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Weekly PlaylistRe: Weekly PlaylistWie immer hat der Chef hier eines: Recht,
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Weekly PlaylistStuff I've listened to over the course of the last three weeks, in totally random order:
![]() CULT OF LUNA "Vertikal" → Tja, man kann wohl doch Brostep und Metal kombinieren. Fresst das, KORN und SKRILLEX! Nein, natürlich nicht. Aber so manche elektronische Stelle weist doch deutliche Parallelen zum Dubstep auf. Aber man ist ja so furchtbar tolerant neuerdings. Nach wie vor eine Band, die es problemlos schafft, innerhalb ihres selbst gewählten Rahmens immer wieder anders und frisch zu klingen und sich doch niemals unbequem weit von ihrem Grundsound entfernt. Ein bisschen luftiger, ambienter als zuvor. Ob 'Vicarious Redemption' jedoch deswegen wirklich hätte knapp 19 Minuten lang sein sollen, wage ich zu bezweifeln. Auch bin ich mir nicht sicher, ob jetzt diese Orgie von Konjunktiven im letzten Satz nötig gewesen wäre. Naja, als einmalige Sache lasse ich das durchgehen. Also die lange Spielzeit, nicht die Konjunktive. Aber solche langen Songs solltet ihr vielleicht vorerst den richtigen Doomstern überlassen. Anhören: 'In Awe Of' ![]() CULT OF LUNA "Eternal Kingdom" → Kontrastprogramm: Wesentlich tighter, kompakter, griffiger, riffiger, organischer als "Vertikal". Und ich meine "kompakt" im besten Sinne. Peter und ich hatten mal eine Diskussion über das Wort, weil Hang sich in ihrem Profil selbst so beschreibt. Ebenso wie "kurvig" oder "sehr weiblich" ist das eigentlich ein typischer Online-Euphemismus für fette Chicas. Wie komme ich jetzt eigentlich darauf? Ach verdammt, irgendwie schweife ich immer ab. Wo "Vertikal" eher trostlose Glaskorridore vertont, irrt man hier durch den dunklen Wald und trifft auf allerlei seltsame Gestalten. Ob fet- ähhh kurvige und/oder sehr weibliche Damen dabei sind, geht aus den Lyrics nicht so recht hervor. Anhören: 'Following Betulas' ![]() A WHISPER IN THE NOISE "Dry Land" → Feinsinnig zart gesponnene Klänge, zerbrechlich und verträumt. Irgendwo zwischen Slowcore, Post-Rock, Indie-Folk und Dreampop (Genre-Namen werden auch immer komplizierter) mit einer Prise Post-Punk. Vereinzelt darf die Gitarre auch mal braten, zumeist regiert die schlichte Schönheit der unerträglichen Leichtigkeit des Seins. Könnte gleichermaßen der Soundtrack für einen schönes Dinner zu zweit oder einen verzweifelten Suizid sein. Passt gleichermaßen zum schönsten oder schlimmsten Moment eines Lebens und überall zwischen diesen Extremen. Und da ich im Augenblick keinen Schimmer habe, wo ich mich befinde, passt das ganz gut. Anhören: 'Armament' ![]() SVARTIDAUÐI "Flesh Cathedral" → Auch wenn selbst so ein grimmiges Pandaschäfchen wie ich sich über den Begriff "Orthodox Black Metal" durchaus amüsieren kann, besteht kein Zweifel daran, dass dieses Album den generellen Sound dieses Sub-Sub-(Sub?)-Genres definiert. Ebenso wie z.B. "Apocalypse Sun" von NIGHTBRINGER oder "VVorld VVithout End" von KATHARSIS (um auch mal eine andere Band als die üblichen Verdächtigen OFERMOD, DEATHSPELL OMEGA und AOSOTH zu nennen). Okay, der Begriff und seine Abgrenzung sind durchaus amüsant und für den eingeschworenen Nichtpanda (das ist jetzt ein Wort) mit Sicherheit ausgesprochen lächerlich. Aber diese Band ist dermaßen orthodox, dass sie sich mit einem Buchstaben schreibt, der in kaum einem anderen Alphabet vorkommt und sich somit extrem schwierig googeln lässt. Wie trve und frostbitten ist denn das bitteschön? Die zwingen einen dazu, immer wieder die Zeichentabelle rauszusuchen, wenn man nicht gerade zum elitären Kreis der Isländer und Färinger gehört. Der bei höchstens 400.000 Personen wahrscheinlich kleiner ist als die Black Metal hörende Population der gesamten Welt. Eine dermaßen elitäre Abgrenzung gegenüber den Uneingeweihten verkörpert den