Black Sabbath

Re: Black Sabbath

Beitragvon Nils Macher » Donnerstag 13. Juni 2013, 11:11

Bei MANOWAR gab es die lange Abstinenz nicht, und bei METALLICA streng genommen ebenfalls nicht. So wie ich das zurzeit sehe, wächst das Album sogar noch. Und wenn ein Album sofort einschlägt UND wächst, dann ist das ganz groß.
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Re: Black Sabbath

Beitragvon Eike » Donnerstag 13. Juni 2013, 12:37

Naja, aber in den ersten Tagen/Wochen wächst doch jedes Album, falls es nicht gerade ganz banaler 08/15-Quatsch a la Dieter Bohlen oder Karnevalsschlager ist. Da würde ich auf das Wachsen noch nicht viel geben. Was schnell aufgeht, kann auch schnell in sich zusammenfallen. Auch heiße Luft lässt einen Ballon erstmal wachsen. Das ist doch hier noch kein Zeitraum, in dem man mittelfristige Urteile fällen kann.
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Re: Black Sabbath

Beitragvon Nils Macher » Donnerstag 13. Juni 2013, 12:42

Ich schrieb ja auch "so wie ich das zurzeit sehe".
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Re: Black Sabbath

Beitragvon Martin Loga » Donnerstag 13. Juni 2013, 15:14

Wer SABBATH in Germanien live sehen will, der sollte ich sputen, nachdem gerade ein Zusatzkonzert in der Festhalle Frankfurt am 04.12.2013 bekanntgegeben wurde!! Be quick or be without!!!!
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Re: Black Sabbath

Beitragvon Azmodes » Donnerstag 13. Juni 2013, 16:31

Weitere Runden haben nicht geholfen. Ich hab null Bock, da nochmal reinzuhören. Schlecht ist nicht, bei ein paar Riffs hab ich mich sogar beim Mitnicken ertappt. Aber das war's dann auch. Ein Schulterzuckalbum für mich.
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Re: Black Sabbath

Beitragvon frankjaeger » Donnerstag 13. Juni 2013, 16:32

Martin Loga hat geschrieben:Wer SABBATH in Germanien live sehen will, der sollte ich sputen, nachdem gerade ein Zusatzkonzert in der Festhalle Frankfurt am 04.12.2013 bekanntgegeben wurde!! Be quick or be without!!!!


Ich habe schon ein Ticket für den 18.8.2013 :D
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Re: Black Sabbath

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 13. Juni 2013, 21:26

Hier werden schon seltsame Vergleiche gezogen? "Death Magnetic"? Weil die Band sich da ebenfalls in Patchwork-Arbeit selbst schlecht covert? Soweit okay. Aber Metallica gab es immer. Die haben bloß ihr Fähnchen _neu_ ausgerichtet.

Ich frage mich ernsthaft, wie die Herrschaften aus Birmingham hätten klingen sollen, damit die Nörgler nichts zu nörgeln gehabt hätten.
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Re: Black Sabbath

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 13. Juni 2013, 23:07

Holger Andrae hat geschrieben:Ich frage mich ernsthaft, wie die Herrschaften aus Birmingham hätten klingen sollen, damit die Nörgler nichts zu nörgeln gehabt hätten.

Genau das ist der Punkt, der mich auch beschäftigt. Ich mag ja verstehen, dass nicht jeder direkt begeistert von der Scheibe sein muss. Aber wenn ich dann so Sachen wie die erste Rezi auf Metal-Archives (0%) lese, dann muss ich mich schon fragen, was mit den Leuten so abgeht. Das ist doch nur Profilierung auf Kosten bekannter Bands, wenn ich das erste Review zu einem Comeback einer der berühmtesten Bands der Welt schreibe, der Band dann 0 Punkte gebe und Tony Iommi und Geezer Butler Schülerbandniveau attestiere. Völlig neben der Spur, oder nicht?

