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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Schaf » Sonntag 17. Mai 2015, 19:38
11.05 — 17.05. WOLVES LIKE US - Black Soul Choir→ Der melodische Post-Hardcore flutscht mit seinen herrlich schwermütigen Refrains und punkigen Riffs butterweich durch die Gehörgänge wie eine Kreuzung aus SHELLAC und A DAY TO REMEMBER. Noch würde ich behaupten, dass das Debüt "Late Love" eine Spur besser war, aber "Black Soul Choir" ist alles andere als schlecht geraten und absolut empfehlenswert. Anhören: Dig With Your Hands SULPHUR AEON - Gateway to the Antisphere→ Den matschigen Sound des Debüts mochte ich mehr, der hatte so etwas Mystisches, Geheimnisvolles, was zur Lovecraft'schen Thematik passte. Das neue Album klingt eine Spur zu glatt. Halt so typisch todesbleiern. Aber dafür sind die Songs nach wie vor großartig. Der Kopf rollt und bangt, die Faust wird in die Höhe gestreckt und Cthulhu wird angebetet. Diese Riffs! Dieser Groove! Wahnsinn! Anhören: Devotion to the Cosmic Chaos <CODE> - Mut→ Nanü? Der Black Metal ging flöten zugunsten von Melodic AOR? Aber wie bei WOLVES LIKE US flutscht auch hier die Musik herrlichstens durch die Ohren wie eine Mischung aus Butter, Olivenöl und Gleitgel. Zweimal gehört und jeder Song setzt sich erbarmungslos in den Trommelfellen fest — ohne zu nerven. Proggig? Selten, aber ganz simpel gestrickt ist es auch nicht. Man findet den richtigen Zwischenweg. Auf alle Fälle ist es stilistisch weit entfernt von "Augur Nox" und "Resplendent Grotesque". Aber warum auch nicht? Anhören: Numb, An Author MASTER'S HAMMER - Vagus Vetus→ Zwar weiß ich noch nicht, wie gut genau ich die Platte finde, aber die ist zumindest so herrlich kauzig, dass ich mir jedenfalls schon mal sicher bin, dass mehr MASTER'S HAMMER auf den Einkaufszettel kommt. Anhören: V Aiolských Harfách SVARTIDAUÐI - The Synthesis of Whore and Beast→ Satan! Satan! Sataaaaaan! Isländer, die in ihrer Freizeit gerne DEATHSPELL OMEGA und CLANDESTINE BLAZE hören und womöglich das eine oder andere Schäfchen schlachten und dem gehörnten Fürsten der Finsternis opfern. Denn mal ehrlich, was hat man denn sonst zu tun auf Island? Das muss dort doch elendig langweilig sein... Anhören: Venus Illegitima DEVOURING STAR - Through Lung and Heart→ Satan! Satan! Sataaaaaan! In Finnland ist es wohl nur marginal spannender als in Island, dementsprechend kommt auch von dort erstklassiger Black Metal. Je weniger man zu tun hat, umso mehr kommt man auf dumme Ideen und beginnt erst, düstere Musik zu schreiben und wenn das nicht reicht, begeht man Suizid, zündet eine Kirche an, ermordet seine Bandmitglieder oder opfert hilflose Tiere (nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge). Anhören: To Traverse the Black Flame MELECHESH - Enki→ Ein weiteres solides und unterhaltsames Album der Israelis, ganz ohne Überraschungen. Für das spezielle Gitarrentuning braucht man wohl ein absolutes Gehör, denn mir fällt da nichts auf. Anhören: Enki — Divine Nature Awoken KIMBRA - The Golden Echo→ Die liebreizende Neuseeländerin bringt ihr zweites Album unter die Leute. Nach wenigen Durchgängen kann ich noch nicht allzu viel sagen, aber es tönt zumindest weniger jazzig als auf dem Debüt und mehr nach Dancefloor à la RÓISÍN MURPHY, die ich allerdings auch sehr schätze. Ja, genau, ich mag hin und wieder locker-flockigen Flausche-Pop und