Bewertungsschema

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Re: Bewertungsschema

Beitragvon Jesus » Dienstag 24. September 2013, 15:24

Oliver Passgang hat geschrieben:Wir sprechen hier doch nicht von einer Zehn. Ich denke, dass ishina die Region um 7,0-8,0 Punkte (gemessen an der PM.de-Skala) meint. Und da kenne ich es eben von mir selbst, dass wenn Alben in der Tat Schwächen haben (z.B. eintöniges Drumming), diese jedoch den Spaß der Scheibe so wenig mindern, man ruhig trotzdem hoch (also 8,0 aufwärts) bewerten darf.


Logischerweise sprechen wir nicht von einer 10, schließlich geht es ja um Alben mit Makeln. Und wenn ein ansonsten tolles Album an eintönigem Drumming leidet, gibt man entsprechend eine Note wie 7,5 mit der Begründung, dass das Drumming den Eindruck der Musik etwas trübt, die Platte aber trotzdem Spaß macht. Dafür existieren ja diese Noten!

ishina hat geschrieben:Ich meine eher Alben, die mir Spaß machen wie eine 7, 8 oder 9, ich aber nicht darüber hinweg komme, dass ich dennoch deutlich bemerke, dass sie an etwas kranken, das ich auch benennen kann. Das drückt dann die "pseudoobjektive" Bewertung ein wenig nach unten.


Deswegen vergibst Du doch die 7 oder 8, weil die Scheiben geringfügige Makel aufweisen, die Du auch benennen kannst...?
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Re: Bewertungsschema

Beitragvon ishina » Dienstag 24. September 2013, 15:29

Jesus hat geschrieben:Deswegen vergibst Du doch die 7 oder 8, weil die Scheiben geringfügige Makel aufweisen, die Du auch benennen kannst...?

Ja, genau. Wenn ich aber rein nach Spaßfaktor beim Anhören gehe, dann würde ich höher bewerten. Ich hatte den Eindruck, dass einige der Leute hier das als einzigen Gradmesser für die Bewertung verwenden.
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Re: Bewertungsschema

Beitragvon Oliver Passgang » Dienstag 24. September 2013, 15:34

Jesus hat geschrieben:
Oliver Passgang hat geschrieben:Wir sprechen hier doch nicht von einer Zehn. Ich denke, dass ishina die Region um 7,0-8,0 Punkte (gemessen an der PM.de-Skala) meint. Und da kenne ich es eben von mir selbst, dass wenn Alben in der Tat Schwächen haben (z.B. eintöniges Drumming), diese jedoch den Spaß der Scheibe so wenig mindern, man ruhig trotzdem hoch (also 8,0 aufwärts) bewerten darf.


Logischerweise sprechen wir nicht von einer 10, schließlich geht es ja um Alben mit Makeln. Und wenn ein ansonsten tolles Album an eintönigem Drumming leidet, gibt man entsprechend eine Note wie 7,5 mit der Begründung, dass das Drumming den Eindruck der Musik etwas trübt, die Platte aber trotzdem Spaß macht. Dafür existieren ja diese Noten!


Und was ist, wenn ich das Album trotz allem dauerhaft auflegen will? Dann ist es mit einer 7,5 nach PM.de-Skala eben nicht getan. Je nachdem ist auch eine 9,0 zu rechtfertigen:

PM.de-Skala hat geschrieben:9.0 - Ein Album, das dafür sorgt, dass man mitsingt/tanzt/zuckt.


Insofern:

ishina hat geschrieben:
Jesus hat geschrieben:Deswegen vergibst Du doch die 7 oder 8, weil die Scheiben geringfügige Makel aufweisen, die Du auch benennen kannst...?

Ja, genau. Wenn ich aber rein nach Spaßfaktor beim Anhören gehe, dann würde ich höher bewerten. Ich hatte den Eindruck, dass einige der Leute hier das als einzigen Gradmesser für die Bewertung verwenden.


Ja, ich glaube, wir bewerten auf unserer Seite fast ausschließlich nach dem "Spaßfaktor" (wobei das natürlich jegliche Emotionen einschließt... ist klar). Und für mich gibt es auch keinen anderen, besseren Weg, Musik zu bewerten. Schließlich hören wir alle primär doch nur deshalb Musik, weil sie uns berührt, und nicht weil wir scharf auf objektive Analysen sind.
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Re: Bewertungsschema

Beitragvon Jesus » Dienstag 24. September 2013, 15:41

Also Ich kann auch zu Alben mitsingen, tanzen und zucken, denen ich 6 oder 7 Punkte geben würde und lege auch solche dauerhaft auf, die mit 7 oder 8 Punkten nach Hause gingen. Aber es hat sich wohl gezeigt, dass ich und der Rest völlig unterschiedliche Vorstellungen von der Nutzung der 10er-Skala haben ;)
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Re: Bewertungsschema

Beitragvon Oliver Passgang » Dienstag 24. September 2013, 15:57

Jesus hat geschrieben:Also Ich kann auch zu Alben mitsingen, tanzen und zucken, denen ich 6 oder 7 Punkte geben würde und lege auch solche dauerhaft auf, die mit 7 oder 8 Punkten nach Hause gingen. Aber es hat sich wohl gezeigt, dass ich und der Rest völlig unterschiedliche Vorstellungen von der Nutzung der 10er-Skala haben ;)


Das stimmt wohl, jedoch müssen wir uns schon auf eine Skala als Diskussionsgrundlage einigen, oder? Sonst reden wir ja nur noch aneinander vorbei. ;-) Die Kommunikation von, mit und über Noten wird verdammt schwierig, wenn jeder sein eigenes Maß anlegt (siehe deine Unstimmigkeiten mit Havoc).

