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von Havoc » Freitag 19. Februar 2021, 00:02
Platz 3In Times (VÖ: März 2015, Spielzeit: 53 min) Dieses Album hat mich vom allerersten Durchlauf an enorm geflasht. Und es hat bis heute nichts an Qualität und Wirkung eingebüßt. Im Gegenteil. Es hat sich im Laufe der Jahre sogar eher noch weiter als eines der perfektesten Alben herauskristallisiert. Sechs ziemlich lange Songs, an denen es aber auch gar kein Haar zu krümmen gibt. Es passt irgendwie alles zusammen. Die Mischung aus Härte, Progressivität und typischen Enslaved-Trademarks wurde vielleicht auf keinem anderen Album so dermaßen ins Lot gebracht und perfektioniert wie hier. Vielleicht hat ja auch Herbrand Larsen erkannt, dass das kaum zu toppen ist und hat deswegen seinen Hut genommen. Der Opener prescht gleich ziemlich los, hat aber auch schwelgerische Momente. An zweiter Stelle folgt dann ein verdammt starker Song. Wer hätte wohl anno 1994 gedacht, dass Enslaved mal einen Song wie „Building With Fire“ raushauen? Völlig genial! Melodie und Härte gehen Hand in Hand! Mit „One Thousand Years Of Rain“ tat ich mich da anfangs ein wenig schwerer. Aber auch diesen finde ich mittlerweile total super. Es folgt das Stück mit dem schönen Namen „Nauthir Bleeding“. Auch das ist ein Megasong! Das wirkt alles einfach noch besser als das meiste, was sie auf Alben wie „Riitiir“, „E“ und „Utgard“ gemacht haben. Die Mischung stimmt einfach und wurde in perfekte Formen gegossen. Und das gleich sechs Mal in 53 Minuten. Ich weiß nicht, ob „In Times“ das beste Stück des Albums ist, aber dieser Longtrack jenseits der Zehn Minuten Grenze bietet einem ab Zeitindex 6:17 min die phantastischste Stelle des Albums. So sollte ein Titeltrack klingen! Um Himmels Willen! Herbrand legt zum letzen Mal eine echte Glanzleistung hin. Viel besser geht es nicht. Und dann kommt als Rausschmeißer noch das passende und ebenfalls geniale „Daylight“, bei dem man sich dann zum Schluss sogar tatsächlich noch mal fragt, ob das nicht sogar der allerbeste Song des Albums sein könnte. Was für ein geiles Teil! Manchmal denke ich, dass die Band jahrelang alles ausprobiert hat und dann im Jahr 2015 in „In Times“ seine finale Vollendung gefunden hat. Alles was ab hier kommt ist nur noch Zugabe und Bonus. Ja ich weiß. Das ist natürlich auch wieder ein wenig übertrieben und ich bin natürlich heilfroh, dass die Band weitermacht. Aber ein kleinwenig sehe ich das so. Und ich weiß nicht, ob sie es schaffen das noch mal zu toppen. Das könnte also auch durchaus meine Nr. 1 sein. Aber auch aus emotionalen Gesichtspunkten sind mir wohl zwei Alben noch wichtiger. Daher kann ich hier leider „nur“ die Bronzemedaille überreichen.
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von Pillamyd » Freitag 19. Februar 2021, 00:17
Aah, da ist die "In Times". Das die so weit oben bei dir landet, hätte ich jetzt nicht vermutet. Aber das ist verständlich. Ich habe gerade meine letzten Worte zu deinem Platz davor geschrieben. Werde aber morgen nochmal drüber schauen und dann hier posten.
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von Drumtier » Freitag 19. Februar 2021, 10:22
Building With Fire ist absolut genial, aber insgesamt könnte ich die In Times nicht ganz so hoch stellen. Ich tu mir aber aus irgendeinem Grund auch schwer, die Alben RIITIIR, In Times und E in meinem Kopf auseinander zu halten bzw. die Musik in meinem Kopf den richtigen Songs und die wiederum den richtigen Alben zuzuordnen.
