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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Havoc » Samstag 21. Dezember 2013, 01:12
AEON SPOKE – Aeon Spoke  Vom Namen her kannte ich dieses Album schon seit Jahren. Und trotz der Anpreisungen hier im Forum und des meist günstigen Preises zählte es bisher halt aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen zu den Alben, die grundlos jahrelang im erweiterten Kreis der imaginären Kaufliste stehen. Und witzigerweise wusste ich bis zum Kauf nicht einmal, dass die Band aus Mitgliedern der Band Cynic besteht. Die mag ich ja bisher ob des verzerrten Gesangs nicht. Vielleicht auch zu Unrecht. Keine Ahnung. Naja. Jetzt hab ich auf jeden Fall schon mal die Aeon Spoke. Und ich habe es nicht bereut. Sehr schönes Werk, das man so in die Ecke neuerer Anathema einordnen kann. Denn die Melodien dieses Albums befinden sich auch irgendwo zwischen Hoffnung und Melancholie. Freud und Trauer liegen hier sehr nah beieinander. Wie im echten Leben halt. Die Songs pendeln auch so zwischen Mainstream-Radio-Tauglichkeit und Anspruch. Insgesamt eine gelungene sehr feine Mischung aus angenehmen Songs und Sounds die man sicher immer mal wieder gerne auflegt. Die Scheibe taugt glaube ich für fast alle Wetter und Gefühlslagen. Mein Lieblingssong ist bisher das wunderschöne „Grace“. -> 9,0 Punkte MORBID ANGEL – Illud Divinum Insanus  Dieses Album der Death-Ikonen scheint in der Tat fast überall schlecht wegzukommen. Immerhin hat ein Death-Kenner wie Frank Albrecht damals im RH 9,0 Punkte verteilt. Wie ich dazu stehe? Nun. Meines Erachtens ist das Album gar nicht mal so dermaßen anders oder extrem wie es von vielen gemacht wurde. Das Intro finde ich schon mal sehr gelungen. „Too Extreme“ ist dann schon mal ziemlich krass. Finde den Song gar nicht so schlecht. Aber er ist vor allem locker drei Minuten too long…und nicht zu extrem. Danach kommen erst mal vier Songs die meiner Ansicht nach ziemlich nach Death Metal klingen. Erst mit „Destructos vs The Earth/Attack“ wird es wieder abgefahrener und unüblicher. Ich finde den Song aber auch irgendwie cool, da er recht locker nach vorne stampft. Die Band traut sich was und vegetiert nicht vor sich hin oder kopiert die alten Heldentaten. Ok. Ich kann schon verstehen, dass hier für den einen oder anderen alten Death-Oldie eine Welt zusammenbricht. Aber rein musikalisch gesehen ist das Album aus meiner Sicht bei weitem nicht so schlecht wie es gemacht wird. Es ist quasi das „Grand Declaration Of War (Mayhem)“ von Morbid Angel. Streitbar….ja. Aber schlecht? Nö! Dann folgt mit „Nevermore“ wieder ein echter Brecher. Und auch „Beauty Meets Beast“ macht Laune. Der vielleicht streitbarste Song dürfte dann wohl das 7-minütige „Radikult“ sein. Das klingt mehr nach Marilyn Manson als nach Death Metal. Auch der Text „Kill The Cop“ ist merkwürdig. Aber ich finde den Song trotzdem irgendwie geil. Neben dem Hit „I Am Morbid“ ist dieser Song durchaus ein tanzbares Highlight des Albums. Finde es toll, dass sich ein paar ältere Death Metal Recken so was trauen. Einzige echte Schwachstellen des Albums bleiben somit „Too Extreme!“ und der eher etwas über das Ziel hinausschießende Rausschmeißer „Profundis – Mea Culpa“. Fazit: Ein zu keiner Sekunde wie ein Schnellschuss wirkendes extremes, spannendes, kreatives, hartes und interessantes Spätwerk, bei dem man die Scheuklappen allerdings tief in der Schublade verbuddeln muss. -> 8,0 Punkte DEVIN TOWNSEND PROJECT – Ghost  Sehr ruhiges Werk des kanadischen Meisters, dass vor allem taugt, wenn man einen echt nervigen harten langen Arbeitstag hinter sich hatte. Das bringt einen dann echt runter und hilft beim entspannen. Darüber hinaus stellt man fest, dass das Album wohl doch besser ist als man eigentlich dachte. Auch in diesen chilligen Gefilden hat Devin den Bogen raus. OSI – Blood  Dieses elektronisch angereicherte Mucke von Matheos und Co. Trifft vollends meinen