Der Kurzreview-Thread

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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Peter Kubaschk » Dienstag 17. August 2021, 16:39

Für mich ist "The Chemical Wedding" sogar das beste Album mit Bruce am Mikro. Von Maiden finde ich nur das Debüt besser. Im Gegensatz zu den Alben der Jungfrauen, gibt es hier nämlich keine Stinker, sondern nur großartige Nummern mit 'The Book of Thel' und 'The Tower' an der Spitze.
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Havoc » Dienstag 17. August 2021, 21:40

Pillamyd hat geschrieben:Ob das jetzt als Kurzreview durchgeht? I don't know. Ich wollte nur meine Gedanken beim hören zum Ausdruck bringen.


Doch. Das passt schon. Du spielst sicher auf meinen etwas granteligen Beitag vor einiger Zeit an, als ich Eike leicht abgewatscht habe. :grins:
Das würde ich heute glaube ich nicht mehr schreiben, auch wenn er tatsächlich vielleicht etwas zu ausufernd reviewt hat und somit eigentlich das
Thema verfehlt hat. Ich sehe das aber mittlerweile nicht mehr so eng...fände es dennoch ganz gut, wenn man sich halbwegs knapp hält. Da bist du
aber hiermit noch locker im Rahmen. ;-) :)
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 17. August 2021, 21:45

Oh. Nee darauf habe ich nicht anspielen wollen. Habe das gar nicht mitbekommen. Aber nachdem abschicken dachte ich mir: leerer Inhalt und viele Gedanken die natürlich nicht ohne Erwähnung der großen Band auskommt.
Aber gut, dann bin ich beruhigt :)
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Havoc » Dienstag 17. August 2021, 22:17

MANOWAR - Louder Than Hell (1996)

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Habe gerade noch mal echt was Bock auf meine alten Helden. Und sie sind vor allem eines "zeitlos". Dieses achte Album ist das letzte nahezu makellose Werk dieser jetzt schon
legendären Band. Ich kann an diesem Album wirklich kaum etwas kritisieren. Selbst die beiden aufeinander folgenden Instrumetals zum finalen "The Power" sind trotz der Länge überhaupt nicht
langweilig und passen komischerweise sogar total in dieses ansonsten eher hitlastige Bikeralbum rein. Komisch, ist aber so. Ich kann es zwar verstehen, wenn Fans der ersten vier Alben nicht so richtig mit dem Album können, aber verglichen mit vielen anderen Alben anderer Heavybands ist das ja wohl dennoch ein echtes Überalbum. Diese Hits. Diese Power! Ein bockstarkes Album! Man könnte jetzt sagen, dass es schade ist, dass die Band danach nie mehr so stark war. Aber das wäre wohl meckern auf sehr hohem Niveau. Erstens sollte man einfach dankbar sein für 8! Meisterwerke und zweitens haben sie ja auch danach hier und da noch mal ihre Klasse aufblitzen lassen.
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Havoc » Donnerstag 19. August 2021, 11:06

SEPULTURA – Roots (1996)

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Ich war sehr gespannt, da ich das Album seit ca. 20 Jahren nicht mehr gehört habe. Ich kann mich eigentlich nur noch erinnern, dass ich damals etwas zwiegespalten war. Und genau so ist es auch heute noch. Der erste Durchgang war doch ziemlich ernüchternd. Sogar den Titelhit hatte ich noch besser in Erinnerung. Die weiteren Durchgänge fand ich dann aber doch deutlich besser. Man muss sich hier echt erst mal richtig reinhören und, ganz wichtig, auf diesen Stilmix einlassen. Vor dem geistigen Auge schoss mir sofort der Arnie-Streifen „Predator“ in den Kopf. Lässt man sich vollends darauf ein, dann macht das Album schon sehr viel mehr Spaß (man kann es vielleicht auch ein wenig „schönhören“ nennen). Den Sound finde ich mittlerweile sogar ziemlich cool, auch wenn es mir im Laufe der CD dann teilweise sogar ein wenig zu Industrial-NU-mäßig zugeht. Das passt dann irgendwann auch nicht mehr immer zwingend zu dieser Urwald-Atmosphäre. Die ersten drei Songs gehen noch als relativ „normal“ durch. Spätestens bei „Ratamahatta“ haben damals bei VÖ wahrscheinlich einige Fans erstmal nachgeschaut, ob auch wirklich die richtige CD in der Hülle war. Der Song ist aber echt nicht übel, auf seine abgefahrene Art sogar irgendwie cool. Aber wie gesagt. Ganz wichtig. Man muss sich auf dieses Album einlassen. Ab da ist die Platte dann ein wenig zerfahren mit einigen Höhen und Tiefen. Letzten Endes wundert es mich aber dennoch, dass dieses Werk es auf Platz 5 im PM-Discografie-Check geschafft hat. Es verwundert allerdings nicht, dass die Schere hier bei den Einzelbewertungen sehr weit auseinandergeht. Ich kann das leider nicht vergleichen, da ich die neueren Alben mit Green am Mikro leider allesamt nicht kenne. Ich bereue den Kauf jedenfalls keineswegs. Alleine aus nostalgischen Gründen musste das Album nun mal her. Und ich finde es tatsächlich auch gut, aber weit weg von überragend.
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Jhonny » Samstag 21. August 2021, 14:04

