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von Chavo89 » Freitag 19. August 2022, 11:36
Gruppe 6 beginnt ja mit den BABES IN TOYLAND. Bisher unbekannt, den Song finde ich interessant. Nicht wirklich ansprechend, aber schon durchaus spannend. Vor allem das Schlagzeug sticht hier heraus. Mir fehlt aber sicher die Muße, mir das schön zu hören.
CARDINALS FOLLY ist so eine Rafchild-Band, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Was für ein schöner abgefuckter Doom-Sound. Textlich ansprechend, eigenständig und -sinnig in Herangehens- und Wirkweise. Diese Finnen bereiten mir nachhaltig Freude.
COMMUNICs 'Under A Luminous Sky' hatte ich auch erst auf der Liste, dann entschied ich mich aber für einen anderen Brecher. Der leuchtende Himmel ist aber auch gigantisch. Ein fantastischer Opener für ein fantastisches Album. Ich mag die Norweger sehr gern. Kann man vielleicht aus diesen Zeilen etwas heraus lesen...
Des GRENDEL'S SYSTER ist dann auch wieder dabei. Sehr schön. Ich find's geil, bei diesem Falkenflug gefällt mir besonders die pausenlos ohrwurmig singende Gitarre zwischen den Strophen.
KAMCHATKA kannte ich noch nicht, da der Sänger am Anfang aber so schön an Josh Homme erinnert, fühle ich mich sofort wärmstens aufgenommen. Aber auch ohne diese Hirnverknüpfung würde mir dieser Song sehr gefallen, denke ich. Der Aufbau des Songs gefällt mir sehr, das dramatische Ende ist toll. Das sollte ich wohl näher unter die Lupe nehmen.
MOTÖRHEADs 'Dead And Gone' ist wohl mein Höhepunkt auf "Snake Bite Love" und gehört auch sonst zu den besten Songs der Band (aber das sind viele...). Ganz großes Kino. Danke für die Nominierung.
Von THE POLICE kenne ich nur die Radiohits. Den hier also nicht. Finde den Song ganz nett. Ist mir aber etwas zu repetitiv und vorbeilaufend. In dieser sehr starken Gruppe also keine Chance.
Mit RUSH beschäftige ich mich ja erst ein paar Jahre und kenne mich deshalb noch nicht so ganz gut aus. 'The Trees' war aber wohl der Song, der mich davon überzeugt hat, eine fantastische Band für mich entdeckt zu haben. Ich liebe dieses Lied.
Mein Onkel (großer RORY GALLAGHER-Fan) würde mir für diese Worte wohl die Tür künftig nicht mehr öffnen. Aber der liest hier ja nicht mit. Ich hab es oft versucht, aber so wirklich interessant fand ich den Mann bisher leider nicht. Auch hier - die Gitarre wird wunderbar gespielt, der versteht offensichtlich etwas von seinem Fach, aber packen kann es mich trotzdem nicht. Ich ertappe mich auch immer wieder dabei, dass ich bei dem ganzen Herumsolieren abschalte.
Und dann kommt noch WARNING. Wie soll man diese Gruppe bitte platzieren? Da kommt der selbstnominierte Song ja nur auf Platz 5! 'Bridges' ist ganz, ganz, ganz toll. Also, das ganze Album ist so, aber dieser Song ist dann eben die Spitze des traurigen Eisbergs. Ich fand's auch live beim Hammer Of Doom 2017 enorm und war beileibe nicht der einzige mit Tränen im Gesicht.
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Chavo89
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von Jens Wilkens » Samstag 20. August 2022, 10:37
Vorrunde - Gruppe 6
01. Rush - The Trees Ein Song aus meiner Lieblingsphase der Band. Das ganze Album ist sehr stark, aber 'The Trees' hat mich damals beim ersten Hördurchgang sofort überzeugt. Toller Songaufbau, Drums und Percussion in Perfektion, genialer Text, was braucht es mehr?
02. Warning - Bridges Ein Doom-Klassiker. Es ist beeindruckend, wie die Band die Geschwindigkeit extrem niedrig halten und das Timing so perfekt umsetzen kann. Und dann noch diese Harmonien! Emotionaler kann man Doom kaum spielen.
