War gestern an der Tour mit MAJESTY, BLOODBOUND und EVIL INVADERS, zu meinem grossen Erstaunen mit meiner Schwester und Fastfood-Lieferanten, der extra dafür seinen Schuppen dicht machte, im Schlepptau ^^
Die Meinungen waren nicht nur unter uns geteilt. EVIL INVADERS waren wohl die instrumental stärkste der drei Bands, hatten einige tolle Riffs im Repertoire, aber die Stimme ist definitiv Gewöhnungsbedürftig. Mir macht es nicht ganz so viel aus wie einigen anderen, aber zum Headbangen und Aufwärmen hats definitiv gereicht.
BLOODBOUND war mehr oder weniger der heimliche Headliner. Viele, vor allem junge, fans trugen ihre Shirts, und als der Auftritt fertig waren, gingen einige von ihnen auch schon. Immerhin für einen Mittwoch respektable etwa 200-300 Leute fanden sich zu diesem Zeitpunkt ein. Die Setliste umfasste einen bunten Mix der letzten zwei Alben, was nicht nur gut ankam. Während Songs wie "Iron Throne" zwar gut gemacht waren, passt die Sabaton-Masche nicht zu den Schweden, die auf "Unholy Cross" starken, an Priest oder Hammerfall angelehnten Power Metal spielten mit starken, bissigen Riffs. Von den "älteren" Songs kamen gestern nur "Moria" und "Nosferatu", je nachdem kann man noch "Book of the Dead" zählen. Zu wenig, und dazu werde ich heut Mittag noch einen Diskussionsthread eröffnen

Bei MAJESTY waren dann gut 1/3 der Zuschauer weg geblieben. Kein Problem, denn die gebliebenen schreiten den Schlachtruf mit Inbrunst. Trotzdem musste sich Majesty klar Bloodbound geschlagen geben, auch musikalisch. "Hawks will Fly" ist nunmal kein schneller, treibender Opener, der gleich den Takt durchgibt, wie dies "We Want His Head" war, Must-Haves fehlten in der Setliste En-Masse, und die beiden besten Songs von der neuen Scheibe, auf die sich fast alle fans einigen konnten, waren die beiden einzigen, die nicht gespielt wurden (Children of the dark und Rulers of the World). Schade, unter den Möglichkeiten geblieben - und dennoch stark dargeboten, dafür gibts eine hervorragende B-Note. Der Stimmung tats keinen Abbruch, aber nächstes Mal hätte ich dann gern ein Best-Of Set, wo man nicht zwangshaft versucht, ein neues Album zu bewerben.