Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 9. Oktober 2024, 08:55

Auch für mich ein ganz wunderbares Album, das ich zugegebenermaßen zu lange nicht mehr aufgelegt habe.

Aber: Mich hat auch keine andere HADES-Scheibe auch nur annähernd so gepackt. Weiß auch nicht so wirklich, woran das liegt.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 22. Dezember 2024, 10:44

Hier wird es gleich weitergehen.
Nutze ich jetzt auch einfach um wieder ins Schreiben reinzukommen. Die nächsten 4 Plätze kommen also zeitnah.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 22. Dezember 2024, 10:50

Platz 44

Bild
Blue Öyster Cult | Spectres
Genre: Hard Rock
VÖ: 1977

Für den jungen Metal Hörer Pillamyd, war der Sound der 70er in vielen Fällen auf Albumlänge eine lasche Angelegenheit. Höher, schneller, weiter. Was sich aber für wunderschöne Melodien, Texte und Songstrukturen dahinter verbergen, wurde mir erst viele, viele Jahre später bewusst. Der erste Berührungspunkt mit der Band, waren natürlich das „Astronomy“ Cover von „Metallica“, irgendwann 2003 oder 2004. Als ich mich dann bemüht hatte, mich um die Originale zu kümmern, war das natürlich ein komplett anderes Hörerlebnis. Ich musste mich frei machen von dem fetten Sound, dem „Metallica“ Schraubendreher, der ziemlich fest angezogen hat. Aber ich bin für den Türöffner bis heute mehr als nur Dankbar.

1977, „Spectres“. Eine schwere Aufgabe, wenn man bedenkt, was für Hits die Band bis dato schon geschrieben hatte und was für ein Erfolg „Agents Of Fortune“ gewesen ist. Ich finde „Spectres“ geht da immer etwas unter. Dabei kehrt die Band zu den etwas schwereren Sound der ersten beiden Alben zurück. Lässt aber auch den etwas AOR lastigeren Sound nicht aus den Augen. Die Symbiose funktioniert hier wunderbar. Das macht allein schon der Opener „Godzilla“ ziemlich deutlich.

Ein Album das direkt gezündet hat. Anders als bei den Alben zuvor, die etwas Anlauf gebraucht haben. Natürlich hat die Entfaltung nicht lange auf sich warten lassen müssen. Aber „Spectres“ war sofort im Ohr. Ich schätze das hier die Mischung aus der oben genannten Schwere, der Leichtfüßigkeit und dem Spannungsvollen Songwriting, das Ergebnis von allem zuvor, dazu beigetragen hat. Die Grenzen in der Musik der Band sind fließend und ziemlich weitläufig gesteckt. Auch nach diesem Album. Aber mich fasziniert vor allem der Eindruck der Dichte des Albums, dem fokussierten Songwriting. Wie ein roter Faden zieht sich das durch das gesamte Album. Es hört sich an, als wäre die Band da angekommen, wo sie hingemocht haben. Das soll nicht heißen, dass danach nichts mehr Hörbares kam, ganz im Gegenteil. Viele würden wohl an dieser Stelle „Fire Of Unknown Origin“ nennen. Und das zu Recht. Aber für mich kommt trotz allem nichts an dieses Album ran.

Hörbeispiele:
Godzilla
I Love The Night
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 22. Dezember 2024, 12:08

Ganz wunderbares Album, welches ohne Umschweife auch bei mir sofort komplett alle Schlüpper anzünden konnten. Klar, 'Godzilla' ist der vermeintliche Übersong hier, aber mit 'Nosferatu' gibt es abschließend noch so einen Über-Kracher. Mystisch, kriechend und doch fesselnd und mit bösen Hooks ausgestattet.Außerdem stehe ich total auf 'Golden Age Of Leather', das aber erts mit den Jahren zum Highlight wurde. Ich finde in dieser Phase schafft es die Band besonders gut, Eingängigkeit in ihren Sound einzuweben. Alle Daumen hoch!
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 22. Dezember 2024, 12:34

Völlig richtig!
Weitere Songs, die dieses Album in die Höhe schnellen lassen :dafuer:
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Montag 23. Dezember 2024, 09:41

Platz 43

Bild
The Darkness | Permission To Land
VÖ: 2003
Genre: Hard Rock / Power Pop

Zu Anfang sei gleich gesagt, dass ich für diesen Platz eigentlich ein anderes Album für vorgesehen habe. Aber das Album ist mir letztens erst wieder ins Auge gesprungen und ich musste es mit reinnehmen. Und das war der einzige Platz den ich noch irgendwie verschieben konnte.