03. Motörhead - Dead And Gone Ich muss gestehen, dass ich diesen Song nicht kannte. Die erste Überraschung dieser Gruppe. Lemmy kann also auch mit Gefühl. Die ruhigen und die rockigen Parts können gleichermaßen mitreißen. Danke für die Nominierung.
04. Grendel's Syster - Falkenflug Ich mag es, wenn man kreativ mit der deutschen Sprache umgeht. Es gibt nur wenige Bands, die deutsche Texte einsetzen, die ich hören kann. Außerdem ist GRENDEL'S SYSTER so schön Old School. Die drei interessieren sich für Themen, die ich auch spannend finde. Mythen, indische Religionen, Schamanismus usw. Auch wenn der Falke erst spät erwähnt wird, Falken sind meine Lieblingstiere. Ich muss den Song also gut finden.
05. Kamchatka - Broken Man Der Gesang erinnert mich an einige Grunge-Sänger. Wie sich der Song entwickelt, ist schon fein. Hier kannte ich vorher nur den Namen der Band. Ist sicher eine nähere Beschäftigung wert.
06. Taste - What's Going On Ich bin bis auf wenige Ausnahmen nicht der ganz große Liebhaber von Live-Aufnahmen. Hier kann man immerhin das Video dazu betrachten. Es ist schon beeindruckend, wenn eine Band improvisieren kann. Ich habe Rory Gallagher in den 80ern mal auf einem größeren Dorf-Festival live gesehen. So richtig begeistern konnte ich mich damals nicht für seine Musik. Bei TASTE sieht es ähnlich aus. Respekt, aber mehr auch nicht.
07. Cardinals Folly - Deranging The Priest Eine typische Rafchild-Band mit hohem Wiedererkennungswert und Sympathiefaktor. Das ist der pure Underground. Die Riffs sind mir etwas zu simpel für eine höhere Platzierung. Ich hatte schon mal mit dem Gedanken gespielt, mir eine CD der Band zu kaufen, habe mich aber dann doch wegen des Gesangs dagegen entschieden.
08. Communic - Under A Luminous Sky Die zweite Überraschung dieser Gruppe. Dieser COMMUNIC-Song gefällt mir überhaupt nicht - vor allem im Vergleich mit anderen Großtaten der Band. Die Produktion sagt mir schon nicht so zu. Es gibt auch ganze Teile in dem Song, die ich am liebsten vorspulen möchte.
09. The Police - Next To You Die Platte lief früher ab und zu auf Parties. An den Song konnte ich mich aber nicht erinnern. Das hat wohl auch Gründe. Ich schätze diese typische Produktion der späten 70er bis etwa 1980. Vor allem das Schlagzeug klingt gut. Die Kombination aus Punk und Rock 'N' Roll behagt mir aber nicht wirklich.
10. Babes in Toyland - 22 Der Gesang ist extrem schräg. Die Musik selbst ist nicht schlecht, hat aber auch Passagen, die mir bekannt vorkommen. Die leicht räudige Produktion wertet den Song etwas auf. Trotzdem würde ich ihn nicht gleich wieder hören wollen.
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Jens Wilkens
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von Peter Kubaschk » Sonntag 21. August 2022, 13:22
Gruppe 6
Babes In Toyland - 22 Hmm, der leierige Gesang am Anfang ist jetzt keine Hilfe, der merkwürdige Sound leider auch nicht. Was raschelt denn da so? Ich fürchte, ich verstehe den Song nicht.
Cardinals Folly - Deranging The Priest Jo, die Bands von unserem Raf sind schon immer sympathisch. Der Text ist auch schön bescheuert, der Sänger ist ein bisschen over-the-top für meinen Geschmack. Aber ja, ist ganz cool.
Communic - Under A Luminous Sky Ja, das ist schon stark. Die Jungs haben bei mir mit dem starken letzten Werk wieder enorm Boden gut gemacht.
Grendel's Syster - Falkenflug Waren doch schon bei zwei anderen Games dabei, oder? Textlich erinnert das natürlich sehr an die 'Grabrede' von Subway to Sally. Ansonsten ist das nur halb so gut. Hörbar, wie zuvor, mehr nicht.
Kamchatka - Broken Man Die hatte ich noch mehr in der Vintage-Ecke verortet, aber das hier ist einfach purer, wunderbarer Rock. Tolle Stimme, großartiger Beginn, hält das Niveau nicht ganz, aber eine schöne Überraschung.
