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von Holger Andrae » Donnerstag 13. März 2025, 00:22
Sepultura
Ich versuche es erneut. Und wieder ist es dieser Prong'sche Gitarrentone, dieses furztrockene, welches mir das Hörgnügen versemmelt. Dabei war die Band hier sicherlich Vorreiter und auch spieltechnisch ist das klasse, aber eben nicht mein Wohlfühl-Thrash. Außerdem komme ich ich mit diesem tiefen Sprech-Gesang nicht besonders gut klar. Es war aber mal wieder einen Versuch wert.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Freitag 14. März 2025, 11:53
Ok, die Assoziation zu PRONG ist mir noch nie über den Weg gelaufen. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich von der Band keinen Ton kenne. Ich weiß aber um deine Schwierigkeit mit der Band. Die "Raw Melody Men" ist überragend und auch wirklich jedem zu empfehlen, der mit dem Sound der Band was anfangen kann. Holger Andrae hat geschrieben:Verwirrende Beschreibung? Ja, allerdings.
Finde ich im Übrigen gar nicht. Der direktere Weg ist deutlich zu erkennen.
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von Jhonny » Freitag 14. März 2025, 11:57
Ich kenne von PRONG auch fast nix Wobei ich das, was ich kenne, auch erst mit SEPULTURA-Sounds ab 1993 verbinden könnte. "Beneath The Remains" ist für mich schon noch ziemlich klassischer Thrash, auf gutem qualitativen Niveau. Für mich wirkt es aber auch immer ein Stück wie das Vorspiel zur noch stärkeren "Arise".
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von Pillamyd » Freitag 14. März 2025, 12:28
Platz 31 UFO | PhenomenonGenre: Hard Rock VÖ: 1974Wer nicht mindestens einmal „Doctor, Doctor“ gehört hat, lebt entweder hinter dem Mond oder war noch nie auf einem Iron Maiden Konzert. Ich habe die Band erst relativ spät kennengelernt. Und zunächst war es die „Force It“, die ich hatte. Schnell folgten aber die drei Album zuvor. Und von der „Phenomenon“ war ich als erste nachhaltig beeindruckt. Dieser direkte Sound ist mir direkt ins Gesicht gehüpft. Dieses Album verbindet alles, was ich an den 70ern, Hard Rock, Metal, Gitarren so massiv abfeire. Das ist grundehrliche Gitarrenmusik, die nur so vor Energie strotzt. Die es, aber auch mal zulässt etwas ruhiger zugehen zu lassen. Aber immer mit großartigen Einfällen. Diese Gitarren auf diesem Album sind atemberaubend. Ich sage nur „Space Child“. Und wenn man bedenkt, wer dafür verantwortlich gezeichnet wird und die Geschichte etwas kennt, wird vor diesem talentierten, damals blutjungen Michael Schenker nur den Hut ziehen können. Der Anfang von vieler großartigen Musik. Und das sage ich, obwohl ich selbst noch vieles gar nicht habe. Aber genau aus diesem Grund ist „Phenomenon“ so fest in meinem Gedächtnis drin und deswegen kann ich nur dieses Album in meine Top 100 aufnehmen und manchmal braucht es gar nicht viele Worte. Hörbeispiele:Rock BottomSpace Child
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von frankjaeger » Freitag 14. März 2025, 13:51
Seppel ist mir erst ab "Arise" ein echter Begriff, dass ganze Davor war mir früher zuviel Krawall. Heute geht es, aber ich bin noch nicht zur Aufarbeitung gekommen.
Die UFO ist natürlich spitze. Aber die Band ist sowieso überragend, bis auf die etwas schwächere "No Place To Run", die aber auch noch Hits hat, ist alles stark. "Phenomenon" ist auf jeden Fall eine gute Wahl.
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von Holger Andrae » Donnerstag 27. März 2025, 12:02
Tom Waits:
Immer wieder durch die Anregungen hier im Forum versucht, aber jedes Mal kläglich gescheitert. Ich dachte, durch eine eventuelle Nähe zu Nick Cave wäre das auch etwas für meine Ohren, aber ich suche jedes Mal irgendeinen Anker in dem meist recht rüden Klang. Wenn ich jetzt etwas von einem "kaputten Eimer" schreibe, meine ich das absolut nicht negativ, denn ich stehe auf kapuute Stimmen, die dadurch eine Zerbrechlichkeit oder Zerrissenheit emotional transportieren. Dies finde ich hier bisher leider nicht. Es ist in meinen Ohren einfach nur auf eine verstörende Art kaputt. Da ist nicht versöhnliches enthalten. Da bin ich wohl zu empathisch unterwegs. Sorry to say.