Chavo89 hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und schon die Tatsache, dass deine beiden Schwachpunkte bei mir eher zu den Highlights zählen, zeigt auch wieder, dass das Album a) recht vielseitig ist und dass b) keine offensichtlichen Rohrkrepierer dabei sind, die man quasi nur doof finden kann. Und 'Touch The Sky' ist in der Tat ein Übersong. 'Righteous Glory' für mich ebenso. Klar, eine Ballade voller Pathos, aber das ist so grandios gesungen. Und es geht um Odin und um Walküren. Muss man ja quasi dahinschmelzen, wenn man sich Hugin nennt.


Alles völlig richtig. Finde auch 'The Kingdom Of Steel' als weitere Ballade völlig großartig. 'Born In A Grave' würde mit etwas mehr Abwechslung oder weniger Refrain-Wiederholung übrigens auch bei mir oben mitspielen. Alles in allem ein sehr abwechslungsreiches, spannendes Album, das auch bei mir die Prüfung der Zeit tadellos bestanden hat.


Wenn Leute "The Lord Of Steel" feiern ist das schön!

Ist auch ein wichtiges Album in unserer Clique (in der MANOWAR immer als kleinster gemeinsamer Nenner herhalten muss).
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Jhonny » Samstag 21. August 2021, 14:05

Loomis hat geschrieben:TCW ist mein Favorit des Bruce'schen Soloschaffens. Mag sein, dass es deshalb ist, weil ich AOB erst danach kennen gelernt habe, aber für mich ist die Atmosphäre bei TCW einfach noch etwas dichter als bei der eh schon sehr guten AOB.
Aber Pflichtprogramm sind latürnich beide.


Sehe ich ähnlich.
Für mich ist "The Chemical Wedding" sein bestes Soloalbum, vor "Tyranny Of Souls".
"Accident Of Birth" habe ich erst recht spät kennen gelernt. Natürlich ist das auch klasse, aber die Songs blieben hier nie im gleichen Maße hängen wie auf den beiden Nachfolgern.
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Pillamyd » Freitag 5. November 2021, 14:14

BildBild
Amorphis | Under The Red Cloud (2015)
Amorphis | Queen Of Time (2018)

Mit der Ankündigung des neuen Albums "Halo" legte ich die zwei Alben der Band, die ich habe wieder auf. Also Kaffee rauslassen und dazu genüsslich "Under The Red Cloud" anhören. Gibt es neue Erkenntnisse? Nö, eigentlich nicht. Also nicht bei diesem Durchlauf. Im Laufe der letzten Jahren seit Erscheinen der "Queen Of Time" hat sich dann langsam, aber sicher dann doch herausgestellt, dass ich das 2015er Werk dem 2018er Werk dann doch vorziehe. Das war nämlich auch schonmal anders.

Woran das liegt?
Nun, zum einen ist "Under The Red Cloud" etwas direkter in seiner Art. Nicht so aufgeplustert wie "Queen Of Time". Daraus ergeben sich zwingendere Melodien, die eine längere Langzeitwirkung haben. Auf "Queen Of Time" kommen die etwas plakativer rüber, wie ich finde. Hinzu kommt dieser Bombast im Sound, der das Album mächtiger und schwerer erscheinen lässt. Das muss man schon mögen. Mächtiger und schwerer klingt jetzt so nach "will erarbeitet werden". Ist es im Endeffekt aber gar nicht. Der Bombast untermauert die Songs auf "Queen Of Time" bloß sehr stark was aber auch dazu führt von besagten Melodien etwas abzulenken. Das ist auf "Under The Red Cloud" anders, roher, purer. Im Grunde genommen halt einfach etwas gelungener meiner Meinung nach, weil der Aha Effekt einfach zumindest bei mir größer und länger ist.

