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von Raphael Paebst » Samstag 20. Dezember 2014, 12:35
ARGUS ist immer und überall super!
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Raphael Paebst
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von Eike » Samstag 20. Dezember 2014, 17:15
Peter Kubaschk hat geschrieben:Den Song hast du doch gerade erst bei den "Epic Elaborations" entdeckt und für besonders gut befunden. Und dann erkennst du ihn kurze Zeit später nicht wieder? Erstaunlich...
Überhaupt nicht erstaunlich. Es mag hundertjährige Alzheimerpatienten mit Schlaganfall und Schädeltrauma geben, die ein schlechteres Gedächtnis haben als ich, aber wenn die nicht zählen, dann dürfte ich weltweit unter den schlechtesten zehn sein.
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Eike
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von Peter Kubaschk » Samstag 20. Dezember 2014, 19:00
Hat ja auch Vorteile: So erlebst du die Musik (und nicht nur das) immer wieder neu.
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Peter Kubaschk
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von Eike » Samstag 20. Dezember 2014, 19:02
Ja, das ist wahr.
Im besten Falle: Immer wieder hingebungsvoll wie beim ersten Mal.
Schwierig sind die Momente, wo ich mich an irgendwas erinnert fühle, und es lässt mir keine Ruhe, an was, aber ich komme nicht drauf. Da gehe ich dann manchmal die Wände hoch innerlich. Und höre einen Song auf Dauer-Repeat, bis zur Erschöpfung. Da wird es dann zwanghaft.
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von Permafrost » Samstag 20. Dezember 2014, 19:10
Du kannst dir die Ostereier selber verstecken. 
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von Eike » Samstag 20. Dezember 2014, 19:17
Nicht nur die... Am besten war, als ich meinen Schlüsselbund im Kühlschrank gefunden habe.
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von Holger Andrae » Sonntag 21. Dezember 2014, 00:28
Eike hat geschrieben:Nicht nur die... Am besten war, als ich meinen Schlüsselbund im Kühlschrank gefunden habe.
Survival-Urlaub im Iglu?
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Holger Andrae
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von Eike » Sonntag 21. Dezember 2014, 00:28
Haha.
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von Eike » Samstag 27. Dezember 2014, 16:42
Möge der dritte, vierte Durchlauf noch Rateerkenntnis zeitigen! Ich füge mich dem Üblichen und bringe auch Texte mit ein. Beim Munharmonikablues wird zum Zwischendenzeilenlesen eingeladen und nach dem Schmutz und der Zeitdeutigkeit geschaut. Bluesrockfeurigkeit trifft auf zundertrocken-metallharten Rhytmus. Eike hat geschrieben:Song #1 ist ein langsamer, verschleppter Bluesrock / Boogie mit leicht sumpfigem Groove, der nach und nach intensiver, heißblütiger, heavier wird. "Looking for the dirt" und "Don't you see ambiguity" sind markante Zeilen, auch das sumpffiebrige Mundharmonikasolo und die ähnlich tönenden E-Gitarren sind neben der langsam walzenden Rhythmusgruppe songtypische Eckpunkte.
Der hart rockende Erfolgsboogie mit klar gesungenem Intro und rauchiger Strophen/Refrain-Stimme hat diese geradlinige Eingängigkeit, die auch Kapellen wie ZZ TOP und AC/DC auszeichnet. Man singt von Welttourneen und durchgespielten Nächten, heißen Mädeln und tollen Autos als Insignien des Erfolgs. Eike hat geschrieben:Song #2 ist auch ziemlich erdig im Grundton und noch deutlich bluesrockverwurzelten Groove, aber gesanglich schon etwas luftiger, dabei stimmlich und gitarristisch deutlich sleaziger gehalten, mit Boogierhythmus, Geld-, Whiskey-, Rock-'n'-Roll- und Geheimnis-des-Erfolgs-Text, sowie einem saftigen "ain't gonna tell it to you!" im Kehrreim. In diesem musikalischen Paralleluniversum befindet sich der Sunset Strip zumindest stilistisch in New Orleans.
