Magma Rise / Mirror Of Deception
Chapel Göppingen
07.07.2022Da das halt auch bloß ein Steinwurf von mir entfernt ist und ich Urlaub habe, hätte es keine Ausrede gegeben nicht hinzugehen. Es war eigentlich wie eine kleine Feier, mit Leuten die man kennt, noch nicht kennt oder aber auch eben schon länger nicht mehr gesehen hat. Kaltgetränke gab es genügend zu einem super Preis. Und das Gruibinger geht halt auch immer, egal welche Sorte. Schmeckt immer...!
Mein Hauptgrund dahinzugehen war dann aber auch "Mirror Of Deception". Seitdem Spielchen hier im Forum geht mir der "Student..." nicht mehr aus dem Kopf und das war einfach mal Pflicht das live gesehen zu haben. Ja, und tatsächlich. Der Song wurde gespielt. Ich musste mich dafür bedanken und habe auch gleich hinterhergeworfen, woher, wieso und weshalb. Der Sänger meinte, dass sie sich kurz überlegt hatte, den Song nicht zu spielen. Aber er kam. Und da die, ich würde mal schätzen, knapp 100 Leute Zugabe gerufen haben, gab es auch noch einen Song obendrauf. Es wurde auch was neues gespielt, allerdings ohne Text. Songs kann ich nur teilweise zuordnen, dafür haben mir bis dato die Scheiben in der Sammlung gefehlt. Das habe ich an diesem Abend in die Tat umgesetzt und die Band hoffentlich mit dem Kauf der Alben auch ein bisschen unterstützen können.
Von "Magma Rise" habe ich mich dann tatsächlich überraschen lassen. Die Band hatte unglaublich Druck im Kessel und einen bombenstarken Sound. "Mirror Of Deception" übrigens auch. Es ist so oder so überraschen wie stark wie gut die Akustik in der Chapel ist. Ich habe "Magma Rise" jedenfalls aufm Schirm und da wird definitiv auch noch ein Kauf folgen. Ich musste das Budget etwas schmal halten.
Ein wirklich gelungener Abend mit zwei supersympathischen Bands. Hat einfach großen, großen spaß gemacht!
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British Lion
Support: Airforce
LKA-Longhorn Stuttgart-Wangen
08.07.2022Vor zwei Wochen habe ich mir doch noch überlegt, zu British Lion zu fahren. Wie vor zwei Jahren, hätte Steve mit seiner Zweitband ein Tag vor den Gigs von Iron Maiden in Deutschland in kleineren Venues gespielt. Wurde aber aufgrund der vorherrschenden Lage komplett abgesagt. Also Tickets zurückgegeben und auch nur einen Teil wiederbekommen, wenn ich mich richtig zurückerinnere.
Im Gegensatz zum Tag darauf, war die Bahnfahrt relativ entspannt und der Weg ein kurzweiliger, da man schon auf dem Weg schon auf Maiden Fans gestoßen ist.
Ob das Konzert ausverkauft war, wage ich zu bezweifeln, aber die Leute die da waren hatten definitiv Lust auf die Band. Ich habe mir die Vorband und die Hälfte vom Hauptauftritt von der 4 Reihe aus angeschaut.
Bei dem "Airforce" Auftritt bin ich fast wahnsinnig geworden, weil mir einfach nicht in den Sinn kommen wollte, wer da hinter dem Schlagwerk sitzt. Dann viel es mir wie Schuppen von den Augen. Doug Sampson sitzt da an den verdammten Drums! Wow! War wirklich ein Überraschungsmoment für mich, weil ich mich zunächst gar nicht darum gekümmert habe, ob es überhaupt einen Support Act geben wird.
"Airforce" hatten sichtlich spaß und der Sänger Flávio ist mal nicht zu unterschätzen. Goldkehlchen....
Aktuelles Album steht schon auf der Einkaufsliste.
Dann "British Lion". Ehrlich, warum man da hingeht, dürfte klar sein. Harris in Clubatmosphäre zu erleben ist schon ein großer Reiz gewesen und ich habe mich da auch tierisch drauf gefreut. Die Band hat mich ja auf Konserve eigentlich nie so richtig überzeugen können, teilweise auch wegen dem Gesang. Aber die Band hatte mal übelsten Bock auf ihre Auftritte und live hat das eine ganz eigene Wirkung. Wirklich ganz großer sympathischer Auftritt dieser Band. Wenn der Sänger dann noch erzählt wovon die Songs handeln und wo sie herkommen dann war das irgendwie noch authentischer. Doch, das hat sich wirklich gelohnt. Übrigens hat die Band 16 Songs von sich gegeben.
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Iron Maiden - Legacy Of The Beast Tour 2022
Support: Lord Of The Lost + Airbourne
Cannstatter Wasen; Stuttgart Bad-Cannstatt
09.07.2022Es sollte also endlich so weit sein. Die Karte die sich in den letzten zwei Jahren schon gewölbt hatte, durfte endlich eingelöst werden. Meine Vorfreude war riesig.
