Iron Maiden

Re: Iron Maiden

Beitragvon lenbert » Sonntag 6. September 2015, 11:08

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
lenbert hat geschrieben:Mich persönlich stört bei MAIDEN nur die Flut an - in meinen Augen sinnlosen - Veröffentlichungen. So viele Best-Ofs und Live-Alben müssen nicht sein.

Die stört mich gerade bei Maiden nicht, weil sie eben wirklich sinnlos sind und ich sie deshalb eben nicht kaufen muss. Stören würde es mich, wenn sie unveröffentlichte Bonustracks hätten, mit welchen andere Bands gerne Kaufzwang für ansonsten sinnlose Releases zu generieren pflegen.


So betrachtet, hast du Recht, dennoch werden diese sinnlosen Veröffentlichungen von genug Menschen gekauft, um für die Band einen Gewinn zu generieren. Die Begründung für die Veröffentlichung vieler Live-Alben ist, so meine ich mal gelesen zu haben, dass die Fans nicht auf Bootlegs in schlechter Qualität zurück greifen müssen. Gegen Bootlegs geht die Band meines Wissens nach auch relativ hart vor. Hier würde mir eine tolerantere Politik besser gefallen. Zumal ich als Fan ja eher eine Aufnahme des Konzerts will, auf dem ich auch war, und nicht einfach irgendeine Aufnahme der entsprechenden Tour. Vielleicht sollte IRON MAIDEN es so machen wie METALLICA und zu jedem Konzert offizielle Live-Aufnahmen zum kostenpflichtigen Download anbieten. "Richtige" Live-Veröffentlichungen könnten man dann nur noch zu ganz besonderen Anlässen bringen.

Havoc hat geschrieben:Habe mir jetzt mal „Powerslave“ und „Piece Of Mind“ über youtube reingezogen. Erstere fand ich auf jeden Fall besser. Der Gesang gefällt mir besser und das epische Ende ist schon stark. Und ich fand „2 Minutes 2 Midnight“ irgendwie besser als ich es in Erinnerung hatte. Auch das Instrumental ist cool. Naja. Kein Wunder, dass mich ein Instrumental bei Maiden nicht stört. :P


Meinungen :)
Für mich ist die "Powerslave" das schwächste Maiden-Album der 80er. Am Anfang und am Ende des Albums stehen jeweils zwei großartige Nummern, aber dazwischen gibt es für mich zu viel Leerlauf ohne Höhepunkte.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Schaf » Sonntag 6. September 2015, 13:29

Havoc hat geschrieben:ich will es einfach nicht so richtig wahrhaben, dass ich der einzige Metalfan auf dem Planeten sein soll dem die Band nicht so richtig reinläuft.


Keine Sorge, das bist du nicht.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon mike » Sonntag 6. September 2015, 13:42

Schaf hat geschrieben:
Havoc hat geschrieben:ich will es einfach nicht so richtig wahrhaben, dass ich der einzige Metalfan auf dem Planeten sein soll dem die Band nicht so richtig reinläuft.


Keine Sorge, das bist du nicht.

Ganz und gar nicht.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Havoc » Sonntag 6. September 2015, 15:13

Da bin ich ja mal beruhigt. :)
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Jhonny » Sonntag 6. September 2015, 15:42

Peter Kubaschk hat geschrieben:Mit den ersten sieben Alben macht man nix falsch. Und billig sind sie in der Regel auch. Und irgendwie gehört MAIDEN halt doch in jeden Haushalt. :)


:dafuer:
"Fear Of The Dark" und "Brave New World" sind so bedeutsam, dass sie auch noch gut ins Regal passen, auch wenn sie vielleicht schon ein wenig abfallen.



