Digital Vinyl

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Beitragvon 123_7 » Donnerstag 24. Juni 2010, 18:59

Heute hat mich ein wunderbar aufgemachter Sampler erreicht. Die CDs kommen in schmucker Vinyl-Aufmachung und sind eingelegt in einem selbstgebastelten Gatefold (das Material ist marmoriertes Plastik). Jeder der beiden CDs liegt eine scheinbar handgemalte Zeichnung bei (für näheres verweise ich auf das Foto). Zumindest die erste CD wird mit einer aufsetzenden Schallplattennadel begonnen und endet mit einem Slide über die Leerlaufrille. Sehr detailverliebt. :-) Über die zweite CD kann ich noch keine Aussage treffen. Später mehr. Stay stuned.

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Re: Digital Vinyl

Beitragvon enemy-of-reality » Donnerstag 24. Juni 2010, 19:29

Ja, diese Rohlinge sind toll. Und das mit der Vinyl-Akustik find ich auch klasse. Da hat sich wohl jemand wirklich Gedanken gemacht / Mühe gegeben. Und wer weiß, vielleicht sind das ja sogar tatsächlich alles Needledrops.
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 24. Juni 2010, 19:29

Wow! Total geil!
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Pia-Kim Schaper » Donnerstag 24. Juni 2010, 19:34

echt sehr schön! sogar mit Pseudo-A- und B-Seite

hatte nicht schon irgendjemand verlauten lassen, vielleicht was zu basteln? Heydulf vielleicht?
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon 123_7 » Donnerstag 24. Juni 2010, 19:38

Ich weiß wer es ist, da ich die Zulosungen vorgenommen habe ;-) Aber ihr dürft ruhig raten :-)
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 24. Juni 2010, 19:39

ich schätze auch Heydulf - viele sind ja mittlerweile auch schon weg.
Sehr schön gemacht, schaut echt klasse aus!
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 24. Juni 2010, 19:43

ich denke ja, dass es hellknulf ist.
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon 123_7 » Donnerstag 24. Juni 2010, 19:49

01 - Ambiental Soundscape Movement No.1 (0:11)
Knister, knister. Die Nadel wird herabgesetzt. Die Spannung steigt. Das Licht dimmt.

02 - ??? (10:43)
Dissonanz. Gitarren im Sekundabstand. Flirrend. Schnell. Krallice. Zumindest war dies die erste Assoziation. Wenn das stimmt, kann der Stilbruch vom Debüt auf "Dimension Bleedthrough" nicht so hoch sein. Aber bleiben wir vorsichtshalber etwas allgemeiner. Das muss Ami-BM sein, da futtere ich einen Besen, wenn das nicht stimmt. Harmnonisch sehr zerfahren, viele Dur-Harmonien, viel Dissonanz. Rhythmisch verquer. Eine dichte Soundwand, wenig greifbare Strukturen. Akkorde nach Zufallsprinzip. Tensions noch und nöcher. Interessant zu sehen, wie sich die Melodien in diesem Konstrukt zu monströsen Balleteinlagen verwandeln. Und man schafft es tatsächlich, das Chaos noch zu einem größeren Chaos zu steigern. Anstrengend to the max. Aber auch faszinierend. Gut produzierter frequenzdynamischer Staubsaubger-BM.

03 - ??? (4:27)
Fuck yeah, now we're talking. Spill some beer with doom. Zweistimmige Leads, ein erhabener Sänger und: no friggin' keyboards!! Rhythmisch ansprechend umgesetzt, melodisch top notch. Und das Schlimme... ich kenne es nicht. Und finde es toll. Sachen gibt's. Die Emotionen übermannen mich gerade und ich muss mit dem Fuß mitwippen. Sogar der Finger regt sich im Takt auf und ab.Wah-Wah-Soli und agressivere Parts. Eine Doom-Wundertüte in viereinhalb Minuten. 270 Sekunden. 0,0031 Tage. Und auch noch gut produziert. Ich habe was verpasst. Mehr davon. Und das sollte hier noch einigen anderen im Forum gefallen. Aber vielleicht kennen das auch alle schon und ich hab den heißesten Shizzle nur verpennt. Brauch ich.

04 - ??? (5:20)
Umschmeichelnde Akustik-Gitarren. Ein sanfter Shaker eh... shakt im Hintergrund. Eine E-Gitarre stimmt ein und ein vermutlich höchstbekiffter Sänger leiert Worte von wahrscheinlich höchster Relevanz. Man versteht ihn nur unheimlich schlecht. Hypnotisch. Sanfte steigernd. Oldchsool. Was älteres, oder? Eine Violine setzt ein, wunderschön. Allgemein wunderschön. Jetzt ist es um mich geschehen, der anzugtragende Wolf stößt ein betörendes "A-Uuuuuuh-Uuh" aus. Fehlt nur das Pfeifen. Aber keine Frau weit und breit; sowas aber Auch. Das ist auf jeden Fall genau meine Kragenweite. Ich bin sehr gespannt. Und ich befürchte, man muss das Gehörte eigentlich kennen. Gottpferdammi. Brauch ich.

