WW 2012 - Froschersatz

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WW 2012 - Froschersatz

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 23. Dezember 2012, 22:25

01 (3:17)
"the metronome is wrong again" so beginnt dieser kraftvolle Song, der von einem schön knarzenden Bass dominiert wird. Die Drums bollern im Hintergrund grollend und die Gitarre ist zuerst nur schmuckes Beiwerk. Richtig gerifft wird erst in der zweiten Hälfte der Nummer. Es ist erstaunlich wie viel ABwecshlung in dieser kurzen Nummer steckt. Quasi ein kurzer Longtrack, der mir sehr gefällt. Ich habe allerdings keinen Schimmer, wer das ist.

02.(2:47)

Death Metal. Schön tiefer gestimmte Gitarren, dazu ein herrlich wütender Sänger. Dazu Maschinengewehr-Drums, die aber nie in Blastbeats abdriften. Das hat Feuer. Ein hymnischer Chorus, der die Faust ballen lässt. Ich glaube die singen was von "mission insane". Dafür lege ich aber meine Hand nicht ins Feuer. Hoppla, jetzt gibt’s es über Drumgewitter noch ein schönes melodisches Solo. Alle Daumen hoch.

03 (6:21)

Ein völlig übersteuerter Angelo Sasso dominiert die Tanzfläche. Darüber eine recht saftige Klampfe. In der Kombination schräg. Der bellende und völlig unverständliche Gesang zehrt allerdings an meinen Nerven. Ich verstehe tatsächlich gar nichts. Industrial meets Thrash'n'Death. Eine Kreuzung, die anstrengend klingt. Nach etwas drei Minuten wird es etwas gemäßigter vom Tempo, im Hintergrund gibt es Clean-Vocals, der Haßbatzen am Hauptmikro bleibt wütend. Die Gitarre piepst dazu Kopftöne. Schwierg. Dass ich keinen Plan habe , wer das sein könnte, muss ich nicht extra schreiben, oder? Klingt so, als würde diese Band auf jedem Song anders klingen. In dieser recht kruden Kombination ist mir das aber eine Spur zu weit entrückt. Interessant ist es aber allemal.

04. 6:36

Dumpf und schleppend walzt sich diese Nummer aus meiner Anlage. Allerdings erwarte ich keinen Doom, sondern feistes Geboller und Temposteigerung. "Oh Satan" sind dann auch die ersten beiden verheißungsvollen Worte des Sängers, der die Töne aus den tiefsten Tiefen seines Magens zu holen scheint. Schon wird auch das Tempo angezogen. Auf halber Strecke verliert man sich leider im Black Metal Wald. Das Tempo wird rasend und für mich damit leider nicht nachvollziehbar. Auch die Gitarren klingen ab jetzt verwaschen. Soll wohl so. Keinen Plan.


05. 3:18

Ein kurzes, von einer Frau gesprochenes Intro, welches ich leider nicht verstehe. Ich meine, etwas von einem "girl" und "scarred" heraus filtern zu könne. Musikalisch geht es eher in den stonig-rockigen Doomster-Bereich. Die Nummer könnte "Kiss The Skull" heißen. Der Sänger hat sicherlich schon mal Robert Plant gehört. Diese Retro-Hard-Rock-Nummer gefällt mir recht. Textlich werden übrigens auch "butterflies" oft bemüht.


06. 5:23

… and now for something completely differrent: Beinahe episch beginnt diese Nummer. Akustische über getragenem Rhythmus. Dies ändert sich rasch. Thrash der Marke Grip Inc, die es aber nicht sind. Dieses Riffing ist sofort mitreißend. Herrlich auch in der spritzigen Klangumsetzung. "subconscious mind destruction destroying all your thoughts". Ich vermute mal, dass die Herkunft der Band nicht USA oder England ist. Würde auf Süd- oder Osteuropa tippen.

