Ach, SARKE steht quasi noch ungekannt auf meiner Liste...
Mittlerweile gibt es 8 Alben, das ist echt ne Menge.
Die DEEP PURPLE, so viel sei verraten, hat auch meine Top 20 erreicht.
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Mein musikalisches Jahr im RückblickRe: Mein musikalisches Jahr im RückblickAch, SARKE steht quasi noch ungekannt auf meiner Liste...
Mittlerweile gibt es 8 Alben, das ist echt ne Menge. Die DEEP PURPLE, so viel sei verraten, hat auch meine Top 20 erreicht.
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickPlatz 08:
The Cure | Songs Of A Lost World ![]() Ich könnte mir immer noch in den Allerwertesten beißen, es nicht geschafft zu haben, die Band bei ihrem letzten Halt in Stuttgart gesehen zu haben. Die Band hat es endlich geschafft ihr neues Werk zu veröffentlichen. Ich war gespannt wie ein Flitzebogen. Um ein neues Album ging es ja schon eine Weile. Und ich, der erst vor gar nicht allzulanger Zeit zu "The Cure" gekommen ist, wollte schon wissen, wie die Band denn jetzt nun klingen mag. Immerhin ist das letzte Album ja auch schon 16 Jahre her. Vor allem weil die letzten Alben nach meiner Wahrnehmung auch sehr gemischt aufgenommen worden sind. Das blieb wohl selbst Smith nicht verborgen. Mein letztes Album der Band ist die „Bloodflowers“ und die lief leider nicht so häufig. Das Album zuvor, also „Wild Moon Swingers“, fand ich ebenfalls zerfahren. Wo lässt sich also das neue Album einordnen? Ich habe zu dem Album erstmal gar nichts gelesen und bin dann nach den ersten paar Durchläufen über die Kritiken am Sound der Scheibe gestolpert. Die mich tatsächlich verwundert zurückgelassen hat. Denn den finde ich ziemlich differenziert, müffelt (positiv) nach ganz alten Glanztaten und ist doch keine zwanghafte Kopie. Und wenngleich das Album den Eindruck vermittelt, schwere Kost zu sein, was es definitiv ist, so ist es nicht nur das. Klar, die Thematiken, das Artwork, der Titel und vor allem auch Robert Smiths Gesang (dessen Stimmbänder wohl auch kein Alter kennen) machen das als Gesamtpaket schon klar. Aber ein Song wie „Drone: Nodrone“, beweist einfach auch das Gegenteil, weil er doch geprägt von heftigen Ausbruch aus dem Album ist. Für mich steht fest: die letzten 3 Songs sind für mich die Highlights des Albums. Besonders „I Can Never Say Goodbye“ ist gänsehauterzeugendes Material. Es sind alle Zutaten vorhanden: Lange Intros, eine typische Gedankenschwere, das wirklich an wirklich altes Material erinnert. Ein Album für trostlose verregnete Tage, bei der man den Kopf an die von außen verregnete Fensterscheibe lehnt und die triste Außenwelt aufs Gemüt schlägt. Wie das kalte/graue Berlin, dass mir immer dann in den Sinn kommt, wenn ich an Post-Punk und Gothic eben in diesem typischen „The Cure“-Stil denke. Das wird sicher kein Album sein, dass ich immer hören kann. Ich wage es aber zu behaupten, dass dies ein Album sein wird, dass mich auch auf Dauer so sehr beeindrucken wird, dass es einen ähnlichen wertschätzenden Stellenwert einnehmen könnte, wie es in etwa "Leaving Eden" bei mir hat. Damit habe ich nie und nimmer gerechnet. Umso schöner, dass ich solch einen Gedanken überhaupt fassen darf. Drone:Nodrone I Can Never Say Goodbye
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickPlatz 07:
