Morringwen hat geschrieben:1. Nicht alleine die immergleiche Suppe auslöffeln!
Warum auch immer, bei diesem Song fühle ich mich 20 Jahre jünger. Na gut, das ist übertrieben, es sind wohl eher 15

.
Es ist sogar etwas über 17 Jahre her, dass das Album erschien.
Als mir der Gedanke kam, diese Muster-CD lose um einen Leitbegriff zu ordnen, stand die Einleitung von Anfang an fest: Die "Katharsis" sollte an ihrem Tiefpunkt beginnen, mit dem kaputten Kehrreim:
"Meinem Leben könnt ihr nicht helfen, aber ihr könnt die Messer verstecken." Morringwen hat geschrieben:2. Mit frischem Hemd und einem Lied auf den Lippen die Leidenschaft im Leben finden.
"no one knows what it`s like, no one knows how it feels..."
Eine angenehme Mid-Tempo Nummer schleicht sich mir ins Ohr und setzt sich fies fest. Woher kenn ich das nur? Es kommt mir so bekannt vor. Diese "knödlige" (Ja, das ist übertrieben) Stimme, aber klarer Gesang.
Treffende Beschreibung der Stimme, hier ist auch das Textfragment zu 100% korrekt zitiert. Der Sänger ist zwischenzeitlich auch solo bekannt geworden, mittlerweile allerdings wieder mit der Stammband vereint.
Feamorn hat geschrieben:Falkner hat geschrieben:Beim Text von Nummer 2 muss ich an 'Behind Blue Eyes' von The Who denken, auch wenn das keine Midtempo Nummer ist und du den Song wohl erkennen würdest.
Könnte, wenn der Song stimmt, ja theoretisch auch Fred Durst mit Limp Bizkit sein.

Weder THE WHO (die gesuchte Band geht hier schon etwas mehr ab), noch LIMP BIZKIT (der gesuchte Sänger hat deutlich mehr auf dem Kasten).
Vom schmerzvollen Leben als Sterben berichten die Jungs um einen ganz großen, kleinen Sänger, dessen Stimme auch schon mal mit der von Kermit, dem Frosch verglichen wurde. Im hier vorgestellten Lied geht es darum, sich seinen Ängsten zu stellen, selbst wenn sie überwältigend und unvermittelbar erscheinen.
Morringwen hat geschrieben:3. Aus sich herausgehen und den Strudel des Fremdartigen genießen.
[...]
"vielleicht hab ich meine letzte Chance verpasst?"
[...]
Für mich ist der Song eine Mischung aus ein bisserle Rap, knapp an Metal vorbeigeschrappt, vielleicht ein bisserle Hardcore.
Klingt chaotisch? Fühlt sich auch so an, ich kanns aber nicht besser beschreiben.
Treffende Beschreibung, und das Chaotische passt auch, denn nahezu das gesamte Album dreht sich um Kopfchaos und Rotsehen.
Die Braunschweiger, die hier die Frage stellen, woran es liegt, warum er immer größer wird, dieser Unterschied zwischen dem, was man eigentlich sagen will, und dem, was man dann sagt, sind auf "Katharsis" gleich dreimal vertreten.
Morringwen hat geschrieben:4. So eine Verausgabung erfüllt.
[...]
Gefühlsmässig würde ich den Song in dieses Jahrtausend stecken.
Korrekt. Vergangenes Jahrzehnt, erstes Drittel, um präzise zu sein.
Der zweite Song der Kreuzübervorreiter, den ich hier vorstelle, passt mit seinem Motto
"Lass einfach alles hochgehen!" vorzüglich zum Titel der vorliegenden Mix-CD, finde ich.
Morringwen hat geschrieben:5. Schwimmen lernen ohne Angst vor Gestrüpp im Seichten.
Gitarrenklänge leiten diesen Song ein. Es ist wieder ein deutscher Titel, der mich erwartet.
Leicht mittelalterlich, eher sphärisch - ich würde diesen Titel dem Doom-Metal zuordnen.
"ein kahn ohne segel schweift ziellos umher" - mit diesen Worten begrüsst mich der Sänger.
Ist das eine Geige, die ich da höre? und immer wieder die Worte: "ich erinner mich".
Der Text ist klar verständlich.
Gefällt mir übrigens sehr gut. Willst du dass ich Geld ausgebe Wichtelchen???
Oh, wenn es dafür ist: Sehr gerne!
Aber pssst, Kubi bitte nichts verraten, das bekommt ihm nicht.

Mit der Frage
"Wohin drängt es so sehr?" beschäftigte sich nicht nur weiland Sigmund Freud. Anno 2008 stellten zwei Landsmänner von ihm erneut diese Frage auf einem in den Wind geschriebenen, blitzenden Album.
Jule hat geschrieben:5. ist das vielleicht DORNENREICH?

- Und welcher Song? (Aber nicht googeln!)
Morringwen hat geschrieben:6. Zähneklappern zu Kastagnetten umprogrammieren.
Es wird wieder ein wenig schneller und black-iger

.
[...]
Generell klingt das Lied für mich relativ modern in dieser Richtung
Passt.
Salz, Wasser, Steuerlosigkeit - diese Sinnbilder tauchen auf "Katharsis" im Anschluss an das vorangegangene Stück gleich noch einmal auf. Doch wird es hier noch ein wenig schwärzer: Zähneklappern und beunruhigendes Wuchern im Herzen des Hirns treten hinzu.
Morringwen hat geschrieben:7. Wenn alles zum Kotzen ist, Verhalten ändern.
"here I am motherfucker" - so fängt der Song an. Woran erinnert mich diese Stimme nur?
[...]
Stimme: Klar, leicht rotzig. Schöne Rock-Nummer würd ich mal sagen... Gefällt mir in jedem Fall.
"i don`t wanna feel anymore" - Diese Zeile wiederholt sich in diesem Song immer wieder.
Die Stimme erinnert Dich an einen anderen Song auf diesem Sampler.
Nach den Meeresbildern gibt es im Nachschlag noch ein wenig Übelkeit. Wenn die hier aufspielenden Iren ihren rhythmisch getriebenen Alternative Rock zum Besten geben, kann zartbesaiteteren Seelen schon mal seekrank werden. Dies ist alles andere als Kuschelrock:
"Not my kisses, just my fist".
Morringwen hat geschrieben:8. Sauerstoffdusche für Abgasschädel.
Gut, das ist immerhin mal ganz sicher Motörhead. Und ich kenn auch das Lied ^^
Ok, noch 5x gehört... Und ich weiss es

Es ist Lost in the Ozone
http://www.youtube.com/watch?v=XYnyASe7ApU

Meer, Meer, und abermals Meer; und wieder habe ich ein Lied ausgesucht, das vom Dahintreiben handelt. Sonst eher für Klänge bekannt, die dreckig und överschmiert wie geradewegs dem Maschinenraum entsprungen wirken, lässt die nun zu hörende britische Gruppierung es diesesmal allerdings etwas ruhiger angehen.
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)