Warning / 40 Watt Sun

Re: Warning / 40 Watt Sun

Beitragvon Drumtier » Montag 25. April 2011, 19:50

Havoc hat geschrieben::dafuer: Drumtier.

Du hast es gerade tatsächlich geschafft die Scheibe wieder in den Fokus meiner imagiären Kauliste zu hieven. Respekt! :)

Freut mich ganz ehrlich!
Und ich kann dir nur sagen, hör dir den erwähnten Wichtel-Song nochmal an, hör vielleicht auch in The Inside Room rein wenn du dir noch nicht sicher bist aber ich kanns wirklich nur jedem empfehlen der nur irgendwas mit Musik zu tun hat. Hab sie gestern in der Nacht noch einmal hören müssen und auch jetzt kribbelts mich die ganze Zeit danach, außergewöhnliches Album!
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Re: Warning / 40 Watt Sun

Beitragvon Drumtier » Dienstag 26. April 2011, 23:14

Kann mich im Moment gar nicht satthören an der Scheibe, finde gleichzeitig aber auch keine Worte um das Gehörte zu beschreiben. Hab gerade die Gruppentherapie gelesen und mir bei jedem zweiten Satz gedacht "Ja, das hat er gut beschrieben. Bezieh dich auf das und schreib noch was eigenes dazu!". Das wäre jetzt aber relativ lange geworden. Dann hab auch jetzt auch noch das Review gelesen und somit bin ich sowieso überflüssig. Sehr schön beschrieben was dieses Stück Musik ausmacht. Carry Me Home hätte man vielleicht noch mit ein paar mehr Superlativen überschütten können, aber verstehs schon, das schaut auch net so gut aus für seriöse Musikjournalisten. Weil ich das nicht bin: Ultimativ geile, perfekte, überwältigende, grandiose, mitreißende, ergreifende, hochemotionale Nummer!
Between Times ist noch ein wenig sperriger und nicht ganz so auf den ersten Blick logisch, aber gegen Abwechslung und Herausforderungen hab ich eh noch nie was gehabt.
This Alone zum Abschluss is dann wieder ein absolut perfektes Ende. Genau da gehört dieser Song hin. Friedlich. Sanftmütig. Beschwichtigend. Friedlich. Traurig. Zart. Friedlich. Ich fass es nicht, werd das restliche Sommersemester streichen müssen, nur damit ich die Scheibe so oft wie möglich hören kann. Ich knie nieder!
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Re: Warning / 40 Watt Sun

Beitragvon Teichfrosch » Dienstag 26. April 2011, 23:27

Hab sie auch bald :) Vorfreude ist die schönste Freude!
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Re: Warning / 40 Watt Sun

Beitragvon Jesus » Samstag 30. April 2011, 18:51

Hier ein hübsches Interview von Doom-Metal.com mit Pat Walker: http://www.doom-metal.com/interviews.php?entry=1069

Sehr praktisch auch für Leute wie Havoc, die sich über den Bandnamen wundern:
2. A sun of 40 watts will not shine that very brightly, I imagine – not brighter than an average light bulb at any rate. To me, when thinking about the name, it always appears to be a metaphor for a slight gleam of hope which cannot lighten the whole world (as the sun could), but which maybe could evolve into something strong enough to provide light and warmth for a single person to prosper and feel alive. The hopeful lyrics of “This Alone” seem to support this theory of mine. But what were your actual thoughts when deciding on this particular name? What does it mean to you and in how far does it relate to your music?

You're reading too much in to it. I thought everyone knew about the band name by now. It's taken from a lyric by Marillion who've been my favourite band since I was eleven. It was nothing more than a little personal nod to them. I guess also it has no “genre connotations” which I liked about it; you know, it doesn't predetermine the music.


Wieso hat Frank das nicht erkannt? ;)
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Re: Warning / 40 Watt Sun

Beitragvon frankjaeger » Samstag 30. April 2011, 21:04

Puuh, hast du mal die lyrischen Ergüsse der Jungs gesehen? Ich kann da nicht jeden Text auswendig. Und "Emerald Lies" ist ein guter, aber keiner der besten Tracks. Hier ist der ganze Absatz:


Through the Silk Cut haze to the smeared mascara
A 40 watt sun on a courtroom drama.
And the coffee stains gather till the pale kimono
Set the wedding rings dancing on the cold linoleum, this is innocence


Kannst du dir vorstellen, dass man das nur bemerkt, wenn man den Text liest? Schwer rauszuhören.

Aber versagt habe ich trotzdem :grins:
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Re: Warning / 40 Watt Sun

Beitragvon Drumtier » Dienstag 17. Mai 2011, 23:17

Interessantes Interview, danke, noch ein paar Eindrücke zum Album meinerseits:

Schon seit drei Tagen versuch ich hier eine Einschätzung abzugeben wies nach einiger Zeit ausschaut, ist aber sehr schwer. Also, hat ja schon herausragend gut angefangen, steigert sich aber (fast erwartungsgemäß) nochmal um einiges. Wahnsinnsalbum. Aber noch kurz zum Vergleich The Inside Room/Watching From A Distance.
Der offensichtlichste Unterschied ist für mich der Gesang. Dieser ist zwar immer noch ohne jede Konkurrenz und unbeschreibbar schön aber nicht so verzweifelt, leicht wütend, anklagend sondern eher einfach melancholisch, nachdenklich, verträumt. Fast so, als hätte man den Gesang nicht im Studio aufgenommen (ich sollte dabei erwähnen, dass es mir bei solcher Musik sowieso immer schwer fällt, mir Menschen vorzustellen die in einem Studio umgeben von Technik etwas aufnehmen und so) sondern als würds einfach von jemandem kommen der alleine im Wald sitzt und nur für sich selbst singt. Bringt mich wieder zu dem Vergleich den ich schon ganz am Anfang gebracht habe, dass es generell zwar schon traurig klingt aber akzeptierend und doch zufrieden, aber wehmütig.

