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Eure letzten Live-ErlebnisseRe: Eure letzten Live-ErlebnisseSo gut oder so schlecht, dass dir die Worte fehlen?
Re: Eure letzten Live-ErlebnisseIch hab nur gewartet, ob es jemand wissen will...
![]() An sich durchweg positiv, und das gar nicht mal allzu sehr mit Fanboy-Brille sondern mit durchaus vorhandener kritischer Distanz und Selbstironie. Was soll man sagen. Klar sind 92,- Euro eine Menge Geld, und man kann gerne sagen, dass das keine Band wert ist (und die Boshaften vielleicht auch: Schon gar nicht diese Band). Haben in Stuttgart gestern ein paar Leute anders gesehen. So ca. 13.000, oder so ähnlich... die Schleyer-Halle war jedenfalls mal richtig schön voll, und um mich herum und auch in weiteren Kreisen haben die Leute alle recht glücklich ausgeschaut und fleißig mitgesungen. Muss sagen, dass sowohl die Halle voller war als auch die Stimmung besser als etwa zur "Gods Of War"-Tour. Die Setlist fand ich dieses Mal im Vorfeld auch deutlich schwächer als beim ersten Leg der "Final Battle"-Tour, und das sehe ich rein vernunftmäßig auch heute noch so, aber - und das ist ein großes Aber - man merkt dann halt mal eben beim Live-Konzert doch sehr deutlich, dass auch neuere Manowar-Scheiben echte Fanfavoriten - und um die ging es ja dieses Mal - aufzuweisen haben, und dass halt auch ein vermeintlich schwächerer Manowar-Song sich noch immer ganz hervorragend für eine Mega-Liveparty eignet. Außerdem darf man auch mal anerkennen, dass Manowar auf nahezu jeder Tour die Setlist aber mal richtig mächtig umkrempelt. All die Leute, die heute meckern, dass zu viel "neues" Zeug gespielt wurde, hatten beim letzten Mal vielleicht nicht an der Setlist zu mäkeln, da die ja Mountains, Battle Hymn, Secret und Spirit Horse enthielt, aber auch wieder was zum scheiße finden. Dieses Mal gab's dafür mal wieder Thor, mal wieder Swords In The Wind (für mich nach wie vor eine mega-Gänsehaut-Ballade, gerade live) und The Power of Thy Sword, sowie aus dem WOTW-Finale Hand of Doom und House of Death. Was will man denn? Immer die gleiche Setlist? Letztes Mal war sie klassikerlastiger, dieses Mal war sie recht WOTW-lastig, hat aber auch ein paar andere Perlen ausgegraben, die man selten hört. Ich würd mich z.B. auch riesig freuen, wenn mal zwei oder drei Songs von der sträflich vernachlässigten Lord of Steel gespielt würden. Doch, Manowar wechselt viel durch... ist doch Käse, das als Argument gegen die Band anzuführen... Wenn Maiden eine Setlist mit Schwerpunkt auf der aktuellsten Schnarchtasse spielt, dann freuen sich die Fanboys ein zweites Loch ins Popöchen, und bei Manowar ist fast jede Setlist ein Grund zu "Scheiße!"-Schreien. Ist doch albern. Gestern in Stuttgart hat kein Song, kein einziger Song (!), ein spürbares Stimmungsloch hinterlassen, und es wurden, zumindest in meinem wahrnehmbaren Umfeld wirklich alle Songs lauthals mitgesungen und gefeiert. Da war wirklich nichts von "alle warten nur auf Warriors of the World". Die Zeiten sind vorbei, dass die Leute nur wegen des TV-Hits zu Manowar gehen. Das hatten wir damals zu WOTW- und GOW-Zeiten, und da war die Stimmung bei Manowar-Gigs auch deutlich schlechter, weil eben viel mehr Teilzeitfans und "Eventpublikum" da waren. Das hat sich wieder sehr stark zurecht gerückt, wie ich finde. Man hat echt kaum Leute gesehen, die man nicht als durchaus langjährige und eingefleischte Manowar-Fans hätte identifizieren können, und das bei der Menge an Leuten. Die besten Resonanzen hatten für mein Empfinden Thor, Blood, Gods, Swords, Kings und Hail & Kill. Kommen wir dann zur Peformance und zum Sound: Mehr kann man eigentlich nicht wollen. Bühnenaufbau und Videowall waren beeindruckend, der Sound klar, (nicht schmerzhaft) laut und druckvoll, die Band tight, gerade der junge Gitarrist spielfreudig, Eric Adams top in Form, auch wenn Jeff Hair (wie schon seit vielen, vielen Jahren), bei den Screams manchmal zu sehr am Echo und Reverb gedreht hat, aber das kennen wir ja. Johansson auch souverän, natürlich. Eric klingt echt nicht alt. Wirklich nicht. Er klingt super. Auch die Stage-Show-Elemente mit den Jomsvikings, Schildern, Schwertern, Fahnen, Fackeln... alles hübsch anzuschauen und musikalisch souverän bis klanglich beeindruckend. Wem die Songs zu simpel sind, der soll halt zu Dream Theater gehen; aber das, was sie tun, machen sie richtig und ohne Fehl und Tadel. Das Basssolo und Joeys Rede... 5 + 10 Minuten... die einen werden sagen "fürn Arsch", die anderen "gehört halt dazu". Die Rede fand ich ehrlich gesagt sogar recht unterhaltsam und ich glaube tatsächlich doch, dass hier bei aller pompöser Sprücheklopferei halt doch ein bisschen Selbstironie mitschwingt. Er muss ja selber schmunzeln... "schaffa, schaffa Häusle baua, und net nach de Mädels schaua" ... "I should have, but I did it the other way round and maybe lost two or three houses..." Bleibt immer noch die Frage, ob zwei Stunden Manowar 'nen knappen Hunderter wert sind. Nun, mir schon und gerne auch wieder, in zwei Jahren. Sei's drum. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Eure letzten Live-Erlebnisse
Also mich hat es interessiert. Vor allem weil ich auch am überlegen war hinzugehen. Genauso wie beim ersten Leg. Zeitlich hat es aber mal wieder nicht hingehauen. Hätte an diesem Tag auch im nachhinein keinen spaß gehabt. Ich bin verwundert wenn Menschen immer noch an einer Setlist mäkeln obwohl im Vorfeld bekannt war, dass das zweite Leg neuere Songs beinhalten soll. Das finde ich doof. Entweder man geht dann hin oder man lässt es bleiben. Soll aber die Freude eines jeden Einzelnen nicht schmälern.
