Musikalische Erkenntnis des Tages

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Mittwoch 1. Oktober 2014, 22:39

Jetzt wo Holg das erste Mal MAYFAIR sehen wird, muss ich mir auch ein großes Ziel setzen.

Ich möchte endlich endlich endlich Marcela Alejandra Bovio García live sehen. Und wenn ich dafür nach Holland fahren muss!
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Mittwoch 1. Oktober 2014, 23:02

Holger Andrae hat geschrieben:Ich finde immer weniger Gefallen an der Musik, die heute landläufig als "Heavy Metal" vermarktet wird. Das wird immer austauschbarer und immer glatt polierter. Die mir offenbar so wichtige Emotionalität und das "gehörte" Herzblut, finde ich mehr in Sounds, die sich wahlweise an alte Dekaden anschmiegen wieder, in extrem langsamen Rhythmen oder in neuen Extremen. Wobei ich da noch immer nicht so richtig mit Geblaste und zu unverständlichem Genuschel klar komme. Sprich: Heute höre ich lieber Bölzer, Ketzer oder Urfaust als Gammaray. Erstaunlich.


Mal abgesehen von "Heavy Metal" oder nicht, fällt es Dir generell schwerer, neue Musik mit Emotionalität und Herzblut zu finden?

Mir nämlich nicht. Ich fand gerade dieses Jahr unglaublich krass, was tiefgehende Musik angeht. Musik, die einen erschüttert, erzittern lässt und in sich hinein saugt. SOLSTAFIR, PHILM, HER NAME IS CALLA, IAMTHEMORNING und das sind noch lang nicht alle. Das mag fast komisch klingen, ich bin davon fast etwas ausgebrannt. Zuviel zu gute Musik, gibt's das?

Leider ist da kaum ein Heavy Metal-Album dabei gewesen. Das einzige, das für mich so richtig was rüber gebracht hat, war die WOLF. Ich frag mich, woran das liegt? Wo sind die ganzen ICED EARTHs, NEVERMOREs, BLIND GUARDIANs, MORGANA LEFAYs, geile neue Facetten in den Metal gebracht haben? In den 90iger hab ich deutlich mehr Metal gehört! Heute wiederholt sich alles immer und immer wieder. SANCTUARY, schnarch. RIOT dideldi, dideldum. Man müsste halt Djent mögen, aber das ist auch nicht der dolle neue Bringer für einen, der früher bei bei NEVERMORE im Dreieck gesprungen und bei BLACK SYMPHONY die Birne blutig gebangt hat. Doch, wie oben gesagt, es stört mich nicht. Weil es in anderen Richtungen so viel Cooles und Geniales gibt!
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 1. Oktober 2014, 23:05

Deshalb höre ich gerade die selbstbetitelte BURNING STARR.

Und dass heute der Extremmetal ein gutes Stück weit der letzte verbliebene "echte" Metal ist, das ist ein Stück weit auch kein Geheimnis mehr. Ich bin ja bekanntlich den alten Helden gegenüber relativ grabestreu. Aber ich finde NATÜRLICH auch tausendmal mehr Leben und Tod in Isvind oder The Committee als in der letzten Gamma Ray, was die nicht zwingend schlecht macht, aber sie ist halt mehr ein gefälliges Produkt als "ich reiß dir den Kopf ab und sch...au dir in den Hals!".
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 1. Oktober 2014, 23:06

salisbury hat geschrieben:Völlig unmisikalische Erkenntnis:

Seltsamerweise (???) habe ich nie Probleme, Jhonny zu verstehen ;-)

:bier:


:bier:
Das ist der Süden. (Obwohl du einen komischen Musikgeschmack hast ;-) )
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 1. Oktober 2014, 23:11

Erkenntnis: Wenn ich nur eine CD im Monat kaufen könnte, ist es fast immer ein alter, mir noch fehlender, Metal-Klassiker.
Für mich ist das momentan viel interessanter als die meisten neuen Scheiben.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Mittwoch 1. Oktober 2014, 23:12

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und dass heute der Extremmetal ein gutes Stück weit der letzte verbliebene "echte" Metal ist, das ist ein Stück weit auch kein Geheimnis mehr.


Ja, aber der Extrem-Metal ist auch für viele Leute ein unentdeckbares Land. Dieses ganze Gebrülle, Geshoute und Gegrunze kann jetzt auch nicht die letzte verbleibende Zukunft für den auch von mir geliebten (!) Metal sein. Es MUSS andere Wege geben, hier kreativ und innovativ voran zu schreiten und trotzdem Metal zu bleiben.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 1. Oktober 2014, 23:16

Ich finde ja durchaus tolle Scheiben, sowohl im Großbereich "Heavy Metal", wie auch abseits davon. PHILM ist ein tolles Beispiel, THE WIDOWBIRDS ein anderes. WOVENHAND ein weiteres. Villagers Of Ioanina noch eines.