07. 4:08

Mein Wichtelersteller hat einen breiten Geschmack. Das könnte Coheed & Cambria sein. Bei der Band habe ich nur zwei Alben oft genug gehört, um sie hier ausschließen zu können. Oder .. Moment, sind es eventuell Three mit einer Nummer von "Wake Pig"? Das Album fehlt mir noch. Obwohl. So viel wird bei den mir bekannten Three-Alben nicht herum geschrieen. Ich bin verwirrt.

08. (4:48)

Schon wieder wütende Rhythmik. Wuchtig und bollernd. Mag ich. Post-Hardcore mit Thrash-Flecken. Das ist ziemlich modern, ohne mich zu stören. Im Mittelteil wird der Rhythmus variiert während darüber ab und an sphärisches Fiepsen zu hören ist. Das ist mir etwas zu langatmig. Trotz der Kürze der Nummer. Im Text geht es wohl um eine gerade zerbrochene Beziehung. "Just to be with you …." , "i am paranoid and speechless" "the ground it feels like quicksand" …

09 (5:52)

Psychedelischer Doom. Erinnert mich in seiner Kauzheit etwas an CONFESSOR, die es aber natürlich sind. Der "Sänger" klingt bekifft. In den cleanen Passagen verstehe ich häufig etwas von 'I wanna tear you down'. Plötzlich spricht eine Frauenstimme über dem Song. Etwas anstrengend wird die Nummer durch den heiseren Krächzpassagen des Fronters. Oder artikulieren sich da eventuell zwei Sänger abwechselnd? Da bin ich mir nicht sicher. Ich merke es, mein Bewitchtler mag es wirr. Spannend.

10. (5:16)

Hier höre ich jetzt Parallelen zum Vorgängersong. Schleppend in der Rhythmik, ohne Doom zu sein, schlürft diese Nummer aus den Boxen. Der Sänger kommt mir bekannt vor. "there will be changes", in der Tat, die Variationen innerhalb der Nummer sind vielseitig. Der Gitarrist scheint sehr auf Iommi zu stehen. Ein herrlich warmes Solo erfreut die Seele.

11. (4:52)

Bei dieser Nummer bin ich besonders auf die Auflösung gespannt, weil ich a) glaube diese Nummer schon mal gehört zu haben und sie mir b) extrem gut gefällt. Abgestoppter Thrash mit vielen interessanten Breaks. Immer wieder wird eine akustische Klampfe über die Riffs gelegt. Zeitlich schwer einzuordnen. Vom Klangbild kann das recht aktuell sein. Wobei ich eher vermute, dass die Nummer aus den 90ern stammt. Die Überraschung innerhalb der Nummer: Nach einer Minute düsterer Beschallung mit Flüstergesang setzt der Fronter unerwartet zu einem Sirenenschrei an, der an klassische Sänger erinnert. Sehr cool.

12. (4:29)

Wieder Doom. Dieses Mal mit sehr eindeutiger Sabs-Schlgahose. Das wirbelt mit den Anfangsriff so viel Staub auf, dass ich husten muss. "Known in future, known in time" scheint er zu singen. "The purest is black, he never seems () white, the purest is black, he never turns his face into light". Nach einern Weile nimmt die Nummer an Tempo auf und während des Soloteils denkt keener mehr an Doom. Aber danach gleich wieder. Toll, wenn die Riffs versetzt über einander laufen. Sehr fein.

13. (4:04)

Das ist aber jetzt THREE. Oder doch Coheed & Cambria? Ei don't know. 'for the very first I can believe the words that he says'. Egal, die Nummer ist sehr schön und könnte "The Beginning Of The End" heißen. Ich google jetzt nicht.

14. (3:44)

Ein kurzes abgestopptes Riff-Intro. Danach Sprechgesang über treibenden Bassläufen. Mit Heavy Metal hat das gar nichts zu tun. Etwas postig, Joy Divison meets Metal. Nun koommen doch noch fette Riffs. Alles sehr modern und vom Gesang her zu brüllig für meine alten Ohren. "Gone away" schreit der eine immer ins Mikro. "million miles away, you got this letter". Keine Ahnung.

