Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 24. April 2024, 11:26

Ich musste jetzt mal nachschauen, welche das sind.
Da du mit "Blood Sugar Sex Magik" das älteste Album drin hattest, könnte dir die "Mother's Milk" gut gefallen. Vor allem weil es einen Blick, wenn auch kleinen, auf die Vergangenheit gibt. Ist bei amazon für 4,99 zu haben :)
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 24. April 2024, 15:22

Ja, die ist kurz davor gewesen, stößt schon auf Interesse. Mit solchen Sachen mache ich es meist so, dass ich sie als Portokiller mit aufnehme. Die rückt mal höher in meiner Wahrnehmung.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon kingdiamond » Mittwoch 24. April 2024, 20:04

Pillamyd hat geschrieben:Platz 64

Red Hot Chili Peppers | Mohter's Milk
Genre: Funk Rock
VÖ: 1989

… „Higher Ground“ (ein Cover eines "Stevie Wonder" Songs) und „Knock Me Down“ (welches übrigens dem verstorbenen Slovak gewidmet ist) echte Hits drauf.


Durfte ich eben zum Abendbrot hören. Hatte vorhin mal deine Meinung hier in den Raum gestellt. Wenn man schon nen RHCP-Fan zu Hause hat, muss man die Expertise auch nutzen… ;-)
Deine Meinung, dass es ein sehr tolles Album ist, wird hier mitgetragen. Lieblingsalbum ist bei ihr aber „One Hot Minute“. :)

Mal schauen, wann mal wieder was mir Geläufiges in deiner Liste kommt. ;-)
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 24. April 2024, 20:30

Ich mag die "One Hot Minute"
Aber das war schon eine sehr spezielle Phase mit Navarro.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 25. April 2024, 22:18

Platz 63

Bild
Saint Vitus | Born Too Late
Genre: Doom Metal
VÖ: 1986

Bis jetzt habe ich es immer gut umschiffen können, dieses Album nicht zu beschreiben. Denn das finde ich auch nach Jahren der Verehrung dieser Band und speziell diesem Album wahnsinnig schwer.

Die Suppe habe ich mir also selbst ein wenig eingebrockt.

„Saint Vitus“ sind garantiert nicht für fröhliche Melodien und easy listenig Songs bekannt. Wie denn auch, wenn man wie eine Schildkröte voranschreitet und den Hörer damit auf die Probe stellt? Bis jetzt kann ich jeden Kritiker auch nachfühlen. Wären da nicht die Zutaten einer herausstechenden und -ragenden Doom Metal Band und noch mehr. Das ganze aber dann doch noch so spannend vorzutragen, liegt an diesen langsam bratenden Gitarrenriffs. Das ist wie Fleisch in den Smoker zu knallen. Das Ergebnis ist einfach unbeschreiblich und lässt einem das Wasser im Mund auf den Höchststand volllaufen. Das erste Album mit Wino am Gesang, besticht auch durch eben jenen. Wie prägnant mag ein Sänger bei solch einer Musik klingen? Richtig, hoffentlich selbst erkannt. Das tut er nämlich mit jeder Faser seines Stimmbandinstrument.

Der Ruhepuls liegt musikalisch gesehen gefühlt auf einem Ruhepuls von 0. Und trotzdem, oder gerade deswegen ist das mit der böseste Doom den ich jemals zu Hören bekam. Mag dieses Genre manchmal durchzogen von Pathos sein, so verhindert dieses dunkle Attribut, diesen wirklich zuzulassen. Und dass, obwohl Wino eigentlich als solches agiert. Die Betonung, die er in die Wörter legt, lassen einen erschaudern. Man muss nur einmal „Dying Inside“ hören. Dazu das grandiose, sich in ein metertiefes Loch spielende Gitarrensolo.

„Born Too Late“ ist gerade deshalb für mich eines der intensivsten Doom Scheiben, die es gibt. 34 Minuten verbingt man gedanklich auf einer feuchtmodrigen Couch zu sitzen umgeben von Rauch, der den dunklen leeren Raum wenigstens ein bisschen Leben einhaucht…meint man.

