Falkners Fünfzig

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Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Falkner » Samstag 25. Juni 2011, 00:08

Ich wollte auch eigentlich noch warten, konnte aber aufgrund deiner offensichtlichen Pläne nicht meine diabolische Ader unterdrücken. Plan aufgegangen. 8-)
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Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon salisbury » Samstag 25. Juni 2011, 00:26

Falkner hat geschrieben:Ich wollte auch eigentlich noch warten, konnte aber aufgrund deiner offensichtlichen Pläne nicht meine diabolische Ader unterdrücken. Plan aufgegangen. 8-)


Schlimme Menschen+Tiere hier... Der Frosch hat mal ein Album aus seinen Top100 gestrichen, um mich zu ärgern, ich eriner mich GEANU! :pissedoff:
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Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Falkner » Samstag 25. Juni 2011, 00:37

Der gute Geanu wieder, ha? :grins:

Was war es denn für ein Album, dass er dich durch eine Streichung so damit ärgern konnte?
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Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon salisbury » Samstag 25. Juni 2011, 00:55

Falkner hat geschrieben:Der gute Geanu wieder, ha? :grins:

Was war es denn für ein Album, dass er dich durch eine Streichung so damit ärgern konnte?


Caspian - The four trees. Post-Rock, wunderschön :blumen:

Und genau (!) dies hör ich jetzt zum Schlafen gehen.
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Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Jhonny » Samstag 25. Juni 2011, 09:59

Siehe meine Meinung bei Sallys Liste ;-)
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Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Falkner » Sonntag 10. Juli 2011, 18:10

25. Beethoven - Fünfte Symphonie
Bild
Wenn sich ein Werk auf dieser Liste Klassiker nennen kann, dann dieses.
Ich war mir lange Jahre sicher, dass mich Klassik nicht berühren könnte. In der Schule wurde ich größtenteils mit jovial-leichtfüßigen Mozartkompositionen malträtiert, was nie mein Fall war, während ich in Werbung und Film komplett aus dem Kontext gerissene Bruchstücke anderer Kompositionen hörte, die auf mich in der dargebotenen Form recht langweilig wirkten. Dann kam Beethoven. Ich muss gestehen, dass ich mich nicht mehr an den Moment erinnern kann, an dem es "klick" gemacht hat, und das macht mir ein wenig Sorgen. Werde ich alt? Fakt ist aber, es hat "klick" gemacht. Der Meister aus Bonn zählte sicher zu den aufbrausendsten und dramatischsten Vertretern seiner Zunft, sowohl im Privatleben, als auch in der Musik. Und seine fünfte Symphonie ist der perfekte Ausdruck dessen. Schon die ersten Töne, die das allseits bekannte Motiv bilden, sind brachial. Das Schicksal klopft achtmal laut an die Tür und macht dem Zuhörer sofort klar, dass es hier um alles geht. Beethoven erschlägt einen mit der ganzen Wucht des Orchesters, verleiht einem kurz ein falsches Gefühl der Sicherheit, schlägt wieder zurück, baut unglaubliche Spannungbögen auf, die sich in majestätischen Ausbrüchen auflösen, bleibt immer in Bewegung. Ein halbstündiger Befreiungskampf aus dem Dunklen ans Licht, der einen von Anfang bis Ende nicht loslässt, dessen Melodien und Harmonien sich in die Seele schneiden. Musikgewordener Sturm & Drang, deutscher Geist, laut und aufbäumend. Großartig.

Hier das ganze Stück dirigiert von Leonard Bernstein:
http://www.youtube.com/watch?v=ivvn04Zdxt4
http://www.youtube.com/watch?v=HTxPI7ia-48
http://www.youtube.com/watch?v=A5PuLXJR3Xg
http://www.youtube.com/watch?v=9kygRb8iLps
http://www.youtube.com/watch?v=rrEzvGQeHTg
http://www.youtube.com/watch?v=KuRbWosqt-4
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Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon trent » Montag 11. Juli 2011, 14:21

Wow, coole Wahl. Beethoven mag ich auch sehr gern, gerade auch die etwas schwereren/schwermütigeren Stücke, etwa den zweiten (?) Satz der dritten Sinfonie oder den ersten Satz der 9. Auch unter seinen Klaviersonaten sind echte Perlen dabei, abseits vom allseits bekannten 1. Satz der Mondscheinsonate.