wahren Geist des Black Metal. Damit können das Ă in NEGURĂ BUNGET und das Ł in MGŁA nicht mithalten. Anhören: 'The Perpetual Nothing' ![]() THE SMASHING PUMPKINS "Mellon Collie & The Infinite Sadness" → Der Versuch der Grunge-Ära, ein Monument zu schaffen. Mr. Corgan warf so ziemlich alles von seinen Einflüssen in eine Topf, schmiss den Inhalt gegen die Wand und beobachtete einfach, was denn nun hängen bleibt. Ein bisschen dies, ein bisschen das, eine Menge jenes, eine Prise davon. Die grungigen Rocker fürs Folk, der Goth Rock für die Gruftis, der Dreampop für die Träumer, der Shoegaze für die Sternengucker. Alles da, was in den 90ern cool war. Oder hip. Oder was man damals auch immer gesagt hat. Anhören: 'Bodies' ![]() SWANS "Soundtracks for the Blind" → Epic album is epic. So einfach beschreibt man das mit Abstand längste Album in dieser Liste in 4 knappen Worten. Anhören: 'Animus' ![]() TENHI "Maaäet" → Winter wrap up, winter wrap uuuup, let's finish our holiday cheer! Winter wrap up, winter wrap uuuup, 'cause tomorrow spring is heeeere, 'cause tomorrow spring is here! Halt, falsche Jahreszeit. Falscher Song. Falsche Stimmung. Falsche Show. Eigentlich wird hier bestenfalls der Herbst beendet in Erwartung des Winters (insert "brace yourselves" meme). Auf jeden Fall endet der Sommer. Gibt es überhaupt Sommer in Finnland? Herrschen dort nicht 10 Monate Winter, während die restlichen Jahres in 8 Wochen abgehakt werden? Das ist eigentlich die einzige Erklärung für diese intensive Musik. Totalt jävla mörker in denna musik. Okay, das war nicht Finnisch, aber es gibt ja dort eine schwedischsprachige Minderheit. Wer hat schon Zeit, Finnisch zu lernen? Wozu? Nicht nur beherrschen die alle Englisch und Schwedisch; Ein Teil von denen spricht auch kein Finnisch und die kommen trotzdem zurecht! Anhören: 'Varpuspäivä' ![]() SWANS "The Burning World" → Nun, damit keiner meine kürzliche Kritelei (das ist jetzt ein Wort) an "Heartwork" oder "Heritage" falsch versteht: Ich habe nichts dagegen, wenn eine Band plötzlich ganz anders klingt als zuvor, solange sie ihren neuen Stil ebenso gut beherrscht wie ihren alten und vorzugsweise auch noch irgendwie als sie selbst erkennbar ist. Im Gegenteil! Am interessantesten sind jene Truppen, die sich nicht von Tellerrändern, Genregrenzen, Horizonten und bornierten Fans einschränken lassen! Gerade solche Bands, die 20, 30, 40 Jahre ihren Stiefel immer wieder gleich herunterziehen (Danke, lieber Rüdiger, für diesen Satz), sind die größten Langweiler überhaupt. Auch ist es nicht grundsätzlich schlecht, wenn eine Band plötzlich zugänglicher und eingängiger klingt. Genau das erfreute doch mein Herz (oder Ohr) zuletzt bei der neuen DILLINGER ESCAPE PLAN. Der standen die vermehrten Klargesänge und Melodien sehr gut zu Gesicht und zudem wurde der Kernsound der Band trotzdem beibehalten. SWANS schielten halt auf "The Burning World" ebenso wie z.B. CARCASS mit "Heartwork" deutlich gen Mainstream (zumindest grob irgendwo innerhalb ihrer jeweiligen Genres) und erhofften sich davon ein paar Dollars mehr. Und so gespalten die Meinung zur brennenden Welt bei den Fans auch sein mag, für mich ist sie definitiv nicht das schwächste Werk der Band. Klar, als Folk-Pop-Country-Post-Punk (das ist jetzt ein Genre) hat es nicht den Tiefgang eines experimentellen Kolosses wie "Soundtracks for the Blind" oder eines epischen Trips wie "The Seer", aber interessant ist es allemal. Und erinnert zudem stark an NICK CAVE & THE BAD SEEDS — und niemand hat Blixa Bargeld jemals des Ausverkaufs bezichtigt, weil er mit Nick und Warren weniger brachial musiziert als mit den NEUBAUTEN. Anhören: '(She's A) Universal Emptiness' ![]() WOLF PEOPLE "Fain" → Schwankt immer gekonnt zwischen breitbeinig lässig und melancholisch feinsinnig. Anhören: 'When the Fire Is Dead in the Grate' ![]() OPETH "Heritage" → Nee, selbst nach fast zwei Jahren des