wenn er auch noch von hübschen Damen interpretiert wird, gibt das auch noch Bonuspunkte. Anhören: Goldmine THY DARKENED SHADE - Liber Lvcifer I: Khem Sedjet→ Zwar sind die Griechen arm wie Kirchenmäuse, aber ähnlich den Nordländern scheinen sie genau deswegen den ganzen Tag nichts zu tun zu haben und zaubern deshalb andauernd erstklassiges Schwarzmetall aus dem Ärmel. Dieses edle Wunderwerk satanischer Huldigungskunst (ist das ein Wort?) sitzt nicht umsonst (Spoiler!) auf dem Thron meiner Lieblingsalben 2014 — oder zumindest auf einem der obersten drei Plätze  Anhören: Saatet-ta Renaissance SÓLSTAFÍR - Ótta→ Natürlich ist es nicht schlecht, was die Jungs hier abliefern, aber "Masterpiece of Bitterness" und "Köld" waren zwei der originellsten Scheiben im Metal, während "Svartir Sandir" und diese hier eben nur 1:1 die Landsmänner von SIGUR RÓS imitieren. Sie machen das sicherlich gut und ich mag auch das Original sehr, vermisse aber die Einzigartigkeit und Unnachahmlichkeit, die die Band einst für sich entdeckte. Post-Rock gibt's viel, aber SÓLSTAFÍRs vormalige Klänge waren ein Unikat. Anhören: Nón SINMARA - Aphotic Womb→ Island, die Zweite. Die Gitarrenarbeit erinnert etwas an SÓLSTAFIR (bevor die flauschigen Post-Rock spielten), was dementsprechend Bilder karger Eislandschaften heraufbeschwört. Anhören: Shattered Pillars MISÞYRMING - Söngvar Elds Og Óreiðu→ Island, die Dritte. Und wie sagt unser Rabe doch so gern? Rüdiger Stehle hat geschrieben:Schon jetzt Spitzenkandidat für das BM-Album des Jahres.
Anhören: Endalokasálmar PALLBEARER - Foundations of Burden→ Bei der SULPHUR AEON beschwerten sich alle über einen "Hype", hier seltsamer Weise jedoch nicht. Wahrscheinlich weil der traditionelle Sound mehr Leute anspricht und somit weniger Leute drüber jammern können. Anhören: The Ghost I Used to Be MAYHEM - Ordo Ad Chao→ Ein durch und durch faszinierendes Album, welches mit Funeral Doom und modernem Orthodox Black/Death Metal mehr gemeinsam hat als mit dem, was man nach dem relativ glatten "Chimera" von den Urvätern des norwegischen Schwarzwurzelgebräus erwartet hätte. Ich verstehe nur nicht, was viele daran angeblich so "unzugänglich" und "schwierig" finden. Haben diejenigen noch nie Metal gehört? Anhören: Illuminate Eliminate <CODE> - Augur Nox→ Im Direktvergleich mit dem Nachfolger dann doch etwas ganz Anderes. Anhören: Ecdysis CULT OF LUNA - Vertikal→ Mit Langrille Nummero 6 überraschen mich die Schweden wieder einmal, da sie es schaffen, ihr scheinbar eingerostetes, überholtes Genre abermals neu zu erfinden, ohne sich aus ihrem Wohlfühlbereich zu bewegen oder gar müde zu klingen (ISIS, NEUROSIS, ich gucke euch und eure jeweils letzten Alben an). Tatsächlich scheinen die Jungs im Augenblick die Könige des Post-Metal zu sein, die sowohl mit Kreativität als auch straffen Kompositionen regieren. Anhören: I: The Weapon THE RUINS OF BEVERAST - Blood Vaults→ Schwierige und doch herrlich faszinierende Kost. Kein Black Metal mehr, eher Death Doom, aber egal. Kompositorisch betrachtet mitunter der beste und komplexeste Death Doom, der mir unter die Ohren kam. Immer wieder eine Wonne. Anhören: A Failed Exorcism BEHEMOTH - The Satanist→ Positiv fällt schon mal die Produktion auf, die mir zuvor gerne die Alben der Band — ganz besonders die geradezu unhörbare "Demigod" — ruinierte. Was der Herr Schwarzer allerdings an einem erhöhtem Black-Metal-Anteil