Hörbeispiele:
Born Too Late
Dying Inside
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 25. April 2024, 23:51

Schön beschrieben.
Ich denke, dass ich wohl einer der größten Saint-Vitus-Fans bei uns im Haus bin, und ich habe nie so recht verstanden, warum so mancher Fellow-Doomkopf so große Schwierigkeiten mit D.C. und seiner Bande hat. Die Fellow-Doomköpfe tun sich manchmal sogar selbst schwer damit, das festzumachen. Natürlich ist Sankt Veit fraglos eine der radikalsten und kompromisslosesten Doom-Bands, ganz weit Weg vom Mainstream, knarzig, bärbeißig, widerborstig, reduziert, schlurfend, fieß, garstig... nun, die Attribute sind bekannt, die man gerne mal für die Herren auspackt. Für mich macht es das aus. Eine der eigenständigsten Bands überhaupt, und emotional irre intensiv für mich. Ich nenne Dave Chandler auch immer, wenn es um Lieblingsgitarristen geht. Niemand hat einen eigenwilligeren, unverkennbareren Gitarrensound, und nur wenige Leute sind im Bereich der Soli so einzigartig und - für mich - berührend. Abartiger Freak, der Kerl.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Freitag 26. April 2024, 09:14

Dankeschön.

Ja, ist auch meine Rede.

Die Frage ist halt mit welchem Album beginnt man? Gibt es zugänglichere Alben? Die "V" vielleicht? Ich bin drauf und dran zu sagen, entweder mag man es oder nicht. Ich hatte das Glück, dass "Born Too Late" so etwas wie eine Initialzündung war.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon frankjaeger » Samstag 27. April 2024, 15:12

Sehr ungewöhnliche Band, dummerweise habe ich dieses Album nicht. Tse.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 27. April 2024, 23:07

SIGH

Spannende Band. Sehr spannende Band sogar. Ich besitze nur die "Gallows Gallery". Lief, wie so vieles, seit Jahren nicht mehr. Da kommt sicherlich zum Tragen, in welchen musikalischen Sphären man sich bewegt. Es gibt ausreichend Bands, die ich als spannend und gut abgespeichert habe, die aber selten im Player landen, weil die Zeit einfach fehlt. Und das ist ja hier auch keine Band, die man mal eben so nebenbei hört.
Als erstes läuft 'Satsui'. Monstersong! Da passiert so unfassbar viel, nicht nur ein bisschen die Takte gewechselt (und gleich progressiv genannt), hier wandert man durch etliche Genres. Völlig barrierefrei, ungezwungen und mitreißend. Das ist ist toll, da stört mich sogar der trippige Part gar nicht. Einstürzende Neubauten goes Metal? Auch nicht wirklich. Das ist so originell, modern und doch angenehm organisch.

'Mayonaka' kommt dann wieder völlig anders um die Ecke. Das ist dieser Prog, den Opeth gern machen würde. ALlerdings mit dem Unterschied, dass SIGH hier auch die Kartzbürsten nicht komplett weglassen. Dieser harsche Akustik-Überfall mittendrin ist schon sensationell. Alter, Verwalter! Das bockt total!
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 27. April 2024, 23:10

FEAR OF GOD

Was soll ich da noch schreiben, was ich nicht schon geschrieben habe?
Nicht umsonst unter meinen Top 10 für eine Insel. Kein Album erreicht mich mit dieser Stimmung so tief wie dieses. Obendrein ist der Klang auch noch so wunderbar zeitlos, druckvoll und eben nicht ballerig. Michael Carlino rifft und schreddert sich auch 30 Jahre nach VÖ noch mitten in mein schwarzes Herz. Über Dawns' Qualitäten authentisch diese Lyrics zu interpretieren, sit wohl auch schon alles gesagt.
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