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von salisbury » Dienstag 28. Dezember 2010, 22:25
Teichfrosch hat geschrieben:Ein schwarzwurzeliges Album zu Weihnachten - dafür musste ich zwar ein wenig meine Liste umstellen, für diese Blasphemie ist mir das aber durchaus wert.
Uiuiuiui, Teischfrosch, ein Blackmetalalbum zu Weihnachten. Das ist in der Tat böse, blasphemisch gar  . Sogar die Liste hat er umgestellt. Nach diesem Kraftakt, startet jetzt die Rebellion gegen die christlich-abendländische Gesellschaft!? Und was keiner vermutet hätte, aus einem Froschteich, das ist allerhand. Achso, die Musik ist ... interessant.... Viel instrumental. Ich mag den (Gitarren-)Sound hier nicht besonders, aber da könnte man trotzdem mal tiefer schürfen...
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von Regina Löwenstein » Dienstag 28. Dezember 2010, 22:31
salisbury hat geschrieben:Teichfrosch hat geschrieben:Ein schwarzwurzeliges Album zu Weihnachten - dafür musste ich zwar ein wenig meine Liste umstellen, für diese Blasphemie ist mir das aber durchaus wert.
Uiuiuiui, Teischfrosch, ein Blackmetalalbum zu Weihnachten. Das ist in der Tat böse, blasphemisch gar  . Sogar die Liste hat er umgestellt. Nach diesem Kraftakt, startet jetzt die Rebellion gegen die christlich-abendländische Gesellschaft!? Und was keiner vermutet hätte, aus einem Froschteich, das ist allerhand. 
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von Teichfrosch » Dienstag 28. Dezember 2010, 22:59
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 29. Dezember 2010, 00:25
firestarter hat geschrieben:Ich bin übrigens auch ziemlich auf den Gesang fixiert, deshalb gefallen mir ja z.B. RUNNING WILD, RAGE oder HELLOWEEN nicht... 
Jo. Nö. Die sind eben sehr charakteristische Sänger, die man wirklich unter Tausenden heraus kennt. Zum Guten wie zum Bösen. Bei mir ist es allerdings erstaunlicher Weise so, dass ich eigentlich alle so genannten "lieben oder hassen"-Sänger mag. Völlig egal, ob das ein Geddy Lee, ein King Diamond, ein Toto, ein Tim Baker, ein Mark Shelton, ein Messiah Marcolin, ein Michi Kiske, ein Andi Deris, ein Dave Mustaine, ein Serj Tankian, ein Rolf Kasparek oder ein Gianni Nepi ist. Diese TYPEN finde ich alle toll. Gib mir einen eigenständigen Sänger und den Faustfaktor und ich mag eine Band... 
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von Eike » Mittwoch 29. Dezember 2010, 01:12
Ausnahme: TOOL ist Dir trotz eigenwillig-drastischem Gesang "nicht emotional genug"... 
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 29. Dezember 2010, 01:26
Hmmm... Tool... Jo. Weiß auch nicht. Habe ich das so gesagt?
Ich würde aus heutiger Perspektive auf keinen Fall sagen, dass die nicht emotional sind. Allenfalls, dass sie mit ihren Songs Emotionen in einer Formensprache ansprechen, die ich nur schwer verstehe. Das funkte bisher nicht auf meiner Wellenlänge, auch wenn ich die Band sehr für ihre Eigenständigkeit respektiere und du von mir nichts Schlechtes über sie hören wirst. Wenn ich mir jetzt das Video zu 'Sober' oder das zu 'Stinkfist' anhöre, dann gibt mir das mehr als damals, als es neu war. Damals war ich zu sehr Metal, um mir das ernsthaft anzuhören und ernsthaft dafür offen zu sein. Aber selbst damals war Tool im Gegensatz zu Korn, NIN oder RATM nichts, was ich wirklich fürchterlich gefunden hätte. Heute mag ich die Riffs und den Gesang sehr gerne. Heute sehe ich, dass das Devon Graves für DST beeinflusst hat, und ja, heute überlege ich mir sogar, ob ich mir das nicht doch irgendwann in die Sammlung holen muss.
