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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 24. Februar 2010, 03:11
Sehe ich wie Germon. Besser als auf "Streets" war der Savatage-Bombast niemals. Essentielle Scheibe. Eine der besten überhaupt. Allgemein ist das Triple "Hall Of The Mountain King", "Gutter Ballet" und "Streets" quasi das heilige Triumvirat der Savatage-Diskographie. Die Sachen davor sind alle ebenfalls bärenstark, außer der "Fight For The Rock", die allenfalls nett ist, enthält jede der Scheiben massenweise Klassiker der guten alten Zeit, mit einem der eigenständigsten und coolsten Sänger aller Zeiten.
Die späteren Werke sind sehr perfektionistisch, aber "Edge Of Thorns" würde ich auf jeden Fall noch als ohne jeden Abstrich essentiell betrachten. Danach ist es halt dann die Frage, ob man auf etwas abgehobene Storylines und O'Neill-Operetten-Touch steht. Toll gemacht, toll gespielt und von Zak Stevens toll gesungen, sind die späteren Scheiben aber allemal.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Holger Andrae » Mittwoch 24. Februar 2010, 09:16
Ich habe SAVATAGE mit der "Dungeons Are Calling" Ep lieben gelernt. Es folgte die "Sirens". Das war unbändige, aber gleichzeitige Gitarrenpower der Wunderklasse, ein Sänger, der Gläser zersngt, ohne dabei wie eine abgestochene Wildsau zu tönen und die Gabe Melodien zu kredenzen, die unwillkürlich im Ohr verhaftet werden. Nachdem sie dann auf "Gutter Ballet" mal eben 'Eye Of The Tiger' vermetalt haben und ich kurz irritiert war - die "Power Of The Night" kam erst zeitverzögert in meine Sammlung - habe ich sie dann endlich live gesehen (mit Candlemass und King Diamond) und kann bis heute sagen, dass ich selten eine derart mitreißende Performance erlebt habe. Daher verehre ich halt die frühen Werke so sehr.
Die Wandlung zu mehr Klassik und Bombast gefällt mir ebenfalls sehr gut, allerdings ist irgendwann der Überraschungseefekt auf der Stelle geblieben und eine gewisse Quote an Selbstkopiererei aufgetreten. So zum Beispiel die Tatsache, dass ab 'Chance' immer wieder eine Kanon eingebaut werden musste. Immer toll, aber nicht immer wieder neu.
Da ich "Poets & Madmen" dann als absolute Enttäuschung ansehe, habe ich die Nachfolgebands danach erst einmal nicht beachtet (unsinnige Kausalität, ist mir auch klar). So fehlt mir zum Beispiel "Mechanical Dingsbums" noch immer. Das, was ich von CIIC und Chris Caffery kenne, hat mich nicht überzeugen können.
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von Julian Rohrer » Mittwoch 24. Februar 2010, 10:46
Der Holg...
Ich bin halt mit "Poets And Madmen" bei SAVATAGE eingestiegen. Und ich muss sagen, dass ich mich von da an sowohl mit den neuen Sachen als auch den älteren Werken beschäftigt habe. Hey, wisst ihr was? Ich mach auch mal ne Liste:
SAVATAGE: "Streets", "Handful Of Rain", "Hall Of The Mountain King", "Poets And Madmen" JON OLIVA'S PAIN: "Global Warning" CHRIS CAFFERY: "Faces" (am besten die Griechenland-Doppel-CD) DOCTOR BUTCHER: "s.t." CIRCLE II CIRCLE: "Watching In Silence" TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA: "Beethoven's Last Night", "Night Castle".
Japp, für mich sind das die essentiellen Scheiben.
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von Pillamyd » Mittwoch 24. Februar 2010, 17:20
Holger Andrae hat geschrieben:...habe ich sie dann endlich live gesehen (mit Candlemass und King Diamond)
Da darf man neidisch drauf sein 
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von Jhonny » Mittwoch 24. Februar 2010, 17:37
Finde Savatage mit Jon Oliva deutlich stärker, was aber nicht (nur) am Sänger liegt. Ich schätze auch Zack sehr, aber außer auf der Edge Of Thorns ist das Qualitätsniveau tiefer als bei den früheren Alben. Poets And Madmen ist ok, aber wahrlich kein Klassiker. Am schwächsten finde ich die Handful Of Rain und Dead Winter Dead, wobei ich zugeben muss, dass mir auch noch einige Alben fehlen (Sirens, Fight For The Rock, The Dungeons Are Calling)
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von Julian Rohrer » Mittwoch 24. Februar 2010, 17:59
Jhonny hat geschrieben:Poets And Madmen ist ok, aber wahrlich kein Klassiker.
Wahrlich? Wie du oben sehen kannst, ist das schlicht falsch 
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von enemy-of-reality » Mittwoch 24. Februar 2010, 18:58
Finde die P&M allgemein auch etwas unterbewertet. Aber ich glaube, das Thema hatten wir im alten Forum schon mal. Und da ich dort auch schon erwähnt habe, dass das Album schon alleine wegen "Morphine Child" gar nicht schlecht sein kann, erzähl ich das hier natürlich nicht nochmals. 
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von Jhonny » Mittwoch 24. Februar 2010, 20:56
keine Frage, ich finde Poets And Madmen auch unterbewertet! Ich mag die Scheibe und finde sie gut. Aber eben nicht so sehr weltklasse wie Gutter Ballet, Streets, Hall Of The Mountain King oder Edge of Thorns
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von Holger Andrae » Mittwoch 24. Februar 2010, 21:12
Julian Rohrer hat geschrieben:Der Holg...
Wolltest du dezent darauf hinweisen, dass ich in Savatagiger Erregung nicht in der Lage war grammatikalisch enwandfreie Satzgebilde zu basteln? 
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Germon » Mittwoch 24. Februar 2010, 21:18
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Allgemein ist das Triple "Hall Of The Mountain King", "Gutter Ballet" und "Streets" quasi das heilige Triumvirat der Savatage-Diskographie.
Das möchte ich nochmals unterstreichen. Die "Poets & Madmen" wird schon gerne schlechter gemacht, als sie tatsächlich ist. Allerdings muß auch ein Fanboy da mal die Brille absetzten *rosa Brille absetz* und zugeben, daß man sehr deutlich merkt, daß die Stücke für Zack´s Stimme geschrieben wurden und Jon da wirklich nicht auf der Höhe war.
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