Eure letzten Live-Erlebnisse

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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 10. Dezember 2012, 03:09

Okay. Das gönne ich dir von ganzem Herzen. Es ist ja nicht so, dass ich die Band gar nicht mögen würde. Nur der Live-Auftritt war eben sehr durchwachsen.

Ich stand übrigens beim RHF zumindest drei Songs lang sogar vor der ersten Reihe:
http://powermetal.de/content/konzert/im ... 22235.html
:P

Vielleicht liegt es ja sogar mit daran, dass ich die ersten drei Songs intensiv fand, und danach das Interesse verlor, als ich mit Julian und Thommy auf den Rängen saß und es völlig öde wurde. Keine Ahnung. Einmal habe ich sie allerdings auch beim "Hammer Of Doom" als Headliner in einem winzigen Club gesehen, und da war es nicht besser. Aber vielleicht lag es da daran, dass ich in dem rammelvollen Winzladen rein gar nichts sehen konnte, und dass direkt davor eine für mich völlig magische Band namens DARK QUARTERER am Start war.

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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Holger Andrae » Montag 10. Dezember 2012, 11:09

Meine beiden bisherigen SELIM & THE KNOCKOUT Hallenkonzerte empfand ich ebenfalls als sehr intensiv.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon MetalEater76 » Montag 10. Dezember 2012, 11:13

Ach je länger her Alice Cooper der war bei uns in der Gegend...seither leider nichts mehr...
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Nils Macher » Montag 10. Dezember 2012, 11:51

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich stand übrigens beim RHF zumindest drei Songs lang sogar vor der ersten Reihe:
http://powermetal.de/content/konzert/im ... 22235.html
:P


Es gab gestern keinen Fotograben, also habe ich aus der ersten Reihe geknipst :)

Holger Andrae hat geschrieben:Meine beiden bisherigen SELIM & THE KNOCKOUT Hallenkonzerte empfand ich ebenfalls als sehr intensiv.


Das wäre doch mal was für einen special Release á la "Never Mind The Devil's Blood..." :grins:
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Frozen » Montag 10. Dezember 2012, 12:16

Tag Zwei der Harten Adventsfeiertage (Samstag)

Es begann mit THE FORCE, die, oh wunder, genau dann begannen, als ich eintraf. Ein bunt zusammengewürfeltes Hardrockquintett, das mich aber nicht wirklich fesselte. Ob es an der hartnäckigen Grippeerkrankung des Frontmannes liegt, oder daran, dass die Songs einfach zu sehr von der Stange zu sein scheinen, lasse ich dahingestellt. Powerwolf am Vortag machten ihren Job als Opener viel besser.

MANFRED MANN'S EARTH BAND war dann wieder eine ganz andere Hausnummer, und wahrscheinlich auch mehr Leuten bekannt, immerhin ging der Altersschnitt in 24 Stunden um gut das doppelte nach oben. Leider ergaben sich einige Soundprobleme, ausser Manfred selbst war alles deutlich zu leise. Man merkte aber den Dimensionssprung, denn anders als bei The Force schien die Halle langsam zum Leben zu erwachen. Mit zahlreichen Klassikern wussten die Männer auf der Bühne auch durchaus den Nerv ihrer Fans zu treffen. Ein wenig energiegeladener und vor allem lauter hätte es aber schon sein können.

Mit URIAH HEEP folgte der nächste Klassiker, und dass das Hardrock Urgestein nichts von seiner Anziehungskraft eingebüsst hat, zeigte sich schon bei den erseten Songs. Spätestens bei "Overload" war die Stimmung so richtig Aufgeheizt, und Klassiker wie "Sunrise" wurden hundertfach mitgeträllert. Dabei zeigte sich aber auch das Problem an diesem Tag: Wie ich schätze, kannten viele der Anwesenden keinen Song, der gespielt werde - ausser Smoke on the Water. Abgesehen von den Fans im Zentrum war auch kaum Initiative aus dem Publikum zu vernehmen, nicht einmal wenn Shaw und Box sich als Animatoren betätigten. Auch, dass viele Zuschauer überrascht waren, "Lady in Black" zu hören, zeigt, dass viel zu wenige die Musik wirklich kannten. Davon liess sich die Band aber die Stimmung nicht vermiesen und lieferten eine starke Show ab. Ich bin trotzdem der Meinung, dass der Rahmen im Kofmehl, vor nichtmal einem viertel der Zuschauer, passender war für Uriah Heep. Vor allem, weil diejenigen, die dort zugange waren, auch tatsächlich die Fans waren, die dieses Mal eine kleine Gruppe im Zentrum bildeten.