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von Eike » Mittwoch 29. Dezember 2010, 02:03
Ich weiß nicht mehr, ob Du das so gesagt hast; doch das war, was sich bei mir festgesetzt hat. Klar, TOOL kommt nicht vom Metal, von daher ist, was dort heute (auch an Metal) anfällt, nicht unbedingt metaltypisch in der Formensprache; allerdings ballt sich die Stimme in Tracks wie 'The Grudge' oder 'Rosetta Stoned' schon auch zur Faust. Und diese umtriebigen, rumorenden Rhythmen, die irgendwo zwischen Schlagzeug und Bass in der Wand festhängen, die tropfen in den dunkleren Momenten wie schwarzer Sirup des Bösen aus der abgeschabten Klangtapete. So ganz verständlich, bis in den hinterletzten Winkel ausgeleuchtet, sollen die Emotionen, glaube ich, dort auch gar nicht werden; mein Eindruck ist eher, dass die Band immer wieder gerne Blicke ins Nichtauslotbare, Abgründige menschlicher Gefühlswelten werfen will, und abwärts taumelnde Gefühlsfackeln, die im zugigen Hinabstrudeln mächtig qualmen, flackern, rußen, anstoßen, Funken schlagen und beunruhigende Echos provozieren... Jedenfalls ist das für mich Tripmusik, zu deren Genuss man meines Erachtens den analytischen Verstand beim Hören am besten außen vor lässt: Alle Filter und Sicherungen und Beleuchtungen abschalten, sämtliche Kanäle auf freien Durchzug stellen, und dann mit offenen Schleusen sich völlig losgelöst fallen lassen.
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von firestarter » Mittwoch 29. Dezember 2010, 03:11
Rüdiger Stehle hat geschrieben:firestarter hat geschrieben:Ich bin übrigens auch ziemlich auf den Gesang fixiert, deshalb gefallen mir ja z.B. RUNNING WILD, RAGE oder HELLOWEEN nicht... 
Jo. Nö. Die sind eben sehr charakteristische Sänger, die man wirklich unter Tausenden heraus kennt. Zum Guten wie zum Bösen. Bei mir ist es allerdings erstaunlicher Weise so, dass ich eigentlich alle so genannten "lieben oder hassen"-Sänger mag. Völlig egal, ob das ein Geddy Lee, ein King Diamond, ein Toto, ein Tim Baker, ein Mark Shelton, ein Messiah Marcolin, ein Michi Kiske, ein Andi Deris, ein Dave Mustaine, ein Serj Tankian, ein Rolf Kasparek oder ein Gianni Nepi ist. Diese TYPEN finde ich alle toll. Gib mir einen eigenständigen Sänger und den Faustfaktor und ich mag eine Band... 
Ich mag charakteristische "love it or hat it"-Stimmen auch.... wenn sie gut sind! Bei Leuten wie King Diamond, Toto, Serj oder Dave Mustaine kann ich dir also folgen und würde Paul Baloff, Sean Killian, Sabina Classen, Ozzy, Dani Filth, Dawn Crosby, Robb Flynn und Corprate Death hinzufügen.
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von Teichfrosch » Mittwoch 29. Dezember 2010, 03:59
Auch wenn ich diese schöne TOOL/Gesangsstimmen Diskussion ungerne unterbreche, aber ich habe Winterferien und kann daher um 2 Uhr morgens noch ein neues Album für den heutigen Tag reinstellen  Aber fühlt euch frei das fortzusetzen, selbstverständlich. Platz XLVIII Morgion - Cloaked By Ages, Crowned In Earth (2004) Die hatten wir ja schon irgendwie ein paar Mal, glaube ich. Die Scheibe kenne ich mal grade ein gutes Jahr (und sie ist bisher meine einzige dieser Band), dafür hat sie mich von Anfang an ganz massiv begeistert. Auch wenn wir es hier eindeutig mit Doommetal zu tun haben erscheint mir die Platte über weite Strecken immer sehr leichtfüßig und schwebend, befreit von der Last der physischen Existenz, nicht unbedingt schwer und malmend wie man es häufig im Doom kennt. Tiefe Growls wechseln sich mit Klargesang ab, und das gelingt so phantastisch dass ich mich frage, wieso das nicht viel mehr Doommetal Bands machen. Die vielen Details erfordern aufmerksames Zuhören, die epischen Kompositionen Ruhe und eine Vorliebe für sich langsam steigernde Melodien und Themen. Die Songs gehen unmerklich ineinander über, und eigentlich ist das Album nur als Ganzes wirklich erfahrbar, nur so kommt man in die richtige Gemütslage um das Gesamtwerk richtig wertschätzen zu können. The Mourner's Oak - durchaus einer der flotteren Tracks, wird von einem reinen Instrumental eingeleitet und eigentlich nur in Kombination mit diesem ganz erfahrbar. Ebb Tide - Wow, hab ich tatsächlich komplett auf YT gefunden. Toller Track, lässt sich Zeit und hat ein sehr ruhiges Zwischenspiel was von Naturklängen untermalt wird. Sehr atmosphärisch. Cairn - parallel gesungene Cleans und Growls, kommt direkt nach "The Mourner's Oak" und lässt die Musik sozusagen weiterfließen... ganz großes Kopfkino.
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Teichfrosch
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von salisbury » Donnerstag 30. Dezember 2010, 13:43
Morgion: Zum Staubsaugen ungeeignet, ansonsten aber sehr hörenswert 
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