Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 9. September 2010, 07:47

DJ Shadow... sorry, geht gar nicht. HipHop ohne Gesang - so n Quatsch. Da kann ich mir auch n Manowar-Bass-Solo anhören, genauso unnötig :grins:

Opeth klingt recht cool 8-)

Such A Surge ist ja jetzt kein Hörbeispiel da, mochte ich aber noch nie.

Liquid God klingt jetzt nicht wie die neue Offenbarung des Modern Metal, aber durchaus anhörbar.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Jesus » Donnerstag 9. September 2010, 08:43

Also nachdem Eike für LIQUID GOD so dermaßen die Werbetrommel rührte, bin ich nun ziemlich ernüchtert. Davon hatte ich mir mehr Schräge erhofft. 'Touch the Sky' kommt aber nett. Solider Death Metal, der ins Bein geht, ausgestattet mit poppigem Refrain, um den Hörer nicht zu vergraulen. Den anderen Song fand ich dagegen eher erschreckend uninspiriert.

Instrumental Hip-Hop klingt zumindest besser als A Capella Metal. Aber ein fähiger Rapper fehlt eben. So für sich alleine ist das eher ein Baukasten für angehende Sampler und Hopper.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Loenz » Donnerstag 9. September 2010, 12:15

Dieses DJ Shadow hat was. Interessant gemacht.

Opeth ist super, hier ja mit ihren ganz ruhigen Album.

Liquid Gold ist irgendwie ne komische Mischpoke aus Death Metal, Rhythmus Zeugs und modernen Rock.
Der erste Song ist für mich auch nicht flüssig genug, die Übergänge das klingt so oh jetzt den Part dann den Part. Könnte aber durchaus interessant werden, wenn sie die Übergänge besser hin bekommen.
Der 2 Song kommt da schon deutlicher flüssiger, da versucht man aber auch nur modernen Rock mit Death Metal Teilen zu kreuzen. Das ist besser.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Drumtier » Freitag 10. September 2010, 00:38

Die Opeth hab ich erst seit kurzem, noch nicht reingehört, kommt morgen hoffentlich, freu mich auf jeden Fall schon. Bin mir sicher, dass sie die Platzierung verdient hat!

LIQUID GOD:
Oh mein Gott! Also seit sich hier dieses Schrägtum ausbreitet hab ich mich immer gefragt was denn da jetzt genau darunter zu verstehen ist. Falls es das ist, hätts mir eher anders vorgestellt, bin ich wahnsinnig froh, dass ich gerade wie mit dem Lineal gezogen bin. Himmel ist das schlecht. Also, ist ja nicht der Sinn der Sacher, dass man sich hier durch Listen hört um dann Bands schlechzumachen was ich ja auch keineswegs vorhab. Progressiv und melodisch ist es ja, von daher kann ichs ja zumindest ein wenig vorstellen, dass man die Band mag, aber dass es einem gefällt? Das sprengt schon fast meine Vorstellungskraft, alleine bei dem klaren Gesang rollts mir die Zehennägel bis zum Nabel auf :grins:
Aber nicht falsch auffassen, finds ja eh interessant was sich hier für unterschiedliche Geschmäcker tummeln!
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Eike » Freitag 10. September 2010, 01:26

Heut wird es groovig und schräg, groovig und moshend, groovig und eingängig - und einmal überwiegend ruhig und wunderschön.



40.

FISHBONE "Give A Monkey A Brain And He'll Swear He's The Center Of The Universe"