Nerv. Pendelt sie doch zwischen zwei meiner Lieblingsbands wie Fates Warning und Porcupine Tree. Für mich ist „Blood“ wohl das bisher beste Werk der Band, da die Songs ziemlich unterschiedlich sind und auch etwas kreativer wirken als die Songs auf den anderen Alben. Trotzdem. Alle vier bisherigen Alben sind Pflicht für Fans dieser Musik. Geile Band! DREAM THEATER – When Dream And Day Unite  Lange nicht mehr gehört. Erster Akt war, den Staub von der Hülle zu wischen. Und siehe da. Auf einmal finde ich das Album deutlich stärker als ich es in Erinnerung hatte. Ob hier eine Remaster-Scheibe mit Gesang von LaBrie Sinn machen würde? Keine Ahnung. Interessant wäre es, auch wenn ich eigentlich kein Fan von so was bin. Charlie Dominici hat die Scheibe nun mal damals mit seinem eigenwilligen Gesang veredelt. Und so sollte es wohl auch sein. Passt ja schon auch zu dem Album. Mit ihm als Sänger stünde die Band heute aber sicherlich nicht soweit oben. AMPLIFIER – Echo Street  Ich finde das Album sehr stark und es wird auch ohne wenn und aber in meinen Top 10 des Jahres 2013 zu finden sein. Nach dem megaopulenten Octopus hat die Band aus meiner Sicht genau das richtige gemacht. Nämlich einen eher ruhigen und dennoch mächtigen Nachfolger an dessen Seite gestellt. Bester Song ist vielleicht der 12-minüter „Extra Vehicular“. Insgesamt passen alle Songs gut zusammen, so dass am Ende ein elegantes Album dabei rausgekommen ist. Damit sind Amplifier wohl eine der besten Rockacts derzeit. THE AURORA PROJECT – Selling The Aggression  Diese Holländer wären in einer gerechten Welt viel bekannter. Verbinden sie doch anspruchsvolle Progideen mit wunderbaren Melodien wie ansonsten nur die Stars des Genres. Progmetall oder Progrock? Schwierig. Mir fällt außer vielleicht Riverside kaum eine Band ein die sich so genau zwischen den Stilen positioniert hat und somit natürlich genau meinen Nerv trifft. Könnte es dieses Jahr sogar bis aufs Treppchen bei mir schaffen.
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Havoc
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von Oliver Passgang » Samstag 21. Dezember 2013, 01:19
Havoc hat geschrieben:AEON SPOKE – Aeon Spoke  Vom Namen her kannte ich dieses Album schon seit Jahren. Und trotz der Anpreisungen hier im Forum und des meist günstigen Preises zählte es bisher halt aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen zu den Alben, die grundlos jahrelang im erweiterten Kreis der imaginären Kaufliste stehen. Und witzigerweise wusste ich bis zum Kauf nicht einmal, dass die Band aus Mitgliedern der Band Cynic besteht. Die mag ich ja bisher ob des verzerrten Gesangs nicht. Vielleicht auch zu Unrecht. Keine Ahnung. Naja. Jetzt hab ich auf jeden Fall schon mal die Aeon Spoke. Und ich habe es nicht bereut. Sehr schönes Werk, das man so in die Ecke neuerer Anathema einordnen kann. Denn die Melodien dieses Albums befinden sich auch irgendwo zwischen Hoffnung und Melancholie. Freud und Trauer liegen hier sehr nah beieinander. Wie im echten Leben halt. Die Songs pendeln auch so zwischen Mainstream-Radio-Tauglichkeit und Anspruch. Insgesamt eine gelungene sehr feine Mischung aus angenehmen Songs und Sounds die man sicher immer mal wieder gerne auflegt. Die Scheibe taugt glaube ich für fast alle Wetter und Gefühlslagen. Mein Lieblingssong ist bisher das wunderschöne „Grace“. -> 9,0 Punkte
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von Holger Andrae » Samstag 21. Dezember 2013, 01:39
Havoc hat geschrieben:OSI – Blood  Dieses elektronisch angereicherte Mucke von Matheos und Co. Trifft vollends meinen Nerv. Pendelt sie doch zwischen zwei meiner Lieblingsbands wie Fates Warning und Porcupine Tree. Für mich ist „Blood“ wohl das bisher beste Werk der Band, da die Songs ziemlich unterschiedlich sind und auch etwas kreativer wirken als die Songs auf den anderen Alben. Trotzdem. Alle vier bisherigen Alben sind Pflicht für Fans dieser Musik. Geile Band!
