FIELDS OF THE NEPHILIM / NEFILIM

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Beitragvon Eike » Donnerstag 9. Oktober 2014, 19:12

hellknulf616 hat geschrieben:
Eike hat geschrieben:FIELDS OF THE NEPHILIM - "Elizium"

Bild

"[D]as Oberhammer-Überkult-Album der FIELDS OF THE NEPHILIM von 1990" (Stefan Kayser @ POWERMETAL.de)


:dafuer:
Lief bei mir jüngst auch mal wieder, allerdings finde ich es mittlerweile "nur" noch in historischer Hinsicht (Band und Genre) über. Kultalbum vom Feinsten also.
Kompositorisch und mit Blick auf Spieldauer vs.Substanz sind "Mourning Sun" und die THE NEFILIM-Scheibe in meinen Ohren locker 'ne Schulter drüber.
Echt, ausgerechnet "Mourning Sun"? Die fand ich bei Erscheinen so was von enttäuschend! Generischer Goth, als wäre McCoy auf einmal zum Epigonen seiner eigenen Epigonen geworden, dazu dann den wunderbar mystischen FIELDS-Sound mit dem immerhin konsequenten Industrial der NEFILIM-Zeit zusammengepanscht, das klang dann im Ergebnis so richtungslos verwässert, so konformistisch, so visionslos für mich, einfach nicht Fleisch noch Fisch... Müsste ich heute mal wieder reinhören mit der Distanz der Jahre dazwischen, um zu sehen, ob ich dem jetzt mehr abgewinnen kann. Für mich war's 'ne schnöde Konsensplatte im damaligen Zeitgeist. Ich hätte mir entweder etwas Originelleres oder zumindest wieder etwas organisch Klingendes gewünscht; ich mag halt gerade auch die langen, elegischen Stücke der FIELDS OF THE NEPHILIM. Also ganz besonders alles zwischen dem Debüt und "Fallen", eben die Stücke, die nicht einfach nur rockig oder metallisch klingen, sondern eine eigene Zauberwelt beschwören.
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Re: FIELDS OF THE NEPHILIM / NEFILIM

Beitragvon hellknulf616 » Samstag 11. Oktober 2014, 11:24

Eike hat geschrieben:[...] ich mag halt gerade auch die langen, elegischen Stücke der FIELDS OF THE NEPHILIM [...] eben die Stücke, die nicht einfach nur rockig oder metallisch klingen, sondern eine eigene Zauberwelt beschwören.


Da sind wir gar nicht so unterschiedlich, würde ich meinen. Mir sagen die beiden Scheiben vielleicht deswegen zu, weil sie weniger organisch, sondern durchaus anorganisch (im Sinne von leicht mechanisch, industriell, kühl) klingen und - vor allem "Mourning Sun" - um einiges dichter geschichtet wirken. Der Grundtenor ist halt nicht mehr durchgängig romantisch-apokalyptisch und dabei zahm, sondern wirkt aggressiver ("Xiberia" ist mE ein ganz großer Moment, bei THE NEFILIM musikbedingt sowieso) - das bringt die ruhigeren, "schönen" Momente für mich besser zur Geltung.

Und: Die rein instrumentalen Passagen/Soundscapes gefallen mir bei den erwähnten Scheiben etwas besser, was den Gesamteindruck für mich stark beeinflusst. Bei "Elizium" warte ich mittlerweile durchaus auf die Songs (die halt einfach mal absolute Großtaten bleiben), bei "Zoon" und "Mourning Sun" genieße ich die Stimmung und erfreue mich eher an Details.
Das hat vielleicht auch mit einem Wandel der Hörgewohnheiten und der generellen Herangehensweise an das Konzept "Album" zu tun, keine Ahnung.

Abschließend: "'ne Schulter drüber'" war wohl eher eine Geburt des Moments und kein objektives oder überlegtes Urteil. Ich höre gerade "Elizium" und das ist schon verdammt großes Kino, Nuancen hin oder her. Letzten Endes bleibt rücksichtsloser Gesamtwerkfetischismus bei FOTN wohl die einzige Option. :)
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Re: FIELDS OF THE NEPHILIM / NEFILIM

Beitragvon Eike » Samstag 11. Oktober 2014, 13:16

hellknulf616 hat geschrieben: Bei "Elizium" warte ich mittlerweile durchaus auf die Songs
Ich glaube, ich weiß, was Du damit meinst. Die Songs setzen sich kaum fest, es ist nachher immer so, als hätte ich sie geträumt. "Mystisch-psychedelische Träumereien in Gothic Rock" wäre auch ein guter Titel dafür gewesen. ;-)
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