Lass mich das Hauptriff zu "Live Forever" hören, und bin happy, auch wenn Iommi sicher schon fünf bis drölf ähnliche Riffs geschrieben haben sollte, was mir in dem Moment nicht auffällt. Wie viele einander ähnelnde Riffs haben King, Hanneman, Angus, Lemmy, Holt, Hetfield und Harris geschrieben? Wichtig ist doch, dass die Songs als solche funktionieren und nicht nach Aufguss klingen, und das tun sie für mich nicht. Sie haben allesamt prägnante Refrains und Hooks, die sie für mich eingängig machen und ihnen riesigen Wiedererkennungswert verpassen. Gerade meine absoluten Faves "Methademic" und "Naiveté In Black", die für mich echte Unikate sind und den Vergleich mit keinem Klassiker der Band scheuen müssen. Bessere Songs kann man doch gar nicht schreiben.

Und Ozzy? Come on... mag sein, dass das nur im Studio mit ein bisschen oder auch mehr Tricksen und 112 Takes so möglich war und live deutlich schlechter wird, aber ganz ernsthaft: Zum einen musste Klaus Meine auch ca. hunderttausendmal "Time" singen, bis es dem damaligen Produzenten gut genug für "Still Loving You" war, und außerdem höre ich da zumindest auf der Scheibe wirklich nichts, was nach einem abgenutzten, lustlosen Sänger am Ende seiner Kraft und Inspiration klänge. Nichts! Irgendwie habe ich das Gefühl, dass - ähnlich wie bei Manowar oder Metallica auch - bei manchen Leuten das Bild, das sie von den heutigen Sabbath-Muckern haben, so sehr aufs Gemüt drückt, dass sie Musik nicht mehr genießen können, die ihnen eigentlich taugen sollte. Oder sie haben tragische Ende von Heaven & Hell nicht verwunden. Oder sie haben das Kind im Manne verloren, das seinen Jugendfaves noch völlig unbefangen huldigen kann. Letzteres wäre das Schlimmste.

Lass eine junge Newcomer-Trad-Doom-Band aus dem Underground exakt dieses Album abliefern und die Leute springen im Viereck vor Begeisterung, da könnt ich wetten. Und wäre der Produzent nicht Rick Rubin, würde auch da deutlich weniger Kritik kommen. Der scheint ja auch ein Lieblingsfeindbild zu sein. Ich finde den Typen zwar etwas skurril, aber ich glaube, dass er das hat, was einen wirklich guten Produzenten ausmacht. Er kann Bands dabei helfen, ihre eigenen Trademarks effektiv in Szene zu setzen, und das ist m.E. hier ausgezeichnet gelungen.

Zu guter Letzt finde ich jetzt auch nicht unbedingt, dass alle 70er-Ozzy-Sab-Alben vom Songmaterial her im Schnitt zwingend besser gewesen wären als die "13". Klar sind da Welthits zu Hauf drauf, aber eben nicht nur solche, und zum anderen gehört zum Welthit halt auch die Zeit und das Umfeld aus dem sie kommen.


Anmerkung:
Das geht jetzt gegen keinen von euch, der hier nicht so recht begeistert sein will, sondern vor allem gegen solche 0%-Reviews, von denen es leider zahlreiche gibt. Kritik ist immer okay, aber wenn es so destruktiv wird, dann vermute ich dahinter einfach deutlich mehr als bloßes Nichtgefallen und da frage ich mich dann einfach was das soll. Missgunst galore!
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Re: Black Sabbath

Beitragvon Nils Macher » Donnerstag 13. Juni 2013, 23:23

Da sprichst du mir in sehr vielen Aspekten aus der Seele, Rüdiger!

Ich habe heute den Fehler begangen und den Hammer gekauft ... ich wollte wissen, was die so schreiben. Enrico hat auch nen Beitrag beigesteuert, den traue ich mich kaum zu zitieren.
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Re: Black Sabbath

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 13. Juni 2013, 23:48

Hier gibt's ein toll geschriebenes, sehr sachliches und sehr treffendes Review aus der Mainstream-Presse:
http://www.derwesten.de/kultur/black-sa ... 61116.html
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