Mozart kann übrigens auch anders, sein Requiem war auf meiner Liste Platz 50. Und ich weiß zwar nicht, wie du zu klassischer Musik mit Gesang stehst, aber ich habe nicht umsonst bei mir Verdis Messa da Requiem auf Platz 1 genommen. Da kann ich nur empfehlen, auch mal reinzuhören, gerade wenn man mit Klassik was anfangen kann.
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Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Falkner » Montag 11. Juli 2011, 15:13

Hm, bei der Eroica denke ich selten an Schwermut, obwohl der zweite Satz dieses Attribut wohl noch am ehesten trifft. Meintest du vielleicht den zweiten Satz der Siebten? DAS ist Schwermut par excellence. :) Die Neunte könnte hier möglicherweise nochmal auftauchen. :grins:
Mit den Sonaten muss ich mich noch auseinandersetzen, ich höre leider viel zu wenig Klassik. Gibt es da etwas, das du empfehlen könntest?

Deinen ersten Platz habe ich kommentiert, Mozarts Requiem auch, das könnte aber in einer anderen Liste gewesen sein. Klassischer Gesang ist im Normalfall eher weniger mein Ding, nervt mich unter Umständen sogar total. Woran das genau liegt, habe ich noch nicht festmachen können. In Chorform kann ich daran allerdings durchaus meine Freude haben, ich mag ja auch Ludwig Chorale und die getrageneren Stücke der Carmina Burana.

Ich habe generell noch so unglaublich viel aufzuholen, was Klassik angeht. Ich denke, da werde ich zu Lebzeiten wirklich nur an der Oberfläche kratzen können, zumal ich auch nicht so oft die Konzentration aufbringen kann, die solche Musik nunmal benötigt.
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Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 11. Juli 2011, 20:55

Ich habe die neun Beethovenschen Symphonien als Boxset von der Deutschen Gramophon, Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado - ganz wunderbare Aufnahmen sind das. Wie für ein absolutes Genie wie Beethoven typisch vergöttert wohl jeder eine andere Symphonie am innigsten. Bei mir ist es die "Pastorale" (Nummer 6), die katapultiert mich jedes mal in ein ganz anderes Universum, das einzig und allein nach den Naturgesetzen der Ästhetik gebaut ist.

Ein Tipp in Sachen Beethoven: Die Aufnahmen sämtlicher Klaviersonaten vom ungarischen Pianisten Andras Schiff (8 CDs insgesamt) sind einfach unglaublich. Es gibt wohl kaum einen lebenden Pianisten, der mehr Gefühl in den Händen hat als Schiff. Eben das Gegenteil von einem hippen Holzfäller wie Lang Lang (der hat mir so richtig bisher nur bei Tschaikovskys Nummer 1 gefallen). Andras Schiff hat gerade große Probleme in Ungarn, weil er einer der wenigen Künstler von Weltrang ist, die offen die rechtextreme ungarische Regierung unter Orban kritisieren, und sich dafür von den gleichgeschalteten Hetzblättern im Land übel beschimpfen lassen muss... Erst recht ein Grund, seine CDs zu kaufen.
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Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon trent » Montag 11. Juli 2011, 21:18

Naja, ich find den zweiten Satz der Eroica schon schwermütig, auch wenn der Rest dieser Sinfonie natürlich eher heroisch ist, aber das ist ja bei der siebten ähnlich. =) Da gefällt mir der zweite Satz auch sehr gut. Was Sonaten angeht, die Waldsteinsonate und die Pathétique finde ich ganz toll. (Frag mich jetzt nicht, welche Nummern die jeweils haben). Auch der dritte Satz der Mondscheinsonate ist ganz groß. Ansonsten kann ich noch die Egmont-Ouvertüre empfehlen.

@ Martin: Danke für den Tipp. =)
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