Agalloch

Re: Agalloch

Beitragvon Jesus » Sonntag 30. Juni 2013, 19:48

Eike hat geschrieben:Der Kaukasus reicht auch nicht bis in die USA, dennoch gilt die rassistische Bezeichnung dort offiziell.


Habe ich Dir nicht gerade eben gesagt, dass Klugscheißen mein Metier ist?
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Re: Agalloch

Beitragvon Eike » Sonntag 30. Juni 2013, 19:49

:-P
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Re: Agalloch

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 30. Juni 2013, 20:11

Jesus hat geschrieben:Das würde den Begriff "Cascadian" aber etwas ad absurdum führen, da sich das Kaskadengebirge nicht bis Norwegen zieht.

Ja, eben, darum ging's mir doch. Der Stil ist nicht spezifisch kaskadisch, weil er in Norwegen erfunden wurde (wie es sich für anständigen Black Metal gehört).
;-)


Eike hat geschrieben:Der Kaukasus reicht auch nicht bis in die USA, dennoch gilt die rassistische Bezeichnung dort offiziell.

Ja. Zumal diese Bezeichnung für den europiden Typ irgendwie ein bisschen bizarr ist. :P
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Re: Agalloch

Beitragvon Jesus » Sonntag 30. Juni 2013, 20:18

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ja, eben, darum ging's mir doch. Der Stil ist nicht spezifisch kaskadisch, weil er in Norwegen erfunden wurde (wie es sich für anständigen Black Metal gehört).
;-)


Nicht ganz. Die kaskadischen Bands verwursten ganz spezifisch die karge nordamerikanische Folklore in ihren Songs und nicht das fröhlich-germanisch-keltische Lagerfeuergeträller der Europäer. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied, den man auch raushören kann. Da könnte man auch argumentieren, dass der norwegische Stil eigentlich amerikanisch ist, weil das typisch norwegische Tremolopicking in den 50ern von den Amerikanern erfunden wurde (wie es sich für anständigen Rock gehört) ;)
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Re: Agalloch

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 30. Juni 2013, 20:58

Eieiei, heute ist Klugscheißertag, was? Dabei wollte ich doch gar nicht dort hin, sondern dir im Prinzip einfach nur in der Aussage zustimmen, dass atmosphärischer, naturmystischer Black Metal nicht unbedingt spezifisch kaskadisch ist, weil er bereits sehr früh von einer Band namens IN THE WOODS gepflegt wurde. Dass natürlich gewisse Bands aus dem Nordwesten Amerikas eine spezifische lokale Färbung einbringen, die man so von den Norwegern noch nicht kannte, will ich in keiner Weise in Abrede stellen.

Und so fröhlich fand ich jetzt "Isle Of Men" und "HEart Of The Ages" nun auch wieder nicht.
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Re: Agalloch

Beitragvon Jesus » Sonntag 30. Juni 2013, 21:03

Rüdiger Stehle hat geschrieben:...in der Aussage zustimmen, dass atmosphärischer, naturmystischer Black Metal nicht unbedingt spezifisch kaskadisch ist...


Hat ja auch keiner gesagt. Es ging nur darum, dass der Cascadian BM innerhalb des USBM (+Kanada) einen ebenso ihm eigenen und leicht zu erkennenden Sound hat wie z.B. der finnische oder deutsche BM innerhalb Europas (die Größenordnungen in Geographie und Bevölkerung sind ja vergleichbar). Niemand wollte andeuten, die Amis wären die ersten und einzigen, die Folklore in ihrem BM verarbeitet hätten.
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Re: Agalloch

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 30. Juni 2013, 21:31

Ja. Habe ich verstanden. ;-)

Möglicherweise hätte ich meinen Beiträgen einen roten Faden geben sollen. Im Endeffekt waren die Einwürfe eine eher oberflächliche und nicht zu Ende gedachte Live-Reflexion auf den Orangenartikel und die Frage, ob es genügend Spezifika gibt, die "Cascadian BM" als eigene Schublade etablieren können. Um da ein Urteil zu fällen, habe ich mich noch viel zu wenig mit der Szene befasst.

