Innerhalb der letzten zwei Wochen ließ ich last.fm mal alles festhalten, was mir so den lieben langen Tag unter die Ohren kam:
AGRYPNIE "16[485]"
Beste und gleichzeitig zugänglichste Scheibe der Band. Weniger prätentiös, mehr Eingängigkeit.
DEVIL SOLD HIS SOUL "Blessed & Cursed"
Sehr gelungener progressiver Post-Hardcore/Metalcore/Screamo mit angenehm flauschigen Pop- und Emo-Elementen, die nicht stören, denn der Gesamtsound ist immer noch rau und organisch. Review in Arbeit.
SLINT "Spiderland"
Klassiker, der in meiner Topliste höher hätte sein sollen. Naja, nächstes Mal bin ich schlauer.
CODEINE "White Birch"
Habe ich in letzter Zeit übelst gesuchtet. Perfekter Minimalismus. Rock ohne Hard, mit viel Atmosphäre und Spannung. Slowcore-Urgesteine, die ebenfalls einen Platz in meinen 111 verdient hätten.
SLOWDIVE "Pygmalion"
Perfekt. Reinweiß. Klar. Unbefleckt. Göttliches Licht aus dem Elysium.
Das Album fürs Sterbebett.
THOSE POOR BASTARDS "Gospel Haunted"
Herrlich krank, kauzig, kaputt, witzig, voller Leben und Augenzwinkern. Ja, das ist Gothic, liebster Eike, da hast Du ausnahmsweise vollkommen recht

Review in Arbeit.
THOSE POOR BASTARDS "The Plague"
Ebenfalls sehr fein. Bin gespannt, ob ich die genauso gut finden werde wie den Nachfolger.
THOSE POOR BASTARDS "Hellfire Hymns"
Noch etwas unausgereift. Mehr TOM WAITS und etwas elektronischere Elemente, weniger eigenständiger Charakter.
AMIA VENERA LANDSCAPE "The Long Procession"
Der Core ist superb, fürs nächste Album sollte die Band noch ein kleines bisschen an ihrem Ambient und Post-Rock feilen.
STARKWEATHER "Crossbearer"
Eine Kopie des Albums hatte ich jahrelang in der Kiste zu liegen und nun hatte ich vor kurzem erst erfahren, dass es die Band seit 6 Jahren wieder gibt. Hier erfährt man ja so etwas nicht, dafür wird immer sofort berichtet, wenn Joey DeMaio mal 'nen Furz ablässt. Jedenfalls gleich rausgekramt und plötzlich hatte es "Klick" gemacht, woraufhin gleich der Großteil der Diskographie geordert wurde. Genau meine Sorte Hardcore/Metalcore/Crustcore/Proto-Sludge.
STARKWEATHER "Croatoan"
Selten ist das Reunion-Album einer Band auch ihr bestes. Herrlich. Fies, kauzig, kantig, kauzig, schroff und kauzig. Top-111-Material. Review in Arbeit.
STARKWEATHER "This Sheltering Night"
Wie bei AMIA VENERA LANDSCAPE sind die Jungens keine Meister, was ambiente Instrumentalstücke betrifft. Weniger ist manchmal mehr. Der Core ist natürlich wieder superb.
BURIED INSIDE "Spoils of Failure"
Genau meine Sorte Sludge/Core. Dunkel schwer, progressiv und sogar tiefgründig. So als Bonus. Beschäftig die Nackenmuskeln und die kleinen grauen Zellen gleichermaßen.
THE ANGELS OF LIGHT "We Are Him"
Hääärrrlliiisch. Aber das wisst ihr ja

CROWBAR "Sever the Wicked Hand"
Sehr fett, sehr schwer, sehr düster. Ein bisschen mehr Profil hätte dem einen oder anderen Song nicht geschadet, aber die Riffs und Kirks Gesang sind wieder einmal erste Sahne.
DEADBOY & THE ELEPHANTMEN "We Are Night Sky"
Hääärrrlliiisch. Ohne Schnörkel und Schnickschnack mit viel Gefühl und Lebenserfahrung.
