Permafrost hat geschrieben:Bezüglich "Must-Haves": Ich stelle mir doch keine Alben in die Sammlung, die ich nicht gut finde? Ich sage dem im englischen so schön "pretentious as fuck". Warum sollte man diese denn besitzen?
Einige solcher Alben, die in eine Metalsammlung gehörten, egal ob gefallen oder nicht,
Dir ist schon klar, dass du dir hier selbst widersprichst? "Warum sollte ich eine Scheibe ins Regal stellen, die mir nicht gefällt" und "Einige solcher Alben, die in eine Metalsammlung gehörten, egal ob gefallen oder nicht".
Zu deiner Liste: Wegweiser? Genau. Das war auch mein Ansatz. Nur finde ich, dass du in deiner Liste einige Bands hast, die später nur "auch" gemacht haben, was andere bereits geschaffen hatten
AT THE GATES - Slaughter of the Soul --> ich hatte stellvertrend DEATH in der Liste, halte ich für deutlich wegweisender. Melodic Death hatte ich nicht als einzelnes separiert. Meinst du, das wäre notwendig?
JUDAS PRIEST - Painkiller --> ich finde die Scheibe ja auch gut, aber würde da weiter zurückgehen. "Proto-Painkilller", sozusagen. Bis in die Siebziger zurück.
OVERKILL - Feel the Fire --> tolle Platte, keine Frage. Ich fand im Thrash aber andere Sachen wichtiger, nämlich vor allem SLAYER und METALLICA. Letztere wegen der Frühwerke, aber auch wegen des kommerziellen Erfolgs.
RUNNING WILD - Death or Glory --> halte ich nicht für allzu wegweisend. Die ganze Band nicht, aber wenn überhaupt dann das Debüt. Und das liegt nicht daran, dass ich RW nicht viel abgewinnen kann, aber als eine der 20 wichtigsten Bands im Metal? Das würde wahrscheinlich nicht mal Rock n Rolf sagen. Obwohl... doch, er würde möglicherweise
ENSIFERUM - Ensiferum --> die sind doch schon ein, zwei Generationen später als die Originale. EIne Mischung aus BATHORY und MANOWAR mit etwas SKYCLAD (und höherem Alkoholbedarf, um es auszuhalten, aber das steht auf einem anderen Blatt

).
NIGHTWISH - Wishmaster --> Auch hier: wenn dann "Oceanborn". Aber eher gar nicht. Wenn ich diesen Stil nehmen würde, würde ich eine Scheibe von THERION auswählen wie "Theli" oder "Deggial". Aber eigentlich ist das 70s Rock mit harten Gitarren. Emerson Lake And Palmer auf verzerrt. Die Trällerelse ist kein besonderes Stilmittel, sondern eben die Frontfrau. Mehr nicht.
NECROPHAGIST - Onset of Putrefication --> DEATH; wenn du gerne Tech Death separat nehmen wolltest, wäre da nicht ATHEIST angebrachter?
Also, wenn schon "ob gefallen oder nicht", wäre es dann nicht besser, tatsächlich zu den Ursprüngen zurückzugehen? Ich meine nicht, dass das 1990er PRIEST-Album beispielsweise etwas essentiell Neues brachte.
Vielleicht sollten wir anders rangehen und mal 20 "Untergenres" definieren, und denen jeweils das markanteste Album oder die charakteristischste (Früh)band zuordnen, um auf 20 unverzichtbare, harte Musik definierende Bands zu kommen? So nach dem Motto "wenn du diese 20 Alben hast, dann hast du einen Überblick über die verschiedenen Genres und hast in jedem einen Klassiker, der als Highlight der Spielart gilt".
Also: Jedem Stil das beste frühe Album zuordnen.
Beispiele (nur als spontane Ideen):
Doom: Black Sabbath - same
Thrash: SLAYER - Hell Awaits
Speed Metal: AGENT STEEL - Sceptics Apocalypse
Symphonic Metal: THERION - Theli
und so weiter.