WW 2014 - Let's do the Mind Warp again

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Re: WW 2014 - Let's do the Mind Warp again

Beitragvon Feamorn » Sonntag 11. Oktober 2015, 15:23

Siebi hat geschrieben:7. Probot - The Emerald Law 5:33
Schummrig traurig schöner Anfang, Gitarrensaiten werden gewischt, Schlagzeug im Upbeat und Bass setzen ein. Space auch hier? Dann aber bricht die Hölle los. "I do not die but awaken for the dream, as above so below..." Scotty Weinrich und Dave Grohl mit einem Uptemposong(!), verfeinert von seidigsten Schrammelgitarren. Die Scheibe hatte ich mal, irgendwie hat sie mich weniger gepackt, der Song hier ist einer der besseren.


Ja, das Album ist für mich auch eher durchwachsen, was aber auch etwas in der Natur der Sache liegt, ein Song für jeden von Grohls vertretenen Helden, aber ein paar Songs find ich schon echt knorke, wie denn beispielsweise.

8. Death - Flesh And The Power It Holds 8:25
Hossa, jetzt wird progmetallisch gefudelt. Glasklarer Sound, einiges an Triolengeklampfe und Drumkunststückchen Richard Christys. Krächzpressgesang und Schachtelgethrashe? Diamond Plate? Vektor? Nee, das Organ kenn' ich doch! Ja genau, das ist der Chuck, unser Chuck! Das Stück ist auf der letzten Pladde, die ich seinerzeit nur ein paar Mal gehört habe. Mir waren Death immer beim frühen Rumpeldipumpel lieber. Böse klingt hier nicht allzu viel, dafür wird ein instrumentales Feuerwerk Deluxe abgebrannt. Der Mann hat sich als Autodidakt ein Denkmal gesetzt. Toller Musiker, der nur Musik machen wollte, so mein Eindruck. Danke fürs Erinnern, die Scheibe wird für die nächsten Tage rausgelegt.


Da kann ich nichts hinzufügen. :)

9. Madder Mortem - Where Dream And Day Collide 5:43
Wieder verhaltener Beginn, einige Sekunden später wonneproppt ein Steve Harris Gedächtnis-Bass. Der Gesang der Dame nimmt mich mit, jedes Wort wird sauber akzentfrei artikuliert. Ein richtig tolles dynamisches Stück einer mir eher unbekannten Band. Da wird Songwriting als solches verstanden. Da bitte ich um Tipps, welche Alben man antesten sollte.


Wie gesagt, aus unerfindlichen Gründen ist das bisher noch immer mein einziges Album der Band, obwohl ich das wirklich total toll finde. Ergo, Eight Ways kann ich empfehlen. Was ältere Alben angeht müsste jemand anderes in die Bresche springen.
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Re: WW 2014 - Let's do the Mind Warp again

Beitragvon Feamorn » Sonntag 11. Oktober 2015, 15:30

Siebi hat geschrieben:10. The Black Dahlia Murder - What A Horrible Night To Have A Curse 3:50
Tief schredder, tiefer schrammel, extremly böller, krächz, röchel, stöhn. Powerchords, klinische Blasts, irgendwas mit Fleisch will mir der Schreihals sagen. Naja, a Hendl, a Brez'n und a Maß Bier wären gar pfundig, Mittasgzeit kommt bald.
Aber da muss man doch nicht so rumschreien. Über Hasenficktempo dann ein hochmelodisches Skandinavier-Solo, gespielt von Nordamerikanern. Zwischendurch auf einem Sampler ganz gut, meine Band und Musik ist das nicht wirklich.


Habe die Band erst ca. vor einem Jahr kennen gelernt und einige schöne Stunden mit ihr verbracht. Das geht auch bei mir nicht immer und ich kann den Kritikpunkt der fehlenden Abwechslung gut nachvollziehen, trotzdem toller schwedischer Death Metal der nicht aus Schweden kommt. ;)

11. Ugress ft. Christine Litle - Skagerrak (Feel The Rain) 3:29
Ruhige Keyboards, darunter ein gleichtönender Synthieteppich, Gitarren, Synthiedrums, jetzt Klavierklänge, eine zerbrechliche weibliche Stimme feelt den Rain, der sie auswiped. Toller gefühlvoller Popsong, der mir wie vor einigen Monden dank 123=7s Sufjan Stevens "Chicago" mundet.


Ugress sind ja ein norwegisches Elektro-Projekt, nicht immer mit Gesang, aber oft einfach nur wunderschön. Ich muss gestehen, dass ich zig Alben damals (legal!) umsonst Heruntergeladen habe. Eigentlich wollte ich dem Herrn Gisle schon lange mal auch finanzielle Kompensation zukommen lassen, denn ich höre seine Sachen, im großen und ganzen, wirklich gerne!

