Weekly Playlist

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Weekly Playlist

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 18. August 2013, 18:09

salisbury hat geschrieben:
firestarter hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:daß bei VOIVOD der Gesang auch völlig egal ist...


... was natürlich kompletter Unsinn ist.


;-)


Ja, ja, da hat er sehr wohl Recht, der Firestarter. Allgemein glaube ich ja, dass es keinerlei Rockmusik gibt, bei der der Gesang völlig egal wäre. Nicht einmal instrumentale Rockmusik, denn da führt der fehlende Gesang immerhin dazu, dass die Musik völlig egal ist.
:grins:
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Jesus » Sonntag 18. August 2013, 18:30

Tippen, tippen, nachhören, überprüfen, Links raussuchen... Was tut man nicht alles für seine Mitmenschen.

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STARGAZER "The Scream That Tore the Sky"
→ Die hatte mir Fabi unerwartet geschenkt und dementsprechend wusste ich auch nicht, was mich hier erwartet. Wäre ein toller Band- und Alben-Name für eine Shoegaze-Band gewesen. Metal-Archives nennt es aber Avant-garde Black/Death Metal. Klingt doch schon mal vielversprechend! Der Avantgarde-Tag kommt vom jazzig-todesbleiern-RUSHigen Gefrickel und Geriffe, das in Verbindung mit den Synthies sehr nach ordinärem Genre-Prog klingt. Gitarrenarbeit irgendwo zwischen INTO ETERNITY und DAN SWANÖ. Ein funky Bass à la ATHEIST, ein paar orientalische Melodien und ein Schlagzeuger, der keine 5 Sekunden einen einzigen Takt halten will. In den besseren Momenten kommen mir vielleicht FORGOTTEN SILENCE und LYKATHEA AFLAME in den Sinn. Die als Similar Artists geführten PORTAL haben hiermit gar nichts gemeinsam außer dem Heimatland. Und Black Metal gibt es entgegen der Beschreibung auch nicht zu hören. Ohne den harschen Gesang würden sich Fans von BLOTTED SCIENCE vielleicht dazu einen runterholen können. Wenn ihre Standards nicht allzu hoch wären. Klingt alles noch ein bisschen ungeschliffen. Die Band hat sicher Ambitionen, sollte aber noch an ihrem Songwriting arbeiten. Macht nichts, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ja, Nils, das gilt auch für DREAM THEATER.

Anhören: 'Ye Olde Magic'


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CULTES DES GHOULES "Henbane"
→ Großartiger Black Metal, der Moderne und Tradition verbindet. Hier wird alles von klassischem Norge-Sound, schwedischen Riffs, finnischer Atmosphäre über polnische Melodik und amerikanische Brutalität hin zu französischer Finesse und deutscher Zähigkeit kombiniert. Ihr wollt wissen, wie das klingt? Man stelle sich vor: MAYHEM, TAAKE, KATHARSIS, BLACK WITCHERY, OFERMOD, TEITANBLOOD, KRIEGSMASCHINE, CHARON, DØDSENGEL, DENIAL OF GOD und BARATHRUM zeugten im Angesicht des Gehörnten in einer wahrhaft boshaften Sinfonie der schwarzen Künste den Welten zerstörenden Bastard des Antichristen. So klingt das! Hier stimmt alles: Die druckvolle, aber düstere Produktion. Der garstige und abwechslungsreiche Gesang, der im Stil gekonnt zwischen Maniac, Atilla, Big Boss, Hoest und Arioch/Mortuus wechselt; die gefühlt hunderttausend Riffs pro Song; der Wechsel zwischen atmosphärisch klimpernden und doomig schleppenden und hymnisch beschwörenden und knatternd blastenden Parts (und alles, was zwischen diesen Extremen liegt) bis zur nicht zwar nicht allzu auffälligen, aber absolut songdienlichen Fingerfertigkeit der Musiker. Hier hatte ich ein bisschen das Gefühl, den Black Metal wieder ganz neu entdecken zu dürfen. Kein Post-Baumknutschen, Prog-Gegniedel, Avantgarde-Gedudel oder Shoegaze-Kuscheln weit und breit, JUST PURE FUCKIN' SATANIC CHRISTIAN-SLAYIN' GOAT-SACRIFICIN' BLACK METAL FROM THE SULPHUROUS PITS OV HEEEEEEEEELLL!!! Während der gesamten Spielzeit waren meine Mundwinkel vor lauter Grimmigkeit nach unten gezogen und meine Hände balancierten die unsichtbaren Apfelsinen der Finsternis. Klasse. Bisher in Sachen Dunkelstahl das beste Album, das ich in diesem Jahr hören durfte.

