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von Oliver Passgang » Freitag 22. Februar 2013, 11:46
Jesus hat geschrieben:Oliver Passgang hat geschrieben:Vermutlich hast du dich von dem einen WOODS OF DESOLATION-Song, den ich gut fand, zu sehr leiten lassen.
Ähm... was hätte ich sonst tun sollen? Songs posten, die kein bisschen so klingen? Du hast dich vermutlich auf den Song von WOD bezogen, der ausschließlich nach dem von dir so schönen "Depressive Black Metal mit feeble screams from the forests unknown" klingt. Ich meinte allerdings eher 'An Unbroken Moment'. Das hätte ich nur auch mal deutlich machen sollen... Jesus hat geschrieben:Oliver Passgang hat geschrieben:Nichtsdestotrotz waren viele schöne Sachen dabei, vor allem AUSTERE könnte ich mir irgendwann mal gut in meiner Sammlung vorstellen. 
Da WOODS und AUSTERE personell verwandt sind, wäre das vielleicht keine schlechte Idee.
Sachen gibt's! Jesus hat geschrieben:Oliver Passgang hat geschrieben:Noch einmal vielen Dank für deine Mühen, Schaf. Aber leider ging das großteils dann doch an dem vorbei, was ich eigentlich suche. (Es ist ein Drama mit mir, ich weiß...) Drama, ja. Ich weiß immer noch nicht, ob Du überhaupt Black Metal magst und was genau Du darin suchst...
Ich mag Black Metal, ja. Und mittlerweile ist ja auch einiges an klassichem BM in meiner Sammlung. Aber darüber hinaus suche ich halt immer noch genau diesen einen Sound, den für mich bisher nur DER WEG EINER FREIHEIT hinbekommen hat. Da ich aber im Zusammenhang mit denen schon häufiger vernommen habe, dass man deren Kompositionen schon zigfach gehört habe und es ihnen an Eigenständigkeit mangele, wundere ich mich gerade nicht zu knapp, dass ich nichts ähnliches finde.  Der oben verlinkte WOD-Song ist das einzige, was dem auch nur ansatzweise nahe kommt.
Oh you ironic pop-rock fucks DON'T YOU FUCK WITH METAL!!!
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von Jesus » Freitag 22. Februar 2013, 13:48
Ich bastele Dir übers Wochenende einen BM-Sampler. Mal schauen, was da raus kommt.
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von Oliver Passgang » Freitag 22. Februar 2013, 13:50
Jesus hat geschrieben:Ich bastele Dir übers Wochenende einen BM-Sampler. Mal schauen, was da raus kommt.
Yeah! 
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von Rüdiger Stehle » Samstag 23. Februar 2013, 04:12
 Ein hübscher kleiner Untergrund-Tipp in Sachen archaischen, rumpelnden Gift-und-Galle-Black-Metals mit Crust-Punk-Schlagseite habe ich auch mal wieder parat. Die Rede ist von DÖDSÄNGEL, einer in Norwegen gegründeten Soloband der (relativ) jungen kanadischen Sängerin, Drummerin und wohl auch Saitenfrau Trish, die nach Skandinavien übergesiedelt ist und nun in Norwegen und/oder Schweden lebt. Sie war auch schon bei Maniacs SKITLIV aktiv und außerdem bei weiteren Untergrund-Kapellen wie Hinsides, Nidvind, Gate to Khaos und Stormdeath. Gallig, giftig, rumpelig und klassisch schwarzmetallisch: GALLHAMMER und ganz frühe BATHORY sind gute Anhaltspunkte. Allerdings ist's straighter als GALLHAMMER. Den Gesang finde ich vollends cool! Noch viel cooler als bei GALLHAMMER. http://www.myspace.com/dodsangel (hier gibt's fünf der acht Songs vom 2009er "Helgrind" Demo) Hier ein feines Beispielstück, der Opener "Eternal War": http://www.youtube.com/watch?v=6W3r_C9lVzUMehr Info: http://www.metal-archives.com/bands/D%C ... 3540276888
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von Jesus » Samstag 23. Februar 2013, 09:15
Irgendwie hatte ich für eine Sekunde geglaubt, es ginge jetzt um Dødsengel. Danach verwunderte mich die Erwähnung von Norwegen, weil Dödsängel schwedisch ist. Dann sah ich die heiße Blondine im Sargeist-Shirt und urplötzlich waren mir die enttäuschten Hoffnungen und linguistischen Diskrepanzen vollkommen egal.
