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von Jhonny » Mittwoch 15. November 2017, 10:21
Also, MAIDEN-Diskussionen hier her (raus aus dem internen Bereich). Ich höre lieber ein Mal MAIDEN live als auf fünf andere Konzerte zu gehen, ganz klar. Natürlich finde ich alles über 60 € innerlich zu teuer. Aber wenn eine Band mehr Hits hat als fast jede andere Band, dann ist die Frage, ob es das nicht trotzdem wert sein kann.
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von TobiasDahs » Mittwoch 15. November 2017, 10:40
Mein Worte Jhonny, so sehe ich das auch. Und wenn ich mir dann anschaue, dass G'n'R aktuell 150 € für Tickets aufrufen (was defintiv über meiner Schmerzgrenze liegt), dann finde ich die stabilen Preise bei Maiden noch immer recht human.
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von Feamorn » Mittwoch 15. November 2017, 10:51
Wieviel rufen Maiden denn jetzt auf? Ich kann mich gerade auch nicht genau erinnern, wieviel das bei meinem letzten Konzert (vor ein paar Jahren in Oberhausen) war, gute 70€ vielleicht? Letzteres fand ich okay, zumal wenn ich mir überlege, dass Enslaved im kleinen Jungle in Köln am Sonntag auch schon 27€ kosteten, Anathema heute wären glaube ich bei 35€ gewesen, in der Live Music Hall. Da werden in den Hallen und Arenen die Maiden füllen die Nebenkosten für die Halle auch ganz andere sein. Dann wird das Gehalt der alten Herren natürlich auch eine ganze Ecke höher liegen, aber trotzdem, 80, vielleicht auch 90, fände ich zumindest noch nachvollziehbar (ohne dabei zu jubeln wohlgemerkt).
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von salisbury » Mittwoch 15. November 2017, 11:15
Ich hab so ne Diskussion auch ein paarmal mit meiner Freundin geführt. Sie mag große Stadien-Konzerte, ich sagte immer, dafür bekommste 5 hochintensive Clubgigs für dasselbe Geld. Aber es ist einfach nicht vergleichbar.
Jetzt waren wir bei ROLLING STONES für insgesamt über 100 Euro und es war trotz Regenwetter und sehr vielen Leuten ein großartiges Erlebnis, das ich jederzeit wiederholen würde. Und wir wollen zu METALLICA und IRON MAIDEN. METALLICA habe ich mir aus diesen Preis- und Borniertheitsgründen nie reingezogen, MAIDEN habs "gratis" auf dem Rockavaria. Und war ebenfalls fantastisch, so dass die Vorfreude nun gigantisch ist, auch weil wir beide MAIDEN lieben.
Wir waren allerdings auch bei MIDRIFF vor 35 Leuten und letztens dem ANNINIHLATOR-Rehearsal-Gig im Backstage vor nicht viel mehr. Auch diese Konzerte waren großartig.
Was ich sagen möchte, die Rechnung lieber 5 kleine Konzerte als ein Großes geht für mich nicht (mehr) auf und ist irgendwie auch gar nicht korrekt, weder mathematisch noch psychologisch.
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von Chavo89 » Mittwoch 15. November 2017, 11:26
Da möchte ich mich dem blauen Thomas anschließen. Die Mischung macht's! Ich besuche auch gern kleinere Bands in kleineren Clubs, doch heute fahre ich trotzdem zu den QUEENS OF THE STONE AGE in die Hamburger Sporthalle für knapp 60 €. Das eine schließt das andere ja nicht aus. Zumal ich nach dem Umzug nun zu jedem Konzert auch noch ein Stückchen fahren muss, egal ob groß oder klein. Wenn ich wirklich für eine Band brenne, dann versuche ich auch, ein Konzert zu besuchen. Das ist bei IRON MAIDEN momentan nur nicht mehr der Fall.
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von TobiasDahs » Mittwoch 15. November 2017, 11:42
Die Mischung macht es tatsächlich. Ich war auch schon auf fürchterlichen Stadion-Konzerten, wo einfach keine Stimmung aufkam. In diesem Fall sind mir die kleinen Clubshows auch deutlich lieber. Aber es gibt eben eine handvoll Bands, die es schaffe, trotz riesiger Arena alle Leute ins Boot zu holen (Beispiel MAIDEN). Und wenn das passiert, dann kann so eine großes Konzert zu einem absolut genialen Erlebnis werden.