Ruhenlassens (das ist jetzt ein Wort) ist "Heritage" immer noch zielloses Stückwerk aus Zitaten altgedienter Bands, die diesen Stil damals in den 70ern besser und erfreulicher ausübten. Kein roter Faden, keine flüssigen Strukturen, keine Höhepunkte, einfach nur wie LEGO-Bausteine willkürlich aneinandergereihte halbgare Ideen, von denen keine einen Zweck erfüllt, sondern nur um seiner selbst Willen existiert. Hmm, dieser Beschreibung nach klingt es wie DREAM THEATER... Dazu kommt noch Mikaels gelangweilter und einschläfernder Gesang: Er säuselt und dudelt wie ein Narkoleptiker auf Valium. Dabei klang er noch auf "Damnation" so intensiv und verursachte selbst auf so minimalistischen Stücken wie 'Weakness' Gänsehaut. Auch 'Harvest', 'Isolation Years' oder 'Burden' sind gute Beispiele dafür, was Mikael mittlerweile einzig und allein mit seinem klaren Gesang erreichen kann. In rein technischer Hinsicht kann sich der Gesang auf 'Face of Melinda' nicht damit messen. Ach ja, und 'The Devil's Orchard' ist nach wie vor der mit Abstand schlechteste Song, den die Band je geschrieben hat; dieses nervtötende und ziellose Gedudel hätten ja nicht einmal Portnoy und LaBrie ihren Fans zugemutet! Die meisten anderen Songs auf "Heritage" dagegen sind wenigstens nur belanglos und schnell vergessen. Anspieltipps kann ich mir wohl sparen, n'est-ce pas? Aber wenn ich einen gu-... nein, streicht das — einen brauchbaren Song aussuchen müsste, wäre es 'Famine'. Der erinnert an KING CRIMSON zu Zeiten der "Starless and Bible Black". Nur ohne richtiges Ende oder Höhepunkt. Und ja, mit TULL-Flöten. Die habe ich auch gehört. Das muss jetzt keiner klugscheißend kommentieren. Aber wenn ich diesen Song höre, überkommt mich wenigstens nicht das brennende Verlangen, Mikael mit aller Kraft in die Eier zu treten. Oh Peter Lindgren! Oh Martin Lopez! How could you leave the band? How!? Why!? What for?! WWWHHYYYYYYYY???!!!!?!?!?!?! NNOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO!!!!!!!!111 *skyward scream* ![]() And why the heck am I typing in English? ![]()
Re: Weekly PlaylistDanke, wird vorgemerkt. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Weekly Playlist
Ich finde den Song toll so wie er ist. Super Aufbau. Und die Zeit verfliegt wirklich. Ich finde hier muss man den Rotstift echt nicht ansetzen. Selbst mit 19min ist das Teil aus meiner Sicht nicht zu lang. ![]()
Re: Weekly PlaylistLustig, ich hab erst letztens wieder mal die "Heritage" gehört nur um festzustellen, wie genial diese ist. Desweiteren habe ich festgestellt, dass ich nicht der Einzige bin, der das so sieht. Und nun stelle ich fest, dass ich Schafs Meinung dazu überaus amüsant finde
.Realer Name: Thomas Becker
Re: Weekly PlaylistIn den letzten Tagen/Wochen drehte sich
![]() THRICE - The Alchemy Index Vol. I - VoII (Fire and Water) Es gibt so viele Bands, für die ich schwärmen kann und diese hier ist auch so eine. Eine Stilbeschreibung finde ich bei THRICE generell ziemlich schwierig, bei "Alchemy Index" schier unmöglich. "Fire" ist im weitesten Sinne Kubi-Rock (diese Stilbezeichnung sollte ins Rocklexikon aufgenommen werden), aber für reinrassigen Kubi-Rock manchmal etwas zu heavy und zu verstrahlt. Und bei THRICE gibt es aich wieder das unerklärliche Phänomen, dass ich hier das core-ige Geschrei, das ich bei vielen Bands so ätzend finde, super geil finde. A propos Gesang. Der Mensch heisst Dustin Kensrue und ist einer der am Mikro so fast alles hinbekommt was er ausprobiert. Ob rauh und ungehobelt oder durchs Effektmeer verwaschen, seine Stimme klingt immer charakteristisch und charismatisch. Rüdiger würde sagen, sie nölt. Bei den ruhigen Songs ist eine eindeutige Thom Yorke-Schlagseite rauszuhören, RADIOHEAD ist auch die Band, die einem am ehesten bei der zweiten CD "Water" in den Sinn kommt. Wie kann das dann Kubi-Rock sein? Weiss ich jetzt auch nicht. Die allermeisten modernen