Musikalische Erkenntnis des Tages

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Montag 12. Juni 2017, 16:09

Holger Andrae hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:Wenn ich Saxon hören will, lege ich irgendwas bis zur "Power & The Glory" auf. Danach bin ich extrem unkomplett, was unter anderem daran liegt, dass ich eben immer schon Bock auf neue Bands hatte.


Hmm, bis zur "Rock The Nations" lege ich alles gerne auf. Aber auch "Solid Ball Of Rock", "Unleash The Beast", "Lionheart" und "Battering Ram".


Bei den "großen" Bands geht es mir halt oft so, dass ich Ende der 80er mehr oder weniger raus bin/war.


Wäre mir vielleicht auch so gegangen, wenn ich mit denen aufgewachsen wäre. Aber ich habe ja alle erst deutlich später kennen gelernt.
Und vieles, was danach veröffentlicht wurde ja für mich auch wirklich klasse.
(Außer QUEENSRYCHE nach 1994 und vor 2013 vielleicht...)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Teichfrosch » Montag 12. Juni 2017, 16:34

Mal so nebenbei, welche Musikrichtung, die derzeit populär ist, hat ihre (ganz konkreten) Wurzeln nicht vor mindestens 30+ Jahren erhalten? Ich meine jetzt nicht die Gleichung Metal = Fortsetzung der europäischen klassischen Musik, oder Techno = Fortsetzung der europäischen klassischen Musik. Ja, es gibt teilweise neue (Sub)Genres, Vermischungen, neue Variationen, was ohne Zweifel eine gleichsam bedeutende schöpferisch-kreative Leistung ist, aber so grundlegend neue Sachen scheinen mir selten.

a) mein Eindruck ist bedingt durch mein begrenztes Wissen
b) es gibt wirklich nichts (grundlegend) Neues
c) man kann erst mit zeitlichem Abstand erkennen, wann etwas tatsächlich "neu" war

Dass alles immer nur Variation und Neuzusammensetzung von Bestehendem ist, lassen wir dabei jetzt mal außen vor ... um mal ein mir bekanntes neues "Genre" heranzuziehen: Vaporwave https://www.youtube.com/watch?v=hDR7dWeEecs ist das jetzt nur eine Variation von Hiphop+Techno+Lounge+Triphop+80s Synths, oder schon was eigenständiges?

Ist tatsächlich eine Frage, die mich oft beschäftigt. Um es etwas metallischer zu drehen: ist Post-Metal schon etwas grundlegend eigenständiges, oder einfach nur irgendwie-Core + Doom + Prog?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Schaf » Montag 12. Juni 2017, 17:00

Ug-Lag schlagen Steine aufeinander. Ug-Lag innovativ.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Dienstag 13. Juni 2017, 08:44

Der Opener de rneuen RAGE tönt erstaunlich viel nach SYMPHONY X. :grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Teichfrosch » Dienstag 13. Juni 2017, 12:26

Schaf hat geschrieben:Ug-Lag schlagen Steine aufeinander. Ug-Lag innovativ.


Das hilft mir jetzt nicht deutlich weiter, aber ja, darum gehts :grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Erasmus » Dienstag 13. Juni 2017, 16:22

Ug-Lag schlagen Steine aufeinander. Ug-Lag innovativ.


Ich vermute mal, dass der feine Herr Ug-Lag ein fieser Plagiator ist! Genau diesen Vorgang hatte er zuvor ja schon in der Natur beobachten können, etwa bei einem Steinschlag im Gebirge.

Wenn man das außer Acht lässt, gibt es im Metal durchaus Innovationen. Um nur mal zwei Beispiele auf die Schnelle zu nennen:

a. der "keifende" Gesang (etwa bei CU, oder dann etwas anders im Black Metal)
b. Akkordfolgen, die nicht im eig. Sinne harmonisch sind.

Sicherlich diskutabel, aber doch einigermaßen neuartig, in dieser Form.
Auch bekannt als: Jakob Schnapp

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Peter Kubaschk » Dienstag 13. Juni 2017, 16:23

Na ja, 1980 als der "keifende" Gesang von CIRITH UNGOL kam, war auch IRON MAIDEN noch neuartig oder RAVEN. Aber es geht ja um Musik im Jahr 2017.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Schaf » Dienstag 13. Juni 2017, 16:49

Erasmus hat geschrieben:a. der "keifende" Gesang (etwa bei CU, oder dann etwas anders im Black Metal)


CROMAGNON mit ihrem 1969er Werk "Orgasm" sind vielleicht nicht das allerfrüheste Beispiel, aber werden im Rock'n'Roll immer wieder gerne zitiert, wenn es um keifenden und extremen Gesang geht.

Erasmus hat geschrieben:b. Akkordfolgen, die nicht im eig. Sinne harmonisch sind.


Atonale Musik ist älter als Rock und Disharmonie älter als viele Hochkulturen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 13. Juni 2017, 17:08

Schaf hat geschrieben:
Erasmus hat geschrieben:a. der "keifende" Gesang (etwa bei CU, oder dann etwas anders im Black Metal)


CROMAGNON mit ihrem 1969er Werk "Orgasm" sind vielleicht nicht das allerfrüheste Beispiel, aber werden im Rock'n'Roll immer wieder gerne zitiert, wenn es um keifenden und extremen Gesang geht.

Ein Song von der Scheibe ('Caledonia') ist auch richtig gut. Der Rest ist mehr so "Ug-Lag hauen Stein auf anderen Stein."
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Schaf » Dienstag 13. Juni 2017, 17:15

Das war halt damals noch innovativ.
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