COWBOY JUNKIES "Open"
Hääärrrlliiisch. Aber das weiß ja zumindest der Eike. Hätte auch gut in die Topliste gepasst.
BAUHAUS "In the Flat Field"
Soundtrack to the apocalypse.
JOY DIVSION "Closer"
Soundtrack to your suicide. By overdose. During a lonely November night. Outside in the rain. Very Hemingway.
DORNENREICH "Flammentriebe"
Schöner Querschnitt durch das gesamte Schaffen der Band, gespickt mit lauter Selbstzitaten (die Hater mögen es "mangelnde Kreativität" nennen

). Aber die Produktion passt ja mal gar nicht. Wer da an den Knöpfchen saß, sollte verprügelt werden.
DEATHSPELL OMEGA "Fas ~ Ite, Maledicti, in Ignem Aeternum"
Apocalypse to your soundtrack.
DEATHSPELL OMEGA "Chaining the Katechon"
Weniger Apokalypse, mehr Melodie.
DEATHSPELL OMEGA "Paracletus"
Mehr Melodie, mehr Feinheiten, mehr Subtilität, mehr... *schauder*... Gothic. Aber die gute Sorte Gothic!
LUSH "Split"
Pop mit Köpfchen.
UNDER BYEN "Samme Stof Som Stof"
Köpfchen mit Pop.
MANTRIC "Descent"
Progressiver Kuschelcore. Hübschig, hat aber noch nicht geklickt.
ANATHEMA "A Natural Disaster"
Sehr zäh und trocken. Da werde ich noch eine ganze Weile dran kauen müssen, eh das verdaulich wird. Hat aber die gleiche Klangfarbe wie die CODEINE, das hilft schon mal.
THE CURE "Pornography"
Perfekt. Nächstes Mal dringend in die Top20.
TENHI "Maaäet"
Knorrige Äste, zugefrorene Sümpfe, Nächte unter Nordlicht im Beisein des samischen Schamanen.
DEAD FLESH FASHION "Anchors"
Stumpf, aber gut. Fieser Metalcore, der abwechselnd fast schon schwarz oder todesbleiern tönt.
CRIPPLED BLACK PHOENIX "I, Vigilante"
Wundervoll. Mag meine Mama auch. Da kann man sich sogar TOTO anhören.
CRIPPLED BLACK PHOENIX "The Resurrectionist/Night Raider"
Braucht noch etwas mehr Zeit, wusste aber bisher immer zu gefallen.
THE GATHERING "How to Measure a Planet?"
Ganz tolles Ding. Genau meine Musik. Progressive Atmospheric Psychedelic Trip-Rock oder so?
AMBER ASYLUM "Bitter River"
Gefällt von Anfang an sehr gut, hat sich aber noch nicht vollkommen erschlossen.
AMBER ASYLUM "Still Point"
Die braucht auch noch etwas Zeit.
JARBOE "Mahakali"
Schlägt stellenweise in die gleiche musikalische Kerbe wie die beiden AMBER ASYLUMs.
ROSE KEMP "Unholy Majesty"
Wenn ich das nächste Mal den Briefkästen leere, sollte besser die neue Scheibe drin sein.
RIDE "Going Blank Again"
So isses.
THE DAYSLEEPERS "Drowned in a Sea of Sound"
Rundherum perfekter Schuhglotz. Wäre das Teil vor 20 Jahren erschienen, wäre es ein Klassiker geworden.
THE DOORS "Strange Days"
Drogenmusik.
NICK CAVE AND THE BAD SEEDS "No More Shall We Part"
Muss sein.
NICK CAVE AND THE BAD SEEDS "From Her to Eternity"
Der ungeschliffene Nick musste auch mal wieder raus.
TOM WAITS "Bone Machine"
Schmirgel, schmirgel, schmirgel. Never one denies ever havin' met him...
TOM WAITS "Real Gone"
Hisst den Lumpen!
URIAH HEEP "The Magician's Birthday"
Wunderbar albern und verspielt.