Rockbands und Progbands haben irgendwo RADIOHEAD in sich. Firebreather ![]() BLACK MOUNTAIN - In the future Ich kenne den Track 'Tyrants' vom ollen Loenzi und jetzt endlich endlich ist die CD in meinem Besitz. Die anderen Lieder sind auch sehr fein. Psychedelischer "Retro"-Rock, meist langsam und bedächtig gesponnen, desöfteren auch mit weiblichem Gesang. Kann man sagen, traumhafte Mucke irgendwo zwischen CRIPPLED BLACK PHOENIX und JEX THOTH? Es werden noch sehr viele Spins von "In the future" folgen, davon bin ich überzeugt. Wucan ![]() MANOWAR - Into Glory Ride Die hängt grad im Auto fest und bereitet mir eine Riesenfreude. "Into Glory Ride" ist da von den alten MANOWAR-Alben, das ich bis dato am wenigsten kannte. 'Secret of steel', 'Gates of Valhalla', 'Revelation' und 'March for Revenge': Nachdem man diese Songs gehört hat, kann man doch alles andere, was sich sonst noch 'Epic Metal' nennt, getrost auf die Müllhalde kippen. So ganz langsam gewöhn ich mich auch an 'Hatred'. Das ist in der Tat ein ziemlich abgedrehter, sperriger und ungewöhnlicher Song mit einigen echt faszinierenden Wendungen. Und Eric Adams...ERIC ADAMS!!!! Ganz groß! Hatred ![]() SWANS - The Seer (CD1) Der zweite Spin erfolgte letzten Samsatg bei meiner Fahrt zur Grillparty auf der Death Valley Ranch. Ich kann nach wie vor nicht begreifen, was das für ein musikalisches Ungetüm ist. Ist das überhaupt noch Rockmusik. Hat man da nicht viel eher alles, was Rock ist zu einem riesigen Klumpen von der Masse eines schwarzen Loches verdichtet und dann in das Universum gesprengt, wo die Trümmer langsam und ziellos durch die Dunkelheit schweben und dabei immer wieder mit anderen Teilchen kollidieren, was heftige Explosionen auslöst. Dieses Album ist wüst, unnahbar, unmenschlich, trostlos. Die Fratze auf dem Cover sagt eigentlich alles. An CD2 hab mich mich noch nicht rangewagt. Für die Erkundung werd ich sicher Jahre brauchen. Doch ich freue mich sehr, die CD gekauft zu haben, denn sie bietet Musik, die ich in dieser Form zuvor tatsächlch noch nie gehört habe. Und sowas fasziniert mich meistens sehr... Mother Of The World ![]() GSY!BE - 'allelujah! Don't Bend! Ascend! Ein weiterer schwerer Brocken, doch im Vergleich zu SWANS ein Leichtgewicht. Und ein weiterer Beweis der großen Kunst der Instrumental-Musik, die in zwei Sechs- und zwei Zwanzigminütern ausgebreitet werden. Leuten, denen minutenlange Soundscapes zur Einleitung/zum Beenden von Songs als langweilig empfinden, sei gesagt: Es muss so sein, genau das ist die große Kraft von GSY!BE, die Musik entfaltet sich sehr sehr langsam und türmt sich immer weiter auf, bis sie sich tosend mit Blitz und Donner entlädt wie das gestrige Gewitter in den Tegernseer Alpen. Die Melodien sind von selten schöner Dramatik, mitunter auch verstörend und dennoch mitreissend: genial. Mladic THRICE, BLACK MOUNTAIN, MANOWAR, SWANS, GSY!BE, fünf grundverschiedene Beispiele dafür, wie spannend und süchtig machend die geliebte Musik sein kann. Realer Name: Thomas Becker
Re: Weekly Playlist
Hach ja, da sind sie dann wieder, diese Gemeinsamkeiten, die dann doch erklären, warum es einen Sinn hat, dass wir zwei zusammen in einer Band sind. Apropos... wir müssen demnächst mal den neuen Song tapen, ja? Hast du die Sommerferien über mal Zeit? alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Weekly PlaylistIch find es auch schön, dass wir zwei höchstunterschiedlichen Musikhörer am Ende, wenn es darum geht, welches die beste Heavy Metal Band der Welt ist, zum selben Ergebnis kommen.
![]() Realer Name: Thomas Becker
Re: Weekly Playlist
Hach, darauf stoßen wir aber an! ![]() alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Weekly Playlist
Hach ja, da sind sie dann wieder, diese Gemeinsamkeiten, die dann doch erklären, warum es einen Sinn hat, dass wir zwei zusammen in einem Forum sind.
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