heraushört, bleibt mir jedoch ein Rätsel. Die "Evangelion" habe ich zwar nicht gehört, allerdings würde ich mal behaupten, dass die Band noch nie weniger Black Metal in ihrem Sound enthielt. Oder überhaupt weniger Metal. So viel Mainstream-ROCK à la GUNS N' ROSES oder ALICE IN CHAINS dürfte einige der alten Fans ganz schön vergrätzen, aber ich finde, es steht der Band sogar recht gut. Die melodische Gitarren-Arbeit gefällt zumindest mir besser als das durchgehend brachiale Gemetzel der Vorgänger und die subtilen Einsätze von Orgeln, Saxophon u.ä. sind auch gelungen. Wäre nicht Nergals Röhren, könnte man einige der Songs glatt im Radio spielen. Anhören: Ora Pro Nobis Lucifer
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Schaf
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 20. Mai 2015, 01:09
Mal wieder ein wenig Statistik-Nerdismus:
Meistgehörte Bands:
01. Manilla Road (35 Spins) 02. Venom (21) [25] 03. Satan's Host (14) 04. David Allan Coe (13) 05. Stormwitch (11) 06. Raven, Dødheimsgard, Mayhem (10)
Meistgehörte Alben:
01. Manilla Road "The Blessed Curse" (23 Spins) 02. Satan's Host "Pre-Dating God" (13) 03. V.A. "Metalliance Vol. 1" (11) 04. Raven "ExtermiNation" (10) 04. Dødheimsgard "A Umbra Omega" (10)
Meiste verschiedene Alben pro Band:
1. Manilla Road (8 Alben) 2. Venom [8], Stormwitch (6 Alben) 4. Danzig, Manowar, Mayhem (5 Alben)
Manilla Road dominiert bisher ziemlich gnadenlos alle Disziplinen, wobei ich mir sehr gut vorstellen könnte, dass Venom bald aufschließt, nachdem mich aktuell zwei tolle Versionen der Band live begeistern und sich das auch durch's ganze Jahr ziehen wird, weil ich jede davon 2-3 mal sehen werde und das immer auch das Backprogramm-Hören animiert. Wenn man bei Venom M-Pire Of Evil mitrechnen würde, dann wäre das eh schon knapp [eckige Klammer].
Mit Ausnahme von David Allan Coe ist tatsächlich keine einzige Band dabei, die ich nicht schon seit mindestens 15-20 Jahren kenne und mag. Für mich ist 2015 also bisher definitiv ein Jahr der rostfreien alten Liebe. Wobei ich DAC zwar noch nicht so lange verfolge, der aber ja noch viel älter und länger aktiv ist, als all die Metaller in der Liste.
Dafür sind die meistgehörten Alben ausnahmslos 2015er-Releases, was jetzt so ungewöhnlich nicht ist. Aber halt auch wieder neue Alben alter Helden.
Dass ich einen ausgeprägten Alte-Bands-Fetisch habe, ist ja nichts Neues, aber dieses Jahr fällt mir das echt extrem auf. Ich bin quasi die Antithese zur im DF gerade populären These, dass die "jungen Wilden" gerade viel besser seien als die alten Schlachtrösser.
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von Feamorn » Mittwoch 20. Mai 2015, 08:50
Schaf hat geschrieben: MELECHESH - Enki→ Ein weiteres solides und unterhaltsames Album der Israelis, ganz ohne Überraschungen. Für das spezielle Gitarrentuning braucht man wohl ein absolutes Gehör, denn mir fällt da nichts auf.
Das war auch mein Gedanke beim ersten Anhören, "klingt wie immer". 
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von Havoc » Samstag 23. Mai 2015, 21:14
Erste Eindrücke nach ein paar Umdrehungen meiner drei neuen Scheiben...
Sorcerer - In The Shadow Of The Inverted Cross Geil! Hat mich vom Fleck weg direkt begeistert. Vor allem der Gesang ist richtig geil. Dazu ist das Doom der nicht nur doomig ist. Nee. Da ist auch viel Heaviness und Rock drin. Richtig cooles Teil.
