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von Eike » Samstag 26. Juni 2010, 20:05
Azmodes hat geschrieben:Jesus hat geschrieben:123_7 hat geschrieben:11 - ??? (4:54)
70er stimmt. Progressive Rock im eigentlichen Sinne ist es nicht. Aber es ist progressive Rockmusik. Walter Gropius würde nicht zweimal wagen, dem zu widersprechen.
Bauhaus? Die Beschreibung von 123_7 würde ja sehr gut für "Double Dare" passen.
Jetzt wo Du's sagst... Käme hin. Bei Jesu DOORS-Beschreibung musste ich in mich reingrinsen, weil sofort auch wieder die Arschfalte des nackten Indianers als Wegweiser wieder auftauchte, weiß sonst aber ebenfalls nicht weiter.
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Eike
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von 123_7 » Samstag 26. Juni 2010, 20:10
Jesus hat geschrieben:123_7 hat geschrieben:01 - Ambiental Soundscape Movement No.1 (0:11) Knister, knister. Die Nadel wird herabgesetzt. Die Spannung steigt. Das Licht dimmt.
Die ersten Sekunden von der "In Rock". Eine Sekunde später ertönt "Speed King". Das nur so als Trivia
Über den hätte ich mich auch gefreut  123_7 hat geschrieben:02 - ??? (10:43) Dissonanz. Gitarren im Sekundabstand. Flirrend. Schnell. Krallice. Zumindest war dies die erste Assoziation. Wenn das stimmt, kann der Stilbruch vom Debüt auf "Dimension Bleedthrough" nicht so hoch sein. Aber bleiben wir vorsichtshalber etwas allgemeiner. Das muss Ami-BM sein, da futtere ich einen Besen, wenn das nicht stimmt. Harmnonisch sehr zerfahren, viele Dur-Harmonien, viel Dissonanz. Rhythmisch verquer. Eine dichte Soundwand, wenig greifbare Strukturen. Akkorde nach Zufallsprinzip. Tensions noch und nöcher. Interessant zu sehen, wie sich die Melodien in diesem Konstrukt zu monströsen Balleteinlagen verwandeln. Und man schafft es tatsächlich, das Chaos noch zu einem größeren Chaos zu steigern. Anstrengend to the max. Aber auch faszinierend. Gut produzierter frequenzdynamischer Staubsaubger-BM.
Ja, das ist natürlich richtig erkannt. KRALLICE mit dem Titeltrack der "Dimensional Bleedthrough". Das zweite Album zeigt sich etwas griffiger, kompakter. Die Songs haben mehr eigenen Charakter. Die Gitarrenarbeit ist famos. Wenn das ein Staubsauger sein soll, dann ist es ein Staubsauger von der Sorte, die Mann zum... äh... "Glücklichwerden" zweckentfremdet.
Bei Krallice hat mich immer dieser konstant gleiche Lautstärkepegel gestört. Deswegen Staubsauger. Das ist sicherlich interessante und spannende Musik, aber solange ich nicht das Debüt verstehe, respektive mag, werde ich auch nicht mit "Dimension Bleedthrough" vorlieb nehmen. Aber vielleicht wäre der Zweitling auch der Schlüssel zum Debüt? *grübel* 123_7 hat geschrieben:03 - ??? (4:27) Fuck yeah, now we're talking. Spill some beer with doom. Zweistimmige Leads, ein erhabener Sänger und: no friggin' keyboards!! Rhythmisch ansprechend umgesetzt, melodisch top notch. Und das Schlimme... ich kenne es nicht. Und finde es toll. Sachen gibt's. Die Emotionen übermannen mich gerade und ich muss mit dem Fuß mitwippen. Sogar der Finger regt sich im Takt auf und ab.Wah-Wah-Soli und agressivere Parts. Eine Doom-Wundertüte in viereinhalb Minuten. 270 Sekunden. 0,0031 Tage. Und auch noch gut produziert. Ich habe was verpasst. Mehr davon. Und das sollte hier noch einigen anderen im Forum gefallen. Aber vielleicht kennen das auch alle schon und ich hab den heißesten Shizzle nur verpennt. Brauch ich.