DEEP PURPLE hatten dann die gleiche Schwäche, wie schon Motörhead am Tag zuvor: Die Lautstärke wurde stark erhöht, so stark, dass an ein geordnetes Hören nicht mehr zu denken war. Selbst Ohrenschützer halfen da nur fürs nötigste. Alles in allem kann ich auf den Kommentar von Nils verweisen: Es wirkte vieles eher verkrampft, die Zuschauer waren Modekonzertgänger, Stimmung kam in der Tat nur bei den grössten Hits auf und die Vorbands kannten die meisten gar nicht. Oder nur vom Namen her. Man kombiniere es mit der massiv überhöhten Lautstärke, und man hat ein Konzert, bei welchem ich besser um Zehn Uhr nach Hause gegangen wäre. Fürs Erlebnis bin ich geblieben, doch ich fürchte in der Tat, dass ich nur noch einen Schatten der Legende gesehen habe. Da helfen auch starke Songs und vor allem Riffs nicht weiter, denn wenn man selbst mit Ohrenstöpsel nur ein lautes Dröhnen hört, ist es zu Laut. Musik nicht hörbar, Show eher verhalten, das beste waren die Lichteffekte.

Leider, wenn ich mich umgehört habe, war das unter den Fans auch eher die geläufige Meinung...

Und um auf Nils' Vergleich mit Edguy zurückzukommen: Bei mir ist das ganze weniger deutlich ausgefallen, weil Tobi einen schlechten Tag hatte und die neuen Edguy Songs nicht einschlugen. Alles in allem würde ich sogar soweit gehen, BEIDE Bands als Tiefpunkt ihres Abends einzustufen, wobei Edguy mit Epica und Deep Purple mit The Force jeweils wenigstens einen Konkurrenten auf Augenhöhe hatten.

Tag 1 war aber deutlich besser, und es waren auf jeden Fall Uriah Heep, die den zweiten gerettet haben. Da war Energie und Spass gegeben, und Bernie hat gesagt, dass sie am liebsten den ganzen Abend weiterrocken würden, aber Deep Purple sie leider nicht lässt. Ja, IHM kaufe ich so eine Aussage ab, und ich werde im Frühjahr im kleineren Rahmen bestimmt wieder dabei sein, denn wenn die ganze Halle mitgemacht hätte wäre das ein fantastischer Gig geworden.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Nils Macher » Montag 10. Dezember 2012, 12:27

Frozen hat geschrieben:Tag Zwei der Harten Adventsfeiertage (Samstag)


DEEP PURPLE hatten dann die gleiche Schwäche, wie schon Motörhead am Tag zuvor: Die Lautstärke wurde stark erhöht, so stark, dass an ein geordnetes Hören nicht mehr zu denken war. Selbst Ohrenschützer halfen da nur fürs nötigste. Alles in allem kann ich auf den Kommentar von Nils verweisen: Es wirkte vieles eher verkrampft, die Zuschauer waren Modekonzertgänger, Stimmung kam in der Tat nur bei den grössten Hits auf und die Vorbands kannten die meisten gar nicht. Oder nur vom Namen her. Man kombiniere es mit der massiv überhöhten Lautstärke, und man hat ein Konzert, bei welchem ich besser um Zehn Uhr nach Hause gegangen wäre. Fürs Erlebnis bin ich geblieben, doch ich fürchte in der Tat, dass ich nur noch einen Schatten der Legende gesehen habe. Da helfen auch starke Songs und vor allem Riffs nicht weiter, denn wenn man selbst mit Ohrenstöpsel nur ein lautes Dröhnen hört, ist es zu Laut. Musik nicht hörbar, Show eher verhalten, das beste waren die Lichteffekte.

Leider, wenn ich mich umgehört habe, war das unter den Fans auch eher die geläufige Meinung...

Und um auf Nils' Vergleich mit Edguy zurückzukommen: Bei mir ist das ganze weniger deutlich ausgefallen, weil Tobi einen schlechten Tag hatte und die neuen Edguy Songs nicht einschlugen. Alles in allem würde ich sogar soweit gehen, BEIDE Bands als Tiefpunkt ihres Abends einzustufen, wobei Edguy mit Epica und Deep Purple mit The Force jeweils wenigstens einen Konkurrenten auf Augenhöhe hatten.

Tag 1 war aber deutlich besser, und es waren auf jeden Fall Uriah Heep, die den zweiten gerettet haben. Da war Energie und Spass gegeben, und Bernie hat gesagt, dass sie am liebsten den ganzen Abend weiterrocken würden, aber Deep Purple sie leider nicht lässt. Ja, IHM kaufe ich so eine Aussage ab, und ich werde im Frühjahr im kleineren Rahmen bestimmt wieder dabei sein, denn wenn die ganze Halle mitgemacht hätte wäre das ein fantastischer Gig geworden.


Gut zu lesen, dass ich nicht der einzige bin, der PURPLE schwach fand. Das mit dem Publikum sehe ich genau so, habe ich auch im Live-Bericht so geschrieben. Und wenn dann noch unprofessionell mit den Fotografen umgegangen wird, bin ich eh bedient.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Frozen » Montag 10. Dezember 2012, 12:46

Nils Macher hat geschrieben:Und wenn dann noch unprofessionell mit den Fotografen umgegangen wird, bin ich eh bedient.


