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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von cgrage » Dienstag 30. September 2025, 11:44
Gestern Abend wurde die Akustik der Laeiszhalle an die Schmerzgrenze ausgetestet.
Aber bevor es soweit war, hat die schwedische Band Paatos mit feinstem Progressive Rock für die nötige Grundstimmung gesorgt. Ich hatte mir vor dem Konzert die letzten drei Alben gekauft, nur um dann festzustellen, das ich von der Sängerin und dem Keyboarder persönlich am Merchstand bedient wurde. Mir war die Band bisher nur namentlich bekannt. Was ich da zu hören bekam, klang jetzt richtig gut. Freue mich schon darauf die Alben zu hören.
Das Set von Paatos dauerte nur 35 Minuten.
Kurz vor 21 Uhr wurde es wieder dunkel und Opeth betraten zu "Seven Bowls" von Aphrodite's Child die Bühne um gleich mit "§1" vom aktuellen Album in die Vollen zu gehen. Darauf folgten "Master's Apprentices" und "The Leper Affinity". Herr Akerfeldt begrüßte dann auch die Zuschauer in "seinem neuen Haus", welches er gerade gekauft hatte. Nach der Begrüßung wurde dann "§7" zum Besten gegeben. Die Parts von Ian Anderson wurden vom Band gespielt. Danach gab es "The Devil's Orchard" auf die Ohren. Danach wurde es etwas ruhiger und man holte mit "To Rid the Disease" einen Song aus dem Damnation Album aus der Schublade. Danach folgten "The Night and the Silent Water" und mit "§3" wurde wieder ein aktueller Song gespielt. Eigentlich sollte der folgende Song direkt im Anschluss kommen, aber aufgrund kleiner technischer Probleme wurde eine kurze Pause eingelegt. Aber beim Einzählen auf den HiHats wusste ich schon, was uns erwartet: Heir Apparant. Danach kündigte Akerfeldt die letzten beiden Songs des Abends an. Als "offiziellen" letzten Song bekamen die Zuschauer in der fast ausverkauften Laeiszhalle "Ghost of Perdition" kredenzt. Danach verließ die Band kurz die Bühne um dann die Zuschauer mit "Deliverance" in die kühle Herbstnacht zu verabschieden.
Opeth tönten mit kraftvollem Sound von der Bühne. Das Schlagzeug spürte man in den Sitzen. Ab und zu kam der Ton schon etwas zu wuchtig daher und die Gitarren überlagerten sich doch stark. Aber es war ein starker Auftritt, auch wenn die Band gesundheitlich nach Angaben von Mikael Akerfeldt leicht angeschlagen war. Akerfeldt selbst kämpfte zwischen den Songs mit den Lichtverhältnissen auf der Bühne, so das er die Setlist und die Texthilfen nicht richtig lesen konnte.
Die Band wirkte zum Schluss hin auch etwas gehetzt, weil man noch diese Nacht nach Luxemburg müsse. Akerfeldt wusste noch, das sie bereits 2mal in Luxemburg gespielt haben, er könne sich aber nicht mehr daran erinnern. Genauso konnte er sich an einen Auftritt mit Gojira erinnern, aber nicht mehr daran, das das insgesamt neun Auftritte im Rahmen einer Tournee waren. Auch die anderen Anekdoten von Mikael drehten sich viel um Alter, sein Haus, wo er sehr viel reparieren muss und um seine Freundin, die mittlerweile als Psychologin arbeitet.
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von Jakob » Dienstag 30. September 2025, 19:29
Verstehe ich das richtig, Opeth hat in der Laeiszhalle gespielt? Wie cool! Für Rock/Metal ist die Halle ja eigentlich gar nicht ausgelegt, war bestimmt schöne Erfahrung. Frage mich nur, warum ich davon nichts wusste (hätte eh keine Zeit gehabt, aber grundsätzlich) 
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Jakob
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von cgrage » Dienstag 30. September 2025, 20:05
Ich hab Opeth ja 2019 in Kopenhagen im Königlichen Theater gesehen. Das hatte schon ein ähnliches Flair. Aber die Atmosphäre in der Laeiszhalle war echt toll. 
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von Dekalog der Elemente » Mittwoch 1. Oktober 2025, 13:33
Vorgestern im Backstage:
SPIT MASK: Mir wurde vor dem Gig gesagt, dass wäre irgend so n EBM/Industrial Ding. Als das Ehepaar Jackson dann die Bühne betritt ist mir klar - Die kommen aus Berlin (wurde mir dann bestätigt. Amis aber wohnhaft in Berlin). Erstmal werden n paar Haare verbrannt, dann kettet sich der Dude an. Sie steht im Latexkostüm hinter den Reglern. Ab geht die Luzi. Musikalisch ist das n Darmverschluss und ohne diese schräge Kinkshow dazu würde das vermutlich niemanden jucken. Der Sänger scheint n Wutverarbeitungsproblem zu haben, während sie versucht sich mit dem Mikrokabel zu strangulieren. Dann bekommt er noch ne Plastiktüte übern Kopp die mit Klebeband fixiert wird, kurz danach aufgerissen wird, wobei ihm dann (Kunst?)Blut aus dem Mund tropft. Nach 45 unendlich anstrengenden Minuten isses dann endlich vorbei.