Motörhead - Dead And Gone Dass Lemmy auch Balladen kann, weiß man ja vom besten Lemmy-Song, '1916'. Hier ist es eher semi-balladesk, aber schon auch ziemlich cool. Zumal der Text auch exzellent ist.
The Police - Next To You Keiner der Hits, finde ich fast etwas schade, denn davon mag ich einige doch ganz gerne. Aber das gefällt mit seinem Post-Punk-Vibe auch gut. Sting habe ich gerade erst in "Only Murders in the Building" gesehen, das war lustig, aber gehört hier nicht hin.
Rush - The Trees Einer der besten Songs der 70er und der Band. Gruppensieg.
Taste - What's Going On Rory Gallagher, ja, kann man machen. Live auch noch mal eine Ecke beeindruckender. Sehr cool.
Warning - Bridges Doom-Klassiker, den ich schon ewig nicht mehr aufgelegt habe. Dazu muss man dann doch in der Stimmung sein und das bin ich selten. Natürlich dennoch locker #2 in dieser Gruppe.
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Peter Kubaschk
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von Eike » Dienstag 23. August 2022, 18:36
Gruppe 5: Schlecht finde ich nichts davon. Aber mein Ranking habe ich nun vorgenommen. Hail Spirit Noir : Into The Gates Of Time Hm... Das ist freilich Minderheitenmusik, vermutlich gar nicht mit Absicht bei dieser Eingängigkeit; jedoch: Sie braucht ungeteilte Aufmerksamkeit und Offenheit gleich für unterschiedlichste Stilistiken. Ich höre Postrock, Black Metal, Folk/Prog Rock, einen Hauch klassisches Moritaten-/Balladen-Tum, ein My latent bowiesker Songwriterkunst, eine Mikrodosis jazzig verspielter Offenheit. Allerdings sind sowohl die gegen den Strich gebürstete Rhythmik, die teuflischen Tonleitern, die Überlagerung von "vielen Noten", die knödelig angestrengte Gesangsstimme, und dass - obwohl "viel passiert" - einiges doch arg repetitiv bzw. variationslastig daherkommt, bei solch einem Longtrack (vermeintliche?) Hindernisse, sofern man sich nicht immer und immer wieder darauf einlassen mag. Tut man das dennoch, wird man - bei grundsätzlichem Gefallen an den offenbarten Grundstilen - hingegen großartig beschenkt: Auraler Trip entlang schroffer Klippen, schwindelerregender Abgründe, mit Blick in die schier unergründliche Unendlichkeit eines kalten, lebensfeindlichen Kosmos - darüber vergänglich und vergeblich flirrende Augenblicke unwiederbringlicher, bizarrer, staunenmachender Schönheit, die einen weinen machen vermag ob ihrer überwältigenden Reichhaltigkeit en detail. Placebo : The Bitter End Perfekter 90'er-Rock mit Eigenständigkeit, Drive, Melodieseligkeit, eingängigen Strophen und ebensolchem Refrain. Ja, das ist mainstreamtauglich hoch drei, aber eben auch sehr gut arrangiert und energetisch gespielt - besonders live kommen da nochmal zwei, drei Schippen drauf! Zumindest war das vor rund zwanzig Jahren so. Tolle Konzerterinnerungen! - ...und dabei ist das längst nichtmal der beste Song der Band. Tribe After Tribe : Congo Sky Hypnotisches aus Südafrika. Das ist progressive Musik für jedermensch, finde ich zumindest. Von melodieselig wie hier über rhythmische Percussionhits bis hin zu stimmungsvollen Unbeschreiblichkeiten von unermesslicher Brillanz und Gefühligkeit. Folksensibilität trifft auf Rockiges, Unerhörtes auf Geschmeidigkeit, Experimentelles auf Geerdetes, aber alles hat eine ganz eigene Stimmung. Uneingeschränkt empfehlenswert. Falcon : Shelob's Lair Das beginnt ganz klassisch mit angeflauschter Bratbartklampfe, sämig organischem Lead und geilen Vocals irgendwo zwischen Siebziger-Sabbath, Achtziger-Priest und des Küfers Liesel... Hitzeflimmern