Geht es um Metal, finde ich PORTRAIT so richtig stark, dann kommen mit Cobra, Amulet und Stallion noch ein paar gute Sache, bis ich wieder zum Doom bzw Retro gehen muss: Ogre, Below, Slough Feg (auch viel Retro), Trptykon (extrem), Triumphant (gar mit DM Momenten). Dann kommen mit Mekong Delta, Mechanical Organic etc noch proggy tunes.

Das wären jetzt mal so aus dem Stehgreiff aktuelle Scheiben, die mir etwas bedeuten.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 1. Oktober 2014, 23:22

salisbury hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und dass heute der Extremmetal ein gutes Stück weit der letzte verbliebene "echte" Metal ist, das ist ein Stück weit auch kein Geheimnis mehr.


Ja, aber der Extrem-Metal ist auch für viele Leute ein unentdeckbares Land. Dieses ganze Gebrülle, Geshoute und Gegrunze kann jetzt auch nicht die letzte verbleibende Zukunft für den auch von mir geliebten (!) Metal sein. Es MUSS andere Wege geben, hier kreativ und innovativ voran zu schreiten und trotzdem Metal zu bleiben.


Es muss für mich gar nicht unbedingt Metal bleiben. Es geht ja schon wieder so los, wie in den 90ern, dass uns dieser ganze Retrokram als Metal verkauft wird. Daran sieht man doch schon wieder die Hilflosigkeit der ganzen Promotion-Menschen. Metalhörer kaufen noch physische Datenträger, also wird aus Classic Rock mal eben Metal, oder zumindest etwas ähnliches.

Ich erinnere mich noch sehr gut, weshalb ich damals so sehr auf diese Musik stand: Sie war neu, sie extrem, sie war echt. Und genau danach suche ich auch heute noch. Nach echter Musik.

Ich will jetzt Cordhosen Metal und Brüllcore gar nicht als weniger echt abtun, aber erstens spricht mir bei beiden die Attitüde so gar nicht an (eher andersherum) und zweitens wirken (!) diese Hornbrillen-Musikanten immer dermaßen hölzern, dass ich mich des Eindruckes nicht erwehren kann, die Mutti habe sie gezwungen, dieses Instrument zu spielen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Mittwoch 1. Oktober 2014, 23:39

Okay, "gute" aktuelle Metal-Scheiben kann ich dir klar auch nennen. Aber richtig geile? Bei dir PORTRAIT, bei mir WOLF. Je eine. Ganz schön mager, oder? Und ich bin mir selber, keiner macht da irgendwas Neues (PORTRAIT sagt mir jetzt nix). Sondern nur Altes in neuem Gewand. Vielleicht kann uns aber auch nix mehr so schnell beeindrucken. Ich erinner mich, das was total faszinierendes, das NEVERMORE-Debut zu hören. Oder wie SAVATAGE diese Chöre eingebaut haben und trotzdem messerscharfe Riffs feuern konnten. Oder BLIND GUARDIAN mit ihren Mega-Produktionen, die es so im Metalbereich auch nicht gab. Dann RHAPSODY, die mich umgeblasen haben damals. Und ICED EARTH mit diesem unglaublich tighten Riffing, ich konnte es nicht fassen. Der Ideenreichtum der Progmetaller gar nicht erst erwähnt. Ich vermisse das heutzutage im Metal. Alles ist so brab innerhalb seiner Grenzen. Metalcore hat seinen typischen Gesang und seine typischen Schemata, Thrash-Metal auch, US-Power klingt nach US-Power, Euro-Power nach Euro-Power, Doom nach Doom, selbst Progmetal traut sich nix mehr zu. Ätzend! Ich spiel den Soundcheck schon random, weil so ne zähe wat weiss ich APOSTEL OF SOLITUDE einem Stück durchhören ist schon langweilig und zehn Mal RIOT-Gejodel hintereinander ist ermüdend. Man muss doch da mal andere Lösungen finden, wer ausser ein paar Die Hard-Fans soll denn das auf Dauer hören? Wo sind die mutigen Bands hin? Ich find die tatsächlich fast nur noch im Black Metal-Umfeld.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Mittwoch 1. Oktober 2014, 23:43

Kannst Du mich bitte ENDLICH (!) mal aufklären, was es mit diesen Cordhosen und Hornbrillen auf sich hat! Dieses Outfit ist mir im Rockbereich unbekannt. Und ich gehe auf viele - auch unmetallische- Konzerte.
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