WITCH CLUB SATAN: Hatte bisher nix von den Damen gehört. In skurilen Kostümen die bei meinem Kumpel Assoziationen an Karius und Baktus wecken kommen die 4 Damen auf die Bühne und legen mit ihrem Sabat los. Geboten wird etwas punkiger BM, Corpsepaint und auch hier Blut. Ein Ausfall der Technik wird mit ner spontanen a cappella Gesangseinlage überbrückt, bevor es wieder weitergeht. Während des Konzertes gibt es noch zwei Kostümwechsel, freie Nippel, ein Aufruf zum Frieden in Nahost und ein "f*ck you Benjamin N." Zum Schluss darf es noch Crowdsurfing einer der Sängerinnen sein und ein bisschen mehr Elektronik. Respektabel, dass eine der Damen die Show/Tour mit Zwillingen hochschwanger hinlegt.
Im Auge des Feindes sehe ich nur mich selbst - Fyrt Byrask
Grundsätzlich ist Mettwurst wie Paprika, nur in einem anderen Härtegrad.
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Dekalog der Elemente
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von Pillamyd » Donnerstag 9. Oktober 2025, 16:37
Phantom Evilcult 07. Oktober 2025 - Göppingen Zille
Es war mal wieder so weit. Die Zille hat gerufen… …und ein Freund, der unbedingt hinwollte. Ich kannte die Band nur vom Namen her. Ich ließ mich also komplett überraschen. Wofür ich die Zille übrigens liebe. Einfach weil man wahnsinnig gute Bands in einer gewohnten und entspannten Umgebung entdecken kann. Zunächst waren die Brasilianer von EVILCULT zugegen und heizten das Hinterzimmer sehr überzeugend auf. Der gespielte schwarz angehauchte Speed Metal wusste zu überzeugen und erinnerte oft an SARCÓFAGO. Sicher kein Zufall, wirkten aber für ihr junges Alter sehr gut eingespielt. Bekommen mit ihrem stilistischen Mix ein wunderbares Gespür für den ruppigen alten 80s Metal hin, ohne altbacken oder Kopienhaft zu klingen. Es macht einfach Laune diesen Sound in einer so jungen Band zu hören und live war das richtig, richtig gut. Hätte ich gern was mitgenommen, aber warum ich es nicht getan habe - dazu komm ich später...
Dann waren PHANTOM an der Reihe und das war noch einmal ein Stückchen roher im Gesamtsound. Aber auch hier, lieferten die Mexikaner ziemlich ab. Mit zwei Alben im Gepäck bot die Band manchmal richtig heftiges Material ab und klangen selbst Live als wäre an der komplette Anlage seit 40 Jahren keine Knöpfe mehr gedreht wordeni. Saucoole Atmosphäre!
Zum Venue muss ich nichts mehr sagen. Das ist einfach gewohnt großartig, was die da abreißen, und man kann gar nicht oft genug danke sagen.
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von Pillamyd » Donnerstag 9. Oktober 2025, 16:39
Sick Fizz Rowdy 08. Oktober 2025 – Göppingen Zille
Am Tag zuvor habe ich mich dann spontan dazu entschieden auch noch zu SICK FIZZ zu gehen. Denn ich las, dass wohl zwei drittel der Band auch bei THE NEPTUNE POWER FEDERATION tätig sind. So ganz bin ich noch nicht dahinter gekommen. Da ich die Band leider immer verpasst habe, wollte ich mir das nicht entgehen lassen. Und obwohl das in eine völlig andere Richtung geht, nämlich Garagenpunkrock, hat mich der Eindruck den die Band über Optik, Artwork und natürlich die Musik ausgestrahlt hat wirklich großartig, so dass ich mir auch den Weg über Bandcamp und den Versandkosten sparen wollte und direkt bei der Band am Merch zugeschlagen habe. Was wohl eine ziemlich gute Entscheidung war, denn von den 3 Alben ist eines ausverkauft, aber in der Zille gab es dann noch ein Exemplar und ich habe es mir dann geschnappt. Eine richtig sympathische Truppe, die sich über jede Reaktion unglaublich gefreut haben. Auch als man sich am Merch ausgetobt hat. Das „Thank You“ von der Bassistin und vermutlich Sängerin von THE NEPTUNE POWER FEDERATION, war mit das netteste, was ich jemals entgegengenommen habe. Ich hätte gern noch ein Shirt mitgenommen, aber ich hatte nicht so viel bei und mein Augenmerk lag auf der Musik. Übrigens habe ich da auch noch ein Comic vom Gitarristen/Sänger mitgenommen, was im Zuge des Albums aus diesem Jahr ebenfalls erschienen ist. „The Official Sick Fizz „Takin‘ Care Of Fizzness Songbook“. Mal schauen was es damit auf sich hast. Aber ich mag diesen Stil sehr gerne.