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von Pillamyd » Samstag 20. Februar 2021, 17:27
Havoc hat geschrieben:Platz 4 Axioma Ethica Odini (VÖ: September 2010, Spielzeit: ca. 58 min) Gleich der Opener „Ethica Odini“ ist ein ganz feiner Song, der an das Vorgängeralbum anschließt und einfach toll geschrieben ist. Mega! Mit „Raidho“ und „Waruun“ geht es dann ähnlich gut weiter, bevor mit „The Beacon“ eine Art Hit an die Reihe kommt. Den Song fand ich von Beginn an cool. Nach dem kurzen Zwischenspiel „Axioma“ wird es dann mit „Giants“ etwas schwieriger aber nicht minder toll. Erst wird das Tempo etwas rausgenommen und Grutle darf ordentlich ins Mikro grunzen, bevor der Song Fahrt aufnimmt und wieder eher in den bisher gewohnten Sound eintaucht. Sehr stark! Herbrand Larsen ist mit seinen Clean-Vocals auf diesem Album gefühlt präsenter denn je. Würde mich nicht wundern, wenn dieses hier sein Lieblingsalbum ist. „Singular“ läutet dann den finalen Siebenminüter-Hattrick ein. Es fällt auf, dass das Album schon proggy ist, aber dennoch sehr eigenständige wiedererkennbare Melodien und Songs beinhaltet. Das ist insgesamt ein extrem starkes Songwriting und rein objektiv gesehen sicher eines der allerstärksten Werke der Band. Aber es geht in der Musik ja auch um andere Schwingungen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich das Album zur VÖ zwar direkt spitze fand, dass es mir aber nicht diesen allerletzten Kick gegeben hat wie ein gewisses anderes Album, auf welches wir noch zu sprechen kommen. Das Stück „Nightside“ beginnt dann erst mal ziemlich ruhig, schwelgt etwas vor sich hin, geht dann doch ziemlich ab und mündet in eine der tollsten Stellen des Albums. Große Klasse! Der ist wohl mein Lieblingssong des Albums. Das finale „Lightening“ ist dann ein passender starker Rausschmeißer aus diesem nahezu perfekten Album. Hier kann man wirklich kaum etwas kritisieren. Für mich stellt es in gewisser Weise den Abschluss der mittleren Phase der Band dar. Wobei das nur so rein gefühlsmäßig meiner Wahrnehmung entspricht, da die Band eigentlich immer konsequent ihren Weg weiterverfolgt, den man nicht zwingend in Phasen einteilen muss. Als ich den Thread letztens noch mal gelesen habe stieß ich übrigens auf sehr kontroverse Meinungen zum Coverartwork. Also ich finde es immer noch schick und zur Musik passend. Ein rundum stimmiges Werk also. 
Axioma Ethica Odini: Ich hätte das Album etwas höher bei dir eingeschätzt. Mit dem was ich geraten hab, lag ich wohl falsch. Zum Album. Mir fällt es wahnsinnig schwer, hier ein Urteil zu fällen. Ich weiß nicht, wo ich ansetzen soll, oder wie ich überhaupt begründen soll, warum das Album den Stand bei mir hat, den es eben hat. „Ethica Odini“ als Opener ist ein wirklich schöner Song, vielleicht sogar der softeste Song der Bandgeschichte. Mich wundert gerade, dass ich dieses Album zum Jahresabschluss wohl mal auf den siebten Platz gesetzt habe. Daran kann ich mich wirklich nicht mehr erinnern. Nun, jedenfalls. Dieses Album macht es mir tatsächlich wenig leicht. Ich würde das nicht ins gleiche Fahrwasser bringen wie „E“, auch wenn es vielleicht parallelen zu eben diesem Album gibt. Obwohl… Auf mich wirkt „Axioma Ethica Odini“ in vielerlei Hinsicht mächtig überladen. Das liegt zum einen daran, dass in den Songs total viel passiert, was ja nicht schlimm wäre, wenn ich nicht das Gefühl der Hektik dabei hätte. Jetzt könnte man sagen: Moment mal, Pille! Hektik? Es passiert zu viel? Warum zur Hölle kannst du dann mit einem Album wie „Blodhemn“ oder „Mardraum“ so gut umgehen und mit diesem hier nicht? Ja, also, ähmm…das liegt wohl (und das muss ich so direkt sagen) schlicht und einfach daran, dass das Songwriting auf besagten Alben einfach um ein vielfaches