Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 18. Januar 2024, 17:00

Holger Andrae hat geschrieben:Vladimir Harkonnen habe ich etliche Male gesehen und auch schon auf unseren Seiten positiv erwähnt. Fronter Philipp ist ein Urgestein der Szene, den jeder kennt, der auf Festival unterwegs ist. Ich hatte das große Vergnügen, dass die Band auf meinem 50. Geburtstag neben Septagon und Lost World Order aufgetreten ist.


Das klingt auf jeden Fall nach einer schöner Party!
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 18. Januar 2024, 21:53


12. Januar 2024
THE RIVEN - The Riven (2019)


Bild

Das Cover ist ein echter Hingucker und repräsentiert auch ganz hervorragend, was den Hörer musikalisch erwartet. Psychedelischer, bluesiger Rock im Sinne der späten 1960er und frühen 1970er. Trotzdem merkt man irgendwie, dass es die Retro Variante ist, und nicht die echte Steinzeit. Schwedischer Historismus, wenn man so will. Stilistisch sollte das durchaus Meins sein, wenn man sich mein aktuelles und zu 100% persistierendes Faible für COVEN so anschaut. Aber wie so oft lösen die Epigonen bei mir weniger aus als die Originale. Trotzdem cool. Sängerin Totta Ekebergh hat eine warme, erdige, zupackende Stimme. Der Bass wummert cool. Die Riffs stauben.

Kommt nicht auf die Kaufliste, ist aber mal nett anzuhören.

EDIT: Zweiter Durchlauf lässt sie aber tatsächlich wachsen.

Far Beyond: https://www.youtube.com/watch?v=cMZoO3GIPhE
Fortune Teller: https://www.youtube.com/watch?v=ddgL4vtxATU
Shadow Man: https://www.youtube.com/watch?v=EK0ZZ4iGVHQ
Edge Of Time: https://www.youtube.com/watch?v=0Jv03FwADCo
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Eike » Sonntag 21. Januar 2024, 09:43

Wegen mobiler Datenlage (vorerst) nur 'Edge of Time' gehört, und das ist schon ziemlich COVEN-Huldigung, wenn auch mit einer gehörigen Prise GLUECIFER/HELLACOPTERS/TURBONEGRO-Sound versehen. Kann was, aber auch mir sagen Originale etwas mehr zu. Aber das Artwork, das Artwork, wunderherrlich!
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 25. Januar 2024, 21:04

13. Januar 2024
UNLEASHED "Across The Open Sea" (1993)

Bild

Ein Album, das am 1. Oktober des vergangenen Jahres sein 30. Wiegenfest feierte, und das mich genauso lange durch mein metallisches Leben begleitet. UNLEASHED war meine erste große Liebe in Sachen Death Metal, und diese Scheibe, war die erste, die ich ab Bekanntgabe erwartet und auch am Erscheinungstag gekauft habe. Schon der wundervolle Videoclip zum straighten Smasher und großen Hit 'The One Insane' hatte es in sich und machte Lust auf mehr, und das Album hielt in jeder Note, was der Teaser versprach. Eingängiger, walzender, großartig gesungener Death Metal mit echten Hooks und einem völlig unwiderstehlichen Drive. Johnny Hedlund ist mein Lieblingssänger in diesem Genre, ohne Wenn und Aber, und zwar in jeder Hinsicht: Er trifft genau das richtige Maß zwischen Derbheit, Artikuliertheit und Einprägsamkeit, man kann jedes Wort verstehen und doch ist es echter, tiefer, kehliger Death-Growl, die Texte sind großartig, und Bass spielen kann er auch. Von der unnachahmlichen Bühnenpräsenz habe ich noch gar nicht angefangen. Aber auch sonst passt auf dem Album alles. Ich liebe die fahrigen, slayerigen Soli. Und worum geht es hier? Ach ja, Artworks. Nun, auch das gehört zu den besten ever. Und man kann das oben abgebildete sogar noch aufklappen und es wird noch viel größer. Dass ich Heiden- und Wikinger-Kram ein kleines bisschen mag, wisst ihr ja.
:grins:

Hier:

Abgehen!