Hier kein Tipp, sondern gleich die Lösung. Weil das niemand kennen wird. Und wenn doch: erzähl mir mehr! Nun denn. Die Band heißt STILL.NO.ORDER und diesen Song fand ich auf irgendeinem Sampler, der als Werbegeschenk einer Bestellung beilag. Leider wird "mehr davon" eben schwierig. Denn sucht man diesen Bandnamen im Netz, findet man nur eine Glam-Rock-Kapelle. Offenbar hat man die musikalische Ausrichtung (und das Ufer) gewechselt. Wir alle wissen ja: Glam is teh fail. Doom is teh rulz. Das Stück heißt "The Purist".
Diese Geschichte erinnert mich an die japanischen Millarca, die nach zwei famosen Demos und einem Compilationbeitrag in nicht aufzufindender Versenkungen verschwunden sind. Das Stück hat wirklich großes versprochen, umso trauriger bin ich, von dieser Band wohl nichts mehr zu hören. Schade. 123_7 hat geschrieben:04 - ??? (5:20) Umschmeichelnde Akustik-Gitarren. Ein sanfter Shaker eh... shakt im Hintergrund. Eine E-Gitarre stimmt ein und ein vermutlich höchstbekiffter Sänger leiert Worte von wahrscheinlich höchster Relevanz. Man versteht ihn nur unheimlich schlecht. Hypnotisch. Sanfte steigernd. Oldchsool. Was älteres, oder? Eine Violine setzt ein, wunderschön. Allgemein wunderschön. Jetzt ist es um mich geschehen, der anzugtragende Wolf stößt ein betörendes "A-Uuuuuuh-Uuh" aus. Fehlt nur das Pfeifen. Aber keine Frau weit und breit; sowas aber Auch. Das ist auf jeden Fall genau meine Kragenweite. Ich bin sehr gespannt. Und ich befürchte, man muss das Gehörte eigentlich kennen. Gottpferdammi. Brauch ich.
Älter ist es nicht, aber der Musiker selbst ist seit gut 30 Jahren aktiv, spielte und spielt wieder in einer kultigen Kultband. Früher gab's Industrial auf die Mütze, heute allerlei buntgemischten Folk, Neo-Folk und Avantgarde- bis Retro-Rocktöne.
Öhm... 123_7 hat geschrieben:05 - ??? (2:31) Mein armes Herz. Geboller. Der extremen Sorte. Undynamisch as fuck. Und so schnell. Aber gar kein Krümelmonster. Aggressives Geshoute, ein einsamer Barde, der mich latent an Mikael Akerfeldt erinnert (!?), versucht gegen diese Eruption entgegenzukommen. Psychopathisch. Aber irgendwie auch mitreissend. 'This is the End Of Time'? Weiß nicht, ob ich mir sowas auf Albumlänge geben kann. Dafür ist das mir dann doch zu undynamisch. Aber der fast hauptsächlich weitestgehend klare Gesang irritiert mich. Das macht es interessant. Hier bin ich gespannt, wer sich dahinter versteckt. Erinnert vom Härtegrad etwas an THE AMENTA, aber die sind industrieller.
Offenbar hat da jemand meine Beschreibung zu Rüdigers Wintersampler nicht aufmerksam genug gelesen...
Hier kann ich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich an dieser Wichtelei weder partizipiert, noch diese verfolgt habe. Panikschieberei, Angstmacherei, Existenzialitätsbeklemmungen und Zukunftsschwarzmalerei wegen akuter Abschlussarbeitsschreibereitis waren der Grund. Aber ich werde mal noch einen Blick in den Thread werfen. 123_7 hat geschrieben:06 - ??? (5:03) Wieder etwas ruhiger. Mein Puls pendelt sich wieder in Ruheregionen ein. It's shoegaze time, baby. Ist das Hope Sandoval? Wenn ja, muss sie früher wohl nicht so bekifft geklungen haben. Aber ich glaube es ist jemand anders. Aber das ist schön. Ich mag diese beinahe höhepunktslose Hypnotik. Lullabies for adults. Aber das ist eher was für die Abendstunden. Und für Momente für zwei. Ihr wisst schon. Hat was. Sogar sehr viel davon. Brauch ich.