Zur neuen: Ich bin beim 7. Durchlauf, mehr war wegen viel Arbeit am Wochenende nicht drin (kurioserweise habe ich unter der Woche ja mehr Zeit)... mir macht die Scheibe viel Spaß, die gesamte Optik ist der Hammer (das Cover das wohl schlechteste Artwork), und tendenziell würde ich das Album besser als die beiden Vorgänger einstufen. Aber das ist nur eine erste Tendenz.
Zu den Highlights gehören für mich eindeutig "The Red And The Black", "The Book Of Souls", "Tears Of A Clown" und "Empire Of The Clouds", echte Schwachpunkte sehe ich noch nicht.
Mal schauen, wie sich das entwickelt.

Notenmäßig ist es mindestens eine 8, das ist wohl sicher.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 6. September 2015, 16:47

Jhonny hat geschrieben:tendenziell würde ich das Album besser als die beiden Vorgänger einstufen. Aber das ist nur eine erste Tendenz.

Um Welten besser, Jhonny. Um mehrere Welten!
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Jhonny » Sonntag 6. September 2015, 17:36

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:tendenziell würde ich das Album besser als die beiden Vorgänger einstufen. Aber das ist nur eine erste Tendenz.

Um Welten besser, Jhonny. Um mehrere Welten!
;-)


Naja, das waren für mich in beiden Jahren mindestens Top 5 Alben, das ist also schon eine große Hürde...
die letzte Maiden, die für mich nicht zur Jahres-Top-5 zählte war Virtual XI...
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 6. September 2015, 20:20

Meinen Beitrag zum Thema im SMB mal in leicht angepasster Form auch hier:

Der Hugin mag's, das Album!

Das hat er sich zwar trotz der zuletzt ausgiebigen und insistierenden Jungfrauenschelte durchaus erhofft, weil er die Zeichen (Logo, Artwork, Credits) unbedingt so deuten wollte, aber eigentlich nicht mehr ernsthaft erwartet, weil er schon die BNW zur Hälfte langweilig fand und die drei Alben danach über weite Strecken ultraöde, mit dem Tiefpunkt bei AMOLAD, von dem er sich bis heute nicht einen Song merken kann, und natürlich der unsäglich langweiligen Grützeschleuder TFF, die ihm fraglos die Zehennägel abfräst.

Was ist nun bei "The Book of Souls" so anders, dass der schwarze Vogel hier plötzlich einen Euphorieschub abbekommt und gar noch seinen Frieden mit der wiedervereinigten Maid macht? Nun, im Wesentlichen sind es vier Punkte, die mir an der neuen Scheibe sehr gut gefallen:

1.
Die Refrains zünden bei mir wieder und sie nerven mich nicht mehr durch zu viel Perseveration. Dass sie sich wiederholen ist ja durchaus ein üblicher und generell wünschenswerter Effekt eines Kehrverses. Aber sie bestehen halt inzwischen wieder aus guten Hooklines, aus zwei bis vier verschiedenen Textzeilen und schönen lyrischen Motiven. Kein Schluckauf-Quark wie bei "Blood Brothers", "Brave New World", "No More Lies" oder "El Dorado", bei denen man den Brucie immer auf den Rücken klopfen wollte, dass sich das Gewölle löst und er im Text weiter kommt.

2.
Obwohl die Mehrzahl der Songs einmal mehr sehr lang und ausladend arrangiert ist, erschließen sich mir die Songstrukturen dieses Mal besser. Für mich wirkt der Songaufbau auch der meisten längeren Stücke relativ schlüssig und flüssig. Dieses Mal finde ich mich darin besser zurecht, warte auch nach einigen Durchläufen schon auf die Breaks und Stimmungswechsel, und spüre nicht das Phänomen "wir wären gerne progressiv, können aber keine progressiven Songs schreiben". Vielmehr empfinde ich die Longtracks eher episch-metallisch verortet als bei den drei Vorgängeralben, und das gefällt mir ziemlich gut.