05 - ??? (2:31)
Mein armes Herz. Geboller. Der extremen Sorte. Undynamisch as fuck. Und so schnell. Aber gar kein Krümelmonster. Aggressives Geshoute, ein einsamer Barde, der mich latent an Mikael Akerfeldt erinnert (!?), versucht gegen diese Eruption entgegenzukommen. Psychopathisch. Aber irgendwie auch mitreissend. 'This is the End Of Time'? Weiß nicht, ob ich mir sowas auf Albumlänge geben kann. Dafür ist das mir dann doch zu undynamisch. Aber der fast hauptsächlich weitestgehend klare Gesang irritiert mich. Das macht es interessant. Hier bin ich gespannt, wer sich dahinter versteckt. Erinnert vom Härtegrad etwas an THE AMENTA, aber die sind industrieller.

06 - ??? (5:03)
Wieder etwas ruhiger. Mein Puls pendelt sich wieder in Ruheregionen ein. It's shoegaze time, baby. Ist das Hope Sandoval? Wenn ja, muss sie früher wohl nicht so bekifft geklungen haben. Aber ich glaube es ist jemand anders. Aber das ist schön. Ich mag diese beinahe höhepunktslose Hypnotik. Lullabies for adults. Aber das ist eher was für die Abendstunden. Und für Momente für zwei. Ihr wisst schon. Hat was. Sogar sehr viel davon. Brauch ich.

07 - ??? (4:26)
Jetzt komm ich in Bereiche, in denen ich mich nicht auskenne. Grungiger, meine ich. Cleane E-Gitarren. Gesang erinnert mich etwas an... *duck* Kurt Cobain. Aber der hier ist besser, da vielseitiger. Ich hab nicht die geringste Ahnung. Würde ich auf frühe 90er tippen. Irgendwie so stell ich mir ALICE IN CHAINS vor. Aber wie gesagt, ich habe keine Ahnung. Klingt aber gar nicht verkehrt. Schön... authentisch. Die eingestreuten verzerrten Schreie haben was. Die zerfetzten Jeans und die ausgelatschten Chucks springen einen förmlich an. Aber das war vermutlich nie Mainstream. Dafür ist das zu unkonventionell. Und zu gut. Brauch ich unter Umständen.

08 - ??? (8:41)
Mal wieder ein Track mit Überlänge. Und doch ganz anders, als der Opener. Beginnt ruhig. Cleane E-Gitarren, tiefer bedächtiger Gesang. Könnte so prinzipiell auch auf einem Tool-Album zu finden sein, aber die sind es natürlich nicht. Abermals wieder eine stark hypnotische Komponente, in der durch Wiederholung der Muster eine gewisse Trance geschaffen wird. Der Gesang erhebt sich in mittlere Höhen und die Klangfarbe erinnert mich an jemanden. Aber fragt mich jetzt nicht an wen. Es steigert sich, das Schlagzeug spielt tribal-mäßig und da kommt der Ausbruch. Das Gaspedal wird losgelöst und über rhythmische Riff brechen Schlagzeugeskapaden in bester Stop/Go-Manier ein. Und schon verfällt man wieder in das mantrische Muster, doch die verzerrte Gitarre bleibt. Sehr interessant. Sogar sehr geil. Aber wer das sein könnte... ich habe nicht den blassesten Dunst. Auf jeden Fall etwas, dass ich mir wohl kaufen werde. Das steht völlig ausser Frage. Brauch ich.

Ob ich auf diesen zwei CDs überhaupt einen Song kenne? Wetten werden jetzt angenommen! Bis auf die sichere Vermutung mit Krallice bei #2 tappe ich im nebulösen Schleier der schwarzen Dunkelheit. Auf CD1 befinden sich abzüglich der Nadelrutscherei noch 7 weitere Tracks. Später mehr!
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon 123_7 » Donnerstag 24. Juni 2010, 19:49

ich denke ja, dass es hellknulf ist.

Würde er mitmachen, würde die Vermutung naheliegen. Würde. Und damit meine ich nicht die Erhabenheit eines Menschen.
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 24. Juni 2010, 19:55

ach, macht er nicht?! Schade. Aber wir haben wohl mehr kreative Talente hier.
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