Das kann ich dann natürlich nicht beurteilen, selbst wenn ich schreiben würde darüber (was ich ja amateurhaft hier auch tu, obs wen interessiert oder nicht :P) würde ich nicht fotografieren. Und ich stand eh zu weit hinten um den Fotograben beurteilen zu können. Am Tag vorher schien das ganze relativ organisiert zu sein, und ein Bekannter von mir, der fotografiert, schien mir jedenfalls gut gelaunt.

Noch zwei Konzerte stehen für mich an: Freitag Iced Earth & Support, und am Samstag Appearance of Nothing in der Metbar. Das heisst, dass sich AoN auf alle Fälle in meiner Top 3 finden wird, entweder mit diesem Auftritt, oder jenem Anfang Jahr an gleicher Stelle.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Nils Macher » Montag 10. Dezember 2012, 12:54

Frozen hat geschrieben:
Nils Macher hat geschrieben:Und wenn dann noch unprofessionell mit den Fotografen umgegangen wird, bin ich eh bedient.


Das kann ich dann natürlich nicht beurteilen, selbst wenn ich schreiben würde darüber (was ich ja amateurhaft hier auch tu, obs wen interessiert oder nicht :P) würde ich nicht fotografieren. Und ich stand eh zu weit hinten um den Fotograben beurteilen zu können. Am Tag vorher schien das ganze relativ organisiert zu sein, und ein Bekannter von mir, der fotografiert, schien mir jedenfalls gut gelaunt.


Das kann gut und gerne ein Einzelfall gewesen sein, ich will das auch nicht überinterpretieren. Vielleicht lag es auch an der Koordination mit dem örtlichen Veranstalter...bei einer so großen Produktion können viele Leute Mist bauen.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Frozen » Samstag 15. Dezember 2012, 10:48

Ok, das war gestern mal eine erbärmliche Offenbarung des schweizer Metal Fans... Die vorderen Reihen mühten sich, schrien und applaudierten, doch wehe es wurden Mal Chöre angestimmt, Anfeuerungsrufe gesungen oder, Gott bewahre, eine Zugabe verlangt. Unsicheres Murmeln, vereinzeltes Klatschen und "Iced Earth" Rufe, eine Handvoll "oooh-oooh-oooh-oooh-oh" Stimmen...
Ja, die Show war bei weitem nicht so gut wie die letzte, auch zurückzuführen auf die Setliste (Fehlende Must-Haves, die Triologie für nicht zündende neue Songs nicht zuende gespielt, Abschluss mit "Watching Over me", das da nicht funktionierte)

Aber das war ja mal ein Paradebeispiel für den so verschlossenen Schweizer. Denn viel mehr als das gab es auch zu Beginn, als noch wenig auszusetzen war, nicht. Was Jon dazu bewegte, "You really want more?" zu rufen, ist mir ein Rätsel. Denn "really" war die hälfte schon auf dem Weg zum Ausgang und die andere Hälfte mit wenigen Ausnahmen überhaupt nicht interessiert! Ganz ehrlich, bei einem solchen Publikum würde ICH die Zugabe sein lassen. Wer nicht will, hat schon gehabt. Gute Nacht.

Schade, denn bis zu EVERGREY (Brilliant! Tolle Songs und Soli zum Niederknien) wurde der Abend immer besser, auch STEEL ENGRAVED (Starker Euro-Power Metal) ist auf jeden Fall eine genauere Betrachtung wert, insbesondere für Fans dieses Genres (wie mich). ICED EARTH schienen bis zu "My own Savior" sogar daran anzuknüpfen, doch von da ging die Setlist nicht nur abwärts, sie war auch fast eine Stunde kürzer als letztes Mal. Wobei auch jede Minute mehr an diesem Publikum verschwendet gewesen wäre, das gilt für alle Bands. Rund 1000 Nasen und vielleicht 100, die sich tatsächlich für die Musik interessieren, mitmachen und die Bands anfeuern. Es hätte es auch mit diesen 100 getan, ich glaub die Halle hätte voller gewirkt und vor allem weit stimmungsvoller.

Aber: Ich habe zwei Bands gesehen, die ich mir mindestens näher anhören werde. Der Abend war also nicht ganz verloren.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Jhonny » Samstag 15. Dezember 2012, 12:19

Frozen hat geschrieben:auch STEEL ENGRAVED (Starker Euro-Power Metal) ist auf jeden Fall eine genauere Betrachtung wert, insbesondere für Fans dieses Genres (wie mich).


sorry, das Album hab ich grad an jemand anderen verschenkt, fands saulangweilig :grins:
dabei kommen sie aus der Nachbarstadt...
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