'The One Insane' - https://www.youtube.com/watch?v=kLBi26ie2cw
'To Asgard We Fly' - https://www.youtube.com/watch?v=9kT0GF5IF7E
'Open Wide' - https://www.youtube.com/watch?v=6dgZx0Y1EUI
'Execute Them All' - https://www.youtube.com/watch?v=hWuIRVRvMBo
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Kenneth Thiessen » Samstag 3. Februar 2024, 15:14

So, damit eine ganz feine Scheibe des schwedischen Death Metals hier nicht untergeht: UNLEASHED ist bisher wohl die einzige schwedische Death Metal-Band, die mich nachhaltig überzeugen konnte. Physisch hier habe ich leider nur das Debüt, wobei das gar nicht mal mein liebstes Album der Wikinger ist. Naja, zurück zu "Across The Open Sea". Unglaublich, wie die Band ihren Death Metal so groovend und manchmal sogar an AC/DC erinnernd inszeniert. Das hat dann schon Parallelen zu OBITUARY oder dergleichen. 'In The Northern Lands' ist da so eine Nummer mit furchtbar ansteckendem Beat. Daneben gefallen mir aber vor allem die Speedgranaten ganz besonders. Mein absolutes Highlight ist 'Forever Goodbye', bei dem die Band 100% in slayeriger Manier agiert und vor allem Johnny Hedlund die Vocals in einer Geschwindigkeit heiser rauskotzt, dass es eine absolute Freude ist und ich nur abgehen kann. 'I Am God' und 'The General' schlagen in die gleiche Kerbe und sind nicht minder brilliant. Die absolute Hymne ist natürlich 'To Asgard We Fly', dessen Riff wohl jeder Fan schwedischen Death Metals im Schlaf mitsingen kann, während man sich mit der "Ballade" 'Captured' schon etwas getraut hat, für meinen Geschmack zumindest. Dennoch punktet hier vor allem Johnny Hedlund mit seinem Organ wieder, da er die Story des Songs perfekt in Szene setzt und mit dem verweifelten Schrei "I'm Captured" im Refrain dem ganzen die Krone aufsetzt. Kleiner Schwachpunkt: Das Instrumental ist zwar schön, nimmt dem Album aber etwas die Fahrt aus den Segeln.

In dem Tempo, in dem die Band sonst arbeitet, müsste dann damit auch dieses Jahr ein neues Album anstehen. "The Hunt For The White Christ" und "No Sign Of Life" fand' ich keinesfalls überragend, aber solide UNLEASHED-Kost wurde allemal geboten. Trotzdem würde ich mich über eine neue Scheibe freuen, mal schauen, ob wir dieses Jahr was neues bekommen.
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Jhonny » Samstag 3. Februar 2024, 18:23

Rüdiger Stehle hat geschrieben:13. Januar 2024
UNLEASHED "Across The Open Sea" (1993)

Bild

Ein Album, das am 1. Oktober des vergangenen Jahres sein 30. Wiegenfest feierte, und das mich genauso lange durch mein metallisches Leben begleitet. UNLEASHED war meine erste große Liebe in Sachen Death Metal, und diese Scheibe, war die erste, die ich ab Bekanntgabe erwartet und auch am Erscheinungstag gekauft habe. Schon der wundervolle Videoclip zum straighten Smasher und großen Hit 'The One Insane' hatte es in sich und machte Lust auf mehr, und das Album hielt in jeder Note, was der Teaser versprach. Eingängiger, walzender, großartig gesungener Death Metal mit echten Hooks und einem völlig unwiderstehlichen Drive. Johnny Hedlund ist mein Lieblingssänger in diesem Genre, ohne Wenn und Aber, und zwar in jeder Hinsicht: Er trifft genau das richtige Maß zwischen Derbheit, Artikuliertheit und Einprägsamkeit, man kann jedes Wort verstehen und doch ist es echter, tiefer, kehliger Death-Growl, die Texte sind großartig, und Bass spielen kann er auch. Von der unnachahmlichen Bühnenpräsenz habe ich noch gar nicht angefangen. Aber auch sonst passt auf dem Album alles. Ich liebe die fahrigen, slayerigen Soli. Und worum geht es hier? Ach ja, Artworks. Nun, auch das gehört zu den besten ever. Und man kann das oben abgebildete sogar noch aufklappen und es wird noch viel größer. Dass ich Heiden- und Wikinger-Kram ein kleines bisschen mag, wisst ihr ja.
:grins:

Hier:

Abgehen!

'The One Insane' - https://www.youtube.com/watch?v=kLBi26ie2cw
'To Asgard We Fly' - https://www.youtube.com/watch?v=9kT0GF5IF7E
'Open Wide' - https://www.youtube.com/watch?v=6dgZx0Y1EUI
'Execute Them All' - https://www.youtube.com/watch?v=hWuIRVRvMBo



Die habe ich mir die Tage einfach aufgrund der Erinnerung hier gekauft und mehrmals angehört. Großartige Scheibe!
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 3. Februar 2024, 22:36

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
4. Januar 2024
CHURCH OF MISERY "Master Of Brutality" (2001/2011)

Bild
https://www.musik-sammler.de/album/chur ... ty-114989/

Eine für das Kalenderkonzept in doppelter Hinsicht seltsame Wahl. Zum einen ist es nicht das Original-Cover des Albums, zu anderen ist das Cover ja auch ganz offensichtlich eine Coverversion eines anderen Originals. Passt natürlich sowohl zum Titel als auch zum Stil, in dieser Form, so dass auch wieder logisch ist, dass man es für diesen Zweck wählen kann. Nerdism the other way around.