12. Rough Silk - Insania 6:16
Etwas dünner trockener Sound, "here's to you my fatherland". Mensch, das kenn ich doch. Ist da nicht Axel Rudi Pellkartoffelks Keyboarder der Kopf der Bande? Ja genau, ich hab's, Rough Silk mit "Insania" versüßen die Ohren mit ihrem doch meist schmissigen Melodic Metal. Der Sänger passt wie die Faust aufs Sehorgan, sehr starke Leistung. Warum habe ich gar nichts physisch von der Band und nur einige schlimme mp3s in mieser Qualität? Hm... das muss geändert werden. Was wäre ein gutes Einstiegsalbum?

[/quote]

Wurde ja oben schon von Peter treffend beantwortet. Zwei tolle Alben, der Rest ist nicht notwendig (besitze ich auch nicht). Die beiden Alben waren allerdings einer meiner erfolgreichsten Blindkäufe. Die habe ich damals "einfach so", bei EMP für 5DM das Stück bestellt, ohne vorher rein gehört zu haben (das war noch pre-Youtube). Schon merkwürdig, wie wenig finanzieller Wert manchen wirklich großen Alben so beigemessen wird...
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Re: WW 2014 - Let's do the Mind Warp again

Beitragvon Feamorn » Sonntag 11. Oktober 2015, 15:36

Siebi hat geschrieben:13. Blues Pills - Ain't No Change 4:58
Arrgh, das ist wieder ganu mein Ding, so eine Can-mäßige Groove-Gitarre-und-Bass-Zupflinie. Mein geliebter Rory Gallagher könnte das Stratsolo nicht besser spielen. Hach, das habe ich doch, sind das Wishbone Ash? Nein, jetzt hört die Gitarre auf und der Östrogenvokalakrobat ruft mir ins Ohr. Die Dame kann's und kenn ich, obwohl ich keinen Tonträger besitze. Das können nur die Blues Pills sein.
Ja doch, dieser Song ist ein richtig feines Ohrengusterl. Vor allem ist her der Rock neben feinster Gitarrenbehandlung Bestandteil und nicht nur retroeskes Jamsession-Gähääähn-Feeling.


Hätte ich den Sampler heute gebaut, wäre von den Pills vermutlich nichts mit drauf gekommen, denn insgesamt hat sich das Album bei mir doch relativ stark abgenutzt und längst nicht jeder Song gefällt mir so gut wie dieser hier. Der ist aber auch jetzt noch toll und der prinzipielle Stil sowie der tolle Gesang begeistern auch weiterhin, aber in Sachen Songwriting haben andere "Retro- Bands" einen besseren Schnitt, finde ich.

14. Skyclad - You Lost My Memory 5:57
Resche Gitarre wird begleitet von Geige? Skyclad, was sonst, oder? Als dann akustische Saiten mit Martin einschreiten, ist alles klar. Geile Band, geile Alben, auch ohne Walkyier. Eine refugiumsgleiche Wohlfühloase meiner Sammlung. Auch hier ein fettes Dankeschön für den gehaltvollen Hinweis auf diese Scheibe.


Ja, Skyclad sind auch ohne Martin noch gut, aber mit Martin halt immer phantastisch. Punkt. Ich halte Herrn Walkyier für einen, nein, den größten Lyriker im Metal. Der Text dieses Songs ist ein weiteres Beispiel.
Seine Trennung von Skyclad ist für mich immer noch die traurigste im Metal. Was würde ich darum geben, die Claddies zumindest einmal mit Martin zu sehen... *seufzt*

15. Horrorpops - Crawl Straight Home 2:50
Letzter Song, es wird schell und kurz gerockt, hooo_ooo... hey hey hey hey. Wieder eine Dame bemüht das Mikro. Girlschool meets Rockabilly? Geht in die Richtung, ein schöner geradeaus rockender Abschluss eines tollen Samplers. Erinnert etwas an die Cramps und Misfits und einem Schuss B-52's mit der gebotenen Rocky Horror Picture Show-Attitüde. Starkes Laune und Durscht machendes Stück. Imelda May und Stray Cats/Brian Setzer Orchestra werden in Erinnerung gerufen. Super!


Keine Überband, aber eine, die ich immer wieder auflege, auch hier würde ich das letzte Album empfehlen, wenn es mehr sein soll, der Song stammt zwar von vorher, aber auf Albumlänge ist "Kiss Kiss Kill Kill" am abwechslungsreichsten. Schöner Psychobilly!
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