Anhören: 'The Passion of a Sorceress'


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KADAVAR "Kadavar"
→ Awesome retro heavy/doom metal is awesome. And retro. Fuzzy Basslinien, dreckige Riffs, psychedelische Soli, rumpelnde Songs. Alles drin und alles dran, was Anfang der 70er cool war. Siehst Du, Rüdiger, Nieten und Fäuste waren nicht am Anfang des Metal. Sondern chillige Hippies und schwere Musik, die ganz ohne Schwerter und eingeölte Oberkörper auskam. Wie heute im Post-Metal. Dieser ganze VILLAGE-PEOPLE-Schlagerquatsch kam erst ab etwa 1980 mit den späteren JUDAS PRIEST und Kirmesmetal wie MANOWAR. Davor war Heavy Metal noch cool!

Anhören: 'Black Sun'


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GORGUTS "Colored Sands"
→ Hasst ihr es nicht auch, wenn die Amis einfach nicht colour richtig schreiben können? Beeindruckendes Comeback. Mitreißend dissonantes Geprügel, schweres Geschlurfe, immer wieder durch atmosphärische Parts unterbrochen. Zeitweise schon in den Post-Rock abdriftend! Seinerzeit wurden DEATHSPELL OMEGA von GORGUTS beeinflusst, heutzutage trägt Luc Lemay ein DSO-Shirt und lässt den Einfluss wieder durchscheinen. Aufgrund der erhöhten Melodien leichter verdaulich als "Obscura" und generell nicht so hart wie die Vorgänger, wenn auch manchmal abstrakter. Der weiche Mix ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, kratzt dafür nicht so harsch in den Trommelfellen wie "Obscura".

Anhören: 'An Ocean of Wisdom'


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PJ HARVEY "Let England Shake"
→ Polly kann wenigstens "colour" richtig schreiben! Das Album hat seit seinem Erscheinen bzw. seiner Ankunft in meinen vier Wänden meinen MP3-Player nicht mehr verlassen. Ich kann mich beim besten Willen auch nicht dazu bringen, es von dort zu löschen, selbst wenn ich den Speicherplatz bräuchte. Wenn ich irgendwann mal wieder dumm genug sein sollte, eine Top-100-Liste zu entwerfen (Satan bewahre!), dann ist dieses Album garantiert dabei. Mir gefallen auch die anderen mir bekannten Alben von Polly, aber dieses hier finde ich ganz besonders atemberaubend und magisch. Ich würde ja normalerweise an dieser Stelle noch irgendwelche zweideutigen (oder weniger einfallsreich eindeutigen) Andeutungen zu Polly schreiben, aber seit 2 Wochen habe ich eine attraktive 19jährige Haushaltshilfe, auf die sich jetzt meine perversen Gelüste ganz wunderbar fokussieren lassen (sie macht ein soziales Jahr, ich hatte mir bei einem Krampfanfall den Oberschenkel ausgerenkt und bin deshalb nicht sehr mobil). Ja, ich bin ein furchtbar schlechter Mensch und nein, ich habe sie nicht angebaggert. Man mag mich ja krank, lüstern und pervers nennen, aber... aber... ähm... hm... :hmmm: Mir fällt keine Möglichkeit ein, diesen Satz zu beenden.

