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Taake
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Re: Taake![]() Und, schon Meinungen zur Kulde-EP? Die drei Eigengewächse finde ich gut, aber für Taake-Verhältnisse nicht überragend. Die Cure-Coverversion "Cold" hätte für meinen Geschmack aber noch etwas mehr Black Metal-Anstrich vertragen können. Die Vocals sind cool, aber gerade die Drums doch etwas zahm.
Re: TaakeKeine Meinung zur EP, aber die Beschreibung passt mE auch auf das Album. Hat gegen THE DEATHTRIP im letzten Monat keine Chance.
Re: Taake
Na ja, das wäre ja auch des Guten etwas zu viel. Die Deathtrip und die Mysticum sind schon zwei sehr bemerkenswerte Scheiben, die was ganz Besonderes sind, und denen man ihre ellenlange Reifezeit anmerkt, und die Tatsache, dass da ein paar Mucker echt jahrelang den Entschluss reifen ließen, wieder etwas zu machen, weil sie überzeugt waren, dass jetzt wieder alles passt. Da ist Taake natürlich ein Stück weit mehr kalkulierbar und - wenn man es böse sagen möchte - "von der Stange". Das schließt aber einen knappen 10er noch lange nicht aus. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: TaakeIch ziehe die Diskussion dann mal hierher um, damit der Thread nach sieben Jahren mal wieder ein wenig Inhalt bekommt und die Info nicht im allgemeinen Thread verloren geht.
Allgemein hat sich ja bei TAAKE und Hoest durchaus einiges getan, seit die "Kulde"-EP zuletzt diesen Thread aus dem Dornröschenschlaf gerissen hat, anno 2014. Hoest ist ja seither ständiger Livesänger von GORGOROTH, wo ich ihn zweimal sehen konnt und das von Auftreten her sehr cool und stimmlich absolut passend fand. Würde mir tatsächlich wünschen, dass Hoest die nächste Gorgoroth einsänge, käme denn eine. Ansonsten waren seither in sieben Jahren zwei neue Studioalben "Stridens Hus" (2014) und "Kong Vinter" (2017), sowie die EP "Baktanker" (2017) mit zwei Alternative Takes und zwei Coverversionen, dann die drei 10"-Split-EPs (2020/2021) mit anderen Norwegergrößen wie WHOREDOM RIFE, DEATHCULT und HELHEIM, und nun eben die neue Compilation, welche die Splits umfasst. Schade, dass man die "Baktanker" nicht mit drauf gepackt hat, aber die gibt's noch als CD-Digipak; wird wohl daran liegen. {EDIT: Nachdem ich gesehen habe, dass es die bei Ebay teils für 50,- Euro gehandelte "Banktanker"-EP im Bandshop noch für 12,- + Porto gibt, habe ich da dann mal noch kurz bestellt, damit wir da auch wieder komplett sind. Hatte ich damals irgendwie vergessen zu tun, ich Schlafschaf.} Was ich eigentlich will: Nochmal eine Lanze für TAAKE brechen. Hoest wird ja viel kritisiert und auch verspottet, aus bald 15 Jahre alten Provo-Dummfug-Gründen. Das mal zur Seite gestellt, finde ich tatsächlich wenig, das man Hoest und TAAKE vorwerfen könnte. Das Frühwerk war wirklich grandioser Nordland-Blackmetal der Bergener Schule, der sich von und zu schreibt; und wenn manch einer in musikalischern Hinsicht einwenden mag, dass die Black'n'Roll-Einflüsse ab der selbstbetitelten Scheibe von 2008 den Nimbus der Band zerstört hätten, dann, oh well "Bugger off!". Dieselbe Leier bei Darkthrone, bei Mayhem, bei zig alten BM-Bands: "Nach den ersten drei Alben war das nix mehr!" - Kann ich nicht mehr hören, echt. Gerade bei TAAKE nicht. Hätten die noch zehnmal das gleiche Album aufnehmen sollen? Ich finde bei neueren TAAKE-Werken extrem viel Spirit und Individualität. Und auch Musikalität, wenn man mal zwischen den Zeilen hören möchte. Wie Hoest in seinen noch immer urtypischen Sound so mannigfaltige Einflüsse wie Rock'n'Roll, Punk, Goth, Jazz, Folk etc... einflicht, und dies teils auch mit ungewöhnlichem Instrumentarium, das ist schon wirklich aller Ehren wert. Hab ich auch immer wieder mal in meinen Reviews so nieder gelegt: 2011 - Noregs Vaapen - https://www.powermetal.de/review/review ... 