Nein, das ist nicht meine zukünftige Ehefrau. Die Dame heißt Therese Johansson und tritt mit ihrer Freundin Kicki Halmos auf als LOWOOD. Shoegaze von der eher weniger rockigen Sorte, also Dreampop. "The Sailor" stammt von deren einziger LP. Leider gab es die damals nicht mehr zu kaufen, als ich die beiden hübschen und netten Mädels als Vorgruppe von - Achtung - CULT OF LUNA gesehen hatte. Hübsch. *auf einkaufszettel setz* 123_7 hat geschrieben:07 - ??? (4:26) Jetzt komm ich in Bereiche, in denen ich mich nicht auskenne. Grungiger, meine ich. Cleane E-Gitarren. Gesang erinnert mich etwas an... *duck* Kurt Cobain. Aber der hier ist besser, da vielseitiger. Ich hab nicht die geringste Ahnung. Würde ich auf frühe 90er tippen. Irgendwie so stell ich mir ALICE IN CHAINS vor. Aber wie gesagt, ich habe keine Ahnung. Klingt aber gar nicht verkehrt. Schön... authentisch. Die eingestreuten verzerrten Schreie haben was. Die zerfetzten Jeans und die ausgelatschten Chucks springen einen förmlich an. Aber das war vermutlich nie Mainstream. Dafür ist das zu unkonventionell. Und zu gut. Brauch ich unter Umständen.
Grunge, soso. Gut, das zweite und letzte Album dieser Band hat einen nicht zu leugnenden grungigen Einfluss und dieser Song ist auch repräsentativ, aber trotzdem gelten sie immer noch als Vorreiter des Sludge. Guilt by scene association, schätze ich.
Für sowas bin ich zu doof. Ich kann nur wiedergeben, was ich empfinde. Und das war Grunge. Härter und Vielseitiger. Aber Grunge. Bin gespannt welcher dieser Vorreiter dahinter steckt. 123_7 hat geschrieben:08 - ??? (8:41) Mal wieder ein Track mit Überlänge. Und doch ganz anders, als der Opener. Beginnt ruhig. Cleane E-Gitarren, tiefer bedächtiger Gesang. Könnte so prinzipiell auch auf einem Tool-Album zu finden sein, aber die sind es natürlich nicht. Abermals wieder eine stark hypnotische Komponente, in der durch Wiederholung der Muster eine gewisse Trance geschaffen wird. Der Gesang erhebt sich in mittlere Höhen und die Klangfarbe erinnert mich an jemanden. Aber fragt mich jetzt nicht an wen. Es steigert sich, das Schlagzeug spielt tribal-mäßig und da kommt der Ausbruch. Das Gaspedal wird losgelöst und über rhythmische Riff brechen Schlagzeugeskapaden in bester Stop/Go-Manier ein. Und schon verfällt man wieder in das mantrische Muster, doch die verzerrte Gitarre bleibt. Sehr interessant. Sogar sehr geil. Aber wer das sein könnte... ich habe nicht den blassesten Dunst. Auf jeden Fall etwas, dass ich mir wohl kaufen werde. Das steht völlig ausser Frage. Brauch ich.
Die Band klingt eher selten so. Gut ist sie trotzdem immer. Sonst gibt es eher Black Metal mit TOOL'schen Einflüssen zu hören, die hier eben überwiegen.
Hm, der Tip hilft mir wenig. Aber vielleicht weiß ja ein anderer mehr. 123_7 hat geschrieben:09 - ??? (5:48) Jaaaa, kenn ich!!! 'Smells Like Teen...' Ach nein doch nicht  Das Schlagzeugintro klingt aber 1:1. Aber hier geht es nicht um Midzehner-Gemuffel. Hier wird ordentlich gerifft. Breitbandig und melodiös. Sphärisch... recht poppiger Gesang. Aber das gefällt bis jetzt. Und ich kann mir gut vorstellen, dass das auch Frank und Peter gefällt. Aber wer hätte das erwartet... ich hab nicht die geringste Ahnung, wer das ist. Ich denke vom Gesang hätte etwas mehr kommen können, dann wäre der Song sogar ganz fantastisch. Und um meinen Wichtel ganz zu verärgern, für mich klingt das wie weniger kommerziell ausgerichtete FUNERAL FOR A FRIEND *duck*. Und fragt mich jetzt nicht, woher ich diese Band kenne *noch tiefer duck*. Gitarrentechnisch ist das hier aber schon eine feine Sache. Und der Mittelteil macht den ganzen Song sogar ziemlich geil. Hier bin ich gespannt, wer dahinter steckt. Brauch ich vielleicht.
