Ein abseitiger Empfehlungsthread

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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon Dead_Guy » Mittwoch 12. August 2026, 22:09

Zur aktuellen Neptunian Maximalism will ich definitiv ein paar Worte zu verlieren und dann sind da ja noch die Sachen die ein Festival-Bekannter im DF, namentlich Markus Eisenbeiner, empfiehlt wo ich auch noch reinhören will, da der gute mein größter Einfluss momentan in Sachen obskuren Kram ist, nachdem ich meine späte Jugend bis jungen Erwachsenalter vor allem vom guten Wolf-Rüdiger geschmacklich geprägt wurde.
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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon Havoc » Mittwoch 12. August 2026, 22:11

Habe leider wenig Zeit um mich hier wirklich mit zu beschäftigen...aber was ich sagen kann ist, dass ich das Coverartwork der CONDOR geil finde. Hätten Manilla Road vesucht ein Black Metal Album einzuspielen, hätte dass das Cover sein können. 8-)
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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon salisbury » Mittwoch 12. August 2026, 23:01

Ach ja natürlich: BRUTUS habe ich mir ein paar Songs angehört und das finde ich sehr toll, bin mir aber nicht sicher ob ich das schon geschrieben habe. Das gehört eigentlich in die Sammlung
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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon kingdiamond » Mittwoch 12. August 2026, 23:03

Dead_Guy hat geschrieben:Markus Eisenbeiner


Jo, hatte mir auch schon mal gedacht, dass der dir musikalisch recht nahe ist.
Mit OTTONE PESANTE hatte er glaube mal einen der wenigen Volltreffer für mich dabei.
Das fetzt aber.

Der WRM hat mit STYX ja auch einen guten Geschmack. ;-)
Ansonsten hat der ja auch meist etwas klassischen Heavy Metal im Programm, den ich durchaus auch höre.
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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon Dead_Guy » Mittwoch 12. August 2026, 23:07

Also Styx und der ganze AOR Kram ist halt das wo ich beim Mühlmann draußen bin, kannste mich jagen mit, ja ich hab ne Journey hier stehen und Toto geht ab und an aber der überwiegende Zeil ist mir einfach zu süßlich.
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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon Dead_Guy » Sonntag 30. August 2026, 10:31

Bild
Ingurgitating Oblivion - Ontology Of Naught

Da ich momentan nichts aktuelles habe wo ich groß Worte zu verlieren kann, gibt es nun einen älteren Text zu einem absoluten Jahreshighlight aus dem Jahr 2024. Wer es gerne verdreht und anstregend haben will wird hier bestens bedient.
Die Band aus Berlin war mir bis dato gar nicht bekannt, aber da ich es mir dem Jahr zur Aufgabe gemacht habe alle Releases die von OdiumNostrum auf YT (meine Stammquelle für anspruchsvollen wie abseitigen BM/DM) hochgeladen wurden anzutesten bin ich auf dieses Machwerk so gestoßen. Ich weiß ehrlicherweise nicht mehr wann mich ein Album so dermaßen ge- bzw. überfordert und mir so dermaßen vor den Kopf gestoßen hat. Fünf überlange Tech-/Avantgarde Death Metal Kompositionen die mit monströsen Ausmaß sich und den Hörer ins Nirvana frickeln. Egal welche Tech Death Band ihr gerade im Ohr habt, die ist dagegen eingängig wie leicht verdaulich, das hier ist ein Ritt in Vollgeschwindigkeit durch die Katakomben antiker Großbauten. Nachvollziehbare Riffs und dergleichen wird vom restlichen Getose sofort wieder verschluckt, was die band aber von den anderen in dem Sektor abhebet ist das trotz der massiven Technik, die hier auch zur Schau gestellt wird, es nie studentisch wirkt oder man das Gefühl bekommt es gäbe keine Songs, nein es wirkt stets bedrohlich wie aggressiv und wenn man das ganze beiseite schiebt merkt man das die Stücke klug komponiert und eben nicht dazu da sind sich auf seinen Fertigkeiten zu befriedigen. Und wenn der Hörer mal etwas Ruhe braucht gibt es die in Form von leiseren Parts die wahlweise sich am Free Jazz oder Prog bedienen, das Saxophon klingt sogar zwischendurch ziemlich elegant wenn es nicht gerade dazu da ist die Nerven zu bearbeiten. Passend zum Ganzen gibt es ein philosophisches Konzept was vom Artwork bestens eingefangen wird und fertig ist ein Album, nachdem man sich fühlt mental das Himalaya überquert zu haben. Lange Rede kurzer Sinn: dies ist mit Abstand mein Death Metal Album des Jahres, ein Werk welches ich noch immer nicht verstanden habe, aber es mich stets fesselt und herausfordert, danach braucht man aber erstmal was anderes.