Anhören: 'All and Everyone'


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NEGATIVE PLANE "Stained Glass Revelations"
→ Ja, die Amis können auch "puren" Black Metal und nicht nur hippieskes Kaskadengeplänkel spielen, wobei sich hier trotzdem in der Gitarrenarbeit ebenso wie bei der GORGUTS ein paar Post-Rock-Parallelen ausmachen lassen. Eines der besten schwarzen Alben, die in den letzten Jahren aus den Staaten zu uns schwappten.

Anhören: 'Angels of Veiled Bone'


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FORGOTTEN SILENCE "La Grand Bouffe"
→ Die verrückten Tschechen sind zurück. Oder waren schon letztes Jahr zurück und ich habe es nur nicht mitgekriegt. Wie immer zu wenig Ohren und zu wenig Zeit auf viel zu viel Musik. Verrückter Jazz-Avantgarde-Prog-Death-Metal, der nicht mehr so wild und inonsequent wie früher zwischen allen möglichen Ideen und Stilen hin und her springt, sondern ausgefeilter und fokussierter wirkt. Die klaren Vocals sind stark verbessert (neuer Sänger?), die Produktion fetter und klarer; man hat sich in allen Belangen gesteigert. Fans von OPETH, GORGUTS, ORPHANED LAND, ATHEIST, EPHEL DUATH und MAUDLIN OF THE WELL dürfen hier gerne ein oder zwei Ohren riskieren. Bin sehr angetan davon, wie die Band sich gemausert hat von "interessant, wenn auch recht ungeschliffen" zu "verdammt, das ist ja richtig gut". Wäre was für die Prog-Plauder-Ecke, aber wie bei allen "meinen" Prog-Bands wird das wieder nur ein Selbstgespräch. Wozu über neue Prog-Bands reden, wenn man über ein mittelmäßiges DT-Fan-Cover sabbern kann?

Anhören: 'Translucide'


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ISVIND "Intet Lever"
→ Ein riesengroßer Mittelfinger an alle anderen altgedienten Helden der alten Norwegerschule. Klar, Weiterentwicklung ist wichtig. Aber wenn alle sich weiterentwickeln, muss doch irgendjemand noch den Geist, die Fackel des klassischen Norge-BM weitertragen!

Anhören: 'Kjølhalt'


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KATHARSIS "Fourth Reich"
→ Schon wieder so eine LP, die grundlos als EP vermarktet wird. 5 Songs auf 46 Minuten ergeben eine Langrille! Auf halbem Weg zwischen ursprünglichem Geprügel à la alte DARKTHRONE und modernem ... oje, sag ich jetzt wieder Orthodox Black Metal? Eijeijei. Sagen wir einfach, es bringt den Sound von "A Blaze in the Northern Sky" und "Transilvanian Hunger" ins 21. Jahrhundert.

Anhören: 'Eucharistick Funereall'


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CHAOS INVOCATION "Black Mirror Hours"
→ Ähm... ähm... verdammt, das ist jetzt gerade das letzte Album dieser Liste, welches eine Beschreibung braucht, der Rest ist bereits getippt. Also... äh... schon der Vorgänger beeindruckte mich vor allem aufgrund seiner eigenwilligen und elegischen Gitarrenarbeit in Verbindung mit stahlklarem Black Metal. Das hier baut darauf auf, führt keine großen Veränderungen ein, poliert das Ganze aber noch auf Hochglanz.

Anhören: 'Beyond Coming'


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LISSIE "Catching a Tiger"
→ Miau. TOM WAITS meets DIXIE CHICKS. Oder die Rhythmusabteilung von THE BOOK OF KNOTS trifft auf ELLIE GOULDING. Smartes Pop-Album mit total knuffel-wuffeliger Sängerin. Kriminell catchy, ohne dabei süßlich und penetrant zu sein.