Offenbar hat da jemand meine Beschreibung zu Rüdigers Wintersampler nicht aufmerksam genug gelesen...
s.o 123_7 hat geschrieben:10 - ??? (2:12) Was kurzes. Und diesmal kein Geballer. Erinnerungen an die Beatles werden wach. Aber das sind nicht die Mannen um Paul McCartney. Aber fein gestrickter Pop in leisen Tönen, aber hinterhältig zwinkernd. Der glattgeschmalzte Italiener stolziert mit verschmitztem Grinsen über die Straße. Die Aura reicht aus, dass sich alle Blicke auf Ihn ziehen. Spannend. Aber ich kenne es nicht. Aber ich glaube, ich muss es kennen. Brauch ich.
Hier flaniert ein eitler Gockel die Straße entlang. Solltest Du mal ein Rockfestival auf die Beine stellen sollen, erscheint er Dir vielleicht im Traum. Leute sind halt seltsam.
The Doors also... da muss man sich wohl schämen. Aber dann hab ich endlich einen Grund, diesen peinlichen Umstand zu ändern. 123_7 hat geschrieben:11 - ??? (4:54) Das 'Echoes'-Gedächtnis-Echolot konkurriert mit einer fies verzerrten Gitarre. Und dann wird es psychedelisch. Ein schräges Riff. Ein schräger Rhythmus. Eine schräges Gitarrentremolo. Eine schräge Hauswand. Menschen purzeln hinunter. Rosarote Elefanten laufen in der Ferne vorbei und versprühen Regenbogen aus ihren Rüsseln. Schräger Gesang. Musik für absurde Szenen. Monty Python-Rock. Das ist sicher einer dieser 70er-Prog-Bands. VdGG oder Konsorten. Kenne mich da jetzt nicht so aus. Aber klingt interessant. Drogentrip par excellence. Da würde ich mich gerne weiter mit beschäftigen... also mit der Musik. Aber ich befürchte meiner mentalen Gesundheit schadet das auf Dauer.
70er stimmt. Progressive Rock im eigentlichen Sinne ist es nicht. Aber es ist progressive Rockmusik. Walter Gropius würde nicht zweimal wagen, dem zu widersprechen.
Bauhaus... sagt mir nur was vom Namen. Soll wohl sehr visionär gewese sein. Da muss ich wohl mal Zeit investieren. Aber dennoch harter Tobak. 123_7 hat geschrieben:12 - ??? (7:45) Mal wieder etwas längeres. Cleane-Gitarren in bester Metallica-Manier. Aber die sind es natürlich nicht. Ein leidender, leicht wackeliger Sänger stimmt ein. Sehr schön. Toller Sänger. Aber ich kenne es nicht. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich der Song manövriert. Er nimmt zwar an Fahrt, aber nicht an Härte auf. Klingt alles sehr stark auf den Sänger zurechtgeschnitten, zu Recht. Da kommen nun auch die verzerrten Gitarren. Aber die Härte nimmt dadurch nicht überproportional zu. Ich tippe auch hier auf etwas älteres. 90er? Vermutlich nicht mal eine Metal-Band. Dieser Sänger bringt mich um den Verstand. Sehr geil. Am Ehesten erinnert mich das gar noch an den psychotischen Walzer. Diese Elegie, diese Verspieltheit, die Stimmakrobatik zum Selbstzweck. Toll. Und das finale Gitarrensolo über die sphärischen Chöre erinnert mich jetzt gar an Muse, bloß dass diese Band es hier versteht, das ganze nicht in produktionstechnischne und musikalische Onanie enden zu lossen. Toll. Das habe ich schon mal gesagt? Egal. Brauch ich.