Wenn das ein eigener Genrebegriff sein oder werden soll, dann müsste es aus meiner Sicht ein primär musikalisch definierter sein und nicht durch eine geographisch gebündelte "Bewegung" definiert werden, denn von dem Ausmaß und der Dynamik von Szenen wie der NWoBHM, dem Bay-Area-Thrash, dem Teutonenstahl oder dem Norsk Black Metal sind wir noch recht weit entfernt.

Die Naturmystik an sich ist es auch nicht, also können wir es auf ein Soundspezifikum herunter brechen, das du angedeutet hast, und das ich in Ansätzen auch beobachte. Da ich mich aber noch nicht tiefer mit dem kaskadischen BM befasst habe, kann ich eben Stand heute noch nicht beurteilen, ob der Sound dieser Bands spezifisch anders genug ist, um einen eigenen Genrebegriff notwendig oder angebracht zu machen.

Habe da auch noch keine Tendenz, von daher ja, ganz bewusst "noch nicht zu Ende gedacht" - ihr wart quasi live Zeugen des Flackerns meiner wirren Gedanken.
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Re: Agalloch

Beitragvon Christian Schwarzer » Sonntag 30. Juni 2013, 21:33

Jesus hat geschrieben:Hat ja auch keiner gesagt. Es ging nur darum, dass der Cascadian BM innerhalb des USBM (+Kanada) einen ebenso ihm eigenen und leicht zu erkennenden Sound hat wie z.B. der finnische oder deutsche BM innerhalb Europas (die Größenordnungen in Geographie und Bevölkerung sind ja vergleichbar). Niemand wollte andeuten, die Amis wären die ersten und einzigen, die Folklore in ihrem BM verarbeitet hätten.

Und was sagt man zu einer deutschen Band, die 2013 schwedischen Black Metal wie DARK FUNERAL zu "The Secrets Of The Black Arts"-Zeiten spielt? - Braucht die Welt nicht. Und wie nennt man die Mucke? - Schwedischer Black Metal (siehe auch der Begriff US & Euro Power Metal). Wodurch es ziemloich egal wird, ob FEN aus GB kommen oder nicht.

Nunja, nach bisherigem Gesprächsverlauf scheint es so, dass "Cascadian Black Metal" für atmosphärischen, von "cascadian Folk" beeinflussten BM steht. Finde ich so gesehen wirklich brutal einschränkend, da der Einfluss sich doch in Grenzen halten dürfte, da Folk bei diesen Bands sich auch oft auf Neofolk bezieht, was nochmal was anderes ist.
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Re: Agalloch

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 30. Juni 2013, 21:45

Christian Schwarzer hat geschrieben:Und was sagt man zu einer deutschen Band, die 2013 schwedischen Black Metal wie DARK FUNERAL zu "The Secrets Of The Black Arts"-Zeiten spielt? - Braucht die Welt nicht. Und wie nennt man die Mucke? - Schwedischer Black Metal (siehe auch der Begriff US & Euro Power Metal). Wodurch es ziemloich egal wird, ob FEN aus GB kommen oder nicht.

Nein. Never ever. Eine deutsche Band macht nie schwedischen Black Metal, sondern allenfalls Black Metal der schwedischen Schule, genau wie ein bayerischer Koch keine schwäbischen Maultaschen macht, sondern Maultaschen schwäbischer Art. Vor dieser Hürde scheut mein Streitross mächtigst. Auch bei kanadischen US-Metal-Bands. Das gibt's für mich einfach nicht. Dazu ist mir das ganze Herkunftsthema zu sehr "heilige Kuh".
:grins:

Aber das müssen wir jetzt nicht vertiefen...
;-)
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Re: Agalloch

Beitragvon Christian Schwarzer » Sonntag 30. Juni 2013, 21:50

Man kann auch einfach feststellen, dass, um den Stil einer Band im Zweckmäßigen und pragmatisch-Groben zu treffen, eine nicht Länder-bezogene Kategorisierung vollkommen ausreichen sollte.
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