zwingender ist. Die Songs die gut reinlaufen, wie „Waruun“ oder „Raidho“, weil sie schlicht sind, haben sich sehr schnell abgenutzt. Das gilt dann für mich auch in einigen anderen Songs, bei denen ich die Tempowechsel z.B. oft vorhersehbar finde. Das Album verarbeitet ganz viele Ideen in gar nicht mal so lange Songs, so dass ich oft das Gefühl der Erschöpfung dabei habe und ich mich dann echt zwingen muss, dieses zu hören. Ich hoffe ich verursache jetzt keine Kiefersperre beim Havoc oder vielleicht auch anderen, die mit diesem Album mehr anfangen können als mit jedem anderen der Band. Das würde mir jedenfalls sehr leidtun. Ich habe es öfters mit dem Album probiert, aber das will wenig an mich ran und das tut mir auch schon leid, dass so abwerten zu müssen. Das klingt jetzt wohl auch alles sehr negativ. Und vielleicht lesen sich das die Leute hier nur bis zu einem gewissen Punkt durch, um spätere Folgen zu vermeiden. Wobei, wenn sie die Warnung jetzt erst lesen, ist es auch zu spät. Mist! Asche auf mein Haupt! Ich hoffe Havoc bringt als nächstes ein Album, dass meinen letzten oberen Platz beinhaltet. Ansonsten könnte es noch hart werden. Dafür entschuldige ich mich dann einfach schonmal im Voraus. Mein Ranking: 1. Frost 2. Vikingligr Veldi 3. Monumension 4. Eld 5. Isa 6. Blodhemn 8. Mardraum (Beyond The Within) 10. Utgard 11. RIITIIR 13. E 14. Axioma Ethica Odini
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von Havoc » Samstag 20. Februar 2021, 20:27
Pillamyd hat geschrieben:Ich hoffe ich verursache jetzt keine Kiefersperre beim Havoc oder vielleicht auch anderen, die mit diesem Album mehr anfangen können als mit jedem anderen der Band. Das würde mir jedenfalls sehr leidtun. Ach. Leid tun braucht Dir doch gar nix. Wundert mich allerdings schon ein wenig, da ich "Axioma Ethica Odini" eigentlich als Das Konsens-Werk (zumindest der Neuzeit) von der Band ansehe. Eigentlich dachte ich immer, dass wenn jemandem ein Enslaved Album gefällt...es am ehesten dieses ist. Wäre aus meiner Sicht auch ein gutes Album für Neueinsteiger. Aber es scheint halt nicht Dein Album zu sein...ähnlich wie bei mir "Monumension". Ich finde es übrigens nicht besonders ähnlich wie "E". Asche auf mein Haupt! Ich hoffe Havoc bringt als nächstes ein Album, dass meinen letzten oberen Platz beinhaltet. Ansonsten könnte es noch hart werden. Dafür entschuldige ich mich dann einfach schonmal im Voraus.
Es bahnte sich ja schon seit längerem an, dass meine oberen Werke bei Dir eher unten sind. Kann durchaus sein, dass Deine 15 meine 1 ist. Ich sehe es schon irgendwie kommen. Macht ja nix. Ich glaube Enslaved ist wirklich eine Band wo jeder andere Favoriten hat. Das finde ich spannend und gut. 
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von Havoc » Sonntag 21. Februar 2021, 23:02
Eigentlich wollte ich jetzt hier die Nr. 2 posten...stattdessen höre ich die beiden noch offenen Alben (von denen natürlich niemand weiß um welche es sich handelt  ) noch mal, da ich mich kaum entscheiden kann, so dermaßen liegen die auf Augenhöhe. Aber da es bei einer Reihung um Entscheidungen geht wird es hier keinen Doppelsieger geben. 
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von Feamorn » Sonntag 21. Februar 2021, 23:39
Aus dem Bauch wäre Axioma Ethica Odini bei mir auch Top-3 Material... Ich bin schon etwas erschrocken, Pillamyd...  Aber Spaß beiseite, ich hab die meisten Alben und die Band insgesamt leider viel zu wenig gehört, um das irgendwie reihen zu können. Da kam die Komplettierung leider kurz vor meiner lang anhaltenden Musik-Dürrephase, in der ich nur sehr wenig bzw. immer das Selbe gehört habe... Intensivbeschäftigung steht für Enslaved auch auf dem Zettel, wenn Sepultura durch sind, schätze ich.