über den Geräten. Elektrifizierter Rock 'n Roll eben, wie er seit jeher die Jugend verdirbt in puncto Geduld gegenüber langweiliger Spießermusik. "Einfach nur" Hardrock kickt mich heutzutage kaum noch, aber hier kommt die ganze Chose knusprig frisch auf den Tisch - das hebt die Laune gewaltig. Mei, mei - ich verkomme noch vor der Zeit zum Retro-Opi. Die oberschlaue "Spex"hätte das wohl als Rockismus und Muckertum und affirmativ gegenüber der Reaktion abgestraft, aber das waren eben auch Typen mit Stock im Arsch und mehr Theorie im Hirn, als es ihnen gut tat, die ihren Ekel vor der Unterschicht und ihre Privilegien hinter hochgestochener Phrasendrescherei und elitärer, hyperaktueller Anti-Trend-Suche zu verstecken suchten. Als Kind kleiner Angestellter fand ich das gar nicht mal so cool von denen... Warum fällt mir zu dieser schönen Musik eigentlich ausgerechnet diese längst verblichene Spaßverderberpostille ein?  - Egal! Hoch die Rockfaust. Cog : The Spine Stimmungssetzendes Intro, TOOLscher Basslauf, Maynardsche Gesangsmelodie, das fängt gut an. Danach zieht eine gewisse Indie-Rock-Luftigkeit ein, und ein wenig Alternative/Nu-Rock-Flair à la INCUBUS. Joah, kann man machen. Ein wenig mehr Eigenständigkeit würde mir das ein oder andere "Ah" oder "Oh" entlocken, gute 20 Jahre nach Kreation dieser Stilistik lockt das den alten, neubandfaulen Hund nicht mehr hinter dem Ofen hervor, um sich da langfristig reinzutricksen - aber er wippt dennoch anerkennend mit dem Fuß, insbesondere bei den geschickt eingestreuten Arabesken; da bin ich einfach ein Sucker, der auf sowas steht. Doch, das könnte ich mir schon noch schöner hören, als es eh schon ist, wenn es denn öfter liefe.  Leider bin ich mittlerweile etwas ungeduldiger und weniger begeisterungsfähig als in jüngeren Jahren geworden. Ah, ein MUSEscher Breakdown, fein, fein, fein. Tja, also das Kollektiv COG scheint vor und kurz nach der Jahrtausendwende echt die richtige "moderne" Musik gehört zu haben. Daumen hoch für diesen Nostalgietrip! Randy : The Beast Supereingängiger Schweinerock. Mit klassischem 80'er-Hall und klassischer 80'er-Melodieführung. Heavy Hardrock mit flitzigem Schlagzeug, supereingängigem Gesang, elektrisch surrenden Gitarren. Was für eine Melodie, was für ein Refrain. Hoppeldihoppelgaloppel! Arpeggiosolo, gniedel, gniedel, geil! Sehr kurze Halbwertszeit, musikalischer Fastfood für zwischendurch, vermutlich gar punkrockfankompatibel. Das hat Power, das ist fast schon Thrash. Speedy wie ein Karnickelfick! Passt schon. Venom : Witching Hour Auch wenn ich nicht alles von VENOM höchst genial finde, ist das doch so eine Liebhabband für mich. Ich mag das chaotische, räudige, augenzwinkernd böse Gehabe, das sich auch im Sound wiederspiegelt. Diese Engländer haben damals die morbide Küferlieslrockvarietéschau auf ein höheres Level gehievt, ohne allzu bieder schwarzsamstaglich zu klingen: Angeschwärztes Punkgekloppe trifft auf chaotische Geschwindigkeitsausbrüche, das rockt mehr als es rollt, und das ist gut so, ich liebe deren Holpergrooves. Dieser Song mag nicht ihr bester sein, aber venominös ist er allemal, und wenn nicht seriös dann doch kuriös, und manchmal reicht das aus: Bläckfräsh mit Fritten und Essig! Auch jüngere Scheiben wie "Metal Black" können mich noch begeistern, mit etwas modern-knalliger verändertem Sound aber immer noch ganz ähnlich lässig übertriebener Attitüde und jede Menge putzmunter-räudiger Energie dahinter. Hier haben wir es allerdings mit "klassischerem" Material der finster dreinblickenden