Rüdiger Stehle hat geschrieben:Witzigerweise wirken die beiden Alben auf mich sogar "einander näher" als das jeweilige Album im direkten Vergleich zu den 70er-Ozzy-Sab-Alben bzw. den 80er-Dio-Sab-Alben.
Das zum Beispiel habe ich bislang noch nicht verstanden. Warum sollte man auch annehmen, dass "13" plötzlich retro klingt? Iommi hat seinen Sound bisher immer nach vorne getrieben. Ich habe "drüben" ja schon vor der Veröffentlichung gesagt "vorhergesagt", dass es in der selben Richtung weiter gehen dürfte, ist ja auch der logische Schritt von "Iommi" über "TDYK" zu "13". Daher passt dein Anfangszitat nur halb:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Wenn man immer hungrig nach Innovation und Progressivität ist, mag man das langweilig finden, bei mir ist das eher offen.
Denn darum geht es mir ja eigentlich nichtmal. Auch nicht die Art der Kalkulation, die du ansprichst, die sehe ich ehrlich gesagt weder bei Lemmy noch den Angussens noch Iommi. Die wissen in meinen Ohren mittlerweile, wie man sich einerseits zitiert ohne sich selbst totzukopieren.
Es ist halt weniger der Schritt nach vorne, noch das an vielen Stellen vorhandene zitieren. Mich stört hauptsächlich, dass ich förmlich zu hören meine (glaube?), wie müde die Heren sind. Teilweise einfallslos und banal. Mit dem 'God Is Dead'-Refrain hätte Iommi bis Anfang der 90er noch den Boden vom Studio geputzt. Ozzy klingt heute mehr denn je, als er keine Lust auf gar nix hat, gegen die Kinnladen-zu-Boden-Performance eines Ronnie vollkommen lächerlich*. Und die Drums sind... belanglos? Hätte man großteils nichtmal einspielen müssen, ich hätte (ausser vom Sound, der ist gut!) es von der Spielweise nicht erkannt. Dabei kann's der gute Brad doch?!
Nene, da haben die Kollegen von Purple und Heep tatsächlich 5km Vorsprung, bei AC/DC können wir drüber reden.
*Hab ich jetzt echt Dio-Sabbath gegen Ozzy-Sabbath verteidigt? Als ausgewisener Ozzy-Fan?
