Feuchtbiotop mit 100 Arten

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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon trent » Sonntag 5. Dezember 2010, 20:03

Das erste Album von Rammstein ist wirklich super, hab ich auch noch in meiner Liste. Allerdings hab ich mich am Opener inzwischen schon totgehört, so dass da bei mir andere Songs vorgestellt werden.
Nun auch auf Musiksammler: Trents Musiksammlung
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Julian Rohrer » Sonntag 5. Dezember 2010, 20:20

VÄTH gehört. Also: Ich komme da noch nicht so ganz dahinter, mir ist das vom Prinzip her irgendwie zu eintönig, als dass ich mich da fallen lassen könnte. Wobei die Atmosphäre aber definitiv nachvollziehbar dunkel ist, nur zündet es bei mir leider nicht so richtig.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 20:39

@firestarter: ja, normalerweise schon, in dem Fall aus welchen Gründen auch immer nicht.

@trent: Jup, hab auch überlegt, aber dann... ich habs halt für mich selbst noch nicht totgehört, insofern passts :)

@Julian: Es IST eintönig. Unten herum. Darüber wird die Abwechslung gemixt. Meiner Erfahrung nach wirkt es bei weitem weniger eintönig wenn man zu der Musik die Augen schließt :) Ablenkung ist hier der pure Feind..


Platz LXXXVII

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KoЯn - KoЯn (1994)


Ich zitiere Anfangs mal von Wikipedia: "Es gilt als Wegbereiter für die ab Mitte der 1990er aufkommende Nu-Metal-Szene.". Hehe. Vielen Dank dafür! Hat uns eine ganze Menge Schrott beschert. Inwiefern allerdings dieses sehr dunkle, suizidale, durchgeknallte und komplett schräge Album der Wegbereiter für soviel Unheil sein soll, nunja, das verstehe ich offen gesagt nicht. Aber seis drum, das Album ist trotzdem toll. KORN zelebrieren hier eine sehr eigenständige Form von Metal, ein wenig verquickt mit Anleihen aus dem Rap, klar, aber von Rap ist es doch einigermaßen weit entfernt. Die Gitarren werden herunter gestimmt, der Sänger dreht komplett am Rad, die Rhythmusfraktion klampft unaufhaltsam einen schrägen Takt - und am Ende kommt tatsächlich etwas heraus, was man irgendwie als Musik bezeichnen kann, vielleicht auch Kunst, was aber sicher kein bisschen künstlich wirkt. Das ist absolut ehrliche und gefühlte Musik und kein Vergleich zu dem, was die Band insbesondere in den 2000ern verbrochen hat. Irgendwie haben es diese Bekloppten auch geschafft, einen Dudelsack in ihrer Musik unterzubringen. Aber, und das verwundert umso mehr, dieser passt auf eine morbide Art und Weise perfekt in das Gesamtbild. Mein erstes "Schrägie"-Album, auch wenn ich es erst ein paar Jahr nach Erstveröffentlichung gehört habe. Mitlerweile wirds nurnoch selten aufgelegt, aber allein schon für den Status des "Wegbereiters" gehört es hier rein.


Blind - sehr bekannt, sehr gut. Wer es schafft, das total bescheuerte Video im Hintergrund zu ignorieren (keinen Plan was das sein soll) und die japanischen (?) Wortfetzen überhört, der kann hier die Albumversion hören. Sonst gibts nur Live-Versionen, und die fangen das morbide nicht wirklich gut ein.

Shoots and Ladders - leider eine Liveversion. Grummel. Fängt es wie gesagt nicht gut ein... ist halt der zweite "große" Song des Albums.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jesus » Sonntag 5. Dezember 2010, 20:44

Ich hatte in dieser Liste wesentlich weniger Gruselkabinett erwartet, um mal ganz ehrlich zu sein.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Regina Löwenstein » Sonntag 5. Dezember 2010, 20:45

Um mal etwas Positives zu sagen: Das Cover ist klasse!
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http://www.myspace.com/endoftheroadmagazine
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Julian Rohrer » Sonntag 5. Dezember 2010, 20:45

Also dieses Album habe ich auch erst dieses Jahr zu schätzen gelernt, schön, dass du es in die Liste aufgenommen hast. Gerade durch die Live-Erfahrung hat die Band nochmal extrem an Spannung gewonnen für mich. Müßig zu erwähnen, dass die Band ja eigentlich gar nicht geht ;)
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 5. Dezember 2010, 20:46

Sonata Arctica mag ich einfach nicht.
Rammstein ist natürlich absolute Spitze.
Killswitch Engage hat sich überraschenderweise gar nicht mal so verkehrt angehört.
Die Kornscheibe hatte ich mal. Und sie zählt für mich wohl zur besten Korn.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 21:10

@Jesus: Haha, ach komm, das kannst du besser! Kennst du PROCESS OF GUILT schon oder isses nicht so deins? Ansonsten, die wirklichen Kracher kommen noch, aber ich bin bemüht, möglichst alles, was ich höre, auch vorzustellen. Spätestens ab Platz 50 dürfte es (zumindest zeitweise) für dich weitaus weniger gruselig werden, dann kommt nurnoch wenig Hiphop und so Zeugs.

