Voi Vod

Voivod

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 8. April 2010, 15:45

Was hier wohl noch fehlt ist genau dieser Thread, zu dieser Band. Die außergewöhnliche Band wurde 1981 in Kanada gegründet.

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Die ersten Alben sind noch stark am Thrash Metal angelehnt. Und noch sehr „noisy“ und für mich kaum hörbar. Erst ab der „Killing Technology“ wirkt die Musik der Band mehr durchdachter und die Songs haben Strukturen. Ab da an verschanzen sich Voivod immer mehr im progressiven Bereich, wobei der Thrash-Anteil nicht ganz verschwindet, aber schon noch zu hören ist und den sie für mich auf der „Nothingface“ perfektionierten. Welches wohl dann auch zu dem erfolgreichsten Album der Bandgeschichte gehört.

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Die Band ist eigentlich sowas wie eine Konzeptband, zumindest tragen sie den Namen einer fiktiven Figur, dessen Geschichte in den ersten 5 Alben, sowie in „Phobos“ fortgesetzt und im Album „Voivod“ beendet wird.

Das Konzept ist sehr geprägt vom Science Fiction und wikipedia erklärt diese Geschichte kurz und knapp:

„Die ersten fünf Alben stellen ein Gesamtkonzept um die Geschichte des „Voivods“ dar. Er wird als „post-nuklearer Vampir“ dargestellt. Auf „War and Pain“ erwacht er nach einem Atomkrieg zum Leben und gewinnt im Zuge weiterer Atomkriege auf „Rrröööaaarrr“ an Kraft, wo er zu „Korgüll the Exterminator“ mutiert.[28] Nach dem Aufbruch ins All auf „Killing Technology“ beschreibt „Dimension Hatröss“ die Erlebnisse des Voivod in einem von ihm geschaffenen Mikrokosmos, auf „Nothingface“ zieht er sich in sein tiefstes Inneres zurück. Die Geschichte um den Voivod wurde erst auf „Phobos“ fortgesetzt und fand damit seinen vorläufigen Abschluss.“


Nachdem Denis Bélanger dann nach der „The Outer Limit“ wegen Depressionen die Band verlässt und durch Eric Forrest, der nicht nur die Vocals sondern auch den Bass übernimmt, ersetzt wird, kehrte Denis 2002 wieder zurück zur Band. Vier Jahre zuvor hatte Eric Forrest einen schweren Unfall, der ihn neun Monate lang ins Koma versetzte, worauf die Band auf der Kippe stand.

Neben Denis Rückkehr gab es auch eine besondere Überraschung, denn Jason Newsted stieg in die Band ein und ist ein Jahr später, auf dem gleichnamigen Album „Voivod“ zu hören. Was schließlich auch das letzte Album mit Denis D’Amour war, denn dieser Verstarb 2005 leider an den Folgen des Darmkrebs. Die nächsten zwei Alben „Katorz“ und „Infini“ (letzteres erschien letztes Jahr) würde es nicht geben, wenn D’Amour die Songideen und Gitarrenspuren nicht an die Band weitergegeben hätte.

Die Band zeichnet sich im Wesentlichen durch die einzigartigen spacigen Riffs, sowie dem schrägen Gesang von Bélanger und den Progressiven Einflüsse aus.

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Re: Voivod

Beitragvon 123_7 » Donnerstag 8. April 2010, 16:12

Schöner Einstieg.

Die Band ist schon länger für mich interessant, aber irgendwie scheitert es daran, dass ich keine Ahnung hab, wo ich ansetzen soll. Unter Kopfhörern wussten mir die rumpeligen Anfangsscheiben (v.a. "War & Pain") zu gefallen, bei den späteren Alben ist mir es zu undurchsichtig, mit welchem Album ich anfangen soll. Wenn man das hier aber so liest, wird es wohl auf die "Nothingface" hinauslaufen. Irgendwann.
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Re: Voivod

