http://www.focus.de/kultur/musik/heino- ... 60990.html
Die Überschriften und der Satz zu Heino stammen nicht von mir.
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Musikalische Erkenntnis des TagesRe: Musikalische Erkenntnis des Tageshttp://www.focus.de/kultur/musik/heino- ... 60990.html
Die Überschriften und der Satz zu Heino stammen nicht von mir.
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Da ihr beide die letzten Jahre auch selbst vor Ort wart, habt ihr diesbezüglich natürlich die ganz große Ahnung, hm? Ehrlich gesagt verstehe ich gar nicht, wie einen das wirklich interessieren kann, was da Drumherum so abgeht. Natürlich habe ich mit meinen Leuten an den ersten 1,5 Tagen einfach Bock auf Party, und dazu bietet sich ein Festival (egal ob Wacken oder sonst etwas) doch geradezu an. Ob man dann mal irgendetwas an trashiger Unterhaltung mitnimmt... Jedem das Seine. Was an dem Angebot aber nun so unglaublich verwerflich sein soll, will nicht in meinen Schädel. Jedenfalls: Sobald am Donnerstag die erste Bands spielt, wird man in unserem Camp (>15 Leute!) bspw. nur noch selten Leute antreffen, weil dann der Metal auf den Bühnen regiert. Da will die Zeit zum Essen, Ausruhen und Bekannte Treffen (sowie in seltenen Fällen auch Schlafen) gut eingeteilt werden. Und die Stimmung im Publikum ist bei entsprechender Leistung auf den Brettern auch immer richtig gut. (Schief angeguckt wurden wir dieses Jahr lediglich für unseren expressiven Falsett-Gesang zu NIGHTWISH .) Wacken ist mittlerweile sicherlich mehr als "nur" ein Metalfestival. Aber das ist es in erster Linie nach wie vor. Schnappt euch 3-4 Freunde und fahrt einfach mal hin. Aber wehe euch, ihr habt dann Spaß! Oh you ironic pop-rock fucks
DON'T YOU FUCK WITH METAL!!!
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesIch war vier Mal da, habe aber echt keine Lust mehr drauf. Viel zu teuer, viel zu voll, viel zu lange Wege, viel zu viel Werbung überall, viel zu viele Bühnen,... Das Ballermann-Zeugs interessiert mich da gar nicht so sehr, stören tut es dennoch ein wenig.
Da fahre ich für das Geld lieber zu zwei anderen Festivals. Zum Beispiel zum RockHarz, das von der Atmosphäre dem WOA ziemlich ähnelt.
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesIch war von 1990 bis inklusive 2001 jedes Jahr in Wacken. Schon die letzten beiden Jahre, in denen ich dort war, war mir das Drumherum und die Anzahl an Bühnen in Kombination mit der (damals) extrem schlechten Organisation, ein echtes Greuel. Aber damals gab es für mich immerhin noch etliche gute und sehr gute Bands zu bestaunen. Das ist heute nicht mehr so. Ich lese das Billing und es krbibelt nicht in meinen Fingern dorthin zu müssen, weil ich sonst irgendeine coole Band verpassen würde. Allerdings muss ich gestehen, dass dies natürlich an meinen musikalischen Interessen liegt, denn auf der Metal Battle Stage (heißt die so?) spielen ja durchaus ganz coole Newcomer. Die sind mir nur meist zu modern. Mein Problem. Da ich einen guten Bekannten habe, der dort hinfährt und der sich vorher im Netz zu allen Newcomern schlau hört, bin ich da ein bisschen im Bilde.
Natürlich muss ich mich weder auf ein Jägermeister-Riesenrad setzen, noch muss ich mir die Birne zu zu schütten, dass ich meine Lieblingsband nicht mehr in senkrechter Lage bewundern kann. Alles richtig. Aber: Ich habe auch keine Lust mit vollen Getränkeflasche beworfen zu werden, und es darf mich auch ein bisschen ärgern, dass wegen Wacken diverse Kleinstveranstaltungen nicht mehr funktionieren, weil a) Bands, die in Wacken auftreten, dort sehr viel dafür zahlen und b) potentielle Konzertbesucher ihre Knete auf diesem Bierfest lassen und somit nicht mehr zur Clubtour gehen (können). Obendrein ist es natürlich die Berichterstattung über den Heavy Metal Fan an sich, die Wacken jedes Jahr mit sich bringt, die bei mir einen leichten Würgereflex auslöst. Wacken spiegelt für mich rein vom Hintergrundgedanken her das genaue Gegenteil von dem wider, was Heavy Metal ursprünglich einmal ausgemacht hat. Ich will damit nicht jeden, der dieses Festival besucht über einen Kamm scheren, denn mir ist bewusst, das gerade jüngere Leute dort auch durchaus wegen ihren Bands hingehen und diese auch anschauen. Also nicht falsch verstehen. Wenn Du jetzt aber denkst, auf dem KIT oder auf dem HOA hätten wir keinen Spass, dann solltest Du Dich dort bitte ebenfalls einmal vom Gegenteil selbst überzeugen. Wir trinken da auch nicht nurSprudelwasser und Kamillentee ![]() Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Ach, aber Du weißt natürlich, wann wir dort waren, hm? Interessant.
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Och ... Die langen Wege haben mich auch ziemlich genervt, aber als Pressemensch sieht die Welt da schon ganz anders aus. Zelten direkt am Infield, Bier aus Flaschen und die Wege werden nicht als Urinale missbraucht.