15. (6:42)

Das beginnt ja fast wie "Love Like Blood" von KILLING JOKE. Fast. Ich tappe natürlich erneut in kompletter Finsternis. Und auch hier ist die Stilistik wieder nicht klar definierbar. Es ist melancholisch, hat einen beinahe romantischen Touch durch die über gelegten, feinen Melodien. Der Gesang ist sehr tief , manchmal mehrstimmig. Leider versteh ich aufgrund des Halls auf dem Gesang sehr wenig. "the moon still shines beside …" "my soul is sinking" (mehrstimmig). Wäre ich böse würde ich das als schrammelige SENTENCED bezeichnen.

16. (2:48)

"Please mother hit me, ist what need, your strikes are painless" Nette, erste Textzeile, die zu sanften Gitarrenklängen intoniert werden. Ich habe zwar keine Ahnung, wer das ist, aber die Kombination aus bösem Text und zarter Musik ist supertoll. Obendrein auch noch erstklassig umgesetzt. Tipp und topp.

17. (3:49)

Eine Orgel ertönt. Dazu stampfendes Schlagzeug. "Rotten to the core, hungry for more" gurgelt dazu eine böse Stimme. Das ist herrlich kauzig. Black Metal? Oder gar eine Parodie dessen? Kann ich anhand nur einer Nummer nicht ausmachen. Eins ist sicher. Die Nummer ist höchst unterhaltsam. Vor allem, wenn der Sänger zu vernebelten Orgelklängen fies ins Mikro hustet. Lovely.

Soviel zu meinem Sampler, der sehr kurzweilig ist. Beschriftet ist er mit "spontan improvisierter Ersatz vom Teichfrosch-Wichtel" Daher nehme ich jetzt an, dass unser Flauschtier in Abwesenheit des Grüntieres mir ein paar kurzweilige Stunden bereiten will. Gelungen.
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Re: WW 2012 - Froschersatz

Beitragvon Jesus » Sonntag 23. Dezember 2012, 22:31

Och nö, war das jetzt so offensichtlich?
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Re: WW 2012 - Froschersatz

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 23. Dezember 2012, 22:32

Liege ich falsch?
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Re: WW 2012 - Froschersatz

Beitragvon Jesus » Sonntag 23. Dezember 2012, 22:33

Äähm... ja. Total. Ich habe absolut nicht gar keine Ahnung, von wem der Sampler stammt.
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Re: WW 2012 - Froschersatz

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 23. Dezember 2012, 22:35

Jesus hat geschrieben:Äähm... ja. Total. Ich habe absolut nicht gar keine Ahnung, von wem der Sampler stammt.

:grins: 8-)
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Re: WW 2012 - Froschersatz

Beitragvon Jesus » Sonntag 23. Dezember 2012, 22:38

Zumindest bin ich froh, dass Du ihn kurzweilig fandest und nichts erkannt hast. Das war wirklich in letzter Minute größtenteils aus dem für den Frosch gedachten Sampler und ein paar Resten aus meinem Fundus zusammengekleistert. Eigentlich schade. Mit ein bisschen mehr Zeit wäre er vielleicht holgtauglicher geworden.
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Re: WW 2012 - Froschersatz

Beitragvon firestarter » Sonntag 23. Dezember 2012, 22:38

Jetzt hab ich im Titel doch glatt "Frostschutz" gelesen...
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Re: WW 2012 - Froschersatz

Beitragvon Jesus » Sonntag 23. Dezember 2012, 22:39

Ist ja auch kühl draußen. Musste heute Türschlossenteiser in meine Autotüren spritzen.
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Re: WW 2012 - Froschersatz

Beitragvon firestarter » Sonntag 23. Dezember 2012, 22:41

Ja, ziemlich spritziger Tag, so generell...
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Re: WW 2012 - Froschersatz

Beitragvon Jesus » Sonntag 23. Dezember 2012, 22:43

Gut, dass ich den Rest des Jahres frei habe. Das könnte heute noch richtig witzig hier werden. *Bier aus Kühlschrank hol*
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