Unleashed - Odalheim Erster Durchgang etwas unscheinbar. Aber jetzt zündet das Ding immer mehr. Gerade der oft erwähnte schwärzere Anstrich bereitet mir Freude. Mann macht das Spaß. Die Band ist gerade wieder extrem "In" bei mir. Ist das vielleicht sogar die beste Scheibe sein "Midvinterblot"? Hier muss jedenfalls auch irgendwann die Neue her.
God Dethroned - Into The Lungs Of Hell Eigetlich eine Art Schwesterband von Unleashed. Es gibt einige Parallelen. Es ist hart, es ist melodisch...und vor allem. Der recht harte Gesang ist dennoch verständlich. Großes Plus. Dazu der fette Sound. Dieses Album gehört eher zu den melodischeren der Band. Jawoll. Aktuell meine Lieblingsjoggingmusik.
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von 123_7 » Mittwoch 27. Mai 2015, 23:30
Aufgrund von Umzug, "Urlaub" und Nichtenbetreuung ist momentan sehr wenig Zeit für Musik. Aber es lief: TOE The Book About My Idle Plot On A Vague AnxietyVerspielter, angejazzter Instrumentalrock, der weit songdienlicher ist, als diese Umschreibung vermuten lässt. Die Japaner haben einfach den Dreh raus, rhythmisch hochkomplexe Songs mit Hooks und einer faszinierend hintergründigen Melancholie zu schreiben. Wenn ich aus einem 10-Punkte-Album nun tatsächlich noch ein Song raussuchen müsste, der mir ein Tick mehr am Herzen liegt als die anderen, wäre es wohl メトロノーム, dessen inneinanderwindenden Akustikgitarren sich in diese so wunderbare Klimax steigern. FALLS OF RAUROS "Believe In No Coming Shore"Ich fand ja schon den Vorgänger richtig stark. Was die Amis aber mit ihrem aktuellen Album geleistet haben, versetzt mich jedesmal in die Ekstase. Die Produktion ist noch urtümlicher, die Songs komplexer und filigraner ausgearbeitet. Kein Metalalbum dürfte ich in den letzten 5 Jahren so häufig gehört haben, wie dieses. In dieser Musik steckt so viel Inbrunst und Energie, egal ob in den fast schon chaotischen Tremolo-Riffs, oder den sehr Americana-lastigen ruhigen Passagen. Exemplarisch am völlig genialen 'Waxen Voices'.  WORM OUROBOROS Worm Ouroboros & Come The ThawStilistisch sind sich beide Alben eigentlich sehr ähnlich, dennoch verkörpern sie für mich eine komplett andere Atmosphäre. Der "aktuelle" Output "Come The Thaw" ist etwas entrückter, introvertierter, reduzierter und versetzt mich beinahe schon in SAVOY GRAND'sche Zeitverzerrungs-Gefühle. Der Harmonieverlauf in 'Withered' bringt mich jedes mal um. Und die Bassarbeit der wunderbaren Lorraine Wrath ist auch bemerkenswert toll. Z.B. in 'Ruined Ground. Im Gegensatz zum introvertierten Ansatz dieses Albums strahl das Debüt stärker nach außen. Die Dynamik ist größer, die Songs vielleicht etwas griffiger. 'Failing Moon' hat bei mir durchaus auch Ohrwurmpotential bewiesen. Beide Alben sind mir mittlerweile so fest ans Herz gewachsen, dass ich keines der beiden missen möchte. Auf diesem Wege: Danke an das Schaf, dass er mich seinerzeit darauf aufmerksam machte.
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von Teichfrosch » Donnerstag 28. Mai 2015, 01:13
lowercase - The Going Away Present
Hm. Ganz okay. Nicht gut, nicht schlecht...
Low - I Could Live in Hope
Das dagegen ist natürlich ganz außer Konkurenz großartig und bewegend.
Nico - Desertshore
Toll. Hätte ich früher mal hören sollen - da ist mir definitiv einiges entgangen!
The Angels of Light - How I Loved You
Gleiches gilt hier. Wie konnten die mir so lange entgehen? Bombe.