Handwerklich superb, aber emotional leider komplett tot für mich. Sehr schade, wenn man weiß, wie emotionale einige Musiker, die hier beteiligt sind, agieren können. Havoc hat geschrieben:DREAM THEATER – When Dream And Day Unite  Lange nicht mehr gehört. Erster Akt war, den Staub von der Hülle zu wischen. Und siehe da. Auf einmal finde ich das Album deutlich stärker als ich es in Erinnerung hatte. Ob hier eine Remaster-Scheibe mit Gesang von LaBrie Sinn machen würde? Keine Ahnung. Interessant wäre es, auch wenn ich eigentlich kein Fan von so was bin. Charlie Dominici hat die Scheibe nun mal damals mit seinem eigenwilligen Gesang veredelt. Und so sollte es wohl auch sein. Passt ja schon auch zu dem Album. Mit ihm als Sänger stünde die Band heute aber sicherlich nicht soweit oben.
Auch wenn Du mit dem letzten Satz wohl recht haben wirst, will ich diese wundervollen Songs nicht von James hören. Live ist das schon immer schwierig, aber konserviert? Dieses ALbum ist für mich so perfekt, wie es ist. Jeder Veränderung wäre eine Verschlimmbesserung. Some things better left untouched.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Havoc » Samstag 21. Dezember 2013, 10:13
Havoc hat geschrieben:DREAM THEATER – When Dream And Day Unite Lange nicht mehr gehört. Erster Akt war, den Staub von der Hülle zu wischen. Und siehe da. Auf einmal finde ich das Album deutlich stärker als ich es in Erinnerung hatte. Ob hier eine Remaster-Scheibe mit Gesang von LaBrie Sinn machen würde? Keine Ahnung. Interessant wäre es, auch wenn ich eigentlich kein Fan von so was bin. Charlie Dominici hat die Scheibe nun mal damals mit seinem eigenwilligen Gesang veredelt. Und so sollte es wohl auch sein. Passt ja schon auch zu dem Album. Mit ihm als Sänger stünde die Band heute aber sicherlich nicht soweit oben.
Auch wenn Du mit dem letzten Satz wohl recht haben wirst, will ich diese wundervollen Songs nicht von James hören. Live ist das schon immer schwierig, aber konserviert? Dieses ALbum ist für mich so perfekt, wie es ist. Jeder Veränderung wäre eine Verschlimmbesserung. Some things better left untouched.
Ich stimme Dir da zu. Wobei ich den Opener "A Fortune In Lies" auf der neuen "Live At Luna Park" DVD sehr gelungen finde. Das hat mic hauch dazu bewogen dieses Album hier noch mal auzulegen. Dürfte meine mit Abstand am wenigsten gehörte DT-CD sein. 
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von the seeker » Samstag 21. Dezember 2013, 12:14
@Havok ich bin gespannt wie oft du diese Morbid Angel noch auflegen wirst... du formulierst alles schwammig und relativierst jede positive Beschreibung 
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von Havoc » Samstag 21. Dezember 2013, 13:27
the seeker hat geschrieben:@Havok ich bin gespannt wie oft du diese Morbid Angel noch auflegen wirst... du formulierst alles schwammig und relativierst jede positive Beschreibung 
Mag sein. Das ist schon ein "schwieriges" Album. Hatte letztens auch mal einen Durchgang, den ich abbrechen musste weil ich grad gar keinen Bock drauf hatte. Gestern wiederum fand ich sie echt sehr cool. Das Album ist wirklich ein Grenzgänger. 
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von Christian Schwarzer » Montag 23. Dezember 2013, 11:24
Stand der letzten zwei Wochen. Ab heute wird über die Winterferien nur noch (oder zumindest konzentriert) Material von 2013 gehört.
letzte Woche (9.12 – 16.12) The Vision Bleak – Witching Hour Ofermod – Mysterion Tés Anomias Chaos Invocation – In Bloodline with … Isengard – Hostmorke Fides Inversa – The Algolagnia Divine Walknut – Graveforests & Their Shadows Deathspell Omega – Si Monumentum Funeral Mist – Maranatha Ofermod – Tiamtü Shining – V: Halmstad Insomnium – Above The Weeping World Antaeus – Words As Weapons Deathspell Omega – Fas, Ite, Maledicti Secrets Of The Moon – Anthitesis Watain – Casus Luciferi Deathspell Omega – Massgrave Asthetics Deathspell Omega – Chaining The … Aevangelist – Omen Ex Simulacra Eudaimony – Futile Schubert – Winterreise Speedwolf – Ride With Death Isengard – Hoestmoerke Katharsis – VVorld VVthout End Deathspell Omega – Drought Temple Koludra – Temple Koludra Bathory – Blood Fire Death Watain – Sworn To The Dark Deathspell Omega – Paracletus Immortal – Battles In The North Shining – V: Halmstad Creature – Helioskron Dissection – Storm Of The Lights Bane
Diese Woche (16 – 22.12) Da kommen einem Essays und andere Kleinigkeiten dazwischen und schon hat man kaum noch Zeit zum Musik hören...