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von Rüdiger Stehle » Samstag 23. Februar 2013, 10:07
Jo. Die Dame ist wohl zuerst nach Schweden, und dann nach Norwegen. Dass der Bandname Schwedisch und nicht Norwegisch ist, das hast du ja richtig erkannt. Sonst wär's ja, wie gesagt, Dødsengel statt DödsÄngel.
Du darfst aber auch gerne was zur Musik sagen.
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von Jesus » Samstag 23. Februar 2013, 10:13
Charmant primitives Gerumpel, aber im Vergleich zu den Namensvettern oder den musikalischen Vorbildern nichts, worüber sich viel schreiben ließe. Wer seine Spätachtziger-BM-Alben zu Tode gehört hat, findet hier neuen Stoff, der haargenauso klingt. Und wer seinen BM vielleicht doch etwas feinsinniger, weniger primitiv und weniger dilettantisch mag, ist hier an der falschen Stelle. Mich hat's nicht überzeugt.
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von Rüdiger Stehle » Samstag 23. Februar 2013, 10:20
Schade. Mir gefällt's ausgezeichnet. Zum einen natürlich, weil für mich "primitives Gerumpel" schon ein Stück weit die Essenz des Black Metal ist. Den Begriff "dilettantisch" empfinde ich in dem Zusammenhang immer etwas unpassend und auch unfair, weil der suggeriert, dass die Dame etwas anderes gewollt hätte, wenn sie das gekonnt hätte, und das würde ich dann doch anzweifeln wollen. Was mir am besten an der Geschichte gefällt, das ist der Gesang. Eine krude Mischung aus einem 14jährigen Quorthon vor dem Stimmbruch und Baby Sinclair. Auf jeden Fall ein echter Hinhorcher.
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von Jesus » Samstag 23. Februar 2013, 11:19
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Schade. Mir gefällt's ausgezeichnet. Zum einen natürlich, weil für mich "primitives Gerumpel" schon ein Stück weit die Essenz des Black Metal ist.
Ja... jein. Es gibt nicht viel, was man mit diesem gewollt einfachen Sound tun kann, was nicht bereits auf z.B. "Apocalyptic Raids" oder "Drawing Down the Moon" bereits authentischer gemacht wurde. Authentisch im Sinne von "sie wussten und konnten es nicht besser". Nichts gegen stumpfes, altmodisches Gerumpel. Ich habe durchaus Freude an z.B. PSEUDOGOD oder TEITANBLOOD, aber die kombinieren ihren Retro-Sound mit ein paar neumodischen Ideen, die sie von stilistisch weniger festgefahrenen Bands gemopst haben. Die 5 Songs, die ich hier von Fräulein Trish hören durfte, imitieren einfach ihre alten Helden. Sie spielt das sicherlich mit Hingabe, aber ich könnte stattdessen auch einfach "The Return..." einlegen. Selbiges gilt übrigens auch für die Ladys von GALLHAMMER, die Du ja hier so schön als Vergleichsgröße zitierst. Rüdiger Stehle hat geschrieben:Den Begriff "dilettantisch" empfinde ich in dem Zusammenhang immer etwas unpassend und auch unfair, weil der suggeriert, dass die Dame etwas anderes gewollt hätte, wenn sie das gekonnt hätte, und das würde ich dann doch anzweifeln wollen.