@Regina: Optisch ist die Band meistens ohnehin absolut top, die Musikvideos zu "Freak on a Leash" oder "Make Me Bad" sind beispielsweise absolut sehenswert. Musikalisch waren sie da auchnoch ganz annehmbar, "Issues" ist das letzte recht gute Album.

@Julian: Achwas! Das hät ich jetzt auch nicht erwartet. Find ich aber gut dass du die gut findest x)
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jesus » Sonntag 5. Dezember 2010, 21:19

Och, PROCESS OF GUILT finde ich okay und gegen Hip-Hop habe ich prinzipiell nichts. Auf alle Fälle habe ich mit diesem Genre weit weniger Probleme als mit vielem Metal. Ob ich "das" deswegen besser kann, sei mal dahingestellt.

Da wir aber sonst öfter mal einer Meinung sind, waren SONATA ARCTICA, die neueren RHCP, dieser Pussy-Metalcore und KORN schon ein Schock ;) Aber offenbar wird Deine Liste eine immer wieder überraschende Wundertüte, von daher bin ich auch weiterhin gespannt.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 22:28

Man bedenke: ich bin arm wie 'ne Kirchenmaus und habe nicht sooo viel Musik. Davon hab ich auch vieles nichtmal selber, sondern mir von Freunden "geliehen" (dauerhaft versteht sich). Daher muss ich, um 100 Plätze überhaupt voll zu bekommen und dabei nicht 10 mal die gleiche Band zu nennen, alles mögliche reinstellen :) Ich denke, dass die Musik, die ich momentan zu 95% höre, sehr viel eher mit deiner Vorstellung von "guter" Musik übereinstimmt - zumindest würde ich das eben auch aus der Tatsache, dass wir öfter mal einer Meinung sind, schließen. Aber ich höre auch genug Zeug welches dich in die Flucht schlägt, wenn auch momentan eher selten.

Nunja, lange Rede garkein Sinn...

Platz LXXXVI


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Abigor - Fractal Possessions (2007)


Holla die Waldfee, da haben uns die Ösis ja was eingebrockt. Und das mein ich in diesem Fall absolut positiv, denn das ist ein wirklich starkes Blackmetal Album. Die drei Schwarzheimer machen keine Gefangenen und erst recht keine Kompromisse, pflügen sich den Großteil der Zeit in einer ordentlichen Geschwindigkeit durch ihren schwarzen Hassbrocken ohne dabei Dynamik und Spannung vermissen zu lassen und huldigem ihrem Meister, Luzifer. Denn, und daraus machen die Jungs garkeinen Hehl, an Satan glauben sie mit jeder Faser ihres Körpers. An sich selbst glauben sie auch nicht zu knapp, und daher beglücken sie dann den interessierten Fans mit absolut witzigen Interviews - vorrausgesetzt, man nimmt das Ganze nicht zu ernst. Klar, die Jungs glauben an all den Unsinn den sie von sich geben, aber der Leser kommt ums Schmunzeln nicht umhin ("Wir bekommen die Inspiration für unsere Songs direkt von Satan!" gnihihihi, herrlich...). Die Produktion wirkt sehr reduziert und beschränkt aufs Notwendige, das unterstützt die ohnehin konzentriert und aufs Wesentliche beschränkte Musik zusätzlich. Nachhall sucht man vergeblich, hier wird gekeift, gebolzt, geschreddert ... elektronische Effekte und allerlei Spielerein finden dennoch Verwendung, diese fügen sich aber harmonisch ins Gesamtbild ein. Die teilweise überaus interessanten und auf eine schräge Weise kreativen Songtitel runden das Gesamtbild ab: "3D Blasphemie" oder "Injection Satan" sprechen Bände. Referenzen fallen mir um ehrlich zu sein nicht ein... Auch wenn es die bestimmt gibt. Aber ich kenne sie nicht. ;)


Injection Satan

Lair Of Infinite Desperation - Mein Favorit in 'ner sehr seltsamen Qualität... Lautstärkensprünge (?)

Liberty Rises A Diagonal Flame - dann doch vielleicht besser diesen geilen Song ohne Lautstärkensprünge.
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