Nun, zum Album habe ich eigentlich vor nicht allzulanger Zeit schon etwas geschrieben, dass ich hier einfach einmal übernehmen werde (mit kleinen Änderungen):

Nach sehr langer Zeit habe ich mir mal wieder das Debüt der Band gegriffen. Damals lief noch VIVA und das Video zu, ich glaube "Growing On Me", lief dort rauf und runter. Kennengelernt hatte ich die Band erst mit dem Nachfolgealbum.

"Permission To Land" hat nichts von seiner frechen, spritzigen Energie verloren. Diese Eingängigkeit, die spitzbubigen Texte („Get Your Hands Off My Woman“, „I Believed In A Thing Called Love“ oder „Friday Night“) haben immer noch die gleiche Wirkung. Es tritt auch nach Jahren kein Fremdscham auf. Ein knackiges Album mit kurzen, einprägsamen Songs. Ohrwurmtauglich, power-poppigen, ja man könnte schon fast das Böse Wort "schlageresk" in den Raum werfen und simplen Arrangements. Solis, die eigentlich nur nochmal die Grundmelodie in Szene setzen. Irgendwie zeitlos immer mit der richtigen Dosis Rock 'N' Roll der mitschwingt.

Ich war sehr traurig, als die Band sich aufgelöst hatte. Irgendein hohes Tier, hatte dies aufgrund der Drogen- und Alkoholprobleme innerhalb der Band aber mal vorausgesagt, wenn ich mich richtig erinnere. Und das Comebackalbum konnte ich mich dann auch nicht überzeugen.

"Permission To Land" ist sicherlich für den ein oder anderen "nur" ein Partyalbum. Trotzdem schafft es die Band (abgesehen von den Videos zu den Songs), das Ganze musikalisch nicht als den großen Klamauk wirken zu lassen. Das Album wirkt viel seriöser, als die Songs den Anschein haben und musikalische ernstere/balladeske Songs wie "Love Is Only A Feeling" (für The Darkness Verhältnisse sogar sehr ausladend), "Stuck In A Rut", „Love On The Rocks With No Ice“ (der härteste Song des Albums) und der Abschluss "Holding My Own" tragen dazu bei, die Scheibe ernst nehme zu können. Rein musikalisch natürlich. Viele Texte handeln eben von Liebe und Eifersucht. Das mag dem ein oder anderen sauer aufstoßen. Das ist mit Sicherheit nicht sehr originell, aber irgendwie passt es dann doch zur Band und zur Musik.

Wer also "Airbourne" als Kopie von "AC/DC" ansieht, "The Answer" zu Retro findet, "Danko Jones" zu glatt ist, gerne ein bisschen Abwechslung haben will, den Einfluss von "Thin Lizzy", "Queen" und dem Falsett nicht abgeneigt ist, gern auf eingängige und kurze Songs steht, darf diese Scheibe gerne auf der nächsten Party auflegen und beobachten, wie der Fuß bei den Leuten mit wippt, der Kopf mit wackelt und sich bei aufmerksamen Zuhörern die Mundwinkel zu einem Grinsen formt.

Hörbeispiele:
Get Your Hands Off My Woman
Holding My Own
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Jhonny » Montag 23. Dezember 2024, 17:48

Ganz stark!

Die Band war am Anfang schon echt besonders. Der Zweitling ist mir noch wichtiger (ich liebe die QUEEN-Note!), auch wenn dieses Album unweigerlich einflussreicher ist.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Holger Andrae » Montag 23. Dezember 2024, 18:03

Eine Band, die ich gerne gut finden würde, die aber komplett an mir vorbei musiziert.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Montag 23. Dezember 2024, 19:38

Jhonny hat geschrieben:Ganz stark!

Die Band war am Anfang schon echt besonders. Der Zweitling ist mir noch wichtiger (ich liebe die QUEEN-Note!), auch wenn dieses Album unweigerlich einflussreicher ist.


Ich mag das zweite Album auch sehr. War eine zeitlang sogar bei mir noch höher im Kurs. Ich mag diese Dichte im Sound. Das Ding habe ich auch um die Weihnachtszeit 2005 bekommen. Und deswegen bei mir lange auch als Weihnachtsalbum abgespeichert :grins:
Ich finde aber tatsächlich, dass da so eine gewisse Stimmung vorherrscht. Keine Ahnung. Vielleicht ist das auch nur mein Kopf...immer noch.

Ich hatte mich damals tierisch gefreut, dass die Band sich wieder zusammengerauft hat. Musikalisch konnte das aber alles nicht mehr an den ersten beiden Werken anschließen. Aber vielleicht sollte ich es einfach noch einmal versuchen.

Mein Gott, das ist schon alles 20 Jahre her. Verrückt.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Montag 23. Dezember 2024, 21:18

Holger Andrae hat geschrieben:Eine Band, die ich gerne gut finden würde, die aber komplett an mir vorbei musiziert.


Kannst und magst du das näher erläutern?
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