Beitragvon Eike » Donnerstag 8. April 2010, 17:30

Vor Jahren habe ich mal in "Voivod" reingelauscht, die damals noch recht neu war. Einige Ansätze sagten mir gleich zu, aber so richtig gepackt hat mich das (damals) nicht. Die "Katorz" lief mal im Auto und ging noch weniger an mich, auch wenn's nicht schlecht gemacht war. Vielleicht sollte ich mal eine freakigere Scheibe antesten. Die Coverartworks mit dem Viech drauf finde ich alle ziemlich cool. Musik, die so klingt, wie die aussehen, will ich hören!
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Re: Voivod

Beitragvon Dekalog der Elemente » Donnerstag 8. April 2010, 19:06

Die Nothingface hab ich als Vinyl, sehr feines Teil. Einige andere Alben kenn ich zwar auch, hab sie aber grad nimmer im Ohr. Sollt ich vielleicht ändern.
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Beitragvon Havoc » Donnerstag 8. April 2010, 19:45

Auch so ne Band die schon oft auf meinem Eikaufszettel stand...es aber letzten Endes nie bis in mein CD-Regal geschafft hat. :-/
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Re: Voivod

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 8. April 2010, 20:03

123_7 hat geschrieben:Schöner Einstieg.

Dankeschön!

123_7 hat geschrieben:Wenn man das hier aber so liest, wird es wohl auf die "Nothingface" hinauslaufen. Irgendwann.

Wenn dir "War And Pain" gut gefallen hat, kannste ruhig auch mit "Rrröööaaarrr" oder "Killing Technology" weitermachen.

Dekalog der Elemente hat geschrieben:Sollt ich vielleicht ändern.

Unbedingt!!!

Havoc hat geschrieben:Auch so ne Band die schon oft auf meinem Eikaufszettel stand...es aber letzten Endes nie bis in mein CD-Regal geschafft hat. :-/

Havoc, kennste schon irgendwas von der Band?
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Re: Voivod

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 8. April 2010, 21:31

Was für ein grandioses Einstieg! Vielen Dank.

VoiVod zählt auch zu meinen Faves, halte ich sie doch so nebenbei für eine der wenigen wirklich progressiven Bands im harten Rockbereich. Immer wieder anders und doch immer wieder typisch. Allein das prägnante Gitarrenspiel und Aways superbes Drumming lassen mich immer wieder fröhlich in andere Sphären wegdriften.

Einen Einstieg kann man hier schwer empfehlen. "Killing Technology" bietet eventuell die gelungenste Melange aus der frühen Punkrohheit und dem filigranen Progspacethrash der späteren Tage.
"Dimension Hätröss" ist in sich das packenste Album, da hier obendrein auch die Story noch als Extra Bonbon hinzu kommt.
"The Outer Limits" ist die Rock'n'Thrash Scheibe. Arsch wackeln bis der Pluto rot wird.
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Re: Voivod

Beitragvon Havoc » Donnerstag 8. April 2010, 23:08

Pillamyd hat geschrieben:Havoc, kennste schon irgendwas von der Band?


Nur so ein paar einzelne Songs. Einiges davon klang relativ interessant. Zudem lassen mich solche Beschreibungen wie von dir oder gerade von holg auch immer neugierig auf die Band werden. Oben auf meiner Kaufliste stehen sie aber immer noch nicht.
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Re: Voivod

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 4. August 2010, 22:47

Havoc, jetzt nochmal anhören und zwar richtig! :grins:
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Re: Voivod

Beitragvon firestarter » Montag 9. August 2010, 14:30

Ich habs überhaupt nicht mit dem Terminus "True Metal", aber wenn ich eine Band benennen sollte, die für mich immer "wahren Metal" gespielt hat, dann wären das the mighty VOIVOD. Die Jungs sind sich selbst in jeder Phase der Band treu geblieben und haben sich offenbar nur einem verschrieben, nämlich ihrer eigenen Kreativität und Weiterentwicklung. Selbst nach Piggys Tod sind sie 100% authentisch geblieben und haben es somit geschafft, dem genialen Herrn D`Amour ein würdiges Andenken zu verschaffen.
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