Deep Purple - Made in Japan
Klassiker, den ich aber noch nicht kannte. Fetzt!
Joy Division - Closer
Nö. Mir ist nach wie vor schleierhaft, WAS ZUM HENKER an dieser Band so toll sein soll. Der Gesang ist unerträglich (und zudem dilletantisch), die Musik dudelig und langweilig. Klar, es gibt Sachen die schlimmer sind, aber auch nicht so viele.
Joy Division - Unknown Pleasures
Etwas weniger "Nö", aber immer noch ein eindeutiges "Nein". Dieser Gesang geht einfach überhaupt nicht, nölend und penetrant-nervig. Mit weniger ätzendem Gesang wäre es wenigstens nur langweilig.
At the Gates - Slaughter of the Soul
Unverändert: eine Granate.
alt-J - This Is All Yours
Hübscher und zudem zu meinem großen Erstaunen auch ziemlich erfolgreicher Indie/Alternative Rock. Verträumt, filigran, fein komponiert - wenn Mainstream häufiger so aussehen würde, dann gäbe es noch Hoffnung. Leider hat LADY GAGA mit irgend so 'nem Schrott das 10-fache an YouTube Views. Das mit der Hoffnung kann man sich also getrost an den Hut stecken.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 31. Mai 2015, 11:13
Rockhardenthalben dieses Mal eine doch recht umfangreiche Doppelwochenspielliste: GORGOROTH - Instinctus Bestialis -> Zündet nicht so gut wie der Vorgänger, bleibt aber eine solide Scheibe, die ein wenig am Dissection-Effekt "leidet", sprich mit stärkeren (Melo-)Death-Einflüssen ankommt, als die Band dies nötig hätte und ihr guttäte. IN FLAMES - Lunar Strain -> Denn wenn schon Melo-Death, dann bitte so wie hier. Für mich einer der Fälle, wo eine Band tatsächlich nach dem dritten Album ganz nennenswert abgebaut hat. RISEN PROPHECY - Into The Valley Of Hinnom -> Britischer Power/Thrash mit Bodenfrosteinflüssen. Kommt auf Metal On Metal. Ich find's sehr cool. CARTHAGODS - Carthagods -> Des Franks Tunesier mit einem vielseitig inspirierten Album, das echt feine Momente hat, wenn man auf melodischen, verspielten und leicht progressiven Metal steht. CRUACHAN - Blood For The Blood God -> Solidaritätshördurchlauf wider den tierischen Rechtewahnsinn. ISVIND - Gud -> Erwartungsgemäß bisher mein Norweger-Album des Jahres. Trotz Frauengesangs... WITCHBOUND - Tarot's Legacy -> Die anderen Sturmhexen mit einem schönen, hörbar Spengler-lastigen Album zu dessen Ehren. MYSTIFIER - Göetia -> Ein mächtiger und viel zu oft übersehener Klassiker des unskandinavischen Black Metals. VIRGIN STEELE - Nocturnes Of Hellfire & Damnation -> So richtig auf den Damm kommen DeFeis & Co. wohl echt nimmer. Dennoch besser als befürchtet. HELLOWEEN - My God-Given Right -> Mich ärgert es massiv, wenn der örtliche Händler bei VÖ nicht beliefert ist. Schöne, aber sehr typische Scheibe. DAVID ALLAN COE - Nothing Sacred DAVID ALLAN COE - Underground -> Der läuft heuer immer wieder, der zotige Country-Opa. VENOM - Welcome To Hell VENOM - Live Rock Hard 2015 (YouTube) VENOM - Cast In Stone -> Eine meiner beiden bisher meistgespielten Bands des Jahres. Und hier ist kein Abwärtstrend zu spüren. Eher im Gegenteil. MANILLA ROAD - The Blessed Curse -> Der beiden andere, deren vorliegendes Album immer noch der Jahresbannerführer ist. 21.05.2015: V.A. - Metalliance Vol. 1 RAVEN - ExtermiNation GRAVELAND - Fire Chariot Of Destruction TWISTED SISTER - Love Is For Suckers FATAL OPERA - The Eleventh Hour SAXON - Innocence Is No Excuse S.A. SLAYER - Prepare To Die S.A. SLAYER - Go For The Throat -> Die Musikauswahl auf der Fahrt zum