https://youtu.be/rqv8UM_g-GY?si=k2KTgrRYeY8VrUK7
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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon Eike » Freitag 4. September 2026, 20:05

Dead_Guy hat geschrieben:Bild
Berlin 2.0 - Scherbenhügel
Nach Black Metal, avantgarditischen Klängen aller Art dürfte Post-Punk zusammen mit Psychedelischer Rock Musik mein liebstes Genre sein, eins wo mich über die Ästhetik, Klangbild sowie Emotionen einfach alles spricht.
Berlin 2.0 kommen entgegen ihres Namens aus Stuttgart und schreiben vor allem den Punk in der Genrebezeichnung groß. So rockt das ganze deutlich mehr als Artverwandte und elektronische Elemente findet man nicht. Stattdessen gibt es schmissige Gitarren auf denen sich Sängerin Elena Wolf (auch bekannt von Crestfallen Queen, wo sie zeitweise am Mikro war) austobt. Dabei sind die Texte zynisch, nachdenklich, angriffslustig, manchmal auch naiv oder gleich mit Kafka-Referenz versehen. Dabei schafft sie es mi ihren markanten Stimme dem ganzen Charakter sowie Tiefgang zu geben, gleichzeitig sind manche Zeilen regelrecht eingängig geraten. Und wenn sie zu emotionalen Schreien ansetzt geht es ganz tief unter die Haut. Und so vielseitig der Gesang so ist auch die Musik: hier und da treibend, gerne mal zurückhaltender und nachdenklich, dabei stets den Spagat meisternd zwischen straight nach vorne gehen und immer so ein kleines um die Ecke denken. Wenn dann bitterböse Gesellschaftskritik auf Tanzbarkeit trifft ist es ganz großes Kino. Zu meiner Schande hab ich das aktuelle Album noch nicht gehört, das sich inhaltlich noch mehr traut der aktuellen Lage den Spiegel vorzuhalten, aber das Debüt ist schon ganz groß und solche Bands werden in Zeiten wie diesen wichtiger denn je.

https://berlin-str.bandcamp.com/album/scherbenh-gel

Kann man so machen, ist durchaus hörbar. Mitunter mangelt es mir noch ein wenig an Markanz. Kann aber auch an meiner derzeit eher stumpfen Stimmung liegen. 'Boys Do Cry' blieb noch am ehesten im Ohr. Ansonsten werde ich mich aber wohl eher in Klassiker wie FEHLFARBEN einhören, wenn mir wieder mal der Sinn nach deutscher New Wave steht.
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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon Dead_Guy » Freitag 4. September 2026, 20:30

Ich finde es klasse wenn man vor allem sein Missgefallen an vorgestellten Sachen teilt.
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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon Eike » Samstag 5. September 2026, 06:39

Missgefallen?
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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon Dead_Guy » Samstag 5. September 2026, 09:30

In diesem Fall: alle anderen machen es besser. Ja, aber hier geht es jetzt nicht um die anderen.
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