Wenn du dem gleichen Album, dem wir hier eine 9,0 gegeben haben, eine 7,5 verpasst - dann ist das die gleiche Bewertung, nur auf einer anderen Grundlage. Simple as that. Das sollte den Gesprächspartnern nur auch möglichst klar sein.
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Re: Bewertungsschema

Beitragvon Jesus » Dienstag 24. September 2013, 16:05

Mein Grundsatz lautet eben, dass ich nicht jedes Album, welches mir irgendwie gefällt, gleich mit 9 oder 10 Punkten bewerten kann und dass die Noten unterhalb der 9 auch nicht völlig ohne Grund existieren. Andernfalls bräuchten wir nur eine schlichte 5er-Skala ohne Intervalle.
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Re: Bewertungsschema

Beitragvon Oliver Passgang » Dienstag 24. September 2013, 16:12

Jesus hat geschrieben:Mein Grundsatz lautet eben, dass ich nicht jedes Album, welches mir irgendwie gefällt, gleich mit 9 oder 10 Punkten bewerten kann


Etwas übertrieben - but i get your point. Und doch spiegelt eine 8,0 auf einer Skala, die dem Grundsatz "2,0 = macht keinen Spaß, 5,0 = mittelmäßig viel Spaß und 9,0 = sehr viel Spaß" folgt wohl genau das wieder, was wir beim Hören der entsprechenden Alben empfinden. Uns geht es dabei halt nicht um gleichmäßige Verteilung - aber das haben Rüdiger und Nils ja bereits ausführlich dargestellt.

Jesus hat geschrieben:[...] und dass die Noten unterhalb der 9 auch nicht völlig ohne Grund existieren.


Natürlich existieren die nicht ohne Grund! Die kommen ja auch alle mehr oder weniger häufig zum Einsatz. Seien wir doch froh, dass uns das meiste so viel Freude bereitet. :)

Jesus hat geschrieben:Andernfalls bräuchten wir nur eine schlichte 5er-Skala ohne Intervalle.


An sich eine reizvolle Idee, jedoch etwas zu eng gefasst (insgesamt 10 Notenstufen wären wohl angemessener) - gerade mit Blick auf den Soundcheck sollte man schon noch ein wenig differenzieren können.
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Re: Bewertungsschema

Beitragvon Peter Kubaschk » Dienstag 24. September 2013, 16:28

Ich wurde erst vor kurzem von einem Promoter gefragt, ob wir Noten denn nicht objektivieren würden, wenn man merkt, dass einem selbst das nicht gefällt, es in dem Genre aber Spitzenklasse darstelle. Natürlich tun wir das nicht. Ich finde, so sehr wie bei uns wird die Notenskala bei kaum einen anderen Magazin, das ich kenne, ausgeschöpft. In nahezu jedem Soundcheck ist die Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten gegebenen Note bei mindestens 6.5 Punkten, gerne bei 7 Punkten. Und das bei nur 25-30 vorher ausgewählten Platten, die also schon eine Mindestqualität haben müssen.

Und wenn ich dann sehe, dass 36% aller Noten im Bereich unter 7 gegeben werden (SC only!), dann ist das doch der klare Beweis, dass wir a) vorher nicht ganz unvernünftig auswählen und b) dennoch diesen Teil der Skala in keinster Weise ignorieren. Im Gegenteil: bei einigen SC-Redakteuren sind es die Noten 6.0 und 6.5, die am häufigsten vergeben werden.

Für uns hier intern gibt es nur eine maßgebliche Notenskala und die ist deskriptiv ganz bewusst und eindeutig subjektiv gewählt. Ob man selbst für seine Skala andere Maßstäbe ansetzt und unsere Noten daher zu hoch oder zu niedrig findet, ist mir persönlich ehrlich gesagt völlig egal. :subber:
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Re: Bewertungsschema

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 24. September 2013, 16:41

Jhonny hat geschrieben:ein unnötiges Hörspiel und ein unnötiger CD-Bonus-Track


Du musst eine andere "Kings Of Metal" haben als ich. "The Warrior's Prayer" ist schlicht und ergreifend legendär, das kann ich dir auswendig aufsagen, und "Pleasure Slave" mag einen albernen Text haben, ist aber ein absoluter Hammersong.
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Re: Bewertungsschema

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 24. September 2013, 16:48

Wie Oliver und Peter gesagt haben, gilt auch für mich: Die Note ist rein und ausschließlich subjektiv, ich versuche nicht ansatzweise, auch nur irgendetwas zu objektivieren, wenn ich die Note wähle. Es geht nur darum, wie gut ich die Scheibe rein emotional finde.

Die Aufgabe der objektivierenden Einordnung nimmt dafür immer einen sehr großen Teil meiner Rezensionen ein.
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