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von Havoc » Montag 22. Februar 2021, 21:51
Platz 2Ruun (VÖ: Mai 2006, Spielzeit: ca. 46 min) „Ruun“ war kurz nach der VÖ mein allererstes Album der Band. Das dürfte bereits erklären, warum mir das Ding sehr am Herzen liegt. Bei mir begann damals so richtig meine Progphase und ich las hier, dass das durchaus proggig sein soll, allerdings mit Black Metal Wurzeln. Dazu ein relativ schickes interessantes Coverartwork…und schon war es um mich geschehen. Und heute, fast 15 Jahre später hat das Album sich überhaupt nicht abgenutzt. Keine Ahnung, wie oft ich das schon gehört habe? Es dürfte relativ weit oben auf meiner Playlist der letzen 15 Jahre liegen. Musikalisch wirkt das Album auf mich wie eine Verfeinerung vom Vorgänger „Isa“. Es ist deutlich Songorientierter und dennoch auch nicht direkt Easy Listening. Dennoch könnte man behaupten, dass es vielleicht das hitlastigste Album der Band überhaupt ist. Kompositorisch ist das schon große Klasse. Tolle Melodien, groovige Parts und dennoch auch verschachtelt und natürlich hart. Und es klingt nicht ganz so entrückt und bitterkalt wie „Isa“. „The Fusion Of Sense And Earth“ ist z.B. so ein Hammersong, der eingängig und komplex zugleich ist. Was das betrifft waren Enslaved nie näher an einer ihrer verehrten Bands namens „Rush“ Ganz groß! Der folgende Titeltrack steht dem gleich in nichts nach. Alles fabelhafter Stoff. Mein Lieblingssong auf dem Album ist wohl das etwas längere „Api-Vat“. Diese Melodie und Rhythmik geht einem in Mark und Bein über. Und auch das finale „Heir To The Cosmic Seed“ passt perfekt als Rausschmeißer aus diesem tollen Trip. Das gesamte Album wirkt wirklich wie aus einem Guss und hat es über all die Jahre geschafft, sich nicht von den grandiosen Nachfolgern in die Schranken weisen zu lassen. Außer halt vom Nachfolger, der vielleicht nicht unbedingt besser ist, mir emotional aber noch ein kleinwenig mehr bedeutet und deswegen eine Nanosekunde vor „Ruun“ auf dem Thron platzt nehmen darf. 
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von Pillamyd » Montag 22. Februar 2021, 22:26
Havoc hat geschrieben:Ach. Leid tun braucht Dir doch gar nix. Wundert mich allerdings schon ein wenig, da ich "Axioma Ethica Odini" eigentlich als Das Konsens-Werk (zumindest der Neuzeit) von der Band ansehe. Eigentlich dachte ich immer, dass wenn jemandem ein Enslaved Album gefällt...es am ehesten dieses ist. Wäre aus meiner Sicht auch ein gutes Album für Neueinsteiger. Aber es scheint halt nicht Dein Album zu sein...ähnlich wie bei mir "Monumension". Ich finde es übrigens nicht besonders ähnlich wie "E".
Das kann man wahrscheinlich auch ruhig so sehen. Mit Sicherheit. Nein, musikalisch ist das nicht ähnlich zu "E". Das stimmt schon. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass es ähnlich schwierig bei mir ist wie mit dem Album. Der Unterscheid liegt halt darin, dass ich mir die "E" erarbeiten muss (ja immer noch muss!). "Axioma Ethica Odini" ist da halt in meiner Welt komplett anders und trotzdem nicht meins Havoc hat geschrieben:Es bahnte sich ja schon seit längerem an, dass meine oberen Werke bei Dir eher unten sind. Kann durchaus sein, dass Deine 15 meine 1 ist. Ich sehe es schon irgendwie kommen. Macht ja nix. Ich glaube Enslaved ist wirklich eine Band wo jeder andere Favoriten hat. Das finde ich spannend und gut.
Wahrscheinlich ist, dass dies vor ein paar Jahren vielleicht noch anders ausgesehen hätte.