Anhören: 'In Sleep'


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FLAGELLANT "Maledictum"
→ Trve Grim as Fvck Svedish Black Metal ov Evil! Majestätischer Old School BM mit erstaunlich apartem Sänger, großartigen Riffs, herrlich schleppenden Parts und wunderbar hasserfüllten Songs. Pure Freude in seiner grimmigsten Form! Erinnert mich etwas an ASCENSION. Klare bis schlackige Riffs à la OFERMOD. Und noch eine weitere Band schwirrt mir als Vergleichsgröße im Kopf herum, ich komme aber ums Verrecken nicht auf den Namen. Dabei habe ich die in der Sammlung zu stehen. Aber die wird ja immer größer! Nächsten Monat kommen ja wieder 20 Alben dazu! Wer soll das noch alles hören! Wie dem auch sei: So spielt man heutzutage unverfälschten, kraftvollen Black Metal! Die Band, die mir nicht einfallen wollte, reimt sich vielleicht auf Saathain oder Ratwein oder Badbein. Oder? Nee, die Vocals sind zu markant anders. Obwohl die Sänger den gleichen Künstlernamen verwenden. Verdammt sei mein löchriges Gedächtnis! MGŁA? Keine Ahnung...

Anhören: 'Towers of Silence'


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NAUTICUS "The Wait"
→ Es gilt alles, was auch bereits letzte Woche geschrieben wurde ;) Es wäre wohl etwas hoch gegriffen, wenn ich den Prog Rock hier mit TOOL vergleichen würde, aber die Ähnlichkeiten sind da. Ebenso mit COG. Atmosphärisch, locker, angefrickelt.

Anhören: http://nauticus.bandcamp.com/


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WATAIN "The Wild Hunt"
→ Die ersten paar Durchläufe waren ziemlich ernüchternd. Es war zwar klar, dass es Nils' Hype niemals standhalten könnte, doch es macht mich immer ein wenig nervös, wenn Leute, die nicht ganz so tief in der schwarzen Materie verwurzelt sind wie ich, plötzlich neue Alben von großen Namen mit Hyperlativen überhäufen. Besonders wenn es keinerlei Anzeichen gibt, dass besagte Leute auch in etwa zur gleichen Zeit erschienene kleinere Namen des Genres zum Vergleich herangezogen haben. Black Metal geht halt immer mit einem zynischen Elitarismus einher, selbst wenn dieser ungewollt ist und man so wie ich über das Genre hin und wieder problemlos lachen kann. Auch ohne diese Vorablorbeeren aus den Fingern eines selbst zu jeder von Petrucci nur durch versehentliches Anstoßen der Gitarre erzeugten Note sabbernd ejakulierenden DREAM-THEATER-Fanboys in meinem Hinterkopf wollte sich beim Hören keine besondere Euphorie einstellen. Eher ein leichtes anerkennendes Nicken. Klar, es ist gut gemacht, solide gespielt, enthält etwas Abwechslung. Aber gleichzeitig ist es enttäuschend zahm, zahnlos und erstaunlich unauffällig. Im Direktvergleich mit anderen aktuellen Veröffentlichungen im BM-Bereich wie z.B. "Magia Gwiezdnej Entropii" von PLAGA, "Almighty Arcanum" von DENOUNCEMENT PYRE oder die oben genannte "Maledictum" von FLAGELLANT und ganz besonders "Henbane" von CULTES DES GHOULES sieht es doch recht blass aus und auch gegenüber den eigenen Vorgängern ist es in Sachen Intensität, Eingängigkeit, Grimmigkeit und Spielfreude ein ziemlicher Rückschritt. Nicht ein einziges Mal wollte ich die Mundwinkel nach unten ziehen, unsichtbare Apfelsinen jonglieren, den Abbath-Tanz aufführen, Jungfrauen schänden, Ziegen opfern, die Pommesgabel gen Himmel recken oder mit einem Zauberer-Hut auf dem Kopf durch verschneite Wälder laufen. Das ist eigentlich kein allzu gutes Zeichen bei einem Black-Metal-Album. Allerdings kann auch nicht immer jedes neue Album einer Band besser sein als das vorhergehende. Die neue CULT OF LUNA finde ich zwar auch solide, doch eben nicht annähernd so gut wie die drei Alben zuvor. Es muss halt auch solche Alben geben. Und bitte entschuldige die überspitzte Beschreibung für Deine Euphorie, lieber Nils, ich bin halt nur ein abgestumpfter, zynischer Griesgram, der anderen Menschen einfach nicht ihre Begeisterung gönnen kann. Empathie, Freude und Toleranz sind eben einfach nicht Black Metal. Schlimm, ich weiß.