Der gleiche Sänger wie bei den Grungern von Titel 7, diesmal unterstützt von einem hübschen Mädel.
Hm... auch das hilft mir wenig  123_7 hat geschrieben:13 - ??? (4:12) So, wir sind wieder im Metal angekommen. Ein schleppendes Riff. Simpler Rhythmus. Nette Gitarren-Licks. Und das ganze klingt nach starker mid-Metallica-Huldigung. Aber die dürften es nicht sein. Der Produktion nach zu urteilen, ist das etwas Neueres. Nichts was ich unbedingt brauche, aber das ist schon ganz solide gemacht.
Sucht man METALLICA-Huldigungen in den Reviews hier auf pm.de, wird man vielleicht fündig...
Evolution... soso. Nicht übel, aber nicht das, was ich zu Hause hören muss. 123_7 hat geschrieben:14 - ??? (8:34) Wieder ein Longtrack. Für solche verträumten Gitarrenarpeggios habe ich eine Schwäche. Eine recht technische Schlagseite hat der Song. Das Schlagzeugspiel erinnert etwas an Brann Dailor von MASTODON. Aber ich glaube nicht, dass die es sind. Klarer Gesang in angenehmer Stimmhöhe. Rhythmisch sehr vertrackt, das alles. Aber zu keiner Zeit wirklich hart. Dafür spannend und mitreissend. Sehr stark durchkomponiert. Es wurde sehr viel Wert auf einen fließenden, aber abwechslungsreichen Songfluss gelegt. Und mit wiederkehrender Motivik wird auch gearbeitet. Die Jungens verstehen ihr Handwerk. Und deswegen bin ich gerade auch dezent begeistert. Und jetzt brechen auch die harten Gitarren über mich herein. Der Gesang behält seine Klangfarbe ist aber deutlich geshouteter. Die Instrumente bewegen sich konstant zu- und wieder auseinander. Rhythmisch ein sehr lockeres Gerüst. Schnelle Tremoloriffs, die aber schnell wieder zurückebben. Eine Wundertüte. Anstrengend. Aber im Gegensatz zu #2 ist das für mich emotional einnehmender, da dynamischer. Fantastischer Spannungsbogen. Brauch ich.
Habe ich schon erwähnt, dass Du offenbar meine Beschreibung zu Rüdigers Wintersampler nicht gelesen hast? Nachholen. Das hier anhören und dann die CD bestellen. NAUTICUS - "Nothing Floats".
Haha... die habe ich sogar auf einen Kommentar von dir auf meinem MS-Einkaufszettel gesetzt. Dann muss ich das wohl mal ändern. 123_7 hat geschrieben:15 - ??? (3:56) Bedächtige Akustik-Gitarren und eine Erzählstimme. Die Klangfarbe der Stimme erinnert an Vincent Cavanaugh von ANATHEMA, aber die sind es nicht. Ein sehr zurückhaltendes Cello stimmt ein. Sehr schön. Mit sowas kann man mich immer ködern. "Then Kill Caesar". Ich könnte jetzt im Internet suchen. Aber ich lasse mich mal überraschen. Das könnte mir gefallen. Auch auf Albumlänge. Brauche ich unter Umständen.
Ja, von dem Herren ist ein weiterer Titel auf Schallplatte 2, von daher später mehr dazu.
Ich gebe zu, ich habe gespickselt und dann ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Aber ich verrate noch nichts. Aber soviel dazu... wow zu beiden Songs.
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123_7
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von Eike » Samstag 26. Juni 2010, 20:30
123_7 hat geschrieben:123_7 hat geschrieben:11 - ??? (4:54) Das 'Echoes'-Gedächtnis-Echolot konkurriert mit einer fies verzerrten Gitarre. Und dann wird es psychedelisch. Ein schräges Riff. Ein schräger Rhythmus. Eine schräges Gitarrentremolo. Eine schräge Hauswand. Menschen purzeln hinunter. Rosarote Elefanten laufen in der Ferne vorbei und versprühen Regenbogen aus ihren Rüsseln. Schräger Gesang. Musik für absurde Szenen. Monty Python-Rock. Das ist sicher einer dieser 70er-Prog-Bands. VdGG oder Konsorten. Kenne mich da jetzt nicht so aus. Aber klingt interessant. Drogentrip par excellence. Da würde ich mich gerne weiter mit beschäftigen... also mit der Musik. Aber ich befürchte meiner mentalen Gesundheit schadet das auf Dauer.