Death – Scream Bloody Gore Eudaimony – Futile Cultes Des Ghoules – Henbane Stormwarrior – Stormwarrior Grave – The Dark Side Of Death Speedtrap – Powerdose Nile – Those Whom The Gods Detest Bathory – Blood Fire Death Gamma Ray – Majestic Blind Guardian – Tales From The Twilight Blind Guardian – Somewhere Far Beyond HammerFall – Glory To The Brave Helrunar/ Arstidir Lifsins - Fragments: A Mythological Excavation (Split)
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von Michael Sommer » Dienstag 24. Dezember 2013, 00:59
Zur Illud Divinum Insanus:
Ich find die Scheibe ehrlich gesagt auch nicht einmal so schlecht! Gewöhnungsbedürftig, sicher ...aber schlecht ist sie nicht!
...This is so Death Metal! (M. van Drunen)
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von Havoc » Dienstag 24. Dezember 2013, 12:12
SHADOW GALLERY – Digital Ghosts  Dieses Werk lief mir gestern noch mal richtig gut rein. Der neue Sänger hat vielleicht nicht die allerschönste Stimme, aber er passt schon irgendwie zu Shadow Gallery. Die Musik auf dem Album kommt mir etwas rhythmischer und „groovender“ vor als auf den älteren Scheiben. Das sorgt dafür, dass das Werk richtig Spaß macht. Leute…hört euch das Album noch mal an. Ich denke ihr werdet verwundert sein wie stark das Album doch ist. SYMPHONY X - Iconoclast  Nach dem sehr polierten und technischen „Paradise Lost“ hat man in dieser Hinsicht noch mal eine Schippe drauf gelegt. Hier klingt nun wirklich alles nach einem metallischen Soundtrack zu „Terminator“. Ich bin sehr gespannt, ob dies beim nächsten Album beibehalten oder sogar noch weiter ausgebaut wird. Einerseits mag ich diese Ausrichtung, aber andererseits würde ich es auch begrüßen, wenn man noch mal etwas in Richtung Vergangenheit gehen würde. Fans und jene die es werden wollen sei unbedingt empfohlen sich das Digi zu holen. Befinden sich hier doch zwei der besten Songs des Albums drauf. REDEMPTION – This Mortal Coil  Dieses Album muss man sich hart erarbeiten. Insgesamt ist es etwas frickeliger und schwieriger als der Vorgänger „Snowfall On Judgment Day“. Diesen sehe ich zwar immer noch knapp vor diesem Album, aber auch „This Mortal Coil“ ist ein verdammt starkes Album. Vor allem der Track „Let It Rain“ ist richtig geil. Im direkten Vergleich zu einem Album wie z.B. Arch/Matheos geht mir dieses Album etwas zu sehr unter.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 25. Dezember 2013, 14:31
Sorry, ich bin wohl die letzten zwei Wochen etwas aus dem Tritt geraten. An das hier kann ich mich noch entsinnen: Katharsis: 666 / CD http://www.youtube.com/watch?v=neSsuiakI7MDas ist dann wohl der wichtigste Einstieg des Monats. Die "Kruzifixxion" (Album Nr. 2) habe ich ja schon ein paar Wochen, aber ich wollte die Band chronologisch kennenlernen, daher musste erst einmal das Debüt her. Nun, dazu muss ich sagen, dass es die Erwartungen deutlich übertrifft. Ein sehr garstiges und intensives Werk. Von der Stimmung her erinnert es mich mehr als nur ein wenig an "Under A Funeral Moon" (das gilt vor allem für Riffing und Gesang). Großartiger Auftakt für meine Entdeckungsreise durch das kathartische Schaffen. Vor allem, weil ich damit rechne, dass ein Zuwachs an Eigenständigkeit sicher nicht schaden wird. Deicide: In The Minds Of Evil / CD http://www.youtube.com/watch?v=FSkc-ZISYQMDas ist zwar relativ überraschend, aber für mich tatsächlich eine der besten DM-Scheiben des Jahres 2013. Gesanglich stark und super produziert, dazu tolle Leadgitarren und Soli. Passt hervorragend. Satan's Host: Virgin Sails / CD http://www.youtube.com/watch?v=mpoO_g9K-8wEine der wenigen nicht norwegischen Bands, die dieses Jahr um meinen Jahressieg mitringen darf. Es wurde ja