Rock Hard Festival MANOWAR - The Lord Of Steel HELLOWEEN - Unarmed DEATH IN JUNE - Das Wolkenalbum FORSAKEN - After The Fall SIGH - Graveward -> Die Musikauswahl auf der Rückfahrt DEATH IN JUNE - Das Wolkenalbum -> Läuft gerade extrem regelmäßig. THRUST - Reincarnation -> Starkes unveröffentlichtes Bonusalbum der schmucken neuen Metal-Blade-Klassikerbox. ARCHITECTS OF CHAOZ - The League Of Shadows -> Der gute alte Paule ist wieder da und ich finde die Scheibe sehr stark, auch wenn das Kollegium das zum guten Teil nicht so sah. GWAR - Battle Maximus -> In Memoriam Oderus Urungus. War schon ein sehr cooler Frontmann, der Dave Brockie. METALLICA - Through The Never SPINAL TAP - This Is Spinal Tap -> Im Anschluss ans Pokalfinale haben wir gestern noch einen kleine Rockfilmabend angehängt. Der Metallica-Film ist von der Handlung her etwas bizarr-albern. Spinal Tap ist klassisch-albern-genial.
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von Jhonny » Sonntag 31. Mai 2015, 22:32
Wenig Zeit gehabt in den letzten Wochen aber in bisschen was läuft ja doch immer, diesmal: Public Enemy - It Takes A Nation Of Millions To Hold Us DownKlasse 80er Jahre HipHop - alles klingt noch "echt" gesampelt, und ich meine das hier absolut positiv. Warrior - The Code Of LifeUS Metal mit Rob Rock am Mikro - da kann ja nix schief gehen! Loudness - Thunder In The EastAus der Original Album Classics Reihe mein ältestes Album der Truppe, ein Muss für Power Metal Fans. Satan's Host - Pre-Dating God 1 & 2Eines der bisherigen Jahres-Highlights, schielt aufs Treppchen. Loudness - Lightning StrikesEtwas melodischer als auf früheren Werken, immer noch stark. Loudness - Hurricane Eyes / Soldier Of Fortune / On The ProwlDie melodischere, teilweise hairige Tendenz des Vorgängers findet auf diesen drei Scheiben ihre Fortsetzung. Trotzdem bleiben alle sehr gut anzuhören. Loudness - RacingEine "erst" 9 Jahre alte Scheibe der Japaner, die ich phasenweise wegen des extremen Gesangs etwas anstrengend finde. Loudness - The Law Of The Devil's LandHochklassiges Frühwerk, ein Must-Have! Lief drei Mal in der letzten Woche. Loudness - Devil SoldierEbenfalls ein starkes, sehr altes Album der Truppe. Nur knapp schwächer als die "Law". Marduk - Dark EndlessDas Debüt der Schweden-Blackies war noch recht Death Metal lastig - und ist die Marduk-Scheibe meiner Sammlung, die mich am wenigsten begeistern kann. Marduk - Those Of The UnlightEines meiner absoluten Black Metal Highlights - das beste Cover-Artwork der Band-History und der kälteste, epischste und mystischste BM Sound. Marduk - Panzerdivision MardukHart und unheimlich schnell, aber atmosphärisch nicht mehr ganz so dicht. Höre ich immer wieder gerne. Marduk - Serpent SermonDie Scheibe, die mir gezeigt hat, wie stark die Truppe auch in den letzten Jahren noch war. Marduk - FrontschweinFast genauso stark wie Serpent Sermon. Mal schaun, obs für die Jahres-Top-10 reicht. A II Z - The Witch Of BerkeleyDie erste NWoBHM Live Scheibe der Woche, gefällt durch den rohen Hard Rock Sound. Schade, dass es kein Studio Album gab, aber diese Scheibe darf man auch als Nicht-Fan von Live-Alben verhaften. Battlezone - Fighting BackDi'Anno überzeugt auch nach Maiden. Irgendwie hätte ich die Scheibe nicht so stark erwartet. In Flames - ClaymanNach dem Hören dieser Scheibe verblasste alles, was In Flames in den letzten 10 Jahren gemacht haben. Ein doch krasser