Anhören: 'Sleepless Evil'


Disclaimer: Die aktuelle Feindseligkeit gegenüber Nils' Lieblings-Band kommt nur daher, dass letztens in einem meiner Träume (!) 'The Enemy Inside' (!!!) als Hintergrundmusik vorkam. Gruselig, nicht wahr? Man sollte es dementsprechend eigentlich Albtraum nennen, aber der visuelle Teil des Traumes war verdammt cool. Ich hatte irgendjemanden erstochen, den ich nicht leiden konnte und rannte durch ein labyrinthines Gebäude. Und wieso ist meine Haushaltshilfe nicht am Wochenende hier?! Sie könnte Klausens Thrash-Sampler aus meinem Briefkasten holen! Oder meine Playlist schreiben! Und ich könnte sie dabei ungestört angaffen! Würde uns beiden das Leben einfacher machen! :boes:
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon salisbury » Sonntag 18. August 2013, 18:49

Und sonst wird immer behauptet, die Klampfer seien die Egomanen, jetzt kommt dieser Singrabe und erklärt Musik ohne Sänger bedeutungslos. Sowas.

Was ich mit "egal" meinte war...ähem...egal. Ich empfinde bei ISIS wie bei VOIVOD den Gesang eher als Untermalung des Sounds und nicht als melodieführendens, ähem, Instrument. Ich versuch mich zu erinnern...nein ich hatte noch nie einen VOIVOD-Ohrwurm. Die Stimme berührt mich nicht. Bei der Neuen schreit halt einer rum, eher den Rhythmus untermalend als die Melodie. Aber wie sie es machen, finde ich ganz gelungen. Ich bin mir sicher, der Musiker ich sich bewusst, dass er keine besondere Stimme hat, zumindest bei ISIS, aber ganz auf Vocals verzichten will man auch nicht. Könnte man aber. So einen Gesang empfinde ich dann immer eher als unspektakulär/uninteressant/egal. "Target Earth" hat dennoch 9,5 P bei mir eingesackt, weil das Gesamtergebnis ziemlich spektakulär ist. Nicht umsonst hat Havoc das Gefühl, seine Sammlung bereichert zu haben. Ich wette um mein Haupthaar, dass er den Kauf in zwei Jahren als gelungen bezeichnen wird.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Havoc » Sonntag 18. August 2013, 20:15

salisbury hat geschrieben:Nicht umsonst hat Havoc das Gefühl, seine Sammlung bereichert zu haben. Ich wette um mein Haupthaar, dass er den Kauf in zwei Jahren als gelungen bezeichnen wird.


Das kann gut sein. Ich finde das Album ja auch absolut nicht schlecht. Ich bin auch noch guter Dinge, dass sich die Songs demnächst noch mehr in mein Hirn einfräsen. Ob ich mir auch den Gesang noch was schöner hören kann weiß ich allerdings nicht. Und ausblenden kann ich ihn auch nicht. Gesang muss mir auch nicht zwingend super gefallen. Aber er darf halt nicht nerven. Und das tut er hier zumindest manchmal.
Danke für die Empfehlung mit "The Outer Limits"....aber erst mal wird "Target Earth" siziert...das reicht mir erst mal. Will es aber nicht ausschließen, dass ich mir auch noch weitere Alben hole. Ich habe übrigens ganz bewusst keine Note unter mein "Review" geschrieben wie ich es sonst üblicherweise mache. ;-)
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Jhonny » Sonntag 18. August 2013, 20:45

Dark Forest - Dawn Of Infinity

Gefälliger, sehr traditioneller Metal. Macht gute Laune und war ein guter Einkauf.