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von Feamorn » Mittwoch 15. November 2017, 11:49
salisbury hat geschrieben:Was ich sagen möchte, die Rechnung lieber 5 kleine Konzerte als ein Großes geht für mich nicht (mehr) auf und ist irgendwie auch gar nicht korrekt, weder mathematisch noch psychologisch.
Dem würde ich mich auch anschließen. Dazu kommt, dass zwar viele Leute sagen "ah, Betrag XY ist aber viel zu viel für ein Konzert", dabei aber außer acht lassen, dass man die betreffende Band nach der Logik dann vermutlich niemals live sehen wird. Ich alle "teuren" Konzerte auf denen ich bisher war (das dürfte alles 65€-70€ aufwärts gewesen sein), waren es definitiv wert, seien es nun AC/DC, Rammstein, Amy MacDonald, Konstantin Wecker oder Maiden (letztere mittlerweile mehrfach, für Herrn Wecker habe ich nun auch schon ein zweites Mal eine Karte gekauft). Etwas doof war es nur bei Rush, weil wir nur noch Sitzkarten bekommen hatten aber vor uns im Zuschauerraum ein riesen Loch war, weshalb die Stimmung nicht bis zu uns nach hinten durch kam. Trotzdem genieße ich Sachen wie Enslaved im kleinen Jungle Club jetzt und trauere dem kleinen Underground nach, feiere Blood Ceremony im winzigen MTC und bedauere auch, dass ich viel zu selten (fast nie) die Muße für die ganz kleinen Konzerte mit lokalen Bands der Umgebung aufbringe. Metallica habe ich zum Glück gesehen als ich mich das eine Mal auf Rock am Ring getraut habe, Maiden auch zweimal auf dem Graspop (als ich noch halbwegs gerne auf Festivals gefahren bin).
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von Holger Andrae » Mittwoch 15. November 2017, 12:07
Die Gegenüberstellung von kleinen Clubkonzerten und Stadion/Hallen-Events ist natürlich eine von mir etwas überzogene Milchmädchenrechnung. Bei Maiden interessiert es mich halt nicht mehr, weil mich ihre Setlist eher langweilt als begeistert. Ich bin aber eh kein großer Freund von diesen Massenveeranstaltungen. Ich möchte bei einem Konzert auch die Band sehen können. Da ist das KIT für mich schon am Limit eines für mich angenehmen Konzertes. Sehe ich die Musiker nur noch über Displays und höre ich meinen Nebenman lauter als die Musik, bin ich raus. Nun bin ich natürlich in der luxuriösen Situation die meisten großen Bands schon gesehen zu haben und habe daher wenig große Truppen für die ich noch brenne. Selbst für Rush würde ich keine 90 Euro ausgeben. Wenn ich länger darüber nachdenke, würde ich eventuell diese Summe für Psychotic Waltz, Watchtower oder Hades in einem 200 Leute Club ausgeben, weil ich weiß, wie ich mich im Optimalfall bei so einem Event fühlen werde. Von daher verstehe ich Euch und beneide Euch fast ein bisschen, dass ihr bei so einem Event noch mit Feuereifer dabei sein könnt. Weitermachen!
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Raphael Paebst » Mittwoch 15. November 2017, 12:45
Als Veranstalter kleiner Clubshows zu denen kein Schwein kommt, geht mir bei so nem Satz wie oben natürlich direkt der Hut hoch. Ich fahr zu Maiden oder Purple (letztere waren mit 70€ sogar 20€ günstiger als Maiden), schlag mir aber auch für Slough Feg vor 30 Leuten die Nacht am Bahnhof um die Ohren. Klar, ich bin Student und kann mir den Zeiteinsatz leisten, aber man sollte immer, wirklich immer zu lokalen Shows gehen, die kosten echt nicht viel und man unterstützt die Leute, die dafür sorgen, dass man auch nächstes Jahr noch coole Konzerte in der Nähe zu sehen kriegt.
Was hingegen gar nicht geht, sind Tribute Bands, die machen den kompletten Markt kaputt, nehmen riesige Gagen und füllen Hallen. Wenn Leute 30€ für ne Metallica Coverband hinblättern und sich dann über 8€ für Apostle Of Solitude / Barabbas / Goat Explosion aufregen, bin ich immer kurz davor, den Eispickel auszupacken. Solche Leute sind schlicht keine Musikfans und sollten den Rest ihres Lebens nur noch St. Anger auf Dauerrotation hören müssen.
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von Feamorn » Mittwoch 15. November 2017, 12:55
Welchen Satz meinst Du genau, Raphael? Jhonnys Einstieg?
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