Doch erstmal gab es mehrerer Dämpfer. Zum einen hat der Bahnverkehr mal wieder komplett versagt. Oberleitungsstörungen
haben nicht nur den Bahnhof in Stuttgart komplett lahmgelegt, auch zog er etliche Unannehmlichkeiten mit sich die es unmöglich machten zunächst überhaupt voranzukommen. Wären wir nicht zufällig in Plochingen an den letzten Gleis gelaufen, hätten wir auch die Bahn verpasst. Nun, das Essen gehen viel dann zunächst erstmal flach. Am Neckarpark ausgestiegen, haben wir erstmal eine Rote verdrückt, weil unser Plan war gemütlich Essen zugehen und dann auf das Gelände zu gehen, pünktlich zum Einlass komplett von der Bahn über Bord geworfen wurde. Wie sich später rausstellte, war nicht noch eine zweite hinterherzuschieben und noch mehr Flüssigkeit zu sich zunehmen, für mich zumindest ein Fehler.
Einlass war kein flotter, aber auch kein lahmer. Ging aber bei Rammstein reibungsloser.
Kaum waren wir beim Einlass, gab es in unserer Schlange keine roten Bändchen mehr (links und rechts neben unserer Schleuse allerdings schon), der es uns erlaubt hätte in den Front Of Stage Bereich zu gelange. Dort, wie sich später rausstellte, hätte es links und rechts noch unfassbar viel Platz gegeben. Und das meine ich jetzt nur, dass es Ausweichmöglichkeiten gehabt hätte, wäre es einem zu voll geworden. Egal, gelbes Bändchen und dann erstmal nach einem guten Platz gesucht. Den hatten wir auch gefunden.
Nach ca. anderthalb Stunden machte bei mir allerdings der Kreislauf schlapp und ich hab die Sanis aufgesucht. Unfassbar Kompetent, freundlich wie man sich das wünscht. Für die gilt an diesem Abend der größte Applaus. Somit habe ich die beiden Vorbands verpasst, was mir zu diesem Moment dann aber doch recht egal war.
Nachdem es mir besser ging, konnte ich nicht mehr zu meiner Gruppe, da halt alles voll war. Also habe ich für mich entschieden etwas abseits zu stehen und das Konzert halt doch wieder von der Weite zu verfolgen. Was halt schade war. Und da komme ich halt auch schon wieder zu zwei Punkten die mir echt die Laune verhagelt haben. Erstmal diese unsägliche Handyfilmerei. Ich habe nichts dagegen, wenn die Fans ein zwei Fotos machen wollen. Bin ich der letzte, der was dagegen sagt. Aber diese 3,4,5 Minuten Smartphone hochhalter haben einem echt die Sicht genommen. Wenn ich dann noch sehe, das Vater für Kind die Story für Instagram aufnimmt und dafür halt mal doppelt soviel Platz in Anspruch nimmt, weil er einen auf Profifotograf macht und seine Tochter ins richtige Licht rücken will, da wär mir echt fast die Hutschnur geplatzt. Und dann eben die Respektlosigkeit einiger in Hinsicht auf andere Besucher. Sich Getränke holen und wieder an seinen Platz wollen, alles schön und gut, aber sich durchdrücken wollen und dabei Bierbecher in den Rücken rammen nur um durchzukommen anstatt die Kauleiste als Kommunikationsinstrument zu benutzen will mir nicht in die Birne. Aber hey, die größeren Assis, haben ja aus Prinzip schon das Rammstein Publikum, vier Wochen zuvor
Ganz ehrlich, das gesammelt, mit dem ganzen Stress und dann tatsächlich der wirklich bis zur Hälfte des Konzertes schlechte Sound haben echt die Freude getrübt und ich war in keiner guten Stimmung. Ja, der Sound war bescheiden, zumindest da wo ich stand. Die ersten 3 Songs, hat man eigentlich nur Bruce so richtig gehört, aber sehr, sehr dumpf. Dann klangen die Gitarren in vielen Fällen übersteuert und man hatte das Gefühl Rückkopplungen zu hören. Ich habe schon gelesen, das viele den Sound gut fanden. Ich habe da leider andere Erfahrung gemacht.
Die Band allerdings hatte sichtlich Laune auf der Bühne und ab und an habe ich dann doch auch mal auf die Bühne schauen können ohne einen verdammten Arm und einen Bildschirm sehen zu müssen. Alle drei Gitarristen haben ihre Dinger mit sichtlicher Freude gespielt. Die ersten 3 Songs bestanden aus den ersten drei Songs des aktuellen Albums. Der Titelsong hätte tatsächlich in der Mitte Platziert mehr Sinn ergeben. "Stratego" allerdings und vor allem "The Writing On The Wall" fand ich cool. Die Setlist von 2018 fand ich allerdings etwas stärker. Trotzdem war es ganz cool mal "Blood Brothers" mit 50.000 mitsingenden Fans mal live erlebt zu haben.
Ich wurde vor der ersten Zugabe mit "Hallowed Be Thy Name" versöhnt.
Ich bin trotzdem hin und hergerissen wie ich das alles finden soll. Jetzt mit zwei Tagen Abstand, war das schon mehr als amtlich was die Band da abgeliefert hat. Aber Soundtechnisch war das eine ganz große Enttäuschung. So manch ein Fan war eine echt große Enttäuschung. Und mein Körper war für mich an dem Tag wohl auch die größte Enttäuschung.