal sollte die schon noch rotieren. Und Pilly...komm....bitte meide den Thread hier jetzt nicht weiter. Bist doch ansonsten auch weiter im Forum dabei. Und Maiden ist doch gerade die Band der Stunde bei Dir. Also schreib Deine Euphorie hier bitte nieder! Es wird Dir sicher niemand dumm kommen. Und wenn schon...dann steh doch einfach weiter zu Deiner Meinung und gut ist. ;-)
Benutzeravatar
Havoc
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 23750
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10

Re: Iron Maiden

Beitragvon Loomis » Samstag 25. September 2021, 18:23

Ich höre immer wieder von Leuten, die "Back in the Village" nicht so sehr mögen. Ich fand den Song aber schon immer toll. Dieser unbändigen Drive, der fast schon Speed Metal andeutet und dann diesen supercoolen Refrain... Hach, ich finde das Lied super! :D
Benutzeravatar
Loomis
Luftgitarrespieler
 
Beiträge: 2718
Registriert: Dienstag 12. April 2011, 15:26

VorherigeNächste

Zurück zu Heavy / True / Doom / Power Metal

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 14 Gäste