Crossover

Bild

Endlich ist wieder Schrägie-Zeit! Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass das ein oder andere Stück aus "Give A Monkey A Brain... ...And He'll Swear He's The Center Of The Universe" etwas für unseren Frank sein könnte. Der ist nämlich desöfteren offen für ebenso moderne wie weirde Sounds, solange sie nicht all zu verfrickelt daher kommen. Die FISHBONE-Suppe ist stilistisch äußerst reichhaltig. Ihre Zutaten reichen von zähen Groovern wie 'Swim' * und nur ganz hintergründig angefunktem, fast schon klassischem, slough feggigem Heavy Metal (bei 'Servitude') über ALICE IN CHAINS nicht unähnlichem Alternativrock im angehärteten Midtempo mit zweistimmigem, grungigem Gesang und psychedelischem Orgelzwischenspiel ('Black Flowers'), mächtig dampfenden und partytauglichen aber keineswegs stumpfen Funk mit flüssigem Übergang in den Hardrock ('Properties Of Propaganda') bis hin zu freakigen, schnellen "chicken shed" Picking-Abfahrten (wie 'The Warmth Of You Breath'), sonnigem Pop-Rock mit an SUBLIME erinnernden Ska-Einflüssen ('Lemon Meringue' ** ) und schließlich auch Kubis liebstem Feindbild: (hier einmal stark bluesinfiziertem) Reggae ('They All Have Abandoned Their Hopes'). Als Dreingabe dazu noch fünf weitere, mehr als nur solide, Tracks ('Unyielding Conditioning', 'End The Reign', 'Drunk Skitzo', 'No Fear' & 'Nutt Megalomaniac') oben drauf. Ein wenig Jazz/Fusion kommt da auch zum Zuge, aber nur einmal. Mehr stilistische Varianz bei gleichbleibender Qualität findet auf einem Album wohl kaum Platz. Und das bei immer tüchtig köchelndem Groove (- leider für's TV entschärft, sorry Leute!).
:riffing: Ja, 1993 war ein gutes Jahr.

( * etwa ab 2:30 min. - Albumversion wg. der Analstöpsel von Sony leider nicht möglich...
Soweit geht Gehirnfäule: Sogar von der Band selbst eingestellte Videos sind nicht verfügbar.
Erst dank YouTube habe ich das Album. Manche Schwachmaten begreifen genau NICHTS. :jaja:
** ab etwa 5:30 - live klingt das natürlich alles poppiger und nach Kindergeburtstag... )


39.

DOWN "NOLA"

Metal

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Back in the tape-trading days... Eine kleine aber feine Blockhüttenaufnahme eines kleinen aber feinen Nebenprojekts aus New Orleans schafft es trotz bis dato anonymen Labels aus den Sümpfen Louisianas bis nach Skandinavien und fällt dort wieder in die Hände der daran beteiligten Musiker. Von den aufgenommenen Spuren ist vor lauter Hintegrundrauschen des wiederholten Kopierens kaum noch etwas zu vernehmen. Die Zeit ist reif für einen offiziellen Release. Soweit zumindest die Legende um DOWN. Das Debüt "NOLA" ist noch schärfer als die beiden Nachfolgealben, hat aber schon diesen mächtig bluesigen Unterton. BLACK SABBATH meets PANTERA meets CORROSION OF CONFORMITY vor dem Hintergrund des Delta Blues. Phil Anselmo, Pepper Keenan, Kirk Windstein, Todd Strange und Jimmy fucking Bower. Muss ich dazu etwa noch mehr sagen? Okay, here goes: 'Temptation's Wings', 'Lifer', 'Jail', 'Losing All' und 'Bury Me In Smoke'. So! Dig it.


38.

THERAPY? "Troublegum"

Alternative Rock

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Okay, da kann ich blind bzw. taub was zu schreiben. Anno '94 oder '95 in Schottland gewesen, auf Klassenfahrt. Dort kaufte sich ein Bekannter, der sonst fast nur Rap hörte (oder '60er Jahre Rock-Oldies, die damals wohl noch Beat hießen, aber das ist 'ne andere Geschichte...) sein erstes hartes Rockalbum der Iren: "Troublegum". Er war ziemlich aus dem Häuschen. Irgendwann später hörte ich da dann rein. Und war begeistert. Und kaufte noch später selbst die CD. Und war wieder begeistert. Irres Artwork, eingängige Songs, zynische Texte. Und bin heute immer noch begeistert. Weil das, bei allem kantigen Popappeal, sich bis heute gehalten hat. 'Screamager', 'Hellbelly', 'Trigger Inside' verschaffen einen recht guten Einblick. Das läuft einfach gut rein, inzwischen in nahezu jeder Stimmung. Songs, die in Fleisch und Blut übergehen. Ohrwürmer. Mitgröler. Unter-der-Dusche-Songs. Eingängig ohne Ende eben. Es muss nicht immer Chopin, Frank Zappa oder Tool sein. Manchmal stellt sich nur eine Frage: "THERAPY?" - Dann kann man mitgrölen bei Zeilen wie "You / can't help / my life / but you / can hide / the knives!", "Your car sales-man smile says it all: You just wanna be Jesus without the suffering. Gimme those nails! Bang them in! Bang them in!", "I know how Jeffrey Dahmer feels", "One in the eye for the beautiful people", usw. usf. ...