Richtung Highway und weg von hier will der steinkalte Sänger des dritten Streichs, wird von Stimmen aus der Tiefe seiner Seele heimgesucht, es zittert ihm das Rückgrat hinab. Zwischendurch spielt die E-Gitarre einen bluesigen Lauf, der wie ursprünglich für eine Mundharmonika geschrieben klingt. Eike hat geschrieben:Song #3 könnte wenn nicht von der gleichen Band, so doch von einer stammen, die mit dieser zumindest eine intensive Tourfreundschaft unterhält: Zähflüssiger Heavy Blues, klingt nach tiefstem Süden, Alabama oder Texas oder so, die Musiker klingen nach Bartträgern, ja auch ihren Instrumenten könnten schon Bärte wachsen, und zwar rauschende, rotnackige, holzhackende Bärte mit Äxten, denen wiederum auch Bärte wachsen. In mir wächst alleine durchs Hören schon das Verlangen, selbst mitten im Winter eine rostige Badewanne auf den Balkon zu schleppen, mir darin den Nacken verbrennen und einen Bart wachsen zu lassen, erst danach einen Cowboyhut aufzusetzen, Moonshine zu trinken und Mundharmonika zu üben. Wahrscheinlich wächst mir gerade auch schon ein weiteres Haar aus der Brust. Mein kleiner Freund würde nichtsdestotrotz schrumpfen, in der Badewanne draußen auf dem Balkon. Denn da würde mir ganz bestimmt stone, 'Stone Cold', and I guess: Yes, I could feel it, deep in my soul. Und nicht nur da...
Fast schon leicht funky beginnt das nächste Stück, das dann zwischen hektischer Rhyhtmik und eigenartiger Melodik sich verortet. Alternativer Metalsound, Achtziger-Wurzeln, etwas abgedreht, eigenwilliger Prog für die Alherrenriege unserer Redaktion. Bestimmt ist das Holg-, Kubi-, Frank-tauglich, dem salisbury dürfte das auch flirrig genug sein. Eike hat geschrieben:Song #4 ist schrammelig. Aber nicht im Fußgängerzonengitarrerostil schrammelig, sondern metal-schrammelig. Mit Flitzefingergniedelei, die fast schon speedig zu nennen ist, aber der leicht grummelige Rhythmus (nichtsdestotrotz mit Hummeln im Hintern) bürstet das auf knödelig wurzelseppsch. Das hat dieses leicht flirrende Element, auf das der Holg gerne mal abfährt, irgendwie nervös. Ziemlich tight runtergeschrubbt. Eigenwillige Kauzstimme. Klanglich etwas flach gehalten. Aber nicht ohne Dynamik. Hibbelig.
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von Eike » Samstag 27. Dezember 2014, 20:17
Glaube. Georgel. Große Stadionrockgeste. Eike hat geschrieben:Song #5 lässt es orgeln. Auch die Gitarren klingen orgelig. Der Gesang ist soulig. Die Kompositionsästhetik im instrumentalen Bereich hält ein 1970er-Jahre-Prog-Rock-Plakat hoch. Die Spielästhetik hält ein Spätsechzigerbluesrockschild hoch. Das Energielevel pegelt sich bei Frühsiebziger-Pubrock/Protopunk ein. Die Melodieführung rüttelt irgendwo in den Achtzigern am Gatter eines Stadions und ruft "Ich will da rein!". Zeitlos krautige, hochfliegende Rockmischung mit Schmackes und Eingängigkeitsfaktor, fast schon radiotauglich, dafür dann aber doch zu spielfreudig, psychedelisch, hart. Spinnerte Promofritzen nennen sowas mit schmierigem Griff in den Dummfugsprechklischeetopf: Thinking man's hardrock.
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