Hammers Of Misfortune - The Bastard

eine ihrer stärksten Scheiben, progressiver Kauz-Metal quasi.


Grand Funk Railroad - We're An American Band

Toller Hard Rock / AOR aus den 70er mit schön warmen Gitarren.


Elton John - Don't Shoot Me I'm Only The Piano Player

hervorragender 70er Pop-Rock mit schönen Arrangements. Auch Freunde von 70er Hard Rock oder Uralt-Prog könnten den Herrn mal antesten.


Thin Lizzy - Bad Reputation

Eine eher unauffällige Thin Lizzy Scheibe, zwar mit dem gewohnt grandiosen Sound, aber nicht ganz so überragenden Songs.


Culprit - Guilty As Charged

Ein Frühwerk des Prog Metal, dabei aber auch tief im US Metal verwurzelt. Überragende, viel zu spät entdeckte Scheibe!


Fires Of Babylon - Fires Of Babylon

Rob Rock ist ein grandioser Sänger, aber dieses Album ist eher Durchschnittsware. Solo finde ich ihn stärker.


Magnum - Vigilante

Magnum in den 80ern = überragender AOR.


Loudness - The Birthday Eve

Japanischer Heavy Metal - leider hatte ich an dem morgen viel um die Ohren, weshalb ich keine neuen Erkenntnisse zu dieser Scheibe gewinnen konnte.


Heart - Bad Animals

Wirklich ein faszinierendes AOR-Album, das sicher nicht mein letztes der Band bleiben wird.


Demon - Night Of The Demon

Klar, das ist überragender NWoBHM - aber an die "Taking The World By Storm" kommt das nicht ganz ran.


Deep Purple - Rapture Of The Deep

Toller, grooviger Hard Rock. Quasi kein Qualitätsabfall, wenn man die Scheibe mit den 70er Glanztaten vergleicht - und das mag was heißen.


Skyclad - Oui Avant-Garde A Chance

Feine Sache. Skyclad gehen ja eigentlich immer, diese Scheibe hält das Niveau dieser so abwechslungsreichen Band. Trotzdem war Come On Eileen ein kleiner Schock.


Skyclad - Tracks From The Wilderness

Emerald ist ein grandios umgesetztes Cover, v.a. die Live-Aufnahmen machen auch viel Spaß.


Hail Of Bullets - On Divine Winds

Toller Holländer-DM, lief bisher zwei Mal und gefällt ähnlich gut wie das Debüt.


Brainstorm - Hungry

In beiden Versionen angehört, klarer Punkt-Gewinn für die Aufnahmen mit Andy B. Franck :grins:


Black Sabbath - Seventh Star

Überragender Gesang. Diese Scheibe dürfte noch sehr oft laufen. Black Sabbath stärken den Eindruck, dass sie mir in den 80ern einfach noch besser gefallen als in den 70ern.


Brainstorm - Unholy

Siehe Hungry.


Brainstorm - Ambiguity

ein starkes Brainstorm-Album - die Band wurde mit dem neuen Sänger stärker und hatte auch bessere Songs parat.


Satan - Life Sentence

eines der besten traditionellen Metal-Alben der letzten Jahre.


Pagan Altar - Mythical & Magical

Sehr viel 70er Romantik in den Songs, tolle Atmosphäre. Den Rest der Truppe muss ich mir auch noch zulegen.


Of Monsters And Men - My Head Is An Animal

Feiner Folk-Pop-Rock, den jeder Fan von Mumford & Sons kennen sollte.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Havoc » Sonntag 18. August 2013, 20:54

Neben VOIVOD lief aber natürlich auch noch vieles mehr.....