3.
Bruce Dickinson! Warum? Nun, es bleibt auch mir nicht verborgen, dass er bei den höchsten Noten hörbar zu kämpfen hat und die Höchstschwierigkeiten tatsächlich nicht mehr immer zu meistern vermag. Das ist sehr schade, und auch ich würde mir wünschen, dass er sie dann eben - ähnlich wie Kollege Halford - weglässt und die Songs ein wenig modulieren lässt. Aber, und das ist das große Plus: Wo ich subjektiv bei TFF nur bei einem einzigen Song ('Coming Home') einen wirklich emotionalen Bruce Dickinson wahrgenommen habe, da begegnet er mir auf TBOS wieder viel öfters. Ich habe hier das Gefühl, dass er sich wieder mehr mit den Songs und den Texten identifizieren kann, auch mal wieder theatralischer, feixender, bissiger unterwegs ist als zuletzt. Doch, trotz des Formknicks in den höchsten Tonlagen gefällt mir Bruce dieses Mal richtig gut.

4.
Ich mag den Sound und das Gesamtarrangement des Albums. Die kompositorische Abwechslung ist relativ groß, die Transparenz des Instrumentariums toll (ich höre selten auf einzelne Instrumente im Mix, hier mache ich es, manchmal sogar ganz unbeabsichtigt), es gibt sehr unterschiedliche Songtypen, die kürzeren Songs sind wieder etwas "hitmäßiger" gehalten, näher am 80er-Material als etwa das Zeug der letzten beiden Alben. Die Orchestrierungen bei "Empire" erinnern mich ein bisschen an die Longtracks von Jag Panzer oder an Sachen von Jethro Tull oder Gordon Lightfoot. Gerade bei dem Song finde ich Dickinson auch wirklich hammermäßig (man merkt einfach, dass ihm die Aviatik-Themen viel bedeuten).

Was die einzelnen Songs angeht, haben sich bisher die folgenden Favoriten heraus kristallisiert:

If Eternity Should Fail, When the River Runs Deep, Death or Glory, Tears of a Clown, The Man of Sorrows, Empire of the Clouds

Weniger gut finde ich dafür vor allem The Red and the Black und The Great Unknown.

Ja, das ist im Wesentlichen das, was mir nach 12 Durchgängen der CD1 und ca. 7 Durchgängen der CD2 so spontan einfällt. Insgesamt für mich ein sehr starkes Album, das ich jetzt immerhin zwei Tage in massiver Dauerschleife hatte und bei dem sehr vieles sehr schnell gezündet hat. Bei den beiden Vorgängern musste ich mich durchquälen, sie überhaupt oft genug anzuhören, dass ich mir ein Urteil erlauben konnte. Dieses Mal hat sich die Spannung mit dem Hören mehr und mehr aufgebaut und ich höre das Album echt sehr, sehr gerne an.

Damit gibt's von mir aktuell eine Note irgendwo zwischen 8 und 9; ich tendiere zur 8,5 mit leichter Tendenz nach oben, wobei es mir für eine Neun wohl nicht ganz reicht. Dafür hätte ich dann doch auch gerne mal wieder ein bisschen mehr Rock'n'Roll von Maiden. Da ich den nicht bekomme, ist jetzt erst einmal die neue Motörhead an der Reihe...
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Peter Kubaschk » Sonntag 6. September 2015, 23:22

Jetzt haste ausgerechnet die Verweise auf Manowar, Virgin Steele & Running Wild herausgenommen. Bin aber schon froh, dass dir die Maiden auch besser gefällt als die VS. Sonst hätte ich langsam wirklich um deine Ohren gefürchtet.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 6. September 2015, 23:42

Jo, die waren ja auch nur auf ganz besonderen Wunsch vom Siebi dorten angebracht. Die Kurzform: Manowars TLOS finde ich natürlich nochmal deutlich besser. Die VS deutlich nicht, und die letzte RW geht mir zwar schneller und besser ins Ohr, ich finde sie aber nicht so spannend wie die Maiden.
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