19167.html 2014 - Stridens Hus - https://www.powermetal.de/review/review ... 25256.html 2017 - Kong Vinter - https://www.powermetal.de/review/review ... 31734.html Hier der Oberhit "Nordbundet" als Videoclip: https://www.youtube.com/watch?v=OAIIbnrYC7Q Und hier ein professioneller Livemitschnitt zu "Vadested": https://www.youtube.com/watch?v=rfLGb5Z8PCI alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: TaakeUnd dann sagen wir noch was zum Inhalt der Compilation:
Die "Pakt"-10"-EP (mit WHOREDOM RIFE) enthielt den sehr guten, bandtypischen Smasher 'Ubeseiret' und eine verdammt coole Coverversion des SISTERS OF MERCY-Klassikers 'Heartland', den Hoest sehr schön aufbaut, zuerst recht originalgetreu einsteigen lässt, und dann in sein Reich überführt. Sehr cool dabei ist, dass die ursprüngliche gruftig-poppige Aura doch erhalten bleibt; auch passend ist das als Soloinstrument eingesetzte Saxophon. "Nattestid Ser Porten Vid" funktioniert als folkiges, akustisches Instrumental mehr als hervorragend und erzeugt eine wunderbar dunkle, romantische Stimmung. Auf die "Jaertegn"-Split mit DEATHCULT wurde ebenfalls ein neuer Song mit dem Titel 'Slagmark' gepackt; wild, rasend schnell, flirrend; Old-School-Taake vom Fass, was zum Songtitel natürlich blendend passt. Und ebenso zur obligatorischen Coverversion, bei der sich TAAKE (nicht zum ersten Mal) einem der großen Vorbilder der Szene gewidmet und sich mit DARKTHRONE in die Rabenschlucht begeben hat. Dass 'Ravnajuv' dabei relativ originalgetreu aus den Boxen brettert, ist nun nicht unbedingt überraschend, denn stilistische Welten liegen hier natürlich nicht zwischen der tributzollenden und der geehrten Band; das Ambient-Outro hebt die Version indes ab. Abschließend kommt dann noch die "Heldholsvis"-Split mit HELHEIM zum Zuge, und hierzu gibt es von TAAKE ganze zwei neue Eigenkompositionen mit 'Brotne Bein Og Mannefall' und 'Ein Baat I Foss', mit dem kleinen Twist, dass Hoest hier Texte des westnorwegischen Dichters Arne Garborg aus dem Jahr 1895 vertont. Die Stücke haben eine besondere melodische Lockerheit, doch auch hier natürlich ohne aus dem TAAKE-Rahmen zu fallen, und vor allem sind auch sie ziemlich alte Norwegerschule. Also für TAAKE-Fans und TNBM-Aficionados fraglos alles ziemlich festlich. Hineinhören kann man in so ziemlich alles von TAAKE auf der Bandcamp-Seite: https://taake.bandcamp.com/music alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Taakealias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: TaakeJa, ich freue mich auch riesig. Auf Hoest ist einfach Verlass. Scheint vom Sound her wieder etwas räudiger und old-schooliger zu sein, auch vom stilistischen Ansatz her weniger eingängig und rock'n'rollig als zuletzt. Das passt für mich, auch wenn ich den rockigen TAAKE-Ansatz total toll finde, aber es ist mal wieder was anderes. In dem Song passiert extrem viel. Auch extrem viel Unkommerzielles. Spannend, und 4 Songs mit 42 Minuten ist auch mal eine Ansage.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: TaakeAch ja, die neue Taake wird ein echter Brecher... mark my words!
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