The Decemberists | As It Ever Was, So It Will Be Again ![]() Mir war die Band bis in diesem Jahr völlig unbekannt. Das Album ist mir aber das erste Mal über den youtube Kanal „Die Vinylhöhle“ über den Weg gelaufen. Den ich im Übrigen absolut empfehlen kann. Da wird ein Spektrum bedient der ziemlich groß ist. Den Kanal betreiben 3 Musikfans. Ich erkenne mich da irgendwie wieder drin, wenngleich ich in den letzten Jahren ziemlich fokussiert durch die Musikwelt gewatschelt bin. Aber der Kanal hat mir in der Weite schon ziemlich gut gefallen. Nun, die Beschreibung machte mich ziemlich neugierig. So, dass ich in den 20-minütigen Abschlusssong reingehört habe. Der mich zwar etwas ratlos zurückgelassen hat, aber zumindest so spannend war, dass ich das unbedingt komplett hören wollte. Im Nachhinein wirkte das Artwork des Albums in Verbindung mit dem Song so stark, dass ich es dann tatsächlich ziemlich schnell in den Händen hielt. Und was ich da zu hören bekam, hat alle Erwartungen tatsächlich (mit der Zeit) übertroffen. Übertroffen deshalb, weil ich erst dachte, dass der Gesang tatsächlich noch eine Stolperfalle sein könnte. Aber mit der Zeit merkte ich, dass das genau so ziemlich gut zusammenpasst. Diese Mixtur aus Folk, Country, Pop und der Moderne habe ich so nicht erwartet. Die Band scheut sich nicht davor den Tellerrand auszureizen. Das Album ist sich keiner Kurzweiligkeit zu Schade. Und auch wenn man meinen könnte ein Song wie „Burial Ground“ würde sich schnell abnutzen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Band versteht es, wahnsinnig große Spannungsbögen in kurze Spieldauern einfließen lassen zu können. Ohne Hektik, ohne das Gefühl zu haben, die Songs hätten kein Ziel. Nullinger. Neben dem oben erwähnten Song, schlagen „Oh No!“, „The Reapers“ oder … in die gleiche Kerbe. Der Abschluss: Besteht aus einem knapp 20-minütigen Longtrack. „Joan In The Garden“ ist ein langsames Stück Musik, der den Hörer an die Hand nimmt und diesen Song beim Ausmalen, der gedanklich im Kopf gesponnenen Bildern und Skizzen, hilft. Und das beschreibt diesen malerischen, sehr ruhigen Track, der im letzten drittel dann doch mal die härtere Stromgitarre auspackt. Es hat ein bisschen gebraucht, um diese Erkenntnis zu gelangen. Denn wenn man davon spricht, der Song sei Spannungsarm, so kann ich das nachvollziehen, bitte aber inständig darum, den Song nicht abzuschreiben. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich dieses Album so arg nötig habe. Es war zu so vielen Situationen die passende Musik. Egal ob morgens zum Kaffee, beim Putzen, tatsächlich auch bei Unterhaltungen. Nach Ärgernissen, zum Reflektieren. Wenn ich Ruhe gebraucht habe, dann habe ich meist zu diesem Album gegriffen. Und deswegen für mich persönlich absolut richtig, für die Top 10. Burial Ground Don't Go To The Woods Zuletzt geändert von Pillamyd am Montag 6. Januar 2025, 14:57, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickPlatz 06:
Dissimulator | Lower Form Resistance ![]() Die Band hat hier ja leider eher weniger eine Rolle gespielt. Ich jedenfalls, war durch das Artwork irgendwie angefixt. Dieser Cyber-Punk anmutende, gepaart mit dem Genre, dass sie bedienen und dem Zusatz, dass die Band aus Kanada kommt, ließen die Fühler ausschlagen. Alles Zutaten, die mir taugen. Die Band wird gern mit „Voivod“ verglichen. Aber außer der lyrischen Thematik des Sci-Fi und der Technologie hat das wenig gemein. Dafür sind die verschachtelten Strukturen doch aus einer anderen Box. Wenngleich ich zugeben muss, dass manch cleane Gesangspassagen, wie in „Automoil & Robotoil“ an Snake erinnern mögen. Wenngleich der Death Metal Anteil sich vor allem über den Gesang stark definiert. Trotzdem handelt es sich hier nicht um ein gemütliches Wohlfühl Tech-Thrash/Death Metal Album. Zu Teilen hat es mir das Album