Musikalisch war das genau meins. Ein Schuss Fun, eine Brise Old School Punk, ein bisschen Garagenrock und ziemlich heavy Soli die da aus den Boxen tönte. Sehr kontakfreudige Band, die ziemlich erstaunt über das riesige Goißmaß waren und noch nie ein derart so großes Bier gesehen haben. Die Band war einfach nur sympathisch. Solche Großartigkeiten sind in der heutigen Zeit einfach schön zu sehen.
Ich hab vergessen die Band ROWDY zu erwähnen, die den gestrigen Abend musikalisch eröffnet haben. Schnörkelloser und simpler Hard Rock, der auch gern einmal punkig wurde. 13 oder 14 Lieder in ca. 45 Minuten wurden gezockt. War sehr unterhaltsam, wie ich finde.
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von Jhonny » Donnerstag 9. Oktober 2025, 17:32
PHANTOM durfte ich gerade am KIT Rising sehen, das war schon eine intensive Erfahrung 
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 9. Oktober 2025, 19:07
Ja, PHANTOM war tatsächlich echt sehr fein. Hatte gut was von early Slayer, vor allem der Fronter erinnerte mich sehr an einen jungen Tom Araya.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Pillamyd » Dienstag 14. Oktober 2025, 19:47
Testament + Obituary Nervosa + Destruction Thrash Of The Titans Tour 2025 13. Oktober 2025 Stuttgart-Wangen - LKA LonghornGestern als endlich mal wieder ein Konzert im LKA. Ich mag den Laden sehr gerne. Hat einfach die richtige Größe für ein großes Konzert. Obligatorisch den Merchstand abgecheckt, ein Kaltgetränk geordert und mich relativ weit vorne platziert. Keine Stunde später, kamen nach zwei bekannte Sepultura Songs aus den 90ern NERVOSA auf die Bühne. Die Energie hat die Band sehr gut rübergebracht. Leider wirkte es manchmal etwas holprig, aber ich fand den Auftritt sehr sympathisch. Kurze Umbaupause und dann ging es mit DESTRUCTION weiter. Ich hab sie jetzt erst zum zweiten Mal live gesehen. Aber das war wieder ein unfassbar sympathischer Auftritt. Ein tolles, aber viel zu kurzes Set. Aber mit "Curse Of The Gods" zu beginnen ist einfach eine Ansage. Gitarrist Damir kommuniziert nur so mit dem Publikum, dass es eine Freude ist ihm zuzschauen. Sehr toller Dude, mit richtig feiner Ausstrahlung. Die zwei neuen Songs im Set machen sich rießig. "Destruction" und "Scumbag Human Race" haben richtig gut reingepasst und ordentlich Arschtritte verteilt. Das Crowdsurfende Publikum nahm ab dem Moment keine Pause ein. Verrückte Meute, aber mit ordentlich spaß dabei. Großartige Stimmung! Den fettesten und klarsten Sound hatten OBITUARY. Meine Fresse war das ein Auftritt. Ich bin gar nicht mehr klar gekommen so geil fand ich das. Das man ein spezielles "Cause Of Death" Set gespielt hat, setzte dem ganzen die Krone auf. Astrein war das. Vom Schlagzeuger konnte ich meine Augen gar nicht lassen. Donald sah so entspannt aus und hatte da einen groove drin und bewegte sich dazu, als würde er gerade einen simplen Rocker in die Fälle dreschen. Johnn hat einen unfassbaren Druck in seiner Stimme, dass es mich weggeblasen und überrascht hat, wie das aus den Boxen strömt. Abartig tighte Band. Zwei keine Kritiken habt ich aber trotzdem, die Pausen zwischen den Songs. Und es wurde nichts von meinem liebsten Album gespiet Nein im Ernst. Ich bin so geflasht gewesen, dass ich echt gern mehr davon gesehen hätte. Den schlechtesten Sound hatte dann aber leider TESTAMENT. Das war mir eine Spur zu undifferenziert, was da aus den Boxen kam. DiGiorgio beim Basspiel zuzuschauen ist einfach himmlisch. Das sieht so easy aus. Chuck wunderbar bei Stimme und wirkte auch sonst sehr fit. Ich mag ihn einfach und freute mich darüber, wie sehr er es genossen hat. Skolnick machte wieder Skolnick Dinge und der neue Schlagzeuger macht sich super. Von Eric habe ich wenig gesehen von meiner Position aus. Setlist fand ich richtig stark. Ganze zwei Songs von der "Low" und dann auch noch meine liebsten waren schon genug mir den Abend zu versüßen. Aber "D.N.R." als Eröffnung zu spielen...ja, der Nacken zieht heute etwas mehr als sonst. Ich bin glücklich und ohne große Bahnprobleme nach Hause
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von Julian Rohrer » Freitag 17. Oktober 2025, 12:31
Es ist unfassbar, dass TESTAMENT nicht mal auf der eigenen Headliner-Tour einen guten Sound auf die Bühne bekommen ... aber ansonsten klingt das ja ganz formidabel.
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