SECRETS OF THE MOON - Seven Bells
- Ist im Laufe der Zeit noch deutlich gewachsen. Die anfängliche Enttäuschung bei VÖ ist nun völlig weg. "Privilegium" finde ich aber vielleicht immer noch einen Tick stärker.

CELTIC FROST - Monotheist
- Ein Monument! Die knallharten tonnenschweren Riffs! Dazu die düstere Atmosphäre. Vielleicht eines der besten BM-Alben überhaupt.

CELTIC FROST - Vanity/Nemesis
- Ist auch ganz gut...wenn auch völlig anders als das 2006er Werk.

SATYRICON - Komplette Diskographie
- "Dark Medieval Times" finde ich immer noch völlig Hammer. Mehr Black Metal kann ein Album kaum sein. "Nemesis Divina" hat mich auch mehr entzückt als früher schon mal. Hach...ich mag alle Alben total gerne...da gibt es eigentlich kaum ne neue Erkenntnis. Songs die mich überraschenderweise besonder begeistert haben...unter anderem "Possessed" und "The Sign Of The Trident".

THE VISION BLEAK - Komplette Diskographie
- Das Debüt und "Carpathia" sind wohl ihre stärksten Alben. Das letzte doomigere und teils recht harte Album finde ich mittlerweile aber auch deutlich stärker als bei der VÖ. Alles sehr cooler Stoff. Ihr schwächstes Album ist wohl Numero 3 "The Wolves Go Hunt Their Prey".
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 18. August 2013, 21:15

Jhonny hat geschrieben:Thin Lizzy - Bad Reputation

Eine eher unauffällige Thin Lizzy Scheibe, zwar mit dem gewohnt grandiosen Sound, aber nicht ganz so überragenden Songs.


Dann hat man Dir eine falsche CD untergejubelt.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Jhonny » Sonntag 18. August 2013, 21:25

Holger Andrae hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:Thin Lizzy - Bad Reputation

Eine eher unauffällige Thin Lizzy Scheibe, zwar mit dem gewohnt grandiosen Sound, aber nicht ganz so überragenden Songs.


Dann hat man Dir eine falsche CD untergejubelt.


:grins:
das bezweifel ich. Die späteren Scheiben finde ich einfach noch stärker.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Christian Schwarzer » Sonntag 18. August 2013, 21:59

@Jesus: Da du die CULTES DES GHOULES (die unser "zu jeder von Petrucci nur durch versehentliches Anstoßen der Gitarre erzeugten Note sabbernd ejakulierenden DREAM-THEATER-Fanboy" übrigens auch letzt entdeckt hat), FLAGELLANT, KATHARSIS, CHAOS INVOCATION und GORGUTS so gut bis mächtig abfeierst, kann ich diesen groben Unfug zur WATAIN grad so verkraften. Was sowieso vollkommen egal ist. Aber "ein wenig Abwechlsung"? Keine "Intensität"? Und wer zur Hölle braucht fucking Eingängigkeit (die soweiso immer wieder vorhanden ist)? Ach, jetzt geh ich doch in die Ecke heulen und du bist Schuld - zumal du mich dran erinnert hast, dass ich was von ASCENSION auch noch brauch... 20 Alben nächsten Monat? Wie zur Hölle machst du das? Ich überleg mir das nochmal, demnächst auszuziehen...
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Peter Kubaschk » Sonntag 18. August 2013, 23:11

Jhonny hat geschrieben:Culprit - Guilty As Charged
Ein Frühwerk des Prog Metal, dabei aber auch tief im US Metal verwurzelt. Überragende, viel zu spät entdeckte Scheibe!


Ja, die Scheibe ist überragend. Aber mit "Prog" hat sie doch nun wirklich so richtig überhaupt nix zu tun. Wo hörste den denn?
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