Zur Musik: Habe mich bis hierhin nie näher mit den Japan-Doom-Extremisten befasst. Bin immer davon ausgegangen, dass mir das gefallen dürfte, da ich aber bei den extremeren Doomismen schon auch mal an mein Grenzen stoßen kann, lag das Thema selbst in meinen ausgeprägten "Doom Shall Rise"-Jahren auf Eis. Das stellt sich nun durchaus als Fehlerchen heraus, denn das ist schon sehr fein. Die Massenmörderthematik muss man nun nicht mögen, schön aber, dass es dabei eben kein Gore-Grind ist, der das sonst anpackt, sondern etwas mit nachvollziehbarer Lyrik und Struktur. Die Musik ist an sich Sabbath-Style pur, mit etwas fieseren, aber keineswegs gegrowlten Vocals. Sabbath meets Maryland meets Saint Vitus meets den abgedrehten Nippon-Vibe. Grandioser Klampfensound und tolle Soli.

Ebenfalls Japan-Standard: Sieben Studioalben und eine halbe Tonne EPs und Splits. Ich weiß nicht, ob das mit uns was wird, auf sammlerischer Ebene, aber das Album ist stark!


Das ist musikalisch natürlich genau das, was man bei diesem Artwork und Titel erwarten darf. Seventies-Wüsten-Hanf-Sabs-Sound. Leider mit einem Sänger, der zwar nicht growlt, aber offensichtlich einen größeren Frosch im Hals zu haben scheint. Auch fehlen mir etwas die Hooks. Alles wabert und dröhnt fein vor sich hin und die Betarchtung eines Live-Videos war auch sehr kurzweilig, aber so richtige Begeisterung kommt bei einem Anti-Sankt-Vitus-Freund natürlich nicht dabei heraus. Immerhin lernr ich, dass man eine Bassgitarre auch so tief umhängen kann, dass man bei Spielen über die Schnürsenkel der Sandalen stolpert.
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 3. Februar 2024, 22:43

Die zweite Scorpions lief heute tatsächlich teilweise im Auto. Ziemlich coole Mukke. Der Titelsong ist sensationell und die Single mit dem ultra-coolen Video 'This Is My Song' klingt auch heute noch verpeilt-fröhlich. Mag ich gern.
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 3. Februar 2024, 22:43

In die nachfolgenden Alben muss man natürlich nicht hinein hören, die kennt (hoffentlich) jeder, der hier mitliest. Der Bömber war meine erste Mötörhead-Langspielplatte nach "No Sleep Til Hammersmith" als Kassette. Damals war mir das zu unproduziert und eine Nummer wie 'Poison' fand ich mal eben ganz schlimm. Wie dumm ungeübte Ohren doch sein können. Heute mag ich das Album sehr, sehr gerne. 'Poison' ist noch immer nicht mein Lieblingssong,aber auch den kann ich heute gut anhören.
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 3. Februar 2024, 22:52

Obwohl das ja genau meine Baustelle sein müsste, ist meine Meinung zu dieser Pestilence-Scheibe etwas ambivalent. Ja, das ist dieser technisch-verfrickelte Thrash/Death, den ich bei anderen Bands auf den Knieen rutschend abfeiere. Hier sind es aber drei Zutaten, die mir den Zugang schwer machen. Da wäre zuerst mal wieder das Klangbild. Schroff, zäh, trocken. Da habe ich immer Probleme mit. Dann ist das rhythmisch nicht der wieselflinke Hasenfack, sondern eher eine wild gewordenen Wasserbüffel-Stampede. Soll heißen: Mir fehlt der Spielwitz. Das wirkt verkopft. Hä? Du magst doch die Verkopft-Vorzeige-Band aus Texas. Ja, aber die sind in meinem schrägen Ohren eben spielwitzig. Schwer zu erklären, wo es hier für mich diesen krassen Unterschied gibt. Dann ist es auch noch der Gesang. Ich mag tatsächlich die beiden Alben davor sehr gern. Heute kommt natürlich noch das Kopfkino dazu, wenn ich Mameli lese.
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