schon viel darüber geschrieben, weshalb ich mich hier kurz fasse: Harry Conklin ist göttlich unterwegs, und Patricks Riffs stehen dem in nichts nach! Hamferð: Evst / CD http://www.youtube.com/watch?v=uzaU_8h9XuISehr feiner, sakraler Funeral Doom in färingischer Sprache. Eine der Entdeckungen des Jahres für mich, auch wenn ich aktuell nicht so doomaffin unterwegs bin. Silexater: Silexater / CD http://www.youtube.com/watch?v=bPGLi_b9A5QHier habe ich mal das gesamte alte Demo- und EP-Material auf CD gesichert, das die deutsche BM-Kultband in den frühen Neunzigern ablieferte. Sehr starker, melodisch eingängiger Black Metal im typischen Soundgewand des Surrens und Ratterns. Was liebt der Schlagzeuger seine Cymbals... Queensryche: Queensryche / CD http://www.youtube.com/watch?v=fcGYjLLXIG8Das Album erntete einige Begeisterung, aber auch viele Fragezeichen. Irgendwie war das bei der Vorgeschichte zu erwarten. Ich bin da eher unparteiisch, da mich QR noch nie besonders interessiert hat. Auch die Klassiker finde ich zwar stark, aber sie stehen mir emotional nicht besonders nahe. Seit spätestens "Hear In The Now Frontier" war mir die Band einfach nur egal, und daher stehe ich auf keiner der beiden Seiten. Allerdings muss ich sagen, dass mir dieses Album schon sehr gut gefällt, weil es klassischer und (ein bisschen) metallischer klingt als die letzten Scheiben mit Geoff Tate. Der Gesang ist absolut toll, und einige Songs finde ich sehr eingängig und einschmeichelnd. Doch, ein schönes Album! Finntroll: Jaktens Tid / CD http://www.youtube.com/watch?v=c-N9q_icsNwÜber die folkigen Humpa-Einflüsse und den Joik-Gesang kann man sicher geteilter Meinung sein, und ich bin jetzt auch kein riesiger Fan des Stils, aber was den folkigen Pagan Metal angeht, war für mich Finntroll immer eine der überzeugendsten Bands. Das ist so, weil sie trotz der berüchtigten Zutaten nie die nötige Härte verloren hat und eben nicht vollends in den Kitsch- und Sauflied-Metal abgedriftet ist, wie dies vielen Artgenossen passiert ist. Die Band erzählt grimmige Trollmärchen mit Augenzwinkern aber auch mit einer feinen Garstigkeit, und damit nimmt sie durchaus eine Sonderstellung im Genre ein. Accept: Accept / CDAccept: I'm A Rebel / CD http://www.youtube.com/watch?v=SDDDznfta4Mhttp://www.youtube.com/watch?v=int0HgPZ768Lief bei meinem Neffen auf dem Geburtstag. Für mich eine wirklich überragende Scheibe. Viele finden Accept ja erst ab "Breaker" toll, aber das kann ich so nicht unterschreiben. Für mich sind etliche meiner absoluten Accept-Favoriten auf den ersten beiden Scheiben. Vor allem "The King" ist überragend. Witzigerweise halte ich auf beiden Scheiben die jeweils zwei von Peter Baltes gesungenen Stücke für noch besser als die von Udo gesungenen. The Hounds Of Hasselvander: The Ninth Hour / CD http://www.youtube.com/watch?v=BNTFRLaLJfAErster Hördurchlauf. Noch keine wirklich abschließende Meinung, außer dass es gut ist. Sehr feine Harmonien, toller Gesang, und eine wahnwitzig heavy geratene Produktion. In jedem Fall eine weitere feine, urdoomrockige Scheibe des Altmeisters Joe Hasselvander (u.a. Raven, ex-Pentagram etc...) Manowar: alles http://www.youtube.com/watch?v=bosF_2paykADas bringt es so mit sich, wenn wir Kartenabend haben. Manowar ist sozusagen der kleinste gemeinsame Nenner der Binokel- und Schafkopf-Runde, und meistens hat Kamerad A. seinen iPod dabei und stellt die Manowar-Playlist auf Shuffle. Das sorgt dafür, dass ich wenigstens diese Klassiker meiner Sammlung doch zumindest ein paar mal im Jahr geballt zu hören bekomme. So, mehr fällt mir gerade nimmer ein.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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