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von Havoc » Samstag 27. Februar 2021, 22:00
Platz 1Vertebrae (VÖ: September 2008, Spielzeit: 49 min) Heute Abend endet er also!!! Mein Enslaved-Streifzug durch frostige verschachtelte Wikingerparallelwelten. Dieses Album war damals das erste der Band, dessen Veröffentlichung ich sehnsüchtig erwartete. Und es hat mich aus dem Stand sowas von umgehauen! Viel krasser habe ich das bei keinem Album meiner ganzen Sammlung in Erinnerung! Gleich der Beginn des Openers „Clouds“ ist total cool. Klingt eher fluffig, bis dann auf einmal Grutle extrem derbe, tief und kehlig loslegt. Vielleicht ist es gerade dieser Gegensatz, der das Album so genial macht. Aber es ist nicht nur das. Auch das Songwriting war selten besser als auf diesem Album. Ich meine sogar mal irgendwo gehört zu haben, dass das Album auch Grutles Favorit ist, was mich etwas überrascht hat. Auch der Beginn von „To The Coast“ ist sofort total toll. Und wieder dieser Grutle, flankiert von Herbrand Larsen. Und dann der tolle Übergang. Ja, es sind auch die vielen geilen Übergänge und Breaks die dieses Album so einzigartig machen. Gerade hat man sich an die Rhythmik gewöhnt, da geht es schon wieder ganz anders, und dennoch extrem passend und stimmig weiter. Dann folgt auf eher psychedelische Phasen sogleich wieder Gekrächze aus der Unterwelt. Leck ey! Was ein famoser Song. „Ground“ ist dann etwas bodenständiger! Haha. Auch hier sind die klaren Vocals besonders hervorzuheben. Der Part ab Zeitindex 2:48 min ist einfach wunderbar! Dazu noch ein kurzer Spoken Word Part. Oh Mann. Nur toll! Es folgt der Titeltrack, der erst mal relativ rasant und proggig beginnt und danach ebenfalls in diverse Richtungen abbiegt. Vielleicht nicht zwingend das Highlight des Albums, aber auch nicht wirklich schwächer und weniger berauschend als der Rest. Auch wenn es dann tatsächlich schon mal noch eine Nummer besser weitergeht. „New Dawn“ und allen voran „Reflection“ sind echt extrem geil. Letztere Nummer ist wohl mein Favorit auf dem Album. Zu diesem Song habe ich zudem eine besondere Beziehung! Ganz groß! Aber auch „New Dawn“ ist phantastisch. Der Song rockt definitiv! Dazu kommen dann noch die kaum minder tollen Songs „Center“ (man höre die Stellen ab 3.53 und 5:46 min) und das famos eingeleitete finale „The Watcher“. Ja doch. Dieser Diskografie-Check hat es noch mal verdeutlicht. Es mag sicher nicht jeder verstehen, aber das ist ganz knapp vor „Ruun“ meine Nummer 1 im Enslaved-Kosmos und zudem auch eines meiner meistgehörten und Alltime-Lieblingsalben. Dieses Album war Liebe auf den ersten Hör. Und davon ist im Laufe der Jahre auch absolut nichts verloren gegangen. Egal in welchen musikalischen Sphären ich gerade mehr unterwegs war, diese Band und insbesondere dieses Album habe ich immer relativ deutlich auf dem Radar gehabt und immer wieder gehört. Ich habe lange überlegt, aber es hätte sich irgendwie nicht richtig angefühlt ein anderes Album als „Vertebrae“ auf den Thron zu setzen. Hier noch mal meine Rangfolge zum Mitschreiben:1: Vertebrae (2008) 2: Ruun (2006) 3: In Times (2015) 4: Axioma Ethica Odini (2010) 5: Isa (2004) 6: Riitiir (2012) 7: Below The Lights (2003) 8: Frost (1994) 9: Utgard (2020) 10: Mardraum (Beyond The Within) (2000) 11: E (2017) 12: Vikingligr Veldi (1994) 13: Monumension (2001) 14: Blodhemn (1998) 15: Eld (1997) Abschließend bleibt mir noch zu sagen, dass es mir wirklich viel Freude bereitet hat, das alles noch mal mehrmals durchzuhören, zu beschreiben und zu bewerten. Danke auch insbesondere an Pillamyd, der hier so fleißig mitgemacht hat. Ach ja. Erwähnt sei noch, dass man zur Komplettierung wirklich unbedingt auch „Hordanes Land“ (genauso stark wie das Debüt) und „The Sleeping Gods / Thorn“ (Starke interessante neue Songs!) haben muss. Die sind sicher nicht viel weniger als vollwertige Alben. Sowohl von der Spielzeit als auch von der Qualität her. Vielleicht mache ich sowas ja bei einer anderen Band noch einmal. Aber wohl eher nicht in naher Zukunft. 
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