Beispiel:
Ein Song wie "Dark Path" zum Beispiel, fehlt mir auf dem 2018er Werk. Damit möchte ich das Album gar nicht schlecht machen. Denn ein Album das Anneke zu Gast hat, kann nicht schlecht sein und ist es auch nicht. Außerdem ist „The Golden Elk“ auch ein famos/geiler Song.

Ich bin sehr gespannt was "Halo" zu bieten hat. Ich finde ja auch das Coverartwork wieder sehr gelungen. Ranking? Wer hat gerufen? Wieder keiner? Egal. Hier also Ranking der Artworks der letzten zwei Alben + das neue Artwork des kommenden Album:

1. Halo
2. Queen Of Time
3. Under The Red Cloud
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Havoc » Freitag 5. November 2021, 21:39

Pillamyd hat geschrieben:Ich bin sehr gespannt was "Halo" zu bieten hat. Ich finde ja auch das Coverartwork wieder sehr gelungen. Ranking? Wer hat gerufen? Wieder keiner? Egal. Hier also Ranking der Artworks der letzten zwei Alben + das neue Artwork des kommenden Album:
1. Halo
2. Queen Of Time
3. Under The Red Cloud


Die Amorphis Artworks sind zwar alle recht gut, aber wirken dennoch wie aus einem Generator hergestellt. Die sehen irgendwie alle gleich aus. Ähnlich geht es mir auch mit der Musik. Das ist gute Musik. Aber ich komme hier niemals in eine Euphorie und denke "ach was sind die geil". Schon auch komisch. :-S
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Eike » Sonntag 14. November 2021, 03:30

Ein Indie-Album:

"Wild Go" von DARK DARK DARK

ist eine träumerische, leidenschaftlich schöne Mischung aus Melancholie und Sehnsucht in den Melodien und nicht minder schönen, im Tempo meist eher munteren bis tänzelnden Rhythmen, obwohl sich auch insgesamt deutlich ruhigere Stücke finden.

Einsprengsel von Chorgesang im Hintergrund und neben dominanter Percussion auch rhythmische Akkordeon-Untermalung sollte man für den Genuss der Stücke allerdings schon mögen, ansonsten gibt es auch schon mal Klavier und seltener Streicher zu hören.

Diese Mischung aus lockerer Rhythmik mit Hummeln im Hintern, gefühlig beseeltem Gesang, und nicht zu vergessen folkig inspirierter Wehmut gepaart mit Lebensbejahung, sorgt insgesamt für sehr schöne Spät-Sommer-Nacht-, herbstliche Weinlese- sowie ganzjährig verzaubernde Stimmungen - emotional bewegte und bewegende Musik eben.

Gerahmt von den für den oben umrissenen Stil typischeren Stücken 'In Your Dreams' und 'Daydreaming', die den Auftakt geben, sowie den dazu passenden ausleitenden Stücken 'Say The Word' und 'Wild Go', finden sich im Mittelteil auch das anfangs fast beatleske 'Heavy Heart', das dann aber mit etwas düsteren Gitarrentönen eine eher neblige Stimmung verbreitet, das etwas gemächlicher fließende 'Celebrate', das mehrstimmige und zerbrechlich daherschleichende 'Nobody Knows', das fast an PJ HARVEY musiziert mit NICK CAVE erinnernde 'Something For Myself', das beinahe BRIGHT EYES-mäßige 'Right Path' und das eindringlich beschwörende 'Robert' auf dem Album ein.

Ganz schön vielfältig also; und doch wirkt durch diese Rahmung alles wie aus einem Guss, das Album in sich total schlüssig. Seine Arrangements klingen alltenthalben so feinfühlig wie direkt, so schlicht und klar im Ausdruck wie die scheinbar einfach gespielten Instrumente eben doch komplex ineinandergreifen.

Ein Album zum Sichfallenlassen und Tagträumen.
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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