schwarz(humorig)en Trümmerzeremonienmeister zu tun. Passt, wackelt und hat Luft (nach oben - weil höllentief, hähäharr!). Triumph : Headed For Nowhere 80'er-Jahre-Hardrock, wie er im Buche steht! Extrem eingängiger Stoff, vorprogrammierter Stadionrock eben. Das war die Zeit von BRYAN ADAMS, und das hört man auch raus. Ziemlich unbeschwert vom Sound her, himmelsstrebend. Ist mir fast etwas zu schrill, schüttet aber eben auch fantabecherweise nostalgisches Flair aus. Prosit! Zeke : Rodney Gut runtergerissener Hardcorepunk - 'nuff said. Animal As Leaders : CAFO Das ist so Frickelprog, der arg steril produziert daherkommt. Einfach nicht meine Soundästhetik. Darin finden sich zwar tolle Bassläufe, und etwas wärmer und offener produziert hätte es wohl gar einen etwas psychedelischen Touch; so aber versetzt es mich nicht wirklich in Trance, sondern macht eher nervös. Ich fühle vor dem geistigen Auge elektronisch-mechanische Nano-Bots wie Spinnen vorbeikrabbeln und irgendwelches organisches Leben im Kampfverbund überwältigen - siehe auch "Der Unbesiegbare" von Stanislaw Lem (....lange bevor Schwarmintelligenz oder Nanobots in der Mainstream-Sci-Fi-Literatur angekommen waren). Aber ich schweife schon wieder ab. Tja, so geht es mir immer wieder - besonders, wenn Musik mich emotional nicht so recht catchen mag. Andere Passagen erinnern mich an JOE SATRIANI, der nicht ganz so mathcoreig agiert, mitunter aber ähnlich kristallklare Arpeggio und Soloetüden zelebriert. Ja, das ist abgespacet, das klingt eigenwillig, das ist schön treibend und bringt so einiges mit, was ich in anderem Kontext durchaus besser zu schätzen wüsste, aber so finde ich es "interessant" und mitunter "beeindruckend" - wie eine ideelle Mischung aus STRATOVARIUS und FEAR FACTORY, aber ich bin dafür leider wohl nicht die richtige Zielgruppe. Schade für eine Band, die sicherlich einiges zu bieten hat für Musiktheoriebewanderte. Ich bin da eher Bauchmensch. Hätte ich gerne lieber gemocht, die Ansätze sind wirklich gut und der Stil variabel bei durchgezogenem roten Faden. Ich verstehe schon, was man daran mögen kann.
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von Peter Kubaschk » Dienstag 23. August 2022, 20:14
COG hat nicht nur die richtige Musik vor und nach der Jahrtausendwende gehört, sondern auch gespielt. Der Song ist 17 Jahre alt, die Band 26 Jahre alt.
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von Eike » Dienstag 23. August 2022, 20:29
2005, aha! OK, da war der Stil auch nicht mehr ganz neu, aber letztlich ist das ja wumpe. Hauptsache, gute Musik. Und die haben wir hier fürwahr. 
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von Chris Staubach » Samstag 27. August 2022, 18:12
Gruppe5: Komische Gruppe. Insgesamt in meinen Ohren eher schwach. RANDY erobern die Pole Position, weil sie coolen Heavy Metal machen, der unaufgeregt und geradlinig daherkommt. Noch nie gehört die Band, interessant. Danach kommen TRIUMPH mit einem sehr gefälligen Song, der gut ins Ohr geht. Ebenfalls unaufgeregt. Jetzt schon ANIMALS AS LEADERS? Ja, bin selbst überrascht. Sagt viel über die (subjektive) Qualität der Gruppe aus. Gut, AAL sind technisch mächtig beeindruckend und grundsätzlich in meinem Beuteschema, aber auch sehr anstrengend und dieser Song ist zu lang. Wir steigen schon ab: PLACEBO ist okay, HAIL SPIRIT NOIR sogar streckenweise echt interessant und TRIBE AFTER TRIBE ... naja, geht so. COG fand ich irgendwie anstrengend, FALCON langweilig. VENOM und ZEKE sind so gar nicht meine Baustelle.