Ist sehr geil sogar und wäre für mich auch ein Grund eine Band öfters als 5 oder 6 Mal zu sehen.
Ich verstehe was du meinst. War für mich aber nie ein Grund Manowar nicht zu mögen. Simpel muss ja nicht per se schlecht sein. Da kann noch so viel Hail, Kill, Sword oder sonstiges in den Texten vorkommen. Genauso verhält es sich mit DT. Die hunderttausendste Frickelei gefällt mir ja genauso. Muss aber auch sagen, die Band eigentlich noch nie richtig verfolgt zu haben. Ich finde aber auch so manch eine Aussage von Joey widersprüchlich bis belustigend. Wäre ich auf dem Konzert gewesen, wäre ich einer dieser "Eventbesucher" von dir enttarnt worden. Auch bei 13.000 anwesenden Freut mich das es dir gefallen hätte. Mir hätte es wahrscheinlich auch zugesagt.
Re: Eure letzten Live-ErlebnisseVöllig überragend, was Neal Morse, Mike Portnoy und drei nicht so bekannte Musiker gestern im ziemlich vollen Technikum in München abgezogen haben.
Das starke aktuelle Album wurde komplett gespielt, Neal zog sich dazu nach allen paar Songs mal um. Auch die anderen vier Musiker durften mehr als nur Backing Vocals singen und waren teils für den ganzen Gesang eines Titels verantwortlich. Dazu gab es ein wahnsinniges Medley, bei dem der Saal völlig ausgerastet ist. Ich habe selten so viele mitsingende Fans gesehen wie gestern (gut, natürlich bei Bands wie MANOWAR oder HAMMERFALL, aber das ist ja kein Vergleich mit neunminütigen Progabfahrten). Instrumental natürlich der absolute Wahnsinn, und angepredigt konnte sich gestern definitiv auch niemand fühlen. Ich würde sofort wieder hingehen.
Re: Eure letzten Live-ErlebnisseSehr cool!
Freut mich das es dir so gefallen hat. Ich wäre auch gern hin. Aber das wäre zu kurzfristig gewesen. Die beiden Konzeptalben machen mir sehr viel spaß. Hätte ich garantiert freude dran gehabt ![]()
Re: Eure letzten Live-Erlebnisse
Das glaube ich. Die letzte vor der aktuellen muss ich mir auch noch holen ![]()
Re: Eure letzten Live-Erlebnisse
Schreibst du hier eigentlich noch einen Konzertbericht? Wäre cool.
Re: Eure letzten Live-ErlebnisseJa, ist schon weit fortgeschritten, wird aber wohl erst Ostern fertig.
Re: Eure letzten Live-ErlebnisseGestern bei VICIOUS RUMORS war es sehr, sehr schön.
Vorbands waren MAGISTARIUM aus Hannover sowie AIR RAID aus Schweden. Die Hannoveraner hatten einen durchwachsenen Auftritt. Engagiert, vor allem der Basser war sehr cool, aber der Sound ließ den Gesang oft nur erahnen, so dass die Songs nicht so recht zünden wollten und selbst das Helloween-Cover am Ende auch keine Stimmung aufkommen ließ. Hätte mit besserem Gesangssound besser werden können. AIR RAID hat mich auf Platte bisher immer eher gelangweilt; live kamen die Göteborger deutlich besser an als der Opener, und sie präsentierten sich auch tighter, aber irgendwie fehlen mir in der gebotenen gehobenen Generik doch sowohl das Alleinstellungsmerkmal als auch die wirklich zündenden Songs. Bei VICIOUS RUMORS passte dann alles. Der "Digital Dictator"-Jubiläumsgig enthielt das gesamte Album plus einige weitere alte Highlights und auch einen Song von der "Warball". Der neue Sänger Nick Courtney passte perfekt und hatte sichtlich Spaß, und die Show perfekt machten natürlich die beiden alten Haudegen Larry Howe und Geoff Thorpe. Larry ist ein Tier an den Drums. Was für ein Groove, was für eine Tightness, und wie spielerisch und mit welchem lässigen Punch der Mann das 'naushaut... ich finde den Mann topp, und auch total sympathisch, völlig egal ob Trumpianer oder nicht. ![]() alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Eure letzten Live-Erlebnisse48% der Amis haben Trump bei einer demokratischen Wahl in einem demokratischen Land gewählt. Man hätte viel zu tun, wenn man das jetzt als Ausschlußkriterium nehmen würde.
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