Mit etwas Verspätung die Playlist von letzter Woche (Montag bis Sonntag).
PJ HARVEY - The Hope Six Demolition ProjectDie süße Engländerin mit der Knubbelnase ist zurück und orientiert sich stilistisch am ehesten am Vorgänger "Let England Shake", d.h. sie agiert wieder etwas folkiger statt rockig, aber genau das hat mir ja an der letzten Scheibe so sehr gefallen und könnte mir vielleicht auch an dieser neuen Platte meinem Geschmack entsprechen. Mal schauen, wie das Zerstörungsprojekt und ich miteinander auskommen.
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The Wheel
BOLT THROWER - Those Once LoyalDas war ein guter Kauf. Ich musste es günstig unserem Graf Zahl abnehmen, es lächelte mich an. Und dies, obwohl ich "Honour — Valour — Pride", das einzig andere Album, das ich kenne, scheiße fand

Aber all die guten Reviews und
'At First Light' als Anheizer ließen mich eigentlich wissen, dass die Scheibe mir gefallen müsste. Nichtsdestotrotz bin ich schon erstaunt, mit welch simplen Mitteln die Band arbeitet und Hits am Fließband produziert. Ohne Blastbeats, ohne Gefrickel, ohne irgendwelchen Schnickschnack. Just pure fuckin' Death Metal. Bei all den Melodien und catchy hooks überkommt mich manchmal das Gefühl, dass dieser Stil das ist, was AMON AMARTH eigentlich mal machen wollten, bevor ihnen die Euros in die Nase stiegen und sie ihren Sound für das Nuclearblast-Publikum vollkommen pussifizierten. Hier gibt es dagegen nur eine Pussy und die donnert heftigst am Bass und haut damit meine Klöten zu Brei, wenn ich sie noch einmal so nenne.
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When Cannons Fade
DENOUNCEMENT PYRE - Black Sun UnboundDeath/Black-Gepolter teilweise von ehemaligen DESTRÖYER 666- und GOSPEL OF THE HORNS-Mannen gezockt. Angesichts des tollen Vorgängers "Almighty Arcanum" nicht übermäßig überraschend, aber sehr solide Kost.
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Scars Adorn the Whore in Red
PORTAL - VexovoidDiese todesbleiernen Australier spielen immer noch verwirrende Hymnen im Namen aller interdimensionalen Gottheiten, doch wo zuvor jedes der drei vorherigen Alben komplett anders war, scheinen sie nun ihren Sound gefunden zu haben, denn diesmal klingen sie wieder wie auf "Swarth". Es ist trotzdem eine gute Scheibe, aber man klaut eben ein bisschen zu sehr bei sich selbst.
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Awryeon
HOWLS OF EBB - Cursus Impasse: The Pendlomic VowsIm Gegensatz dazu klingen HOB wieder mal komplett anders und kreieren ein Album, welches sich wieder einmal von seinen Vorgängern radikal unterscheidet. Einzige Gemeinsamkeit: Es ist psychedelischer angeschwärzter Death Metal. Dass man den in so vielen Varianten zocken kann, hätte ich gar nicht gedacht.
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7 Ascetic Cinders, 8 Dowries of Ga'nom
GORGUTS - Pleiades' DustCordhosen- und Hornbrillen-Progressive-Metal mit Growls. Manche nennen es auch Death Metal.
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Bei nur einem Track auf der EP gibt es nicht viel Auswahl an Hörproben...
ZHRINE - UnorthetaUnd zum Schluss doch noch Black Metal. Nachdem aus Norwegen nicht mehr so viel origineller BM kommt wie noch in den Neunzigern, verschiebt sich der Geist der Kreativität langsam auf eine kleine grüne Insel im Nordatlantik. Denn Black Metal ist Liebe. Black Metal ist Leben. Black Metal ist Frieden. Oder so. Worauf wollte ich hinaus? Aus irgendeinem Grund haben isländische Schwarzwurzeltruppen einen ihnen sehr eigenen Sound, der im Klangbild zwar durchaus Inspiration vom Post-Rock nimmt (und wahrscheinlich auch im Gegensatz zum frühen Norweger-Gebräu von einem Haufen hippiesker Hipster gespielt wird), aber aus diesen post-rockenden Klängen etwas komplett Neues macht.
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World