gar nicht mal so einfach gemacht. Die Mischung aus sehr sperrigen, schroffen und ungemütlich variablem Riffgewitter und schwindelerregenden Ideenreichtum an Versatzstücken, Tempowechsel und der Geräuschkulisse, die an eine zu fest angezogenen Schraube erinnern lassen sind eine echte Herausforderung. Die aber belohnt wird. Denn steigt man erst dahinter, fallen einem die sehr natürlich klingende Produktion auf und öffnet plötzlich das Garagentor zur Werkstatt. Es müffelt nach verbrannten, abgestandenen Motoröl. Hier und da scheppert es, wie wenn Blech auf Blech trifft. Der Blaumann wird nur so vom zuhören beschmutzt. Und dann bemerkt man die auf den Punkt komponierten Songs. Von unnötigen Ballast wird abgesehen, obwohl die Möglichkeit daran bestünde, sich völlig freizudrehen und vom Weg abzukommen. Ein Album, dass mich ziemlich beschäftigt hat. Mein Riecher hat mich nicht in die Irre geführt und ich glaube, dass da noch einiges kommen kann. Sprich, ich traue der Band noch großartiges zu. Automoil & Robotoil Lower Form Resistance Zuletzt geändert von Pillamyd am Montag 6. Januar 2025, 14:58, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickDie #6 und #7 sind mir völlig unbekannt. Die VOIVOD-Referenzen machen mich aber neugierig. Kommt auf die "Antesten"-Liste!
Für THE CURE war ich beim bisher einzigen Anlauf vor ein paar Tagen nicht in der richtigen Stimmung, glaube ich. Da fand ich das Geschehen sehr handzahm.
Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick
Dann hoffe ich, dass du auf Länge nicht enttäuscht wirst.
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickIch sag mal an dieser Stelle kurz danke für THE CURE, die hattest auch du glaube ich vor ein paar Wochen erwähnt, ich hatte bis dato die VÖ überhaupt nicht bekommen. Ich konnte mittlerweile mal hineinhören, aber ich brauche dafür doch etwas mehr Zeit & Muße
Und ja, DISSIMULATOR klingt spannend ![]() Meine Sammlung: http://www.musik-sammler.de/sammlung/jakobeh
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickJa, verständlich!
Die "The Cure" Möger könnten ziemlich verwöhnt werden. Es gibt ja wohl noch mehr Musik und in diesem Jahr soll ja noch ein weiteres Album folgen. Ein weiteres ist ebenfalls in Arbeit. Bei der Stärke von "Songs Of A Lost World" kann es für den Nachfolger nur schwierig werden. Ich bin trotzdem gespannt was da bei rumkommt und freue mich erstmal. Und für die Fans, die tatsächlich 16 Jahre warten mussten.
Das freut mich!
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickEin Zwischendank auch vom mir. Schöne Beschreibungen deiner Favoriten mal wieder. Les ich immer gerne.
Musikalisch war bisher noch nichts für mich dabei. Die SARKE ist ganz gut hörbar, da ist der Funke allerdings noch nicht übergesprungen. Bin echt gespannt, was da auf den Plätzen 5 bis 1 noch kommt. In deiner Jahres-Playliste sind auf jeden Fall mehr als 5 Alben mit 30+ Spins dabei, allein da müsstest du ja schon mindestens 3 rausgeschmissen haben. Und im 20er-Bereich sind auch noch einige „gefühlte Favoriten“. Aber die Anzahl der Spins sagt ja bei dir nicht ganz so viel über die Platzierung aus. Bleibt spannend! ![]() Die Belohnung für Geduld ist Geduld!
Was man anfängt, muss man auch zu En
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickDanke für die Rückmeldung.
Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass es nicht einfach war. Deswegen bin ich auch gar nicht überrascht über die wenigen Kommentare hier. War bis jetzt wenig metallisch ![]()
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