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von Holger Andrae » Samstag 5. April 2025, 23:22
UFO:
Hier könnten viele Alben der Band stehen, aber "Phenomenon" ist schon ziemlich besonders. Man hört der Band an, mit wie weit hoch gekrempleten Ärmeln man musiziert hat. Motiviert bis in alle Ohrläppchen ... und nicht mal in Lappland aufgenommen. Ich schweife mal wieder ab. Michaels' Erstbeitrag zu dieser Band und dann gleich so einer! Eine Scheibe gefüllt mit ausschließlich Highlights. Muss man nicht nur wegen 'Doctor, Doctor' und 'Rock Bottom' kennen. Ganz, ganz toll!
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von Jhonny » Sonntag 6. April 2025, 17:43
Auch wenn ich eine ganze Reihe UFO-Alben kenne (auch diese) und ich auch den Sound mag, bin ich noch nie wirklich tief in das UFOversum eingestiegen. Aber das ist auf jeden Fall eine gute Erinnerung, die Augen offen zu halten!
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von Pillamyd » Sonntag 13. April 2025, 10:57
Platz 30 Elton John | Madman Across The WaterGenre: Rock/Pop VÖ: 1971Rückblickend ist es manchmal schon fast erschreckend, zu welchem Eckpunkten im Leben ein Künstler einem über den Weg gelaufen ist. König der Löwen war mein erster Kinofilm. Die Single „Candle In The Wind“ ist einer der Singles gewesen, bei dem ich dabei war, als mein Vater sie gekauft hat. Jahre später habe ich im Fach Musik ein Referat über Elton John halten dürfen. Und das war sowas wie ein Türöffner. Der Lehrer hatte mir dazu, zwei, drei Scheiben mitgegeben. Ich habe mich mit dem Verlauf des Gefallens immer weiter vertieft und habe tatsächlich die Höchstnote für das Referat erhalten. Mit den nötigen Mitteln und der richtigen Zeit, fanden dann ziemlich viele Scheiben den Weg in meine Sammlung. Jetzt, Jahre später, sich für eine Scheibe zu entscheiden ist eines der härtesten in dieser Top 100. Ich habe mich für „Madman Across The Water“ entschieden, weil es für mich eines der Alben ist, die unverwechselbaren Drive hat. Jedes Zahnrad geht in das nächste über. Man hat beim Hören der Scheibe stets das Gefühl, Bernie und Elton seien da angekommen, wo sie hinwollten. Zumindest zu der Zeit. Dabei ist das Album von einer heftigen Melancholie überzogen, die aber nie zu gewollt und erzwungen klingt. Im Gegenteil, es läuft einfach. Dabei entstanden sind unverwechselbare Gesangslinien, musikalische Feinheiten, die nach dem ersten Mal Hören nicht abgefrühstückt sind. Man möge nur einmal den Titelsong hören. Dessen Progressivität sich auch im nächsten Titel verdichten und so eine ungeheure Stärke offenbart. Nie zuvor und nie danach klang das so künstlerisch, so stringent und gleichzeitig so befreiend. „Madman Across The Water“ gehört zu den absoluten Top Alben. Ein einmaliges Album. Hörbeispiel:Tiny DancerMadman Across The Water
Zuletzt geändert von Pillamyd am Sonntag 20. April 2025, 11:28, insgesamt 1-mal geändert.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 13. April 2025, 11:18
Elton John lief bis dato auch weitestgehend außerhalb meiner Wahrnehmung. Präsenzwissen ist tatsächlich ausschließlich "Goodbye, England's Rose". Natürlich werde ich zahlreiche andere Songs auch gehört haben oder gar kennen, die aber nie eine bewusste Verbindung zu dem Mann mit der runden Brille erzeugt haben. Deine Hörbeispiele laufen gerade, und das ist natürlich zweifelfrei schöne Musik in angenehm entspanntem Duktus und Flair. 'Tiny Dancer' klingt ein wenig amerikanischer, als ich es von einem britischen Sir erwartet hätte; also den Akzent meine ich (z.B. "dänser" statt "danser"). Hab das eben nachgelesen, und es sei nach seinen eigenen Angaben tatsächlich so, dass er mit amerikanischem Akzent singe, weil er das von den Rock'n'Roll- und Blues-Platten, mit denen er aufgewachsen sei, so immitiert habe. Der 'Madman' erhöhnt dann die Aspekte Drama und Theatralik in einer eher openhaften Weise, was ich auch sehr schön finde. Doch, starkes Material.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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