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Dann überrasch mich mal. @Holg & Chavo: Das sind natürlich Gründe, die ich absolut nachvollziehen kann. Oh you ironic pop-rock fucks
DON'T YOU FUCK WITH METAL!!!
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
*von hinten an Olli ranschleich* BUH! ÜBERRASCHUNG! Ich weiß zwar nicht, was genau Du unter "die letzten Jahre" verstehst, aber ich war 2003 und 2004 dort. Immerhin in diesem Jahrhundert. Abgesehen davon muss ich nicht diese Tage vor Ort gewesen sein, um über die Entwicklung des WOA Bescheid zu wissen. Ich war noch nie auf dem Oktoberfest und weiß trotzdem, dass es das größte Volksfest Deutschlands und sogar eines der größten der Welt ist und man dort auf Menschenmassen und Bierzelt trifft. Und ebenso ist das WOA ein riesiges Volksfest, welches weit über seine Ursprünge in der Metal-Subkultur hinausgewachsen ist. Wozu muss ich Dir jetzt beweisen, dass ich letztes oder vorletztes Jahr dort war, wenn dieser Fakt völlig außer Frage steht?
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Weil ich persönlich es irgendwie blöd finde, dass du dem Festival dem Metalcharakter absprechen willst, nur weil das Angebot an Klamauk/Nichtmusikalischem etwas größer geworden ist. Es gibt fraglos andere Festivals, die den Fokus mehr auf die Musik legen (und einige davon besuche ich ja ebenfalls regelmäßig). Das heißt aber doch lange nicht, dass das W:O:A zum Ballermann verkommt. Denn dann würde ich da als nüchterner Musiknerd garantiert nicht glücklich werden. Oh you ironic pop-rock fucks
DON'T YOU FUCK WITH METAL!!!
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesEin "ideologisches" Problem mit Wacken hatte ich nie, und auch in Sachen Bands finde ich das Festival immer sehr gut bestückt. Klar, es gibt viele moderne Bands, die ich nicht haben muss, aber selbst die sind weitestgehend ganz klar Metalbands im eigentlichen Sinne und nicht Crossover galore wie beim Rock Am Ring etc... Außerdem ist das WOA für insbesondere junge Metalfans, die nicht schon 20 oder 30 Jahre Konzertgehen hinter sich haben, eine ziemlich gute Gelegenheit, für - dann doch wieder relativ wenig Geld - jede Menge Größen des Genres auf einmal zu sehen.
Ich war von 1997-2005, also neunmal dort, und wir haben das damals auch begeistert genutzt, an einem Wochenende 10 oder mehr Bands zu sehen, die man immer schon mal sehen wollte, und dazu noch 30, die man eigentlich mal gesehen haben sollte, wenn man Metalfan ist und zudem über Metal schreibt. Die Gründe, warum ich die letzten 8 Jahre nicht mehr hin gegangen bin, sind ganz einfach und unaufgeregt, die folgenden: 2006 familiäre Gründe danach, 2007 - 2013: - der enorm hohe Stressfaktor und der Hitzefaktor, der mich bei langen Wegen komplett fertig macht - die Tatsache, dass ich etwa 70% der Bands schon mehrfach gesehen habe - die weitere Tatsache, dass mich von den restlichen 30% der Bands etwa 29% nicht interessieren - die größere Attraktivität von Underground-Festivals, die gemütlicher sind und mehr Bands aufbieten, die ich noch nicht gesehen habe, oder die mich auch ein füntes oder sechstes Mal reizen - und bei denen die zig Bekannten aus der Szene nicht nur anwesend sind, sondern man sie auch wirklich problemlos trifft und wieder findet, ohne zu telefonieren und sich zu verabreden... Das Drumherum habe ich schon bis 2005 ausgeblendet. Das könnte ich auch heute noch. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich auch gelegentlich peinlich berührt bin, wenn von Außenstehenden die obligatorische Frage kommt, "Bist du dieses Jahr nicht in Wacken?", wenn ich am ersten August-WE zur Grillparty im Garten der Freunde erscheine. Da sag ich dann immer: "Nö, ich war eine Woche vorher an fast gleicher Stelle bei einem besseren und viel kleineren Festival, bei dem noch Bands spielen, die ich noch nicht gesehen habe." - Irgendwie, und da bin ich bei Holg, nervt es mich als Menschen, der sich durchaus immer noch zu 100% als "Metaller" sieht und identifiziert, schon, dass man von "den anderen" durch die mediale Wirkung fast automatisch mit Wacken in Verbindung gebracht wird. Aus diesem Grund ziehe ich auch die 9 Wacken-Shirts, die ich von meinen Ticketkäufen habe, nur noch als Unterhemd an. Nicht wackentwegen sondern der Rezeption wegen. Ansonsten, wie nun der Fall EMPEROR zeigt, ist Wacken für mich längst nicht so "verdorben", dass ich, einen wirklich guten Band-Anreiz vorausgetzt, nicht doch nochmal hingehen würde. Ich bin exklusiv nur für VENOM zum Earthshaker in Rieden-Kreuth gefahren und nach zwei Bands wieder heim gegangen. Wenn in Wacken Emperor, oder gar Cirith Ungol, spielt, dann schreckt mich Wacken nicht. Wobei ich ja trotz allem hoffe, dass noch weitere Emperor-Gigs bestätigt werden. Einen Emperor-Auftritt in Oslo oder Bergen mit 2 Wochen Norwegen-Urlaub zu verbinden, wäre dann doch etwas, was mir im Zweifel noch besser gefallen würde, als mal wieder Wacken zu beehren. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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