Ich bezweifle gar nicht, dass die Dame anders gekonnt hätte. Unsere Freunde Ted und Gylve können auch besser spielen, als es "Under a Funeral Moon" suggeriert und sie hatten das mit "Soulside Journey" bereits bewiesen. Summa summarum: Es klingt nett. Soll auch so klingen. Man kann es sich anhören. Morgen habe ich es wieder vergessen.
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von Rüdiger Stehle » Samstag 23. Februar 2013, 11:28
Jesus hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Schade. Mir gefällt's ausgezeichnet. Zum einen natürlich, weil für mich "primitives Gerumpel" schon ein Stück weit die Essenz des Black Metal ist.
Ja... jein. Es gibt nicht viel, was man mit diesem gewollt einfachen Sound tun kann, was nicht bereits auf z.B. "Apocalyptic Raids" oder "Drawing Down the Moon" bereits authentischer gemacht wurde. Authentisch im Sinne von "sie wussten und konnten es nicht besser". Nichts gegen stumpfes, altmodisches Gerumpel. Ich habe durchaus Freude an z.B. PSEUDOGOD oder TEITANBLOOD, aber die kombinieren ihren Retro-Sound mit ein paar neumodischen Ideen, die sie von stilistisch weniger festgefahrenen Bands gemopst haben. Die 5 Songs, die ich hier von Fräulein Trish hören durfte, imitieren einfach ihre alten Helden. Sie spielt das sicherlich mit Hingabe, aber ich könnte stattdessen auch einfach "The Return..." einlegen. Selbiges gilt übrigens auch für die Ladys von GALLHAMMER, die Du ja hier so schön als Vergleichsgröße zitierst.
Summa summarum: Es klingt nett. Soll auch so klingen. Man kann es sich anhören. Morgen habe ich es wieder vergessen.
Jo. Das ist alles richtig. Das ist eine Art von Retrosound und natürlich nicht zwingend originell. Bei mir sind es oft (meist) die Sänger(-innen), die bei so etwas dann den Ausschlag zum "mehr als nur nett" geben, und das ist hier bei Trish eben der Punkt, der es mir aus dem "morgen wieder vergessen" entreißt. Die Stimme finde ich einfach großartig. Hätten wir zu dem Gerumpel einen Standard-BM-Keifer, dann ginge es mir wahrscheinlich ähnlich wie dir. Hier haben wir dann halt eine meiner Idealsituationen. Relativ unoriginelle Mucke, die aber dafür Bands huldigt, die 100% die meinigen sind (BATHORY I - III, DARKTHRONE, MAYHEM "Deathcrush"-Ära, BURZUMs "War" usw...), und die dann durch die herrlich absurden Vocals von hinten durch die Brust ins Knie doch wieder speziell und ein bisschen originell wird. Dass ich ein absoluter Gesangsfreak bin, ist ja nicht neu. Rüdiger Stehle hat geschrieben:Den Begriff "dilettantisch" empfinde ich in dem Zusammenhang immer etwas unpassend und auch unfair, weil der suggeriert, dass die Dame etwas anderes gewollt hätte, wenn sie das gekonnt hätte, und das würde ich dann doch anzweifeln wollen.
Ich bezweifle gar nicht, dass die Dame anders gekonnt hätte. Unsere Freunde Ted und Gylve können auch besser spielen, als es "Under a Funeral Moon" suggeriert und sie hatten das mit "Soulside Journey" bereits bewiesen.
Eben. Deswegen krieg ich bei dem Wort "dilettantisch" immer Ausschlag. Es ist nicht dilettantisch, einen bewusst primitiven Sound zu fahren. Das ist eine künstlerische Stilwahl. Dilettantisch ist es, wenn man am eigenen Anspruch scheitert. Und das passiert weder Ted & Gylve noch der guten Trish. Aber wir sind bei der Semantik angelangt, gell?
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