EHNAHRE "Taming the Cannibals"
Dagegen war das Debüt flauschige Happy-Go-Lucky-Kiddie-Mucke. Was ist die Steigerung von "atonal"?
EVOKEN/BENEATH THE FROZEN SOIL Split
Die Seite mit EVOKEN zeigt wieder einmal, wer die Meister des amerikanischen Todesdooms sind. Die andere Seite ist okay, aber nichts Besonderes.
EIBON "Entering Darkness"
Erschließt sich mir langsam. Gelungene Gitarrenarbeit, schöne Strukturen. Nächstes Mal mehr Punch für die Drums, bitte.
SUN OF NOTHING "The Guilt of Feeling Alive"
Der BM-Anteil wurde zurückgeschraubt, dafür gibt es mehr groovenden Sludge und Core. Needs moar luv.
LUNAR AURORA "Andacht"
Perfektes BM-Album.
LUNAR AURORA "Ars Moriendi"
Auf dem Weg dahin.
BEATRÌK "Requiem of December"
Feiner BM/Doom für düstere Stunden.
GUAPO "Five Suns"
KING CRIMSON meets MAGMA. Auf Drogen, versteht sich.
CHAPTERHOUSE "Whirlpool"
Whirpools sind toll.
CURRENT 93 "Hypnagogue"
Schwierig. Viel Drone und Ambient, kein Folk. Braucht Zeit und Muße.
LOW "Drums & Guns"
Aus wenig viel erschaffen.
LOW "The Great Destroyer"
Perfekt. Hätte in die Topliste gemusst.
LOW "Trust"
Manchmal etwas zerfahren.
LOW "Secret Name"
Hübschig, fast schon opulent für die Bandverhältnisse.
LOW "Things We Lost in the Fire"
Der Frosch erklärt's euch.
SIGH "Hail Horror Hail"
Zitat Rüdiger: "Es ist richtig, SIGH-Fanboy zu sein!" Zitat Al Bundy: "Es ist falsch, Franzose zu sein!"
SKAGOS "Ást":
Durchdachter, ritualistischer USBM für den Spaziergang in verschneiten Bergwäldern.
SKAGOS/PANOPTICON Split
Die Seite mit SKAGOS kreuzt WOLVES IN THE THRONE ROOM mit VIRGIN PRUNES. Schräg.
BERGRAVEN "Till Makabert Väsen"
Black Metal, der keiner mehr ist. Völlig kaputte Düstermucke, losgelöst von sämtlichen Konventionen.
ALTAR OF PLAGUES "White Tomb"
Doomdeedoom.
DEAD SHELL OF UNIVERSE "Tamo gde pupoljak vene... tamo je moje seme"
Tamo gde dobro Black Metala je, tamo ja sam.
DAX RIGGS "We Sing of Only Blood or Love"
Verfeinerung des DEADBOY-Sounds. Mehr Blues, mehr Minimalismus. Singer-Songwriter in Reinkultur. Der Mann braucht nur eine Gitarre und einen Barhocker.
CURRENT 93 "All the Pretty Little Horses"
Hintergründig düster, vordergründig sehnsüchtig.
CURRENT 93 "Aleph at Hallucinatory Mountain"
Perfekter als perfekt.
SAVOY GRAND "People and What They Want"
Haben offenbar viel SLINT und CODEINE gehört.
COBALT "Eater of Birds":
Groove, der nicht um seiner selbst Willen groovt. Davon könnten SATYRICON mal was lernen. Für BM-Verhältnisse erscheint mir das zudem fast schon Eike-verträglich. Aber solange es nicht Frank-verträglich ist, geht das in Ordnung.
CURRENT 93 "Of Ruine or Some Blazing Starre"
Die oder "Thunder Perfect Mind" könnte meine drittliebste Scheibe der Band werden.
CURRENT 93 "Thunder Perfect Mind"
Wer hätte gedacht, dass Hitler mal gute Musik inspiriert
CODE "Noveau Gloaming"
Japp.