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von Eike » Sonntag 28. August 2022, 01:51
Meine spontanen Erläuterungen zu Gruppe 6, inklusive Begeisterung für die ersten Stücke, sind leider dem Datenverlust anheimgefallen, und jetzt ist mir die Lust an der Sache vergangen. Daher ganz kurz: Nummer 1 steht sehr, sehr weit vorne, Nummer 2 folgt zwar mit Abstand, liegt aber auch wieder sehr weit vor allem Anderen. 3 ist dessen unbeschadet ebenfalls ganz, ganz groß. Danach dünnt es dann deutlich aus, aber auch 4 hat für dieses mittelaltertümelnde Ding noch überdurchschnittlich viel Charme. Von Mo'head ziehe ich bei den melancholischen Midtempostücken ganz klar ' Lost in the Ozone' vor. Sodenn hier meine Gesamtreihung: 01. Babes in Toyland: 22 02. Cardinals Folly: Deranging The Priest 03. Warning: Bridges 04. Grendel's Syster: Falkenflug 05. Motörhead: Dead And Gone 06. Kamchatka: Broken Man 07. Taste: What's Going On 08. Police, The: Next To You 09. Communic: Under A Luminous Sky 10. Rush: The Trees
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von salisbury » Sonntag 28. August 2022, 18:16
So, ich glaube ich habe noch gar nichts zu den Gruppen geschrieben. Dann hole ich dies nun mal langsam nach. Gruppe 1: Ein starker Anfang in dieses Spiel. THE TEA PARTY hab ich eine Weile nicht mehr gehört, habe aber fest mit ein paar Nominierungen gerechnet. Das Hörerlebnis war dann auch so schön, dass es einen meiner '83er-Lieblinge ('Mama') auf Platz 2 verdrängen konnte. Dann die schöne Ballade der GOO GOO DOLLS, die mich natürlich auch immer an Peters Hochzeit erinnert. Sehr angenehme Überraschung dann mit DUST, das habe ich vorher nicht gekannt, scheint aber sehr beliebt hier zu sein. Auch GRAUZONE find ich wieder cool, verstehe aber, wenn es die Geschmäcker spaltet. KRUIZ war auch ganz cool. BLUE CHEER war aber nie eine "meiner" 60er-Bands. Es soll hier erwähnt werden, dass ich diese Zeit der Rockmusik sehr mag! IRIS DIVINE ist wohl auch ein Peter-Song, leider hat der kaum gezündet. Mit WARGASM werde ich leider nicht warm und auch TANK war und ist noch nie so meins. Letztere beide konnten aber immerhin Metal Me überzeugen, die allerdings GENESIS und TEA PARTY recht weit hinten platziert. Bei DUST und GOO GOO DOLLS waren wirr uns aber wieder einig. 
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von salisbury » Sonntag 28. August 2022, 23:48
Gruppe 2: Auf dem Papier wäre hier erstmal RUSH vorne, aber ein wenig kann ich Rüdigers Wahrnehmung nachvollziehen. Wenn man nicht sehr konzentriert zuhört oder zuschaut, dauert es schon ein wenig, bis sich was bewegt. Von daher haben es drei Songs vor RUSH geschafft. TEA PARTY hat es mir angetan und landet wieder vorne. Der SOON-Song ist schon ein Hit und weiß sehr zu gefalllen. Und MAIDENHILATOR macht gute Laune; ich hab das Album ewig nimmer gehört und hatte den Song auch nimmer auuf dem Schirm, aber evtl sollt ich diese ANNI mal wieder rauskramen. Der MOTÖRHEAD-Song gehört dann nicht zu meinen Lieblingen der Band und battelt sich mit THE CURE. Ach von dieser Band schätze ich andere Songs mehr als den Hit. DINOSAUR JR habe ich mit einem ganz anderen Sound im Kopf gehabt, der Song gefällt mir aber von Mal zu Mal mehr. Ich diese leichte Schrammelei manchmal. Die Erinnerung an SAHEDRIN und den DESTRUCTION-Song ist dagegen schon wieder verblasst. Mit VENOM habe ich mich für die 80er-Charts so stark wie noch nie auseinandergesetzt, hab alle Alben auch gekauft. Letzens sogar live gesehen. Ich finde es an sich nicht verkehrt, aber der Funke ist leider nie so recht übergesprungen. Auch in Gruppe2 ist Metal Me's Liste ganz anders als meine, MOTÖRHEAD und ANNI wie errwartet weit vorne, den CURE-Song mag sie auch sehr. Den Dino scheint sie schon länger zu kennen. Mit RUSH kann sie gar nichts anfangen und zu meiner Verwunderung landet auch TEA PARTY wieder hinten. Ich denke, sie mag diese Art des Singen nicht. Mal sehen, ob sich da was im Laufe der Zeit entwickelt  .
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