70er stimmt. Progressive Rock im eigentlichen Sinne ist es nicht. Aber es ist progressive Rockmusik. Walter Gropius würde nicht zweimal wagen, dem zu widersprechen.
Bauhaus... sagt mir nur was vom Namen. Soll wohl sehr visionär gewese sein.
Soll nicht nur, war es auch; ist immer noch: Macht schöne Visionen, von Zerstörung & Tod.
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Eike
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von Jesus » Sonntag 27. Juni 2010, 05:41
Eike bekommt die Tage auch diesen Sampler zugeschickt, von daher warte ich mal mit weiteren Tipps und Lösungen ab. Mich interessiert halt, was er so denkt und erkennt. Mal von den offensichtlichen Bauhäusern und Türen abgesehen. Wird mir wohl keiner übel nehmen, oder? Nur eins noch: 123_7 hat geschrieben:13 - ??? (3:09) Als Kontrastprogramm gibt es jetzt Slidegitarren, karibisches Ambiente und eine sanfte Frauenstimme, die hier den Hawaii-Blues anstimmt. Interessant. Aber die Kontraste werfen mich ganz aus der Fassung. Für sich allein wirkt der Song etwas blass, kann aber im Albumkontext ganz anders wirken. Mal schauen wer dahinter steckt.
 
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von hellknulf616 » Sonntag 27. Juni 2010, 07:35
Wow, die Lederhosen- und "Lass jucken"-Ästhetik ist einfach nicht tot zu kriegen... 
"Nostalgia is no excuse for stupidity."
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von 123_7 » Sonntag 27. Juni 2010, 09:36
Jesus hat geschrieben:Eike bekommt die Tage auch diesen Sampler zugeschickt, von daher warte ich mal mit weiteren Tipps und Lösungen ab. Mich interessiert halt, was er so denkt und erkennt. Mal von den offensichtlichen Bauhäusern und Türen abgesehen. Wird mir wohl keiner übel nehmen, oder?
Mein Geldbeutel dankt es dir  Heiland hat geschrieben:123_7 hat geschrieben:13 - ??? (3:09) Als Kontrastprogramm gibt es jetzt Slidegitarren, karibisches Ambiente und eine sanfte Frauenstimme, die hier den Hawaii-Blues anstimmt. Interessant. Aber die Kontraste werfen mich ganz aus der Fassung. Für sich allein wirkt der Song etwas blass, kann aber im Albumkontext ganz anders wirken. Mal schauen wer dahinter steckt.
[hope sandoval] 
Den Gedanken hatte ich beim Hören. Aber wieso ich ihn nicht weitergesponnen habe, weiß ich auch nicht.
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von Jesus » Sonntag 27. Juni 2010, 10:37
123_7 hat geschrieben:Mein Geldbeutel dankt es dir 
Er wird mir in den nächsten Tagen wirklich noch danken... *Spannung erzeug* 
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von Eike » Sonntag 27. Juni 2010, 13:06
Ich fange schon mal an zu sparen...
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von 123_7 » Dienstag 29. Juni 2010, 14:38
Jesus hat geschrieben:123_7 hat geschrieben:05 - ??? (2:31) Mein armes Herz. Geboller. Der extremen Sorte. Undynamisch as fuck. Und so schnell. Aber gar kein Krümelmonster. Aggressives Geshoute, ein einsamer Barde, der mich latent an Mikael Akerfeldt erinnert (!?), versucht gegen diese Eruption entgegenzukommen. Psychopathisch. Aber irgendwie auch mitreissend. 'This is the End Of Time'? Weiß nicht, ob ich mir sowas auf Albumlänge geben kann. Dafür ist das mir dann doch zu undynamisch. Aber der fast hauptsächlich weitestgehend klare Gesang irritiert mich. Das macht es interessant. Hier bin ich gespannt, wer sich dahinter versteckt. Erinnert vom Härtegrad etwas an THE AMENTA, aber die sind industrieller.