Qualitätseinbruch. Warcry - Reveng In BloodRupiger Power / Thrash aus deutschen Landen. Irgendwie blöd, wenn v.a. das Omen Cover im Ohr hängen bleibt. Mike Oldfield - Tubular BellsFür manches muss die Stimmung passen. Eine faszinierende Reise in völlig rock-ferne Klangwelten. Arch Enemy - War EternalEs geht auch anders als bei In Flames - dieses Album finde ich ähnlich stark wie "Doomsday Machine" von 2005. At The Gates - At War With RealitySo geht Melo Death dann perfekt: Gefällt mir auf Anhieb richtig, richtig gut - und hätte 2014 vielleicht sogar meine Jahres Top 10 erreicht. Tysondog - Crimes Of InsanityNWoBHM aus der späten Phase; sehr ruppig gehalten, mit viel Spirit eingespielt. Ich bin froh, die beiden Alben zu haben! Vardis - 100 MPHNWoBHM-Live, die zweite! Etwas bluesiger, weniger Metal, etwas niedrigere Aufnahmequalität. Kann gegen die Berkeley-Hexe nicht ganz mithalten, auch wenn es nicht übel ist. Läuft bald noch mal. Terminus - Into Exile...Nach dem es hier um die Band ging noch mal aufgelegt, und ja, da wäre ein Album sehr interessant! Iced Earth - Plagues Of BabylonNach zwei Durchläufen verstehe ich die teils größere Kritik nicht. Das ist doch auf einem ähnlich guten Niveau wie der starke Vorgänger? Wird weiter überprüft... Edguy - Space Police: Defenders Of The CrownIch bleibe dabei - das ist die beste Edguy seit Hellfire Club, und hätte ich sie etwas früher gekauft, wäre sie locker in meiner 2014 Top Ten gelandet. Melechesh - The EpigenesisInteressanter Israeli-Black-Metal, der sich mir noch nicht so ganz abschließend erschlossen hat. Ähnlich wie Opeth kann man das nicht mit wenigen Spins beurteilen, finde ich. Korn - Take A Look In The MirrorBack to the roots - bei mir ist das halt Nu Metal. Immer wieder höre ich in letzter Zeit gerne Alben aus dieser Zeit an - und merke, dass mich manches weiter faszinieren kann. Der Gitarren- und Basssound ist mächtig und eigenständig, der Gesang ebenso. Würde heute nie für meine Top 100 reichen, aber ich kann es gerne anhören und es weckt sentimentale Gefühle. Iced Earth - Overture Of The WickedDer Ripper singt die Something Wicked Trilogie. Ne, da gefällt das Original doch deutlich besser. Arctic Flame - Declaration / Guardian At The GateZwei ordentliche US Metal Alben aus der zweiten Reihe. Keine Zehn-Punkte-Kandidaten, aber solide Hausmannskost mit starkem Sänger. Iced Earth - Days Of PurgatoryBarlow singt alle Iced Earth Schinken neu ein. Gibt mir jedenfalls mehr als Ripper, der Barlow-Sachen neu einsingt. Trikptykon - Melana ChasmataHätte ich anstrengender erwartet - hat gleich beim ersten Anhören viele gute Momente offenbart. Mal schaun, ob sie die überragende "Monotheist" schlagen kann. Destruction - Spiritual GenocideDie Jungs machen irgendwie ne ähnliche Entwicklung wie Kreator durch. Das finde ich gut Fetter Sound, gute Songs, feine Melodien - das passt. Kam doch ein bisschen was zusammen die Woche...
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von Rüdiger Stehle » Montag 1. Juni 2015, 01:08
Jhonny hat geschrieben:In Flames - Clayman Nach dem Hören dieser Scheibe verblasste alles, was In Flames in den letzten 10 Jahren gemacht haben. Ein doch krasser Qualitätseinbruch.
Und selbst die ist schon ein krasser Qualitätseinbruch im Vergleich zu den ersten drei bis vier Scheiben. 
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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