Daher kommt wahrscheinlich das angesprochene Licht am Ende des Dunkels. Aber mir stellt sich die Frage, ist bei The Inside Room wirklich ein Licht? Die generelle Stimmung ist ja schon düster, wehmütig, wenn auch friedlich. Ein nicht mit Doom-Metal vertrauter beliebiger 08/15-Musikhörer würde das wahrscheinlich schon als fast depressiv, vielleicht aber auch als Gothic-Gejammer empfinden, man weiß ja nicht auf wen man trifft.
Anders gefragt, ist bei The Inside Room überhaupt Dunkelheit durch die Licht scheinen könnte? Oder ist nicht doch alles hell erleuchtetes und erleuchtendes Licht hinter einem Regenvorhang? Gerade wenn man die Texte betrachtet. Sehr persönlich, liebevoll, geradezu zärtlich, aber weit davon entfernt ins Kitschige abzurutschen. Kann man da von einem traurigen Album sprechen?
Anders gefragt, kann man denn überhaupt von der Musik sprechen, über die Musik? Das übliche Analyse-Prozedere anwenden? Hatte da letztens eine Diskussion mit einem Chemiker-Kollegen der meinte man sollte bei Sachen wie Liebe die Naturwissenschaft außen vor lassen und sie nicht erforschen. Da habe ich deutlich widersprochen. Vielleicht ziehe ich hier meine Grenze. Vielleicht muss ich aber auch nur hier meine Grenze ziehen, weils mir persönlich so schwer fällt da noch was zu analysieren. Ich höre das Album, denke über die Texte nach, schon auch über die Musik und die Melodien aber welcher Songteil wann und wie oft kommt oder so, keine Ahnung.

Ich stelle die Frage mal an die Allgemeinheit, kann/soll/darf/muss man auch bei solcher Musik noch zerlegen und analysieren. Auch die meisten Reviews die ich dazu gelesen habe, verzichten auf ein größeres Eingehen auf spezielle musikalische Aspekte, weils ihnen genauso geht wie mir, dass sie es eigentlich gar nicht könnten oder weil sie es bewusst ablehnen?

Ahja, hab ich schon einmal erwähnt, dass ich das Album unwahrscheinlich großartig finde? ;-)
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Re: Warning / 40 Watt Sun

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 18. Mai 2011, 07:19

Ich finde ganz eindeutig, dass man nicht analysieren sollte. Diese Musik erreicht einen oder eben nicht. Und dann liebt man sie oder man findet es belanglos. Manchmal ist es ganz einfach.
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Re: Warning / 40 Watt Sun

Beitragvon 123_7 » Montag 30. Mai 2011, 18:59

Ich merke gerade, wie wenig empfänglich ich bei dem derzeitigen Wetter für solche Musik bin. Diese schnürt mir immer die Kehle zu und erhitzt mein Gemüt noch mehr, deswegen bin ich nicht über einen kläglichen Durchlauf hinaus gekommen. Obwohl mir bei diesem Durchlauf alles hervorragend gefallen hat und mir vermutlich noch mehr mundet, als die Warning-Scheiben, warte ich noch auf den verregneten und ruhigen Tag, in der ich diese Scheibe vollends geniessen kann. Wobei mir langsam die Zeit verrinnt, denn ich sehe den guten Herr Walker in zwei Wochen auf einem 40 WATT SUN-Akustikgig und bis dahin müsste ich das Songmaterial noch etwas besser kennen, hm...

Wer findet eigentlich auch, dass sich das ganze wie ein Singer/Songwriter-Album mit harten Gitarren anhört? An Doom fühle ich mich nicht erinnert, aber stattdessen eine sehr persönliche und introvertierte Ader, wie man sie häufig in dem Genre anzutreffen weiß...
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Re: Warning / 40 Watt Sun

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 30. Mai 2011, 20:22

Genau meine Empfindung. Ich habe das Album als "objektiv" reinrassiges Doom-Album bezeichnet, das sich subjektiv gar nicht nach Doom anfühlt. Das finde ich sehr speziell und einzigartig in Sachen Atmosphäre-
alias Hugin der Rabe.
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Re: Warning / 40 Watt Sun

Beitragvon Drumtier » Montag 30. Mai 2011, 21:46

Bin wahrscheinlich der falsche Ansprechpartner weil ich dazu viel zu wenig Doom, besonders traditionellen hör, aber ja, würd das genauso sehen!
Wenn dann auch schon die Rede von einem Akustik-Gig is, mir sind nur von Bridges (http://www.youtube.com/watch?v=JUphPqGa ... re=related) bzw. Restless (http://www.youtube.com/watch?v=RjxRr5aINXs) und Carry Me Home (http://www.youtube.com/watch?v=lqLFp5jCNUk) akustische Versionen bekannt, gibts da noch andere oder sind das die einzigen? Und wo siehst du ihn?
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