Offenbar hat da jemand meine Beschreibung zu Rüdigers Wintersampler nicht aufmerksam genug gelesen...
Gefunden  Ich verrate aber noch nichts, wenn Eike noch hören will. Nur eine Frage... gibt's die Demo auch zu kaufen? Irgendwie haben die es mir angetan.
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von Eike » Mittwoch 30. Juni 2010, 01:06
"Digital Vinyl"
Seite A:
1. Incipit: Hornet swarms of darkness buzz. Es wird schwarz wie Vinyl. Undifferenzierte Produktion. Besondere Merkmale: Keine.
2. Dito.
3. Doom. Heavy Doom. Heavy Doom mit strudelndem Solo. Mehr Heavy Doom. Heavy Doom mit Pathos im Gesang. Noch mehr Heavy Doom. Insgesamt also recht dynamischer Heavy Doom. Mit Pathos. Und Heavy. Doom.
4. Gothischer Klagegesang vor melancholisch-monotonem Akustikgezupfe. Mehr träge, weniger zerrissen. Halbgothisch also. Mit einer Prise Doomfolk: Traurige (Synthie-?) Geige und raunender Sprechgesang-Chor treten hinzu. Stimmungsvoll. Kommt heute eigentlich noch ein Gewitter, oder bleibt es so drückend?
5. Wieder Black Metal. Diesmal von Todesgroove unterstützt. Rasante Abfahrt. Musik zum Leichenteile-Zerhäckseln. Auf YouTube gibt es bestimmt Fanvideos mit "Braindead"-Bildmaterial zu diesem Song. Das Gniedelsolo kommt schön klassisch dazwischen - beste Stelle! Ansonsten: rustikale Hausmannsgrütze; also reichhaltig, sättigend, aber nichts besonderes.
6. Eine Säuseltante sorgt für Kontrastprogramm. "Now my head hurts..." - Das ist auch kein Wunder bei dem Krach zuvor. Die Stimme ist eher konventionell, passt aber gut rein, in ein leicht verhalltes Stück mit verschlepptem Rhythmus, dezenten melancholischen Tasten- und Streicher-Tönen, die jedoch nichts zukleistern, sondern lediglich den verletzlichen aber keineswegs weinerlichen Gesang untermalen. Nachdenkliche Stimmung, und die Produktion hat so etwas pastellen-aquarellen-traumwandlerisch-THE CURE-zu-"Dissolution"-Zeiten-mäßig verhuschtes. Kurzum: Gefällt mir gut. "Sailor, sail away..."
7. Klischee- Post-Punk (aka Gothic) trifft auf Klischee-Stoner-Rock in Zeitlupe, verbindet sich dadurch zu, jedoch nicht-klischeemäßigem, Sludge. Für Doom nicht Heavy genug, und für Stoner zu schleppend und düster. (Und geringfügig grungig.) Muss ich nochmal in richtiger Stimmung dafür hören, dann ist es vielleicht sogar grandios. So ist es ganz gut, haut mich aber nicht um. Das merkt man daran, dass ich hier mehr schubladisiere als irgendwas. Schade eigentlich. Ist halt nicht mein Tag für sowas.
8. Hübsche Songentwicklung mit langsamer Dynamik, die einen weiten Bogen schlägt und das fast schon gregorianische Murmelmotiv (oder primitiver Eingeborenenkult aus miesem rassistischem Indiana Jones Schinken: "... uga aga uga aga ... worship the sun ... uga aga uga aga ...") mehrmals wieder aufgreift. Ansonsten wird eher mit verschliffenen Texturen gearbeitet, fast wie im Ambient Black Metal. Riffschichtung. Zwischendurch fügt sich sogar noch Tribaldrumming passend ein. Zwischendurch fast schoon TOOLig. Das ist recht fein. Wieder was drückendes, Warten auf das Gewitter. Einen Ausbruch gibt es aber nicht, und das macht mich nervös...
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