37.

TORI AMOS "Strange Little Girls"

Alternativ-Pop / Coverversionen

Bild

TORI AMOS covert sich quer durch die Männerwelt. Nee, nicht bei Herbert Grönemeyer. Sondern Songs, nicht nur, aber auch, über Männer und Frauen, geschrieben von Männern. "Strange Little Girls"? Naja. Jedenfalls merk-würdige Songs. Gerade auch in Toris Versionen. Ziemlich ungewöhnlich klingen die Rap-Mörderballade '´97 Bonnie & Clyde' von EMINEM, das BEATLES-Stück 'Happiness Is A Warm Gun' und SLAYERs 'Raining Blood'. Einfach nur schön sind 'Enjoy The Silence' (DEPECHE MODE) und 'Time' (TOM WAITS). Leicht psychedelisch wirkt 'Rattlesnakes' von LLOYD COLE & THE COMMOTIONS, und verstörend ihre Interpretation von NEIL YOUNGs Suche nach dem 'Heart Of Gold'. Tori macht die Stücke zu ihren eigenen, dennoch (oder darum?) wirken sie manchmal etwas kurios. Sie klingen stets anders, dabei aber immer gut. Vorhin schrieb ich noch anderswo, man solle DEPECHE MODE-Cover vielleicht besser sein lassen. Im Falle von Tori ist das natürlich blanker Unsinn.


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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Loenz » Freitag 10. September 2010, 01:34

Down grossartige Platte kommt bei mir auch noch.

Tori auch super, kommt bei mir auch noch, allerdings mit einer anderen Platte.

Den Rest morgen bin zu müde um das noch ordentlich zu bewerten und immer noch zu geschockt von dem King Crimson Cover von Saxon.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Jhonny » Freitag 10. September 2010, 07:49

Fishbone fallen schon mal durch, zumindest die Live-Sachen... ne...

Der Kult um Down dagegen scheint mir recht verständlich - das klingt alles ziemlich cool!

Therapy? tum niemandem weh - klingt wie ordentlicher Radio-Rock.

Tori Amos... Depeche Mode, Eminem und Slayer klingen überhaupt nicht gut - also die Covers. Der Rattlesnakes Song dagegen klingt recht schön, und die Positiv-Überraschung ist das Cover von Tom Waits, der sonst ja immer das anstrengendste in den ganzen Listen war (ja, das ist anstrengender als der Drone-Müll)). Hätte ich mehr erwartet, ehrlich gesagt.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon firestarter » Freitag 10. September 2010, 08:02

FISHBONE - kannte ich bisher nur dem Namen nach und die Live-Clips gefallen mir nicht, da müsste ich tatsächlich die Original-Aufnahmen hören...

DOWN - sehr geil

THERAPY? - wieder mal ne Scheibe, die knapp an meinen TOP 100 gescheitert ist. Das war zu meinen späten Studenten-Zeiten genau meine Mucke. Zu Jeffrey Dahmer kommt in meiner Liste bald mehr... :grins:

TORI AMOS - dass ich den Hype um Tori nicht verstehe, habe ich ja schon geschrieben. Gerade ein Cover wie "Enjoy the silence" finde ich ziemlich grottig, aber auch die anderen Sachen geben mir nüscht, sorry.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Jhonny » Freitag 10. September 2010, 08:06

firestarter hat geschrieben:
TORI AMOS - dass ich den Hype um Tori nicht verstehe, habe ich ja schon geschrieben.


Schön, dass ich damit nicht alleine da stehe ;-)
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon frankjaeger » Freitag 10. September 2010, 09:01

Puuh, ich hinke mal wieder hinterher...

DJ SHADOW: Hip Hop ist selten meines, und das hier ist schon sehr langweilig.

OPETH: Mal wieder. Immer noch gut. Immer noch keine Scheibe in meinen Top 100.
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