Manowar - The Hell Of Steel (Best of) 1994
Über die Sinnhaftigkeit von Best Of-Alben lässt sich trefflich streiten. Die einen sagen, solche Zusammenstellungen seien ein guter Einstieg, um eine Band kennenzulernen, andere halten sie für unnötig oder gar für Geldmacherei. Dazu kommt das Problem hier, dass diese Best Of nur den Zeitraum dreier Alben die bei Atlantic erschienen (Fighting the World [1987], Kings of Metal [1988] und The Triumph of Steel [1992]) abdeckt und somit die legendären ersten vier Alben außen vor lässt.
Doch lassen wir diese Randbedingungen mal beiseite und nehmen uns die Musik vor:
Straighte Rocker wie "Fighting the World" oder "Kings of Metal" stehen hier neben Epischem wie "Defender", Balladen wie "Master of the Wind" und "Herz aus Stahl" (der deutsch gesungenen Version von "Heart of Steel"), schnellen Songs wie "Black Wind, Fire and Steel" sowie dem doomig beginnenden und fast in Black Metal endendem "The Demon's Whip".
Dann sind da noch der mächtige Chorgesang "The Crown and the Ring" und das Hörspiel "The Warriors Prayer".
Also vielseitig waren Eric, Joey und Co. auf jeden Fall, eine solche Bandbreite sucht ihresgleichen. Dass dabei alle Songs fantastisch gesungen sind und unglaublich Spaß machen, ist einfach toll. Statt "The Warriors Prayer" hätte ich lieber "Wheels of Fire" oder "Blood of the Kings" auf der Best Of gehabt, aber - seien wir ehrlich - wem diese Zusammenstellung gefällt, der braucht eh die drei genannten Alben in ihrer Gänze.
10/10 Punkten für eine Compilation die zwar irgendwie tatsächlich unnötig ist, aber dennoch von vorne bis hinten überzeugen kann.

